Seite 5 von 7 ErsteErste ... 34567 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 70

Thema: Nebenwirkungen der Hormontherapie und Maßnahmen zu ihrer Linderung

  1. #41
    Registriert seit
    15.04.2006
    Ort
    Landschaft Angeln
    Beiträge
    3.078
    Georgs Text zu Nebenwirkungen bei einer ADT ist jetzt als .pdf-Datei zum Herunterladen bei KISP verfügbar:
    http://www.prostatakrebse.de/informa...nwirkungen.pdf

    Ralf

  2. #42
    Registriert seit
    12.01.2017
    Ort
    Haßloch in der Pfalz
    Beiträge
    188
    Vielen vielen Dank Georg! Wegen genau solcher Informationen lese ich hier mit. Ich habe mir die Datei ausgedruckt und werde sie dem Urologen mal geben. Denn dessen einzige Antwort an meinen Mann ist immer: Tja, da müssen sie durch, da kann man nix machen. Sogar Heidelberg, Prostatazentrum, meinte, dass es nichts gäbe, was die Nebenwirkungen senken könnte.

    Christine

  3. #43
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.301
    Christine,

    die Linderung von Nebenwirkungen einer Hormontherapie wird wohl bei der Ausbildung der Ärzte nicht gelehrt und auch auf den Ärztetagungen wird es nicht angesprochen. Ausnahme war die APCCC in Basel. Außerdem geht die Leitlinie in der Langfassung unter Punkt 6.57 auf die Linderung der Nebenwirkungen ein. Allerdings bleibt den Ärzten wohl nicht die Zeit, so intensiv die Langfassung der Leitlinie zu lesen. Man weiß ja eh, wie man Prostatakrebs behandelt.

    Das Problem hat sich aber verschärft, da die Patienten viel länger als vor 20 Jahren Hormontherapie machen. Es wird in der Regel sehr früh damit begonnen, meist nach OP und Salvage-Bestrahlung, und es gibt jetzt neue Medikamente, die im resistenten Stadium noch angewendet werden können. Eine Dauer der Hormontherapie von über 10 Jahren ist dann nicht selten. Daher ist es sinnvoll sich mit der Linderung der Nebenwirkungen auseinanderzusetzen, wenn der Patient so lange darunter leiden muss.

    Georg

  4. #44
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    941
    Gedanken zu Männern, Ärzten und Nebenwirkungen des Hormonentzugs

    Das Reden über Krankheiten und über damit verbundene Beschwerden, wird von vielen Männern mit Schwäche gleichgesetzt. Man(n) geht erst zum Arzt, wenn es nicht mehr anders geht.
    Stark sein, nicht über Krankheiten und damit verbundene Beschwerden reden, das schützt Männer in unserer Gesellschaft im Berufsleben. Ein Mann ist im Konkurrenzkampf, wenn er gesund ist oder sich als Gesunder darstellt, weniger angreifbar. Das war leider auch meine Sicht auf gesundheitliche Dinge bis zum Ende meines Berufslebens.

    Es wäre vorstellbar, dass Ärzte aufgrund des Verhaltens von uns Männern, wenig über Beschwerden zu erzählen, keinen Überblick über die tatsächliche Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen einer ADT haben.

    Hier sehe ich einen möglichen Ansatz zur Problemlösung.
    Wenn viele Männer deutlich über ihre durch ADT verursachten Beschwerden beim Arzt sprechen, und immer wieder darüber sprechen, dann werden diese Beschwerden allmählich bei einigen Ärzten als ein ernstes Problem gesehen werden und wohl auch behandelt.

    Franz

  5. #45
    Registriert seit
    28.09.2016
    Ort
    Fränkische Schweiz
    Beiträge
    166
    Hallo Georg, hallo Franz,

    meine ADT (Zoladex) dauerte 2 Jahre. Ich hatte, Gott sei Dank, kaum Probleme. Irgendwie ist das bei jedem anders.

    Grüße

    Dirk

  6. #46
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    941
    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    19 Erholung des Testosteronspiegels nach einer ADT
    Wird eine ADT beendet, so ist der Patient meist an einer schnellen Erholung des Testosteronspiegels interessiert um seine Lebensqualität zu verbessern. In wie weit sich der Testosteronwert wieder erholt, ist vor allem von drei Faktoren abhängig: der Dauer der ADT, dem Alter des Patienten und dem Testosteron-Basiswert vor Beginn der ADT
    Die sehr langsame, oder erstmal nicht nachweisbare Erholung des Testosteronspiegels nach längerer ADT kann ich bestätigen.
    Nach vier Monaten des Intermittierens ist mein PSA-Wert erfreulicherweise immer noch unterhalb der Messbereichsuntergrenze Labor, der Testosteronspiegel aber hat sich mit dem aktuellen Wert 0,07 ng/ml nicht nach oben bewegt.
    Trotzdem hat sich meine Lebensqualität deutlich verbessert. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und kognitive Defizite sind verschwunden, meine körperliche Kondition hat seit Dezember erkennbar, wohl auch durch gezieltes Training zugenommen. Auch meine Gelenkbeschwerden sind weitgehend abgeklungen. Die Gewichtszunahme, die bei mir erst in den letzten Monaten der ADT eintrat, konnte ich bremsen und mein Gewicht wieder etwas reduzieren.

    Bleibt zu hoffen, dass mir die Entwicklung des PSA-Wertes noch einige Monate Zeit lässt, ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen.

    Franz

  7. #47
    Registriert seit
    02.05.2019
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Beiträge
    688
    Zitat Zitat von Optimist
    Bleibt zu hoffen, dass mir die Entwicklung des PSA-Wertes noch einige Monate Zeit lässt, ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen.
    Das Franz wünsche ich Dir aufrichtig. Mögen es noch viele Jahre sein!

    Gruß Harald
    nicht nachlassen

  8. #48
    Registriert seit
    02.08.2019
    Ort
    M/V
    Beiträge
    141
    Danke Georg für deine Mühe. Ich habe mir den Absatz Gelenkbrschwerden besonders durchgelesen. Mein Vater klagt seit ca 2 Wochen über Schmerzen etwas unterhalb des Knies. Heute kann er kaum laufen. Mit Ibuprofen geht es etwas. Es ist wirklich schwierig, Abnutzung, Entzündung oder Nebenwirkung. Gibt es Blutwerte, die man bestimmen kann, um die Ursache zu finden? Macht Osteoporose auch solche Schmerzen? Er möchte nicht schon wieder zum Arzt.
    Martina

  9. #49
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    941
    Zitat Zitat von Martina1701 Beitrag anzeigen
    Es ist wirklich schwierig, Abnutzung, Entzündung oder Nebenwirkung. Gibt es Blutwerte, die man bestimmen kann, um die Ursache zu finden? Macht Osteoporose auch solche Schmerzen? Er möchte nicht schon wieder zum Arzt. Martina
    Hallo Martina,
    die Schmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben.
    - Abnutzung an Gelenken kann durch bildgebende Verfahren nachgewiesen werden.
    - Ergänzend wäre es sinnvoll, nachzuprüfen ob Entzündungen z. B. eine Rheumatoide Arthritis vorliegen. Dies geschieht u. a. über die Bestimmung der Rheumafaktoren (Blutwerte).
    - Osteoporose, hier lassen sich Hinweise ob eine Osteoporose vorliegt, aus einer Knochendichtemessung gewinnen.
    - Schmerzen unterhalb des Knies können auch durch Venenentzündungen hervorgerufen werden.

    Meine Auflistung möglicher Ursachen ist sicher nicht vollständig, abklären und behandeln lassen sich die Schmerzen nur bei einem Arztbesuch.

    Franz
    Geändert von RalfDm (14.03.2020 um 09:54 Uhr) Grund: Schließende Klammer im Quote eingefügt

  10. #50
    Registriert seit
    23.07.2017
    Ort
    Neu-Ulm
    Beiträge
    62
    Ich mache nun seit Anfang 2017 meine ADT (alle 3 Monate die Leuprorelin Spritze). In zwei Wochen ist es wieder soweit. In Zeiten des Corona Virus mache ich mir nun Gedanken über die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer der Urologie Praxis. Ich überlege ob ich den Zeitpunkt für die nächste Spritze ca. 4 Wochen hinaus schieben soll.
    Nun meine Frage : kann man das ohne größere, zu erwartende Probleme machen, oder ist doch angeraten den festgesetzten Termin strikt einzuhalten ?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •