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Thema: Wege zur Selbstheilung - auch bei Prostatakrebs möglich?

  1. #11
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    [QUOTE=Lothar M;123204]Bewegung, körperliche Aktivität und Sport erhöht die Heilungschancen bei Krebserkrankten.
    Hier ein Ärzteblattartikel dazu:
    „Sport ist so wichtig wie ein Krebsmedikament
    Hallo Ihr lieben Optimisten, wenn man so als weniger belesener und neutralen Zuschauer diese vielen Kommentare zu diesem Thema (Thread) in sich aufnimmt, entdeckt man Parallelen zur Religion. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich habe mal zu meinem Therapeuten gesagt, daß ich froh wäre wenn ich an Gott glauben könnte. Ich glaube es wäre vieles einfacher. Aber dies Thema ist bei mir durch. Habe 35 Jahre einen streng katholischen Arbeitskollegen gehabt. Aber wenn es ans eingemachte ging ist er immer ausgewichen. Dieses Thema Selbstheilung oder Spontanheilung kommt dem Glauben an den Allmächtigen sehr nahe. Ich möchte keinen Gott-Gläubigen angreifen oder belächeln. Eher beneide ich ihn weil er stärker ist als ich. Ich weiss dass mir Niemand helfen kann, wenn es soweit ist. Höchstens vielleicht die Medis gegen Schmerzen und Angst. Aber wenn ich hinüber gehe ist da Nichts mehr. Sollte Gott wirklich Allwissend und Allmächtig sein, dann wüsste er doch genau wie meine Leben zu Ende geht usw. Ich sehe meine Gedanken gehen zu weit. Lieber Lutz sei mir bitte nicht böse, wenn ich so auf Deinen Thread reagiere.

  2. #12
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    Diese klaren Worte vom Optimist und die des Zitats sprechen mich an. Danke

  3. #13
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    [QUOTE=ursus47;123207]
    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Bewegung, körperliche Aktivität und Sport erhöht die Heilungschancen bei Krebserkrankten.
    Hier ein Ärzteblattartikel dazu: „Sport ist so wichtig wie ein Krebsmedikament
    Hallo Ihr lieben Optimisten, wenn man so als weniger belesener und neutralen Zuschauer diese vielen Kommentare zu diesem Thema (Thread) in sich aufnimmt, entdeckt man Parallelen zur Religion.
    Urs,
    das siehst du falsch.
    Ich erklär es mal ohne Sport und ohne Krebs.
    Wenn einer Rückenschmerzen hat, kann er sich Medikamente und wenn es nicht hilft stärkere Medikamente verschreiben lassen oder er kann versuchen durch gezielte, vorsichtige Bewegungsübungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten o. ä. seinen Rücken zu stärken und u. U. seine Beschwerden lindern und er braucht dann vielleicht weniger Medikamente und hat mit weniger Nebenwirkungen zu tun.

    Beim Krebs kann (nicht bei jedem Patienten) Bewegung und körperliche Aktivität den Gesundheitszustand des Patienten wieder verbessern und den Patienten körperlich und seelisch wieder aufbauen. Das hat mit Religion wirklich nichts zu tun.

    Franz

  4. #14
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    @Franz
    Vielleicht habe ich auch so nonkonforme Ansichten, weil ich schon seit meiner Kindheit mit schwerstem Asthma und vielen Allergien malträtiert werde und schon immer viele Medikamente dagegen benötige und auch etliche Behandlungen genossen habe. Später kamen dann noch andere Baustellen dazu und zuletzt dann der Prostatakrebs, der ja auch wieder Nebenbaustellen verursacht.
    Deshalb kommt es wohl, dass ich schon einen Zustand mit wenig aktuellen Beschwerden als eine Art Heilungzustand geniesse.

    @Lothar
    Sehr interessante Links! Danke!

