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Thema: Welche Therapieen nach RPE und PSAanstieg

  1. #11
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    Kommt auf die gewünschte Therapie an. Wenn du der leitliniengerechten Logenbestrahlung folgen willst, dann dient das PET/CT nur der Unterscheidung, ob Lokalrezidiv oder Fernmetastase: bei letzterem könnte man auf die Logenbestrahlung verzichten. Aber wegen R1 ist vermutlich lokal immer etwas zu sehen - könnte auch gesunde Prostata sein, das sieht man am SUVmax (vielleicht, da wäre eine späetere Messung vermutlich aussagekräftiger).
    Auch beim Lokalrezidiv kann das PET/CT die Bestrahlungsplanung verändern: Ich habe gerade gesehen, dass der ursprüngliche Link (von mir angegeben) nicht mehr existiert (Ha! das Netz vergißt doch!). Hier ist eine Metastudie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5948793/
    Eine ähnliche Studie Bluemel_10.1186_s13550-016-0233-4.pdf
    Der PSA-Median betrug 0,67.
    Und hier ein aktueller Link zur ursprünglichen Studie: http://www.sfb824.de/de/Publikatione...ning/index.php
    Der PSA-Median betrug 0,48.

    Ziehst du eine fokale Therapie des Lokalrezidivs in Betracht so ist das PET/CT für eine genaue Lokalisation erforderlich.

  2. #12
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    Hallo
    Ich las, dass man mit PSMAPET a u c h unter PSA 1,0 etwas erkennen kann. Bedeutet das, dass man ab 1,0 viel sieht?
    Gibt es einen Grund nicht abzuwarten bis 1,0?!
    Wie schon gesagt bin ich nach RPE nun bei 0,42.

  3. #13
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    In meinem folgenden Text ist eine Graphik auf Seite 5, darin wird dargestellt, wieviel man bei den verschiedenen PSA Werten sieht:
    http://www.prostatakrebse.de/informa...Diagnostik.pdf

    Also bei 0,42 siehst Du in knapp 40% der Fälle Metastasen und bei 1,0 in etwas über 80% der Fälle. Da ein PSMA PET/CT ziemlich teuer ist und man das u.U. aus eigener Tasche bezahlten muss, lohnt es sich bis 1,0 zu warten.

    In Deinem Fall soll aber eine Salvage-Bestrahlung gemacht werden und die sollte spätestens bei einem PSA Wert von 0,5 gemacht werden. Dann sollte man schon bei 0,42/0,45 ein PSMA PET/CT machen. Wenn dann Knochenmetastasen auftauchen, auch wenn man nicht alle sieht, oder Lymphknotenmetastasen außerhalb des Beckens oder außerhalb des geplanten Bestrahlungsbereichs, muss man die Sache neu bewerten.
    Mein Tipp wäre, bei einem so langsamen Anstieg des PSA Wertes wird man keine Metastasen sehen. Dann geht es nur um die Bestrahlung der R1 Stelle, also des positiven Schnittrandes.

    Georg

  4. #14
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    Walter, ich hatte PSA 0,7ng und PSMA PET/CT hat nichts gefunden. Falls du es selbst zahlen muss, würde ich noch länger warten.
    Reinhard

  5. #15
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    Aus dem "Basiswissen", Abschnitt 8.13.1:

    Eine neue Untersuchung kommt zu dem Er*geb*nis, dass bei PSA-Werten über 0,5 ng/mℓ die Heilungschance mit 2,6 % pro PSA-Wert-Erhö*hung um 0,1 ng/mℓ fällt. Bei PSA-Werten unter*halb von 0,5 ng/mℓ war kein klarer Trend erkenn*bar.
    Je länger Du zuwartest, dest geringer ist die Wahrscheinlichkeit auf tatsächliche Heilung. Mit einem PSA-Wert von jetzt 0,7 ng/ml ist demnach Deine Heilungschance bereits um etwa 5 % geringer.

    Ralf

  6. #16
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    Obwohl mein PSA nach Radiatio 2 Jahre <0,01 ng war, kann ich jetzt nicht mehr ausschliessen, dass 0,07ng schon zu hoch/ zu spät fur IMRT war..
    Im April 2020 werde wohl schlauer sein.
    Reinhard

  7. #17
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    Aus dem "Basiswissen", Abschnitt 8.13.1: ...
    Dort steht als Quelle: "209 Zu ihr wurde auf dem 68. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), 2016 in Leipzig, berichtet." Gibt es dazu einen Link oder mehr Details?

  8. #18
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    Hallo Martin,

    nein, leider nicht. In der Mediathek der DGU sind die Aufzeichnungen vom DGU-Kongress 2016 nicht mehr verfügbar. Ich habe zwar einen USB-Stick mit Abstracts aus dem Kongress, aber der bewusste Vortrag (von dem ich mir die im "Ersten Rat" zitierten Notizen gemacht hatte) ist nicht dabei, warum auch immer. Manche Autoren wünschten das nicht, soweit ich weiß.

    Ralf

  9. #19
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    Ein Teil der Vorträge ist aber noch als Videos verfügbar:
    https://dgu.conference2web.com/#reso...t&event_ids=39

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Studie gemeint war:
    https://ascopubs.org/doi/pdf/10.1200/JCO.2016.67.9647

  10. #20
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    Hallo zusammen und Danke für Eurere Beiträge
    Ich bin dabei zu überlegen, ob bei 0,42 PSA nach RPE eine Bestrahlung evtl. mit Hormontherapie gut für mich wäre evtl. noch mit vorheriger PSMA PET Bildgebung...
    Als Ausgangsüberlegun g las ich meinen Austrittsbericht bezüglich Histologie: da steht, dass alle Ränder tumorfrei waren (Hamburger Schnellschnitt) und gleichzeitig steht da; R 1....also positiver Schnittrand..und das verstehe ich nicht. Wer kann mir etwas dazu sagen?

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