Seite 7 von 12 ErsteErste ... 56789 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 112

Thema: Wege zur Selbstheilung - auch bei Prostatakrebs möglich?

  1. #61
    Registriert seit
    04.01.2020
    Beiträge
    268
    Zitat Zitat von hartmuth Beitrag anzeigen
    Lieber Urs,
    ich bin seit 13 Jahren im Forum. Ich kann dir nichts Derartiges berichten. Was soll man auch berichten können?

    Von mir kann ich nur das vortragen:
    Bei meiner intermittierenden ADT hatte ich nach dem zweiten Zyklus einen deutlich langsameren PSA-Anstieg (Verdopplungszeit 23 Tage) als nach dem ersten Zyklus (VZ 38 Tage). Dies ist immerhin eine Differenz von 40 %. Erreicht vor allen durch Grüne-Tee-Kapseln in Kombination mit Celebrex, einem COX2-Hemmer, den man sonst bei Entzündungen einsetzt. Da gibt es auch eine Studie, die eine Verlangsamung belegen kann.

    Aber mal im Klartext:
    Von den aktiven Usern im Forum sind es vielleicht keine 5%, die ihre Krankheit proaktiv als selbstbestimmter Patient angehen. Nahezu alle melden sich hier, weil sie ein Diagnoseergebnis erläutert haben wollen, eine Aussage oder Medikation, eine Therapiewahl ihres Arztes geprüft bzw. bestätigt sehen wollen. Sie wollen einfach Bestätigung finden, dass alles richtig läuft oder auch nicht. Hier im Forum gibt es Laien mit hervorragenden Kenntnissen rund um den Prostatakrebs, weil sie die Leitlinien und die aktuellen Diskussionen in etablierten Kreisen bestens kennen. Der Georg fällt mir da ein. Macht super Beratung, aber eben auf Grundlage der Leitlinien. Das ist okay so. Das wollen die allermeisten User so und man begibt sich leicht aufs Glatteis, wenn man die Leitlinien verläßt.

    Andere haben einen Standpunkt, der über die Leitlinien hinausgeht. Sie sagen, was Evidenz nachweisen kann, findet nicht immer Niederschlag in den Leitlinien, auch weil diese bisweilen neuesten Unteruchungsergebnissen hinterherhinken. Unser „Low Road“ (Andi9 bei myProstate) ist so einer. Deswegen gefällt er mir. Aber da wollen schon nur noch wenige mitgehen. Das geht ohne eigene Aktivität, interessiertes Reinknien in das Thema, mit wachem Geist die Forschungslandschaft beobachten, also ohne selbstbestimmter Patient zu sein, gar nicht. Da muß man auch seinem Arzt was vorschlagen und ihn überzeugen können. Und man muß einen Arzt finden, der den Weg mitgeht. Dass das für die eigene Krankheitsentwicklung mehr Chancen eröffnet, davon bin ich überzeugt. Aber wieviele machen oder können das?

    Nach Schätzungen nehmen 30 – 70% der Patienten komlementäre Mittel nebenher, meistens ohne Abstimmung mit ihrem Arzt, der i.d.R. sagt „schaden kann’s nicht.“ Sie hoffen, dass es irgendwie vielleicht hilft. Jetzt frag ich dich, Urs, wie soll man das feststellen, ob es hilft, ob sich meine Progression deswegen verlangsamt hat? Obwohl soviele zu Nutriotherapeutika oder anderen Komplementärmaßnahmen greifen und viel Geld ausgeben, meint unser Gesundheitssystem, dem nicht näher nachgehen zu müssen und schiebt notwendige Untersuchungen und Studien beiseite. Zugegeben, einfach ist das nicht, aber es fehlt auch der Wille.

    Schau mal bei myProstate nach und selektiere Patienten mit AS bzw. WW. Da sind viele, deren PSA seit Jahren stabil ist oder mit nur geringer, noch nicht beunruhigender Steigerung. Sie alle nehmen sicherlich auch irgendetwas. Ziemlich sicher aber ohne Analysedaten-basiertes Konzept. D.h. ohne gezielte Intervention. Aber letztlich kann man hier auch nur vermuten, dass die Komplementärmaßnahmen geholfen haben. Totsicher bewiesen ist da gar nichts, denn es wurde keine Periode mit und ohne Supplemente verglichen, was eine Wirkung evtl. belegen hätte können.

    Ich fürchte, an der unbefriedigenden Lage mangelnder „letzter Gewißheit“ wird sich auch nichts ändern.
    O vielen Dank Hartmut, das ist mal eine echt super Erklärung. Aber bitte schätze mich nicht all zu falsch ein. Ich bin überzeugt, dass die Meisten etwas von den zusätzlichen
    Komplementärmaßnahmen profitieren. Ich glaube auch dass allein der feste Wille nützlich sein kann. Es geht ja dabei zuerst mal nicht um Heilung. Wenn die beschissene Situation damit besser zu ertragen ist, hat die Mühe doch gelohnt.
    Aber wie gesagt, ich selber kann damit Garnichts anfangen. Aber es liegt mir fern irgendjemand mit meiner Ablehnung zu nerven.
    Ich danke Dir für Deine sehr verstänliche Erklärung.
    LG
    Urs

  2. #62
    Registriert seit
    04.01.2020
    Beiträge
    268
    Übrigens, sehe ich grade neben mir eine Dose mit BIO CURCUMA Kapseln. Wenn die jemand haben will, schick ich sie gerne zu. Natürlich kostenlos.
    Gruss
    Urs

  3. #63
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    936
    Zitat Zitat von hartmuth Beitrag anzeigen
    Nach Schätzungen nehmen 30 – 70% der Patienten komlementäre Mittel nebenher, meistens ohne Abstimmung mit ihrem Arzt, der i.d.R. sagt „schaden kann’s nicht.“ Sie hoffen, dass es irgendwie vielleicht hilft.
    Mit meinem früheren Hausarzt, der sich zwischenzeitlich in den Ruhestand verabschiedet hat, konnte ich über komplementäre Methoden sprechen. Er war über Teile der komplementären Thematik gut informiert und gab mir etliche Tipps zu NEM, immer mit kritischen Anmerkungen versehen, mit auf meinen Weg.
    Nebenbei machte er mich auf vertiefende Literatur zum Thema aufmerksam (z.B. Prostata-Krebskompass von Dr. Jacob).
    Das Forum habe ich erst ein halbes Jahr später, eher zufällig gefunden.

    Franz

  4. #64
    Registriert seit
    25.07.2007
    Ort
    Ba-Wü, 73635 Rudersberg
    Beiträge
    662
    Zitat Zitat von Optimist Beitrag anzeigen
    Mit meinem früheren Hausarzt, der sich zwischenzeitlich in den Ruhestand verabschiedet hat, konnte ich über komplementäre Methoden sprechen. Er war über Teile der komplementären Thematik gut informiert und gab mir etliche Tipps zu NEM, immer mit kritischen Anmerkungen versehen, mit auf meinen Weg.
    Nebenbei machte er mich auf vertiefende Literatur zum Thema aufmerksam (z.B. Prostata-Krebskompass von Dr. Jacob).
    Das Forum habe ich erst ein halbes Jahr später, eher zufällig gefunden.
    Hallo Franz,
    ich habe meinen Freund mit Lymphknotenkrebs mal nach Stuttgart gefahren zu einer 70-Jährigen Ärtzin, engagiert und hochmotiviert. Sie hat notwendige MRT-Termine z.B.in Krankenhäusern durchgeboxt. Ich war von ihr begeistert und höchst überrascht, als sie meinem Freund u.a. auch noch Vitamin D3 verschrieb. Alte Schule noch mit ganzheitlichem Denken.
    Ich würde mal vermuten, im heutigen Medizinstudium werden komplemetäre Ansätze und ihre Begründung allenfalls in Nebentutorien behandelt. Das hat zumindest kein Gewicht in der medizinischen Ausbildung und deshalb auch nicht in der Praxis. Technisch-physikalisches Denken ist auch in der Humanmedizin prägend. Medizin ist Reparaturbetrieb. Ich will’s mal überspitzt so formulieren, aber so arbeitet der mainstream.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  5. #65
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    989
    Hier eine umfangreiche Veröffentlichung der Uni Heidelberg über „Entzündungen und Krebs“:

    https://www.uni-heidelberg.de/md/jou...ick_1_2017.pdf

    Ein Thema befasst sich mit Asperin.

    Lothar

  6. #66
    Registriert seit
    20.02.2018
    Beiträge
    936
    Hallo Lothar,

    der Artikel über Aspirin beschäftigt sich mit dem möglichen Nutzen, aber auch den Gefahren von Aspiringaben zur Vorbeugung einer Krebserkrankung. Ein wichtiger, interessanter Text, hat aber nichts mit dem Thema Selbstheilung zu tun.

    Franz

  7. #67
    Registriert seit
    25.10.2015
    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    1.485
    Was mich daran stört ist das vor jeder Zahnbehandlung oder OP gefragt wird ob man Aspirin eingenommen hat. Wird das Blut durch Aspirin dünner oder gerinnt es nicht?

  8. #68
    Registriert seit
    30.09.2006
    Ort
    Düsseldorf der Bergische Löwe
    Beiträge
    2.600
    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Hier eine umfangreiche Veröffentlichung der Uni Heidelberg über „Entzündungen und Krebs“: https://www.uni-heidelberg.de/md/jou...ick_1_2017.pdf
    Seit etwa 20 Jahren ist bekannt, dass NSAR - wie Aspirin - die Angiogenese hemmen und damit das Wachstum von Krebszellen aber vor allen Dingen die Metastasierung verringern können.
    Bekannt wurde die Tatsache, weil bei Rheumapatienten, die ständig Schmerzmittel einnehmen, das Tumorwachstum und die Metastasierung langsamer voran schritt.
    2015 haben dänische Forscher diesen Umstand weiter spezifiziert, weil niedrig dosierte NSAR (z.B. ASS 100) oder nur gelegentliche Einnahmen die Angiogenese nicht beeinflussten.

    Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  9. #69
    Registriert seit
    30.09.2006
    Ort
    Düsseldorf der Bergische Löwe
    Beiträge
    2.600
    Zitat Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
    Was mich daran stört ist das vor jeder Zahnbehandlung oder OP gefragt wird ob man Aspirin eingenommen hat. Wird das Blut durch Aspirin dünner oder gerinnt es nicht?

    Aspirin (Thrombozytenaggregationshemmer) ist kein Blutverdünner, es verringert lediglich die Verklumpung der Blutplättchen und damit die Thrombose Gefahr. Damit wird bei der Zahnextraktion durch ASS die Blutgerinnung verlangsamt

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  10. #70
    Registriert seit
    02.04.2012
    Ort
    Rheinland
    Beiträge
    989
    In der Reha wurden uns von den Onkologen Asperin und Vitamin D3 zur Prophylaxe eines Rezidivs empfohlen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •