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Thema: Sicherheit der Ergebnisse der histologischen Untersuchung nach TURP

  1. #21
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    @austermax,

    ... und einer abnehmenden Aggressivität ...
    Hans-J.
    Hallo, Hans-J,

    woraus leitest Du die abnehmende Aggressivität ab?

    max

  2. #22
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    @Max,

    an den neueren Erkenntnissen der Molekulargenetik.

    Bei jungen Menschen entartet der Krebs weiter ( asoziales Krebsverhalten )
    Bei älteren Krebsen ( Biopsie von Toten ) sind die bestehenden Daten des GS nicht immer identisch mit der Ursprungsdiagnose.
    An der genetischen Veränderung welche X oder Y Chromosomen hier fehlbesetzt oder so gar wieder sich redifferenziert haben, hat keiner Interesse.

    Noch weniger Interesse besteht an dem Mutationsverhalten des Krebses anzusetzen und dort weiter zu forschen.
    OK, Olaparib, Rucaparib läuft in die richtige Richtung.

    Es ist bekannt, dass auch die derzeitigen Therapien die Mutation fördern können.
    BRAC 1, 2, ATM Drivers und noch weitere in der Forschung zeigen deutlich, dass man durch Therapien der Mutationstreiber den Tumor wieder in die Redifferenzierung führen kann.
    Die schon bekannten OS Zeiten von einen Jahr und mehr ( Auszeit ) vom Ansatz her wäre doch ein wirklicher Meilenstein.

    Ob die Redifferenzierung auch durch den abscopalen Effekt induziert wird, verfolgt die Wissenschaft nicht weiter, weil sich kein Sponsor findet. Das dieses abscopaler Effekt besteht ist Fakt und zwar bei allen Bestrahlungsarten.

    Die von mir in Vorjahren - leider oft belächelte Redifferenzierung - ist längst schon in den genetischen Therapien angekommen.

    @Max, wenn man zum großen Teil die Schwerbetroffenen außen vorläßt und hier die Therapien auf Sparflamme fährt, ist die Beforschung dieser Gruppe schon längst von der Wissenschaft erkannt worden, um anhand der Entartung das molekulare Verhalten des Krebses zu erforschen.
    Davon profitieren Leichtbetroffene und nachfolgende Generationen.

    Gruss
    Hans-J.

  3. #23
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    Hans-J,

    leider fehlt mir der fachlich/medizinische Hintergrund und mit großer Wahrscheinlichkeit auch das intellektuelle Vermögen, Deine Ausführungen zu verstehen.

    Trotzdem vielen Dank für Deine Erklärungen. Ich weiß zwar immer noch nicht, aus welchen Fakten Du auf "abnehmende Aggressivität" schließt, aber vielleicht gelingt es einem anderen Forumskollegen, mir auf die Sprünge zu helfen. Schön wär's!

    Max

  4. #24
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    Lieber Max,

    ich kann nicht viel einfacher. Ob ein Verweis nach dem Thread "Neues aus DNA....." sinnvoll ist, glaube ich nicht. Da könntest du fündig werden.
    Warum auch sich mit Fakten auseinandersetzen, die für deinen Krebs ohnehin nicht zutreffen. Lebe einfach.
    Das wir von den Turp Spänen abgeglitten sind, ist aber deiner Nachfrage geschuldet.

    Hans-J.

  5. #25
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    @austermax,

    Aus meiner Sicht - mit 2 x Turp - behandelt, hast du gute Chancen ein Teil der Tumorzellen oder auch ganz losgeworden zu sein.
    Hans-J.
    Hallo Hans-J,

    könntest Du das bitte erläutern? Mit "2 x Turp-behandelt" meinst Du doch wohl nicht, ich sollte mich ein zweites mal einer TURP unterziehen, um möglicherweise weitere Tumorzellen abgehobelt zu bekommen, oder?

