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Thema: Von der Chemo ins Hospiz ...

  1. #1
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    Von der Chemo ins Hospiz ...

    Irgendwie ist in den letzten 2 Jahren der Wurm drin.
    Im Sommer letzten Jahres war die Wirkung meiner Hormontherapie nach 7 Jahren am Ende - austherapiert. Früher oder später musste es so kommen, das war mir klar. Dann kam der Vorschlag, es doch nochmal mit einet Zweitlinienchemo zu versuchen - Cabazitaxel.
    Eigentlich wollte ich nicht, hatte bei meiner ersten Chemo 2012 mit Docetaxel schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht ... nach der zweiten Infusion kam es zum allergischen Schock. Habe mich dann aber doch breitschlagen lassen.

    Die Infusion war am 25.11. (Montag), die folgenden 3 Tage waren problemlos. Dann weiss ich nicht mehr so recht, was passiert ist. Bin wohl umgefallen, dank Durchfall die Wohnung versaut. Dann kam ein guter Freund (er hat einen Schlüssel), der umgehend den Notarzt verständigte. Zwei Wochen Krankenhaus - nach Aussage des Chefarztes hätte ich wohl den nächsten Tag nicht überlebt.

    Dann wurde ich in ein Hospiz umquartiert, die mich tatsächlich einigermassen aufgepäppelt haben.

    Letzte Woche kam die Rechnung für die Chemoinfusion - 3930 €. Man bezahlt seine eigene Hinrichtung :-(
    Jetzt hab ich ne Pflegestufe, Einzelheiten müssen noch geklärt werden.

    Jetzt warte ich mal ab, wie lang der Krebs ohne Behandlung (Ausnahme Trenantone) Ruhe gibt ...
    Religion ist etwas für Leute, die Trost brauchen, aber keinen Alkohol vertragen

  2. #2
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    Hallo Heimer,

    Du hast in letzter Zeit viel aushalten müssen.
    Geht es Dir jetzt hoffentlich besser?
    Wenn Du allein lebst, würde ich eine ambulante Pflege und Versorgung in Betracht ziehen.
    Hast Du bei Deinem Arzt schon mal die Möglichkeit einer Liganden-PSMA-Therapie angesprochen?

    Alles Gute

    Lothar

  3. #3
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    oder eine Einrichtung in der "betreutes Wohnen" angeboten wird. Das ist absolut top. Man lebt in seiner seniorengerechten Wohnung für sich alleine und kann Hilfe in Anspruch nehmen, falls man diese benötigt. Alles Gute.

  4. #4
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    Wenn ich die verschiedenen Tipps so lese, dann sind hier viele im Forum, die Geld aus dem Vollen schöpfen können. Betreutes Wohnen ist nicht billig.

  5. #5
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    Für die ambulante Pflege gibt es Pflegegeld sowie stationäre Kurzzeitpflege.
    Meine Familie hat damit 14 Jahre gute Erfahrungen gemacht und aus dem Vollen schöpfen konnten wir gar nicht.
    In der ambulanten Pflege hat sich hinsichtlich der finanziellen Unterstützung viel positiv geändert.

  6. #6
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    Lothar, nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Kurzzeitpflege ist komplett was anders als betreutes Wohnen. Da ist ja meistens dann für den Rest vom Leben.
    Wenn sich auch sehr viel ändert mit der Pflege, ein Freund von mir, der sich fürs Alter ein wenig Geld auf die Seite getan hat, zahlt jetzt so lange noch Geld vorhanden ist für seine Frau im Pflegeheim monatlich 1800 €. Wie lange das noch geht?

  7. #7
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    Ok dann erläutere ich jetzt einmal was ich unter betreutem Wohnen verstehe.
    Die Einrichtung wird von der Diakonie betrieben. Die Wohnungen gehören privaten Eigentümern, die die Wohnungen der Diakonie zur Vermietung überlassen haben.
    Der Mietpreis liegt aktuell bei ca. 9 Euro/qm warm. Zu der Miete verlangt die Diakonie dann noch 129 Euro Betreuungspauschale pro Monat. Wenn man will kann man jeden Tag
    in der Kantine essen und die Freizeitangebote nutzen (Kantine muss gesondert bezahlt werden). Warteliste in dieser Einrichtung aktuell 3 -5 Jahre. Durchschnittliche Größe der Wohnungen
    45 - 70 qm.

  8. #8
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    @michi

    In diesem Thread habe ich nicht von betreutem Wohnen gesprochen, sondern von ambulanter Pflege und Versorgung (Essen auf Rädern).

  9. #9
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    Hallo, noch ein paar Infos:
    Das Hospiz wird nach meinem Kenntnisstand durch Spenden und Pflegeversicherung bezahlt. Ist übrigens auch nicht billig, monatlich ca. 6000 €. Die Kostenübernahme durch meine Krankenkasse/Pflegeversicherung liegt mir vor. Beim betreuten Wohnen liegt das anders aber mit dem Thema hab ich mich noch nicht beschäftigt.

    Morgen kann ich nach Hause, bekomme aber Unterstützung durch Palliativpflege. Wie genau die ausschaut, weiss ich noch nicht. Auf jeden Fall ein Alarmknopf für den Fall, dass ich umfalle, alles andere muss besprochen werden.

    Das Entscheidende für mich ist, dass die medikamentöse Behandlung am Ende ist. Im Moment hab ich durch den Krebs gefühlt keine Einschränkungen, es ist alles so wie vorher. Das Problem war/ist die Chemo, die mich fast gekillt hätte. Jede kleine Anstrengung macht mich völlig fertig und wenn ich es etwas übertreibe, wird mir schlecht. Diese Übelkeit hält dann 2 - 3 Std. an.

    Auf jeden Fall hab ich mir einen Platz im Hospiz reserviert, wenn es irgendwann doch wieder nötig werden sollte. So eine Einrichtung ist klasse ...
    Religion ist etwas für Leute, die Trost brauchen, aber keinen Alkohol vertragen

  10. #10
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    Hallo Haimer,

    ich möchte dir auch Beistand geben für diese Situation.
    Eine sehr gute Entscheidung, das Hospiz in Petto zu haben. Du hast den Unterschied zwischen Krankenhaus und Hospiz nun erfahren.
    Versuche, alle Medikamente abzusetzen und dein Blutbild wieder aufzupäppeln, wenn du keine oder wenig Schmerzen hast.

    Magnesium, Kalium und Vitamin B12 können helfen, dir wieder etwas Lebensqualität zu geben.

    Durch meine Begleitung mehrerer Schwersterkrankten konnte ich erleben, dass sich bei Absetzen aller Therapien ein PSA Abfall von 2800 auf 800 eingestellt hatte.
    Die Ratlosigkeit des Onkologen war sehenswert.

    Alles Gute
    Hans-J.

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