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Thema: Cyber knife

  1. #41
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    Hallo Lutz,
    danke für deine Zeilen. Ich habe vor der Erkrankung meines Vaters nicht gewusst, wie groß das Thema PCA mit seinen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten ist. Ich bewundere die "alten Hasen" 😏 hier im Forum schon sehr. Und bin dankbar für die Bereitschaft zur Hilfe, Beratung und für das Mutmachen.
    Und das Kümmern ist für mich selbstverständlich, früher waren meine Eltern immer für mich da. Jetzt natürlich auch, aber ich weiß, dass ich stärker bin. Meine Mutter versteht die Krankheit nicht. sie denkt, fallender PSA ist doch gut, 0, 19 ist ja bald 0 und dann ist mein Vater gesund. Mein Vater war nie krank und hat sich mit Krankheit nie beschäftigt. Und diese Strategie verfolgt er weiter. Ich möchte mich informieren und vorbereitet sein, nicht alles hinnehmen. Natürlich weiß ich, wie die Erkrankung enden kann, aber noch ist Zeit , Möglichkeiten zu nutzen.
    Deine Historie habe ich auch verfolgt. Ich lerne von dir Optimismus und Zuversicht.
    Sei lieb gegrüßt
    Martina

  2. #42
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Lieber Herr Schmidt,
    den Reflex jede Metastase mit hohem BED so zu bestrahlen, dass ein kurativer Ansatz wenigstens diese eliminiert kann ich heute verstehen.
    Cyberknife ist nicht die einzige Maschine, die Metastasen mit hoher BED bestrahlen kann. Das geht mit modernen Linearbeschleunigern genau so. Heute habe ich wieder einen Knochenmetastase mit 3 x 10 Gy bestrahlt. Nicht am Cyberknife.

    Solange die Wissenschaft den abscopalen Effekt nicht besser erklären kann als derzeit, dieser aber eine Immunreaktion induzieren kann, verstehe ich auch die Betroffenen, die diese Hoffnung hegen mit hohen BED.
    Es gibt wenig Hinweise für einen abskopalen Effekt beim ProstataCa. Immuntherapie, so wie sie klassischerweise beim BronchialCa oder Melanom heutzutage eingesetzt wird, funktioniert beim Prostatakrebs nicht.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  3. #43
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    Zitat Zitat von Martina1701 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen ,
    Bisher gibt es eine Metastase im Os pubis. Da dieser Bereich nach RPE bereits bestrahlt wurde, ist eine normale Bestrahlung nicht mehr möglich, Aussage Strahlenklinik.
    Strahlenklinik wechseln. Das ist mein Tipp. Wenn es sinnvoll geht, dann wird es gehen. Mit oder Ohne Cyberknife.
    Der Strahlentherapeut.

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  4. #44
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt Beitrag anzeigen
    Cyberknife ist nicht die einzige Maschine, die Metastasen mit hoher BED bestrahlen kann. Das geht mit modernen Linearbeschleunigern genau so. Heute habe ich wieder einen Knochenmetastase mit 3 x 10 Gy bestrahlt. Nicht am Cyberknife.
    Es ist für einen Patienten schwierig zu erfahren, ob die Strahlenklinik ein Bestrahlungssystem mit SBRT hat. Ich habe den Eindruck, dass dies eine Option ist und auch bei Neuanschaffungen diese SBRT Option oft nicht mit bestellt wird. Wenn eine Klinik damit wirbt, dass sie ein neues Varian Gerät hat so weiß man als Patient nicht, ob dies ein Modell ist, mit dem SBRT Bestrahlung gemacht werden kann. Manchmal ist der Radiologe auch nicht für eine SBRT Bestrahlung geschult oder der Patient kann in der betreffenden Klinik nicht für die hohen Dosen genau genug fixiert werden. Daher erwähne ich immer die Cyberknife Bestrahlung, gegen eine SBRT Bestrahlung mit einem Varian Gerät habe ich nichts einzuwenden. Die Dosis 3 x 10 Gy halte ich für genau richtig.
    Ich war einmal in einer Uni-Klinik, die stolz auf ihr neues Varian System verwies, und fragte, ob man mich dort mit SBRT bestrahlen könne. Man empfahl mir sechs Wochen Bestrahlung mit anschließender, langfristiger ADT. Genau das wollte ich aber nicht.