    Max

  6. #26
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    Ich wüßte keine Studie, die das immer wieder zu hörende "in hohem Alter wächst Prostatakrebs besonders langsam" untermauert. Alleine das Design dürfte schwierig sein, da die allgemeine Mortalität bei über 70-Jährigen relativ hoch ist. Theoretisch sollte der sinkende Testosteronspiegel das Wachstum des PCa verlangsamen.

    Noch eine Anmerkung zur Genauigkeit der Pathologie nach TURP: die Entscheidung zwischen Gleason 3 und 4 ist nicht immer einfach. Nach der Biopsie können komplette Drüsenstrukturen beurteilt werden; nach der TURP sind diese beschädigt. Die Strukturen spielen aber eine Rolle bei der Beurteilung. Siehe dazu die Ausführungen von Prof. Bonkhoff: http://www.prostapath.de/Prostatapat...e-der-Prostata
    Noch wichtiger ist das, was Georg schrieb: die TURP liefert Material aus eher unwichtigen Arealen.

  7. #27
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    Ich will den Fokus nochmals auf den PSA Wert von 1.0 legen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass mit einem solchen tiefen Wert ein signifikanter Tumor vorliegt, beziehungsweise entstehen kann!

    Was ich sicher sagen kann ist, dass dieser Wert unter dem median Wert von 70-80-jährigen liegt, geschweige denn unter dem Referenzwert, ab dem eine Biopsie empfohlen wird. Natürlich gibt es in der Medizin nie eine 100%-ige Sicherheit, aber die Statistiken sprechen zumindest von 99% und mehr für kein signifikantes Prostatakarzinom, das jetzt behandelt werden müsste.
    Es gibt Studien darüber, ich habe ein gutes Gedächtnis, aber leider keine systematische Sammlung der Literatur.
    Ich liefere die Studien darüber gerne nach, falls Interesse daran sein sollte.

    Ich empfinde die Empfehlung des Tumorboards " Wir empfehlen eine Radiatio der Prostata. Aufgrund des niedrigen PSA halten wir eine Überwachungsstrategie für problematisch." gelinde gesagt als völlig daneben.
    Andere Frage, da kenne ich mich zuwenig aus. Wie würde sich denn eine Bestrahlung auf die Verengung der Harnröhre auswirken? Wäre dann eine zweite TURP überhaupt noch möglich?

    Heinrich / Tritus


  8. #28
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    Zitat Zitat von tritus59 Beitrag anzeigen
    Wie würde sich denn eine Bestrahlung auf die Verengung der Harnröhre auswirken? Wäre dann eine zweite TURP überhaupt noch möglich?
    a) Die Bestrahlung wäre der Sache ganz bestimmt nicht förderlich. b) Das mag bezweifelt werden.
    Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einem Betroffenen, der vor 23 Jahren erst eine RP, dann eine Salvage-RT gehabt hatte (damals wahrscheinlich mit der nach heutigen Maßstäben grobschlächtigen 3D-CRT). Bis vor Kurzem ging's ihm gut. Dann kam in seinem Krankenhaus jemand auf die Idee, eine Blasenspiegelung zu machen – warum auch immer. Er richtete damit in der bestrahlten Harnröhre einen derartigen Flurschaden an, dass der gute Mann jetzt vollständig inkontinent ist, was er bis dato nicht gewesen war. Er möchte sich jetzt einen künstlichen Sphinkter implantieren lassen, findet aber keinen Arzt, der bereit ist, die Implantation in dem bestrahlten Gewebe vorzunehmen – "damit müssen Sie jetzt leben!".

    Ralf

  9. #29
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    Ralf,

    Prof. Heidenreich in Köln und Prof. Jünemann in Kiel operieren auch im bestrahlten Gebiet. Vielleicht sind die bereit, den Sphinkter einzusetzen.

    Georg

  10. #30
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    Hallo Georg,

    danke für den Hinweis! Ich werde ihn weiterleiten.

    Ralf

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