    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  5. #15
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    [QUOTE=Optimist;123209][QUOTE=ursus47;123207]

    Urs,
    das siehst du falsch.
    O, sorry da hab ich mich verrannt, meine Kommentar sollte eigentlich wegen Selbstheilung und Spontanheilung sein. Dass Bewegung positive Auswirkungen hat leuchtet sogar mir ein.
    entschuldige
    LG
    Urs

  6. #16
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    [QUOTE=Optimist;123209]
    Zitat Zitat von ursus47 Beitrag anzeigen

    Urs,
    das siehst du falsch.
    Ich erklär es mal ohne Sport und ohne Krebs.
    Wenn einer Rückenschmerzen hat, kann er sich Medikamente und wenn es nicht hilft stärkere Medikamente verschreiben lassen oder er kann versuchen durch gezielte, vorsichtige Bewegungsübungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten o. ä. seinen Rücken zu stärken und u. U. seine Beschwerden lindern und er braucht dann vielleicht weniger Medikamente und hat mit weniger Nebenwirkungen zu tun.

    Beim Krebs kann (nicht bei jedem Patienten) Bewegung und körperliche Aktivität den Gesundheitszustand des Patienten wieder verbessern und den Patienten körperlich und seelisch wieder aufbauen. Das hat mit Religion wirklich nichts zu tun.

    Franz
    Urs,
    Da gebe ich Franz voll Recht.
    Aber ich will das Reizwort "Sport" gar nicht benutzen. Es geht da mehr um körperliche Aktivität und auch Anstrengung für eine gewisse Zeit. Ein Muskel kann nur gekräftigt werden oder seine Leistungsfähigkeit erhalten, wenn er auch mal stärker belastet wird. Das Gehirn benötigt ebenfalls Input. Durch Lernen, was auch immer mit etwas Anstrengung verbunden ist, bleibt es fit.
    Ansonsten baut sich Alles ab: Muskeln, Sehnen, Knochen, Gehirnleistung. Der Spruch dazu lautet: "Use it or loose it".
    Optimal ist es, wenn ich diese körperliche und geistige Aktivität mit Lust und Freude kombinieren kann. Dann ist es ein Selbstläufer.
    VG
    Lutz
    Ich bei myprostate: ___ Kenndaten ___ Grafiken ___ PSA-VZ ___ Beurteilungen ___ Mein Bericht

  7. #17
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    Hallo Urs,

    ich bin wirklich kein Anhänger unserer Kirchen - aber, schau Dir mal unser Universum an (ich bin mit Begeisterung Astronomiefreund und sachlicher Ingenieur, ich war Sachverständiger für Industrieanlagen beim TÜV-Süd). Mir soll jemand einmal erzählen, die Entwicklung unseres Universums ist einfach so normal, einfach passiert und nicht durch einen ganz Großen gesteuert! Aber Zeit hat ER für jeden einzelnen von uns Menschen nicht! Wir bringen uns doch selber um!

    Aber gehen wir mal vom Glauben weg!

    Dirk

  8. #18
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    Hallo zusammen,
    will mal etwas weiter ausholen.
    Ich hatte im Altthread den Placebo-Effekt erwähnt. Eigentlich müßte z.B. Urs mit seiner Sichtweise (wenn ich dich richtig verstanden habe) auch die Existenz dieses Effektes leugnen und den Herren Forschern zurufen: “Wirkung auch ohne Medikamente? Geht’s noch? Glaubt ihr an Zauber oder an den lieben Gott?“ Vielleicht glaubt Urs tatsächlich nicht an den Placebo-Effekt. Aber es gibt den Effekt. Er ist real. Über den Begründungszusammenhang gibt es unterschiedliche Auffassungen und Interpretationen in der Wissenschaft.
    Wenn ich an einem Würstchenstand vorbeikomme und stelle mir vor, er könnte auch Bismarckheringsbrötchen haben, läuft mir spontan das Wasser im Munde zusammen. Wenn ich solche Brötchen tatsächlich sehe, umso mehr. Leider sind solche Brötchen bei uns im Schwäbischen nur sehr selten zu finden. Ich liebe sie. Was passiert? Ein optischer Reiz, ein mentaler Reiz im Gefolge (die Vorstellung) schaffen es, eine körperliche Aktivität (die Speichelproduktion) zu induzieren. Klingt banal, ist aber keineswegs so selbstverständlich. In der Tierpsychologie kennt man dies als den „pawlowschen Reflex“. Auch die Redewendung „Vor Angst die Hose voll“ hat einen realen Hintergrund.
    Warum schreibe ich dies? Es gibt Phänomene im Kraftfeld Körper - Geist – Seele oder auch im mental-psychisch-physiologischen Komplex, die unverständlich, irreal erscheinen, und weil man keine Erklärung dafür sieht, werden sie als Quatsch, Humbug, nichtexistent, religiös inspiriert denunziert. Vor allem, wenn man sich nicht näher damit befaßt. Aber mit diesen Phänomenen befassen sich Heerscharen von Wissenschaftlern, es gibt dazu Lehrstühle an Unversitäten und eine unüberschaubare Fülle an Literatur. Allesamt hochinteressant und mit verblüffenden Sachverhalten, wie mental-geistige Aktivitäten oder seeliche Befindlichkeiten körperliche Reaktionen hervorrufen können. Das ist alles real und hat mit Religion gar nichts zu tun.
    Wenn ich mich vor den Fernseher hocke, mein Bier trinke und auf eine Spontanheilung warte, das funktioniert nicht, das hätte in der Tat was Religiöses. Aber so ist es ja nicht. Was Kelly A.Turner zusammengetragen hat, sind allesamt Beipiele, wo Patienten aktiv geworden sind, gerade nicht passiv abwarteten. Und ihre Frage war, was diese gefundenen Fälle von spontaner Remission gemeinsam haben. Was haben diese Patienten unternommen? Neun Punkte führt Turner an:

    1. die Ernährung radikal umstellen
    2. die Kontrolle über die Gesundheit übernehmen
    3. der eigenen Intuition folgen
    4. Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen
    5. unterdrückte Emotionen loslassen
    6. positive Emotionen verstärken
    7. soziale Unterstützung zulassen
    8. die spirituelle Verbindung vertiefen
    9. starke Gründe für das Leben haben

    Ich will das nicht weiter ausführen Lothar u.a. haben dazu informative Links bereitgestellt, wobei zu betonen ist, dass die entsprechenden Ausführungen in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert wurden, keine laienhafte Vulgärliteratur. Aber in der Regel alles nur mit dem Hinweis, dass dies für die Gesundheit des Patienten und den Heilungsprozess sich günstig auswirken kann. Keine Heilsversprechen.

    Franz hat natürlich recht darauf hinzuweisen, dass die Krebsforscherin von Remission spricht und nicht von Heilung. Da hatte der Verlag der deutschsprachigen Übersetzung eher auf die Verkaufszahlen geschaut. Ich habe das Buch nicht gelesen. Ich weiß nicht, um welche Krebsarten es sich handelte. Vermute mal, keinProstatakrebsbeispiel dabei. Ich weiß auch nicht, ob die Beispiele Heilungen dokumentieren, weiß auch nicht, ob und wieviel Zweifel angebracht ist. Man sollte jedoch zunächst Wahrhaftigkeit unterstellen, zumal Turner eine anerkannte Krebsforschein ist. Und ob es sich um Heilungen oder Remission handelt, scheint mir systematisch gesehen nicht so relevant. Auch eine Remission durch die erwähnten Aktivitäten wäre schon ein beachtenswerter Erfolg, denn Remission heißt i.d.R. immer gewonnene Lebensjahre.

    Zur Spontanheilung. Ein Begriff mit viel Mystik umgeben und suggerierend, dies geschehe ohne therapeutische Anstrengungen. Keiner hat eine erlebt, nur irgendwie schon davon gehört bzw. gelesen. Das ist nicht zufällig so, denn bezogen auf 100.000 Krebsfälle, so mir bekannte unsichere Schätzungen, kommt 1 Spontanheilung. Es mögen mehr, es mögen weniger sein. Klingt wie ein 6er im Lotto. Jedoch: Bezogen nur auf jene, die aktiv eigene Unterstützungsmaßnahmen im obigen Sinne ergriffen haben, ist das Verhältnis weitaus günstiger. Ich kenne keine Zahlen, zuverlässige gibt es wohl auch nicht. Fakt ist: es sind nicht viele, die solche Eigenanstrengungen unternehmen, um das Krebswachstum zu verlangsamen, aufzuhalten oder gar zurückzudrängen. Wer macht solches hier im Forum? Unser Michi ist da wohl repräsentativ für die Einstellung der Mehrheit. Warum auch nicht? Man ist zu bequem dazu, auch ich, man empfindet es eher als ungeliebte Anstrengung, sich hier umzustellen und auf Gewohnheiten zu verzichten. Hinzu kommt die Unsicherheit, ob das überhaupt was bringt.

    Aber dennoch: Soweit sich einer dazu entschließt, hier Anstrengungen zu unternehmen, hat er auf jeden Fall bessere Chancen. Diese These wird auch von der Literatur unterstützt. Da wir hier in aller Regel Patienten sind, können solche Anstrengungen nur begleitende Maßnahmen zu den angebotenen Schulmedizinischen Mitteln sein mit der durchaus realistischen Aussicht, dass dies Lebensjahre bringen kann. Wenn es denn mehr ist, auch gut. Wenn‘s nicht wirkt, dann nicht. Das muß jeder für sich entscheiden, was er macht. Und der Benefit läßt sich häufig gar nicht messen. Eine Spontanheilung, womöglich ohne Standardmedizin, sollte man aus meiner Sicht besser nicht erwarten, auch wenn ich das Phänomen für möglich halte.

    Zusammentragen und dokumentieren, was helfen kann und wo es qualifizierte Literatur dazu gibt, das halte ich auf jeden Fall für wertvoll, ob man es komplementär, alternativ oder sonstwie nennt.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  9. #19
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    Zitat Zitat von hartmuth Beitrag anzeigen
    Ich habe das Buch nicht gelesen. Ich weiß nicht, um welche Krebsarten es sich handelte. Vermute mal, keinProstatakrebsbeispiel dabei...........

    .......Aber dennoch: Soweit sich einer dazu entschließt, hier Anstrengungen zu unternehmen, hat er auf jeden Fall bessere Chancen. Diese These wird auch von der Literatur unterstützt. Da wir hier in aller Regel Patienten sind, können solche Anstrengungen nur begleitende Maßnahmen zu den angebotenen Schulmedizinischen Mitteln sein mit der durchaus realistischen Aussicht, dass dies Lebensjahre bringen kann. Wenn es denn mehr ist, auch gut. Wenn‘s nicht wirkt, dann nicht. Das muß jeder für sich entscheiden, was er macht. Und der Benefit läßt sich häufig gar nicht messen. Eine Spontanheilung, womöglich ohne Standardmedizin, sollte man aus meiner Sicht besser nicht erwarten, auch wenn ich das Phänomen für möglich halte.

    Zusammentragen und dokumentieren, was helfen kann und wo es qualifizierte Literatur dazu gibt, das halte ich auf jeden Fall für wertvoll, ob man es komplementär, alternativ oder sonstwie nennt.

    Danke Hartmut,

    für den ausführlichen, in verständlichen Worten geschriebenen Beitrag.
    Deine, abschließenden Sätze finden meine volle Zustimmung.


    Zwei ergänzende Hinweise:
    - Kelly Turner berichtet im Buch von einer Remission beim Prostatakrebs. Die dazu verfügbaren Daten habe ich hier aufgelistet:

    "Patient, 54 Jahre, PSA-Wert 5,2 ,
    2 von 12 Gewebeproben positiv.;
    Arzt schlägt Operation vor, Patient verschiebt Operation, stellt seine Ernährung um und reduziert Kohlenhydrate.
    nach 1 Jahr PSA bei 1,3,
    nach Erstdiagnose bisher 7 Jahre krebsfrei."
    Anmerkung: keine Angaben zu Gleason-Score oder T-Stadium.


    - Und
    wer sich mit dem Buch von Kelly Turner beschäftigen möchte, kann auf den Seiten der diversen Buchverlage im Buch „herumblättern“. Ca. 30 Seiten sind kostenlos zugänglich.


    Franz

  10. #20
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    Ich bilde mir ein das ich mit diesen Berichten mein Gehirn so sehr in Trab halte, dass eine Demenz nicht viel Chancen hat. Das ist doch auch schon was, ob es auch bei PK noch was bringt, nachträglich, keine Ahnung.

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