Ergebnis 1 bis 10 von 10

Thema: intermittierende Hormontherapie/Fiebertherapie

  1. #1
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6

    intermittierende Hormontherapie/Fiebertherapie

    Mitte Januar 2019 wurde bei mir bei einer routinemaessigen Untersuchung ein PSA-Wert von 126 festgestellt, der zwei Monate spaeter bei 150 lag. Die Biopsie 2 Monate spaeter gab einen Gleason von 9. Proliferationsrate fokal 10%. Knochenmetastasen etc.; d.h. das volle Programm. Am 20. Mai 6-Monatsspritze Lucrin (Leuprorelin), Senkung des PSA-Wertes bis auf 1 (Weihnachten), d.h. nach 8 Monaten. An Weihnachten entschloss ich nach einer Einmonatsspritze Lucrin die Hormonbehandlung abzusetzen. Ich begann waehrend der Hormonbehandlung zu meditieren, machte praktisch täglich 1/2 -1. Std. Sport im Kardiobereich, anschliessend heisses Bad (41-42 Grad), Yoga, stellte die Ernaehrung auf vegan um, nahm Nahrungsergaenzungsmittel (Granatapfel, Kurkuma, taeglich geschrottete Leinsamen, Heilpilze etc.), Simontons Visualisierungsuebungen etc. Die Knochendichte war an Weihnachten ok. Als flankierende Massnahme mache ich zur Zeit noch eine Fiebertherapie mit Misteln (Ziel: Reinigung und Waerme). Mit ein Grund für die intermittierende Therapie sind Herzrythmusstoerungen, die sich im Verlauf der Hormonbehandlung verstaerkt haben. Dazu habe ich einen sehr tiefen Ruhepuls, d.h. unter 40 (war frueher Marathonlaeufer, trainierte für Ironman). Ich befuerchte, dass meine Krebslast für eine erfolgreiche Unterbrechung etwas gross ist. Meine Frage: Gibt es Erfahrungen mit einem relativ schonenden Abbau der Krebslast durch entsprechende Operationen? (Wenn möglich keine Entfernung der Prostata) Dazu: Ich habe einen sehr grossen Bedarf an Waerme. Gibt es Medikamente, Pflanzen etc. um diese Waerme auszugleichen?

  2. #2
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.223
    Hallo Wulf,

    "Ich befuerchte, dass meine Krebslast für eine erfolgreiche Unterbrechung etwas gross ist."
    Da hast Du absolut Recht. Mit Gleason 9, PSA 150 und etlichen Knochenmetastasen bist Du kein Fall für eine intermittierende Hormontherapie - leider. Alle Deine ergänzenden Mittel mögen wirken, ich weiß es nicht, aber bestimmt nicht so stark, dass Du damit eine Hormontherapie ersetzen kannst. Wenn Du keine Hormontherapie machst, wird das wahrscheinlich Deine Überlebenszeit reduzieren. Aktuell wird man die Hormontherapie auch mit einer Chemo oder mit Abirateron ergänzen, das hat bei Patienten in Deiner Situation gut gewirkt.

    Du kannst die Prostata bestrahlen lassen - wenn Du einen Arzt dafür findest. Dies ist nicht ganz leitliniengerecht, daher wird nicht der erste Arzt, den Du fragst, das machen. Meiner Meinung nach ist es aber sinnvoll, die Tumormasse zu reduzieren.

    Georg

  3. #3
    Registriert seit
    04.01.2020
    Ort
    Rheinfelden
    Beiträge
    124
    Hallo Wulf, ich grüsse Dich. Wie ich lese, bist Du in einer ähnlichen Lage wie ich. Ich habe T3c-N1-M1 Gleason 9. Auch ich habe einige Nebenbaustellen die, die Auiswahl der Therapie ziemlich einschränkt. Du wirst sehen, Du bist hier nicht allein. Wir wurden Alle von einer Krankheit überrascht, die im Leben draussen immer die Anderen hatten. Ich versuchte mir immer vorzustellen, wie so eine Diagnose wohl ist. Und es war genau so grausam wie ich es immer dachte. Aber nun sind wir hier und müssen nach vorne schauen. Meine Frau Pof. sagte wir können das Rad nicht mehr zurückdrehen. Sie meinet "ich bräuchte dringend eine Hormontherapie". und das brauchst Du sicher auch. Also Wulf, Kopf hoch und durch.....ich drücke Dir beide Daumen.
    Lieber Gruss
    Urs

  4. #4
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6
    Hallo Georg
    Danke für deinen Hinweis auf die Bestrahlung. Ich werde dieser Frage nachgehen. Für mich war ausschlaggebend für den Versuch zur intermittierenden Therapie der PSA-Wert um Weihnachten von 1. Ich will mal sehen wie die Verdoppelungszeit verläuft und die Testosteronwerte. An sich habe ich mit dem Lucrin gut gelebt. Aber ich habe mich in meinem bisherigen Leben immer auf meinen Instinkt verlassen und bin immer auf die Beine gefallen. Ich schliesse nicht aus, dass es diesmal anders ist, aber ich denke es ist ein Versuch wert.

