Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Thema: Was nun?

  1. #1
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    136

    Was nun?

    Guten Abend euch,
    Ich habe mal wieder eine Frage in die Runde. Der Orthopäde hat mich heute stark verunsichert, er sprach klar von Metastase im 2. BWK.Ich habe mir vorhin die Berichte von Ct und Knochenszintigrafie durchgelesen.
    CT: metastasensuspekter Herdbefund BWK 2
    Knochenszintigrafie: Die computertomografisch beschriebenen Veränderungen im 2. BWK lassen sich szintigrafisch nicht eindeutig zuordnen.
    Was hat das zu bedeuten? Welche Untersuchung ist zur Beurteilung sicherer? Was wäre unser nächster Schritt?
    Schönen Abend an alle und viele Grüße von der Ostsee
    Martina

  2. #2
    Registriert seit
    02.05.2018
    Ort
    Wien
    Beiträge
    40
    Hatte ähnliche diffuse Veränderungen die mit Knochenszintigrafie fest gestellt wurden, eine MRT konnte keine Metastasen nachweisen.

    LG Ernst

  3. #3
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    939
    Hallo Martina,

    in diesem Link wird der Vorteil des PSMA-PET/CT bei Knochenmetastasenverdacht thematisiert.

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...tszintigraphie

    Lothar

  4. #4
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    136
    Ich danke euch schon mal. Ernst, bei meinem Vater ist es anders herum.Im MRT war der supekte Befund. Welches Verfahren ist das aussagekräftigere?
    Georg, am PET- Ct sind wir dran, die IKK Nord will bis Mitte Januar zu unserem Widerspruch Stellung nehmen.
    Herzliche Grüße

  5. #5
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    136
    Was glauben wir nun? Knochenszintigramm oder CT? Wenn es sich um eine Metastase handelt, ist es sinnvoll jetzt schon zu bestrahlen und macht das jemand?
    Danke für euren Rat

  6. #6
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.232
    Eine Metastase ist wohl wahrscheinlich, genauer kann man es im Moment wohl nicht sagen. Aber im Profil steht: "Metastase im Os pubis". Dann wären es zwei Knochenmetastasen. Falls ihr ein PSMA PET/CT machen lasst, wird man voraussichtlich noch mehr Knochenmetastasen erkennen. Alle wird man nicht bestrahlen können und jetzt die zwei sichtbaren zu bestrahlen bringt sehr wenig.

    Von daher wäre sinnvoll Profact mit Zytiga bzw. Abiraterone zu ergänzen. Neuere Studien zeigen einen guten Erfolg für diese Kombination und diese steht daher auch schon in der Prostatakrebs-Leitlinie.

  7. #7
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    136
    Hallo Georg, den Tipp mit Abirateron habe ich hier bekommen und beim Urologen angebracht.
    Antwort: warum, der PSA ist in den letzten 5 Wochen doch von 0, 22 auf 0,19 gesunken. Ich hatte keine Argumente, wir waren erst einmal zufrieden.
    Wenn Metastasen bestrahlt werden, sinkt das PSA doch auch noch weiter. Ich dachte, dies wäre ein Ansatz. Ja, wir sprechen von einer Metastase im Os pubis, die unverändert ist und von einer ev. Metastase.

  8. #8
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.232
    Ich habe mir die Leitlinie (Langfassung) heruntergeladen und bringe die entsprechenden Seiten ausgedruckt mit zum Urologen, sonst geht es mir wie Euch. Also, in der Leitlinie steht:

    6.19
    Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) mit metastasiertem (M1), hormon-sensitiven Prostatakarzinom sollte zusätzlich zur Androgendeprivation eine Chemotherapie mit Docetaxel oder eine ergänzende antihormonelle Therapie mit Abirateron (plus Prednison / Prednisolon) empfohlen werden.

    https://www.leitlinienprogramm-onkol...statakarzinom/

    Die Leitlinie schließt Abirateron nicht aus, wenn schon vorher Operation und Bestrahlung gemacht wurden. Man kann natürlich wie der Urologe jetzt auf den niedrigen PSA Wert verweisen und vielleicht hat der Urologe bei der Kasse auch nur ein begrenztes Budget für das teure Abirateron.

  9. #9
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    136
    Danke Georg, habe es mir aufmerksam durchgelesen. Meist du mein Vater ist unterversorgt? Der Urologe verwies schon auf Nebenwirkungen einer zusätzlichen Medikation. Er sprach nicht von Abirateron, eher allgemein. Er bekommt seit einem Jahr das Profact. Also wäre Abirateron nicht mehr zeitnah. Was passiert im Körper zusätzlich? Wie lange nimmt man das Medikament?
    Martina
    Ach so, was wenn Abirateron dann auch nicht mehr wirkt. Und wenn man es einsetzt, wenn Profact nicht mehr reicht?

  10. #10
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.232
    Es gibt Studien, die festgestellt haben dass es für Patienten mit Knochenmetastasen von Vorteil ist, wenn Abiraterone mit Hormontherapie kombiniert wird. Bis zum Erscheinen dieser Studien hat man Abiraterone eingesetzt, wenn die Hormontherapie, z.B. mit Profact, nicht mehr wirkte.
    Die Frage war, was kann man machen, wenn eine Bestrahlung nicht möglich ist. Mit Abiraterone kann man die Hormontherapie bei Knochenmetastasen verstärken. Man muss es natürlich nicht. Abiraterone senkt das Testosteron noch stärker als es Profact kann; das wirkt eben noch besser.
    Wenn Resistenz gegen Profact/Abiraterone eintritt, wird man eine Chemo mit Docetaxel machen und ich würde anschließend Xtandi einsetzen. Ich erwarte, dass es ziemlich lange dauert bis diese Resistenz eintritt. Genauer kann ich die Dauer nicht angeben.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •