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Thema: MRT nach Protonenbestrahlung wann sinnvoll?

  1. #1
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    MRT nach Protonenbestrahlung wann sinnvoll?

    Hallo @all,

    ich hatte im August/September unter Hormontherapie (Trenantone) eine Protonenbestrahlung im RPTC. Mein PSA war 3 Monate nach Bestrahlung 0,58 (runter von 51,3 bei Diagnose, Gleason 9). Mir wurde empfohlen, noch bis Mai die Hormontherapie fortzusetzen. Die nächste (letzte) Spitze steht nächste Woche an.
    Mir geht es soweit gut. Allerdings muss ich nachts noch 3mal raus. Um ca. 4 Uhr bin ich für längere Zeit wach (Organuhr Prostata korrespondiert).
    Ist es sinnvoll, mal ein MRT machen zu lassen? Sieht man dort etwas therapeutisch Relevantes?
    Leider ist das RPTC ja nun geschlossen, und man kommt da nicht weiter.
    Ich freue mich auf eure Antworten.

    Holger 1957

    https://myprostate.eu/?req=report

  2. #2
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    Nein, ein MRT bringt da nichts.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  3. #3
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    Was soll denn therapiert werden?

    Der Harndrang? - Da wäre eine Blasenspiegelung möglich, die vermutlich nur die Schäden durch die Strahlentherapie sehen wird.

    Die Prostata? - Ein PSMA PET/CT wäre nach dieser neueren Studie dem MRT vorzuziehen:
    https://link.springer.com/article/10...330-018-5819-y
    Außer man plant eine fokale Salvage: "Positron emission tomography (PET) with 68Ga PSMA ligands offers high sensitivity to detect recurrent PCa [6], yet the poor spatial resolution limits its use for focal salvage strategies."
    Diese prospektive Fallstudie zeigt auch mögliche Therapiewege: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...002/jmri.26581
    Dort wurde ein anfängliches MRT gemacht für die Gruppe (noch) ohne Rezidiv. Das macht Sinn, da der Radiologe dann später Veränderungen sehen kann, die bei der Beurteilung grenzwertiger Diffusionswerte helfen können. Allerdings geschah dies erst Jahre nach der Bestrahlung.
    Unter ADT, 4 Monate nach RT und ohne biochemisches Rezidiv (PSA >= Nadir+2,0) wird das MRT jetzt therapeutisch nichts erbringen.

    Vermutete Metastasen? - Kein MRT, sondern PSMA PET/CT, weil MRT die Lymphknoten nicht ausreichend beurteilen kann.

  4. #4
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    Es gibt keine Grund für eine Behandlung an der Prostata. Der PSA ist tief.
    Der Harndrang ist ein Problem und darum muss sich nun ein Urologe kümmern. Woher das kommt, kann ich nicht sagen. Es kann sich durchaus um eine Folge der Strahlentherapie handeln (Ja, auch Protonen machen Nebenwirkungen...).
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  5. #5
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    @ Strahlentherapeut,

    sie haben Recht, auch Protonen haben Nebenwirkungen!

    Während der Behandlung ist nichts bemerkbar, ausser das die Meisten sowas wie Harnvorhalt bekommen, wogegen Tamsulosin (nehme ich noch heute!) sowas wie eine Allzweckwaffe ist.

    Aaaber, nach der Behandlung.
    - die Fatique ist so ziemlich die erste Varainte von Nebenwirkungen (hatte sie fast ein halbes Jahr lang)
    - nach 1,5 Jahren hatte ich urplötzlich viel Blut im Stuhl: Ursache Strahlenproktitis! Behandelt mittels ArgonPlasmaCoagulation (da nicht betäubt: sieht aus wie Schutzgasschweißen), hält zumindest bis heute und bedeutete nur 3 Tage im KH.
    - Harnröhrenschlitzung wegen stark nachlassendem Strahl nach 2 Jahren (Lokal betäubt mittels Rückenspritze - nie wieder, da Diabetiker war das Nachlassen der Betäubung ein Horror, sie mussten mich fast ins Bett reinschnallen so zuckten meine Beine und 5 tage KH)
    - erneute -aber diesmal nur Harnröhren Bougierung - Behandlung wegen schwachen Strahl (sollte dies wieder kommen: Bougierung, schnell in der Praxis und absolut ohne NW oder gar KH)

    Ansonsten bisher nichts mehr im Zusammenhang mit der Protonenbestrahlung.

    Meine PSA werte sind auch OK, somit bin ich mehr als zufrieden.

    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  6. #6
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    Hallo und vielen Dank für eure Antworten!
    Ich fühle mich eigentlich gut "merke" die Prostata nachts manchmal. Freitag hatte ich die, nach Empfehlung des RPTC, letzte Hormonspritze und eine PSA-Bestimmung.
    Montag kommt das Ergebnis - ich bin gespannt.
    Natürlich hat auch die Protonentherapie Nebenwirkungen (es wurden ja auch die Lymphen oben bestrahlt), aber die sind für mich eher minimal und problemlos zu ertragen. Die Hormontherapie macht einem da doch wesentlich mehr mit Hitzeflushs und Müdigkeit zu schaffen!
    Ich stelle dne PSA bei myprostate.eu rein, sobald ich ihn habe.

    Beste Grüße

    Holger 1957

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