  5. #5
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6
    Lieber ursus47
    Vielen Dank für deine aufmunternden Worte! Aber ich bin irgendwie neugierig und bin eigentlich immer meine eigenen Wege gegangen. Mal sehen was diesmal dabei herauskommt......

  6. #6
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6
    Georg, noch etwas: Gibt es eigentlich Untersuchungen zum Zusammenhang zwisschen Körpertemperatur und der Entwicklung von Prostatakrebs. Nach meiner persönlichen Erfahrung wird die Entwicklung des PCa stark von der Körpertemperatur, bzw. dem Verhalten des Körpers zu der Ausbreitung und Vermehrung der Tumorzellen gesteuert. Dass der Ironman Boron (?) mit einem PSA-Wert über 1000 so lange lebte, hat auch damit zu tun. Ich habe mein Training zum Ironman abgebrochen, da ich nach den 180 Km Radfahren immer eine stark erhöhte Körpertemperatur hatte und sich der Körper nur langsam vom Fieber erholte. Und Vorläufer des Ausbruchs des PCa waren epilepsieartige Fieberschübe (bis 41,5, in meinem Haus in Italien, das nur schwer heizbar war und ich daher immer etwas in Unterkühlung lebte), die aber sofort wieder abflauten und mir den "Genuss" eines Highs bescherten. Die Partnerin eines damaligen Mitarbeiters war Aerztin und sie beruhigte mich jeweils, dass das vermutlich nicht schlimmes sei (was nicht stimmte). Aus dieser Erfahrung heraus und weil ja die PCa-Zellen äusserst kreativ seien (Zitat einer Bekannten, die ihren Postdoc zur Immunologie und Krebs am MIT macht; bin ein bisschen stolz auf die Kreativität meiner Zellen), denke ich, dass gezielte Erwärmung - nicht bloss alle 2 Wochen oder mehr, wie das ja empfohlen wird - den Stoffwechsel so beschleunigt, dass Heilungschancen beträchtlich erhöht werden, bzw. das körpereigene Immunsystem genügend aufgerüstet wird um den PCa zu bekämpfen. Mich würden in diesem Zusammenhang Narrative interessieren und nicht statistische "Wahrheiten". Habe mich lange genug mit Statistik herumgeschlagen und kenne daher ihre Schwächen......

  7. #7
    Registriert seit
    06.09.2015
    Ort
    NRW
    Beiträge
    3.223
    Von einem Zusammenhang zwischen Körpertemperatur und Prostatakrebs habe ich noch nicht gelesen oder gehört. Bist Du sicher, dass Du keine chronische Prostataentzündung neben dem Tumor hast. Das gibt es recht oft.
    Es gibt Hyperthermiebehandlung mit der der Tumor bekämpft werden soll, dabei wird nur der Bereich, wo der Tumor ist, erwärmt. Das ist aber eine alternative Therapie.

    Boro lebt glaube ich immer noch. Meiner Meinung nach kann man Krebs mit Leistungssport bekämpfen. Es gibt erste Beobachtungen, dass sich der Tumor durch Sport zurückbilden kann. Das ist das Narrativ einer Ärztin aus Köln mit Verbindungen zur Sporthochschule.

  8. #8
    Registriert seit
    04.01.2020
    Ort
    Rheinfelden
    Beiträge
    124
    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Von einem Zusammenhang zwischen Körpertemperatur und Prostatakrebs habe ich noch nicht gelesen oder gehört. Bist Du sicher, dass Du keine chronische Prostataentzündung neben dem Tumor hast. Das gibt es recht oft.
    Es gibt Hyperthermiebehandlung mit der der Tumor bekämpft werden soll, dabei wird nur der Bereich, wo der Tumor ist, erwärmt. Das ist aber eine alternative Therapie.

    Boro lebt glaube ich immer noch. Meiner Meinung nach kann man Krebs mit Leistungssport bekämpfen. Es gibt erste Beobachtungen, dass sich der Tumor durch Sport zurückbilden kann. Das ist das Narrativ einer Ärztin aus Köln mit Verbindungen zur Sporthochschule.
    Bestimmendes Element hinter einem Narrativ ist weniger der Wahrheitsgehalt,sondern ein gemeinsam geteiltes Bild mit starker Strahlkraft.
    aus WIKIPEDIA

  9. #9
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6
    Ursus: Sorry, Hast recht, hätte Erfahrungsberichte schreiben sollen und nicht Narrativ.... Berufskrankheit...

  10. #10
    Registriert seit
    11.02.2020
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    6
    Georg: Danke für den Hinweis auf die Prostataentzündung!

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •