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Thema: Intermittieren für sehr fortgeschrittene Patienten

  1. #11
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    Franz,

    ich verstehe den Satz von Dr. Oh so, dass er von Lymphknotenmetastasen spricht wenn er meint, der Patient hat keine Knochenmetastasen. Viszerale Metastasen gelten als höheres Risiko als Knochenmetastasen. Aber Du bist Deine viszeralen Metastasen doch losgeworden, wenn ich mich recht erinnere.

    Georg

  2. #12
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    Wenn wir grad die Hussain Studie unter die Lupe nehmen: Ich der Patienten Charakteristics in Tabelle 1 ist u.a. bezüglich Alter geschrieben:

    Characteristic Intermittent Therapy (N = 770) Continuous Therapy (N = 765)
    Age (yr)
     Median 70 70
     Interquartile range 39–97 39–92
    Das ist doch kaum zu glauben: In der intermittierenden Gruppe sollen demnach ein Viertel jünger al 39 Jahre alt gewesen sein und ein Viertel älter wie 97 Jahre alt und das wohlverstanden beim Zeitpunkt der Randomisierung.
    Ich versteh an dieser Studie wohl gar nichts mehr. Hat jemand eine Erklärung ?

    Heinrich

  3. #13
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    Das mediane Alter ist in beiden Gruppen 70 Jahre. Die Spannbreite, angegeben als Interquartilsabstand, liegt zwischen 39 und 97 bzw. 92.
    https://matheguru.com/stochastik/int...lsabstand.html

  4. #14
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    Du bringst mich auf die richtige Spur. Die Bezeichnung "Interquartile Range" ist wohl falsch. Denn dieser ist definiert als eine Zahl, dem Abstand zwischen dem 3. Quartile und dem 1.Quartile, mit 70 Jahren als Median in diesem Beispiel.
    Es muss sich demnach bei der obigen Angabe einfach um den Range (oder einfach die gesamte Spannweite) handeln. 39 Jahre wird der jüngste und 97 Jahre der älteste Patient gewesen sein. Mit Quartilen hat das nichts zu tun (siehe auch Dein Link oben).

  5. #15
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Franz,
    ich verstehe den Satz von Dr. Oh so, dass er von Lymphknotenmetastasen spricht wenn er meint, der Patient hat keine Knochenmetastasen. Viszerale Metastasen gelten als höheres Risiko als Knochenmetastasen. Aber Du bist Deine viszeralen Metastasen doch losgeworden, wenn ich mich recht erinnere.Georg
    Georg,
    zu Dr. Oh und den Ergebnissen der "Hussain-Studie". Hier wurden Patienten mit Lymphknotenmetastasen oder mit viszeralen Metastasen den entsprechenden Gruppen "minimal disease" und "extensive" disease" zugeordnet. Das schließt sicher nicht aus, dass bei Patienten der Studie mit Visceralmetastasen zusätzlich Lymphknotenmetastasen nachgewiesen wurden.

    Aus der Studie:
    "As previously defined in the SWOG trials, minimal disease was disease confined to the spine, pelvic bones, or lymph nodes, and extensive disease was disease present in the ribs, long bones, or visceral organs"

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Meine üppigen viszeralen Metastasen sind durch ADT/Chemo verschwunden, ob ich sie losgeworden bin, da bin ich mir nicht so sicher. Meine Ärzte einschließlich Urologe fragen als erstes immer ob ich Beschwerden im Lungenbereich (Druck, Husten etc.) habe. Deswegen lebenslange ADT, die ich mir durch Intermittieren etwas erleichtere.

    So weit ich weiß ist für die Prognose u. Behandlung des Patienten, oder auch für die Teilnahme bei Studien und eine mögliche Einteilung in div. Untergruppen der Erstdiagnosestatus entscheidend.


    Franz

  6. #16
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    Der Erstdiagnosestatus ist aufgrund
    - der dynamischen Entwicklung dieser Krankheit (Dedifferenzierung/Wandlung der Krebszellen)
    - des Einflusses des jeweiligen Therapiepfades auf diese Wandlungsfähigkeit
    - und besonders der oberflächlichen (makroskopischen) Methoden bei der Erstdiagnose
    ein schlechter Ratgeber für die Studieneinteilung bei späterem Krankheitsstadium, aber immer noch besser als garnichts. Das Ziel ist ja nur, zwischen meistens 2 Alternativen die Behandlung herauszufinden, die mehr Patienten hilft. Wenn es gut läuft wird auch noch eine Subgruppe gefunden, die besonders profitiert. Über einen Vorteil gegenüber allen anderen Optionen wird nichts gesagt - man kann das nur aus verschiedenen Studien "folgern". Wem und warum eine Therapie genutzt hat bleibt ebenso ungeklärt - gute Ärzte müssen den jeweiligen Patienten dann "einordnen", schließlich ist das ihr Job.

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