    Georg

  5. #45
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    Ja, manchmal eigenartig welche Informationen man bekommt. Ich lag bei meiner Logenbestrahlung inkl. Lymphabfluss auch unter einer Varian Truebeam Maschine (RapidArc Programm. VMAT) 35 x 2 Gy. Die Maschine kann aber auch SBRT und zwar fast in allen Variationen (wie Georg erwähnt hat, die Software muss ev. dazugekauft und die Leute entsprechen geschult werden).

    Was ich aber meine herausgelesen zu haben, ist das dass Cyberknife auch Atembewegungen real-time korrigieren kann, was die SBRT mittels VMAT nicht kann. Für gewisse Tumore sicher ein Muss, aber z.B. bei Knochenmetastasen an der Hüfte oder Wirbelsäule nicht notwendig.

    Heinrich

  6. #46
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    Also...
    1. SBRT kann man erfragen. Es ist klar, dass nicht alle Kliniken das anbieten. Viele aber tun das.

    2. Cyberknife kann teilweise Bewegungen kompensieren, aber nur da wo es Sinn macht. Cyberknife kann vielleicht Tumoren in der Lunge anhand der Atembewegungen "korrigiert" bestrahlen, im Becken aber gibt's keine solche Bewegungen. Da spielen Füllungen der Blase, Blähungen, usw eine grössere Rolle. Und da kann das Cyberknife-System nichts korrigieren. Da ist sogar ein normaler Linearbeschleuniger mit Cone-Beam-CT besser oder eine Tomotherapie. Da sieht man nämlich, was im Becken los ist. Mit Cyberknife sieht man nichts, bzw. nur 2D-Röntgenaufnahmen.

    3. @Georg: Dass der Kollege Ihnen eine sechswöchige Bestrahlung mit ADT empfohlen hat, hat nichts damit zu tun, dass seine Maschine Ihre LK-Metastasen gezielt wie ein Cyberknife nicht bestrahlen konnte. Das konnte sie schon.
    Es gibt eben 2 Schulen, wenn es um LK-Metastasenbestrahlung geht: Die eine Schule bestrahlt hochdosiert in wenigen Sitzunen NUR die LK-Metastasen (was Sie haben machen lassen), die andere Schule bestrahlt die gesamten Lymphbahnen mit einer tieferen Dosis über mehrere Wochen und erhöht die Dosis an den befallenen LK (Boost) + ADT. Kein Mensch weiss, ob die erste oder die zweite Option die Richtige sind. Die zweite Option hat sicherlich mehr Nebenwirkungen und dauert länger, ob sie auch wirksamer ist, wäre denkbar, ist aber nicht bewiesen.
    Und in Strahlenkliniken arbeiten keine "Radiologen", dort arbeiten "Radioonkologen" oder "Strahlentherapeuten". Das sind zwei getrennte Facharztdisziplinen.
    Der Strahlentherapeut.

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  7. #47
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    Hallo und guten Tag,
    Cyberknife der Metastase am Schambein ist erfolgt. Hoffentlich fällt der PSA weiter ab...
    Herzliche Grüße
    Martina

  8. #48
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    Hallo, habe mal wieder eine Frage und hoffe auf eure Erfahrungen.
    Werden Metastasen durch Bestrahlung immer zerstört und ab wann würde man dies am PSA merken?
    Danke an euch
    Martina

  9. #49
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    Hallo Martina,
    Zitat Zitat von Martina1701 Beitrag anzeigen
    Werden Metastasen durch Bestrahlung immer zerstört und ab wann würde man dies am PSA merken?
    nein, sicher nicht immer. Das ist u. a. abhängig vom Können des Strahlenphysikers, der den Bestrahlungsplan ausknobelt. Und merken sollte man es, schätze ich, ab drei Wochen nach der Bestrahlung, wenn die Krebszellen sich teilen wollen, feststellen, dass sie das aufgrund der Bestrahlung nicht mehr können und in den programmierten Zelltod gehen, die Apoptose.

    Ralf

  10. #50
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    Danke Ralf, dann hoffen wir mal.
    Der nächste PSA wird Anfang April bestimmt.

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