Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 16

Thema: MRT nach Protonenbestrahlung wann sinnvoll?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registriert seit
    29.01.2019
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    16

    MRT nach Protonenbestrahlung wann sinnvoll?

    Hallo @all,

    ich hatte im August/September unter Hormontherapie (Trenantone) eine Protonenbestrahlung im RPTC. Mein PSA war 3 Monate nach Bestrahlung 0,58 (runter von 51,3 bei Diagnose, Gleason 9). Mir wurde empfohlen, noch bis Mai die Hormontherapie fortzusetzen. Die nächste (letzte) Spitze steht nächste Woche an.
    Mir geht es soweit gut. Allerdings muss ich nachts noch 3mal raus. Um ca. 4 Uhr bin ich für längere Zeit wach (Organuhr Prostata korrespondiert).
    Ist es sinnvoll, mal ein MRT machen zu lassen? Sieht man dort etwas therapeutisch Relevantes?
    Leider ist das RPTC ja nun geschlossen, und man kommt da nicht weiter.
    Ich freue mich auf eure Antworten.

    Holger 1957

    https://myprostate.eu/?req=report

  2. #2
    Registriert seit
    24.10.2008
    Beiträge
    2.033
    Nein, ein MRT bringt da nichts.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  3. #3
    Registriert seit
    06.03.2017
    Beiträge
    1.272
    Was soll denn therapiert werden?

    Der Harndrang? - Da wäre eine Blasenspiegelung möglich, die vermutlich nur die Schäden durch die Strahlentherapie sehen wird.

    Die Prostata? - Ein PSMA PET/CT wäre nach dieser neueren Studie dem MRT vorzuziehen:
    https://link.springer.com/article/10...330-018-5819-y
    Außer man plant eine fokale Salvage: "Positron emission tomography (PET) with 68Ga PSMA ligands offers high sensitivity to detect recurrent PCa [6], yet the poor spatial resolution limits its use for focal salvage strategies."
    Diese prospektive Fallstudie zeigt auch mögliche Therapiewege: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...002/jmri.26581
    Dort wurde ein anfängliches MRT gemacht für die Gruppe (noch) ohne Rezidiv. Das macht Sinn, da der Radiologe dann später Veränderungen sehen kann, die bei der Beurteilung grenzwertiger Diffusionswerte helfen können. Allerdings geschah dies erst Jahre nach der Bestrahlung.
    Unter ADT, 4 Monate nach RT und ohne biochemisches Rezidiv (PSA >= Nadir+2,0) wird das MRT jetzt therapeutisch nichts erbringen.

    Vermutete Metastasen? - Kein MRT, sondern PSMA PET/CT, weil MRT die Lymphknoten nicht ausreichend beurteilen kann.

  4. #4
    Registriert seit
    24.10.2008
    Beiträge
    2.033
    Es gibt keine Grund für eine Behandlung an der Prostata. Der PSA ist tief.
    Der Harndrang ist ein Problem und darum muss sich nun ein Urologe kümmern. Woher das kommt, kann ich nicht sagen. Es kann sich durchaus um eine Folge der Strahlentherapie handeln (Ja, auch Protonen machen Nebenwirkungen...).
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  5. #5
    Registriert seit
    07.09.2016
    Ort
    in der Oberpfalz
    Beiträge
    238
    @ Strahlentherapeut,

    sie haben Recht, auch Protonen haben Nebenwirkungen!

    Während der Behandlung ist nichts bemerkbar, ausser das die Meisten sowas wie Harnvorhalt bekommen, wogegen Tamsulosin (nehme ich noch heute!) sowas wie eine Allzweckwaffe ist.

    Aaaber, nach der Behandlung.
    - die Fatique ist so ziemlich die erste Varainte von Nebenwirkungen (hatte sie fast ein halbes Jahr lang)
    - nach 1,5 Jahren hatte ich urplötzlich viel Blut im Stuhl: Ursache Strahlenproktitis! Behandelt mittels ArgonPlasmaCoagulation (da nicht betäubt: sieht aus wie Schutzgasschweißen), hält zumindest bis heute und bedeutete nur 3 Tage im KH.
    - Harnröhrenschlitzung wegen stark nachlassendem Strahl nach 2 Jahren (Lokal betäubt mittels Rückenspritze - nie wieder, da Diabetiker war das Nachlassen der Betäubung ein Horror, sie mussten mich fast ins Bett reinschnallen so zuckten meine Beine und 5 tage KH)
    - erneute -aber diesmal nur Harnröhren Bougierung - Behandlung wegen schwachen Strahl (sollte dies wieder kommen: Bougierung, schnell in der Praxis und absolut ohne NW oder gar KH)

    Ansonsten bisher nichts mehr im Zusammenhang mit der Protonenbestrahlung.

    Meine PSA werte sind auch OK, somit bin ich mehr als zufrieden.

    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  6. #6
    Registriert seit
    29.01.2019
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    16
    Hallo und vielen Dank für eure Antworten!
    Ich fühle mich eigentlich gut "merke" die Prostata nachts manchmal. Freitag hatte ich die, nach Empfehlung des RPTC, letzte Hormonspritze und eine PSA-Bestimmung.
    Montag kommt das Ergebnis - ich bin gespannt.
    Natürlich hat auch die Protonentherapie Nebenwirkungen (es wurden ja auch die Lymphen oben bestrahlt), aber die sind für mich eher minimal und problemlos zu ertragen. Die Hormontherapie macht einem da doch wesentlich mehr mit Hitzeflushs und Müdigkeit zu schaffen!
    Ich stelle dne PSA bei myprostate.eu rein, sobald ich ihn habe.

    Beste Grüße

    Holger 1957

  7. #7
    Registriert seit
    28.06.2018
    Ort
    Umfeld Münster
    Beiträge
    4
    Hallo zusammen,
    ich würde mir erst einmal nicht so große Sorgen machen. Völlige Gewissheit wirst Du auch damit nicht erreichen. Nach 3 Monaten kann das schon wieder ganz anders aussehen. Die derzeitige Situation zeigt uns mal wieder eindringlich wie anfällig der Organismus ist. Trotzdem hast Du mit deiner Entscheidung in meinen Augen richtig gehandelt.
    hatte im Okt/Nov 18 meine Bestrahlung im WPE . Danach Trenatone alle drei Monate. Die Ärztin meinte für 2Jahre wegen meines hohen Risikos Gleason 8, M0 .
    Habe die Empfehlung ignoriert und nach einem Jahr Schluss gemacht.
    Bin jetzt seit Oktober 2019davon runter.
    Jetzt erlebe ich mich zunehmend neu.
    D.h. wieder Gewichtsabnahme, Muskelaufbau ist wieder möglich, 100%Kontinent aber 1x nachts auf die Toilette. Die Erektion
    Ist auch halbwegs wieder gut.
    Den Kontakt zu der Selbsthilfegruppe habe ich aus persönlichen Gründen angebrochen. Der PSA steigt zwar wieder ist aber mit 0,06ng/l OK.
    Nadir war unter HAT bei 0,03
    Hier besteht eigentlich meine größte Sorge. Ab wann muss man sich denn Sorgen machen?
    Scheinbar verläuft auch die Protonenbrdtrahlung bei jedem etwas anders.
    Bleibt vom Corona Virus bitte vetschont
    Dignity

  8. #8
    Registriert seit
    07.09.2016
    Ort
    in der Oberpfalz
    Beiträge
    238
    @dignity,

    von meinen Mitstreitern seinerzeits weiß ich, das Einer auch mit Metastierierung kämpft, nur hatte der zum Zeitpunkt der Erstbestrahlung bereits Metastasen (und mittlerweile schon 2. und 3. Bestrahlung hinter sich, war einer der Letzten im RPTC).

    Die Anderen haben mir zumindest nicht berichtet, das sie etwas hätten.
    Wie es bei mir ausschaut, erfahre ich am Donnerstag, persönlich rechne ich mit einem fortgeschrittenen metastierten Stadium, wobei ich auf oligo-metastiert hoffe.

    Eine Anmerkung von mir persönlich:
    - der Protonenstrahlbehandelte geht doch davon aus, das der Krebs mit der Bestrahlung erledigt ist.
    - Warum dann eine Hormonbehandlung?
    - Diese hemmt doch nur das Wachstum eines Krebses!, Wenn aber bestrahlt ist doch da nichts, oder?
    - Sollte da doch was sein (außerhalb des Strahlgebietes oder bereits metastiert, wenn auch sehr klein), wird dessen Erkennung nur verzögert - so wie bei mir bis in den halbjährlichen Zyklus der PSA-Überwachung hinein- und es entsteht evtl. ein falsches Gefühl de Sicherheit.

    Falsche Gedankengänge? Denke ich nicht!

    lg
    Flüstermann alias Harald (nomen est omen)
    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=733&page=graphic

  9. #9
    Registriert seit
    21.01.2013
    Ort
    Köln
    Beiträge
    496
    Wenn ich das richtig verstanden habe, möchte man entartete Zellen, die sich einer Bestrahlung widersetzen, durch die Hormonbehandlung der Bestrahlung zugänglicher machen. Die Zellen sollen geschwächt werden und besser auf die Bestrahlung reagieren. Wenn das so sein sollte, wäre die Überprüfung des Erfolges mMn zweitrangig. Der zeigt sich ohnehin nach Absetzen der Medikamente.

  10. #10
    Registriert seit
    24.10.2008
    Beiträge
    2.033
    Zitat Zitat von buschreiter Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, möchte man entartete Zellen, die sich einer Bestrahlung widersetzen, durch die Hormonbehandlung der Bestrahlung zugänglicher machen. Die Zellen sollen geschwächt werden und besser auf die Bestrahlung reagieren. Wenn das so sein sollte, wäre die Überprüfung des Erfolges mMn zweitrangig. Der zeigt sich ohnehin nach Absetzen der Medikamente.
    Genauso ist es.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •