Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Erster Rat zur weiteren Diagnose / Therapie

  1. #1
    Registriert seit
    26.04.2012
    Ort
    Kirchhain
    Beiträge
    19

    Erster Rat zur weiteren Diagnose / Therapie

    Hallo,
    dies ist mein erster Post in diesem Forum, in dem ich gerne nach Informationen suche.
    Ich bin 59 Jahre alt und hatte immer wieder kleinere Probleme mit der Drüse. Auf Grund einer vorliegenden Prostatitis hatte ich 2012 erstmals den PSA bestimmen lassen, er lag bereits bei 3,37 ng/ml, Volumen der Drüse bei 50 ml (BPH).
    Es wurde zusätzlich DRU und Sonographie durchgeführt, mit unauffälligem Befund. Die Prostataentzündung wurde mit einem Antibiotikum behandelt. Der Urologe wollte eine Biopsie durchführen, was ich ablehnte.

    Ich habe in den Folgejahren keinen PSA-Wert mehr bestimmen lassen, erst wieder Ende Dezember 2019. Meine PSA-Wert lag nun bereits bei 13,3 ng/ml.
    Anfang Januar erfolgte die Bestimmung des differenzierten PSA-Wert ((Gesamt-PSA 15,77: %-fPSA 18,2 bei einem Prostatavolumen von 85 ml). Die Blutentnahme erfolgte nach DRU und rektaler Sonographie, möglicherweise waren die Werte dadurch noch etwas höher. Sowohl DRU als auch die Sonographie sind weiterhin unauffällig.

    Es erfolgte die Eingabe der Werte in ein Tool zur Risikoabschätzung für Prostatakrebs der Charite Berlin mit folgendem Ergebnis:
    Sens: 95%, Schwelle: 15; ANN-Ausgang: 10.8 - "Kein Risiko".

    Nun rät der Urologe zu einer Biopsie. Da nach meinem Informationsstand die Biopsie eher zufällig zur Entdeckung von möglichen Krebsherden führt, möchte ich, vor einem solchen invasiven Eingriff, ein weiteres bildgebendes Verfahren "multiparametrische MRT" nutzen und erst bei konkretem Verdacht eine gezielte Biopsie durchführen lassen. Mir ist klar, dass ich die Kosten zu einem großen Teil selbst übernehmen muss.

    Was ist euer Rat zur weiteren Abklärung?

    Unabhängig davon denke ich über eine Therapie der BPH nach. Ich bin auf ein Verfahren von zwei Ärtzten aus Israel gestoßen:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...-a-825195.html

    Hat jemand sich bereits einer solchen Behandlung unterzogen?

    Viele Grüße und alles Gute zum neuen Jahr

    Peter

  2. #2
    Registriert seit
    26.04.2012
    Ort
    Kirchhain
    Beiträge
    19
    ...upps...war nicht mein erster Post hier, bin scheinbar gut im Verdrängen ;-))

  3. #3
    Registriert seit
    02.05.2019
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    537
    Hallo Peter,

    das war Dein Einstieg ins Forum:

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...2910#post62910

    Zitat Zitat von Pieroh
    Unabhängig davon denke ich über eine Therapie der BPH nach.
    Das ist sicher gut. Dafür gibt es mehrere seriöse Behandlungsmöglichkeiten. Wie z.B. die:

    https://www.netdoktor.de/krankheiten...tahyperplasie/

    https://flexikon.doccheck.com/de/Ben...atahyperplasie

    Zitat Zitat von Pieroh
    möchte ich, vor einem solchen invasiven Eingriff, ein weiteres bildgebendes Verfahren "multiparametrische MRT" nutzen und erst bei konkretem Verdacht eine gezielte Biopsie durchführen lassen.
    Daran ist nichts auszusetzen.

    Aber von der Methode der Ärzte in Israel bin ich nicht überzeugt, also eher skeptisch.

    Harald
    nicht nachlassen

  4. #4
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    931
    Hallo Peter,

    ich würde bei Deinen aktuellen PSA-Werten von 13 bzw. 16 dem Rat Deines Urologen folgen und eine mpMRT unterstützte Biopsie zeitnah durchführen.

    Alles Gute

    Lothar

  5. #5
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    609
    Zitat Zitat von Pieroh Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon denke ich über eine Therapie der BPH nach. Ich bin auf ein Verfahren von zwei Ärtzten aus Israel gestoßen:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...-a-825195.html
    Erst dachte ich an einen Aprilscherz, aber diese sog. Gat-Goren-Technik zur Embolisation der Vv spermaticae fand auch noch im Juni 2017 Eingang in eine Uroradiologie Zeitschrift hier.
    Aber warum wird sie denn nicht häufiger angewendet ? Wenig invasiv, risiko-und nebenwirkungsarm. Gute 6-Monatsergebnisse. Unterdessen sollten doch schon längere Beobachtungszeiten vorliegen.

    Heinrich

  6. #6
    Registriert seit
    26.04.2012
    Ort
    Kirchhain
    Beiträge
    19
    Hallo Lothar,

    der Urologe lehnt die mpMRT ab, er will das klassische Verfahren (Ultraschall-gestützte Biopsie) in seiner Praxis durchführen. Mir gegenüber meinte er, die mpMRT käme zur Erstdiagnose nicht in Betracht.
    Meine Entscheidung steht jedenfalls für die mpMRT diese vertrete ich auch gegenüber dem Urologen.

    Vielen Dank für eure Bestätigung zu dieser Entscheidung

    Viele Grüße
    Peter

  7. #7
    Registriert seit
    18.04.2018
    Ort
    Raum Zürich
    Beiträge
    609
    Hallo Peter,

    Mir lässt dieses mir bisher nicht bekannte Verfahren zur Behandlung einer BPH keine Ruh, und habe hier noch mehr Hintergrundinformationen gefunden.
    Ich schliesse mich auch den Vorschreibern an, erst soll ein ev. PCa abgeklärt werden und eine vorgängige mpMRT finde ich jetzt auch kein Luxus.

    Heinrich

  8. #8
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.230
    Peter,

    wahrscheinlich hat Dein Urologe in seiner Praxis noch keine mpMRT gesteuerte Biopsie gemacht. Dazu musst Du Dich mit einer Uniklinik oder einem zertifizierten Prostatakrebszentrum in Verbindung setzen.

    Georg

  9. #9
    Registriert seit
    08.06.2015
    Beiträge
    13
    Hallo Peter, ich habe auch eine Biopsie bei meinem örtlichen Urologen durchführen lassen. Im August 2019 wurden von 12 Stanzen wurden 2 positiv eingestuft. Aufgrund der Zweitmeinung (Prof. Dr. Heidenreich Uni Köln) habe ich ein mpMRT Anfang Dezember durchführen lassen. Dabei wurden andere verdächtige Bereiche festgestellt worden. Nun werde ich bereits im Feb. eine MRT gesteuerte Biopsie durführen lassen. Ich denke mit einem vorab mpMRT machst du nichts verkehrt und eine anschließende Biopsie könnte direkt zielgerecht durchgeführt werden.
    Gruß Bernd

  10. #10
    Registriert seit
    18.11.2017
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    40
    Hallo Peter,

    Meine Erfahrung: Du solltest trotzdem keine Wunderginge von einer Fusionsbiopsie erwarten. Bei mir waren 15% des rechten und 25% des linken Prostatalappens befallen und trotzdem waren nur in einer Stanze mickrige 0,4mm Tumorgewebe. Obwohl mir schon klar ist, dass der Tumor nicht homogen in der Prostata verteilt ist, hätte es ruhig ein bisschen mehr sein dürfen. Auf meine Frage diesbezüglich bekam ich zur Antwort, bildgebende Verfahren seien auch nicht unfehlbar. Na ja.
    Bevor du selbst bezahlst, solltest du dich auf https://mriquestions.com (höchst interessant, leider nur in Englisch) informieren, welches die modernen Geräte sind und auf den Internetseiten der Radiologen nachsehen, ob diese technisch auf dem neuesten Stand sind. Drei Tesla Feldstärke sind Stand der Technik. Sieben sind das allerneueste, ich glaube aber nicht, dass damit Prostata untersucht wird.

    Nachtrag: Leider gibt es auf mriquestions.com die Seite mit den Geräten nicht mehr. Auf Wikipedia kommt aber eine Liste mit Herstellern.
    Liebe Grüße, Hermann

    Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=896

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •