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Thema: intermittierende Hormontherapie/Fiebertherapie

  1. #11
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    Georg, man kann Krebs mit Sport bekämpfen, auch mit intensivem, ob das erfolgreich ist, weiß keiner; vermuten kann man es. Leistungssport allerdings führt zu körperlicher Überlastung und zu entsprechenden Nah- und Spätschäden, zumindest so, wie er heutzutage durchgeführt wird, und dass der erfolgreich bei Krebs ist, glaube ich nicht.
    Als begleitende Maßnahme ist Sport hilfreich. Siehe dazu diesen aktuellen Übersichtsartikel aus Australien: https://www.sciencedirect.com/scienc...40244018312702

    Wulf, die gezielte Behandlung des Primärtumors und der Metastasen ist möglich bei einer oligometastatischen Situation, dazu dieser Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=YESOVJTBCwQ
    Und weiter: https://www.youtube.com/watch?v=JHDNLloNN4g
    Bei einer höheren Metastasenlast bleiben die Ligandentherapien (Lu-177, Ac-225).
    Mit Hausmitteln wird man die nicht los: einige Krebszellen überdauern fast immer Chemo- und Strahlentherapie, und wenn sie wieder aktiv werden, sind ihre Abkömmlinge ebenso resistent und überdauern alle die nächste Behandlung, so daß keine Reduktion mehr eintritt ("Resistenz"). Zuverlässig entfernt werden Krebszellen nur durch direkte Vernichtung oder Entfernung. Für Bestrahlung heißt das: sehr hohe Dosis, die bei EBRT meistens zu hohe Nebenwirkungen hätte und nur durch Brachy- oder Ligandentherapie erreicht werden kann. "Wenn möglich keine Entfernung der Prostata" schreibst du - hast du Angst vor Kontinenz oder eher vor Impotenz? Wenn du es dir leisten kannst geht auch eine Teil- oder Totalablation mittels IRE. Bei nicht durch Strahlung vorgeschädigter Harnröhre sollte die Kontinenz nicht beeinträchtigt werden, und die Potenz garnicht oder wenig oder sich zumindest nach einigen Monaten gut erholen.

  2. #12
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    Hallo Wolfgang,

    dann trifft man sich ja wieder und das öffentlich.
    Ja, Prostatakrebszellen sind auf Wärme sehr empfindlich. Das siehst du durch die Hypertermie. Das Problem ist, die erforderliche Temperatur über eine Zeitdauer von ca. 2 Std. im Körper zu halten.

    Wir reden hier über die Ganzkörperhypertermie. Die erforderlichen Temperaturen in der Blutbahn sollten um die 41,5° C betragen.
    Dabei werden durch die Hitzeschockproteine HSP 27, HSP 70 und HSP 90 leichte Fieberschübe im Körper erzeugt, welche das Immunsystem auf Fremdlinge wie TZ
    aktivieren.
    Dieser Zustand kann bis zu 12 Std. danach noch aktiv sein. Sodass früher in dieser Phase auch bestrahlt wurde.
    Jedoch ist die Hyperthermie ( systemisch ) nicht ganz ungefährlich, aus dem Grunde wurde der Gedanke nicht weiterverfolgt.

    Obwohl in manchen Bestrahlungsinstituten noch Hyperthermiegeräte stehen.
    Es wurde mehr mit dem Applikator gearbeitet, lokal, jedoch die hier erzeugten Temperaturen waren höher als 44° C. Dann nämlich sterben die HSP Proteine ab.

    Die erreichten Temperaturen über die Infrarot C, B, Strahler um die 39° C reichen nicht aus um das Immunsystem zu aktivieren, wohl aber die Temperatur reicht aus, nachfolgende Therapien wie z.B. die Chemo, Bestrahlung effektiver einwirken zu lassen.


    Gruss
    Hans-J.

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