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Thema: Psa ist gestiegen, muss ich mir nun auch langsam wieder Sorgen machen ?

  1. #1
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    Psa ist gestiegen, muss ich mir nun auch langsam wieder Sorgen machen ?

    Hallo,
    ich habe mir heute wieder meine neuen Blutwerte geholt und nachdem nun mein Psa-Wert das letzte Jahr über schön konstant bei 0,1 bis 0,11 gewesen ist, war diesmal ein Sprung auf 0,22 was ja im Prinzip schon eine Verdoppelung zum letzten Wert bedeutet. Muss ich nun damit rechnen, dass meine Hormonbehandlung ihre Wirkung verliert und immer noch Tumorzellen vorhanden sind, denn ich glaube kaum, dass das eine Messungenauigkeit ist ?
    Ich wurde ja nur bestrahlt und bekomme seit fast 3 Jahren meine 3 Monatsspritze Pamorelin. Man macht sich ja so seine Gedanken und jetzt werden es wohl lange 3 Monate werden bis zum nächsten Psa Test.

    Gruß, Hartmut

  2. #2
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    Am besten ist, man vergisst, was nicht mehr zu ändern ist. Du solltest im Moment nichts gegen den Anstieg machen.

  3. #3
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    Danke für deine Antwort. Du meinst also auch, dass es jetzt langsam aber sicher wieder in die andere Richtung geht ? Ich habe ja einen High Risk Tumor und es war mir klar, dass es kein Spatziergang wird und irgendwo hab ich auch gelesen dass eine Bestrahlung wohl nicht alle Krebszellen vernichten wird(kann). Aber wenn dann der Psa Wert fast ein Jahr lang bei 0,1 rangiert, bekommt man doch ein wenig Hoffnung und wenn es dann auf einen Schlag auf das Doppelte ansteigt wird man wieder etwas nachdenklich. Ich denke das Absetzen der Hormonspritze wird nun erstmal auf Eis gelegt und es werden für mich harte 3 Monate des Wartens werden. Aber es gibt ja auch noch das Corona Virus, wenn uns das erwischt sind wir vielleicht schneller weg als uns lieb ist.

  4. #4
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    Ich weiß, 0,22 ist kein hoher Psa Wert und manch einer hier im Forum wird mich einen so niedrigen Wert beneiden. Aber es ist trotzdem eine Verdoppelung innerhalb 3 Monate und auch das Testosteron ist leicht angestiegen, aber mit 0,3 nmol/l immer noch extrem niedrig. Trotzdem mach ich mir so meine Gedanken, ich hatte mich sehr darauf gefreut endlich die Hormontharapie beenden zu können, was nun erstmal in die Ferne rückt.

  5. #5
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    Wenn Du Deine drei Jahre absolviert hast, kannst Du in jedem Fall erstmal aussetzen und die Sache beobachten. Ich vertrete ja immer die Auffassung, nach 18 Monaten könnte man schon abbrechen, Dein Arzt ist da halt anderer Meinung. Nach einer Bestrahlung ist ein PSA Wert unter 2,0 ng/ml (ohne Hormontherapie) im normalen Bereich, erst darüber spricht man von einem Rezidiv, das dann noch genauer definiert ist.

    Wieso übrigens eine Bestrahlung gegenüber einer Operation verkehrt war, erschließt sich mir nicht, in anderen Ländern wird überwiegend bestrahlt.

  6. #6
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    Hallo Georg, vielen Dank, du bist einer von wenigen der hier immer wirklich gute Antworten gibt, bzw. überhaupt eine Antwort gibt. Ich habe von vielen Seiten immer zu hören bekommen, mit 56 Jahren lässt man sich operieren, bestrahlen lassen sich 15 bis 20 Jahren ältere Männer. Ich weiß, dass ich bei einem Rezdiv nicht mehr so viele Möglichkeiten habe wie einer der operiert ist. Aber mir wurde von verschiedenen Ärzten gesagt, dass ich bei einer Op mit großer Warscheinlichkeit auch noch eine Bestrahlung und anschliesend noch Hormonbehandlung bekommen werde. Ich muss in einer Woche wieder zum Uro und bekomme dann die nächste Spritze, nach der Psa Erhöhung wird er sich sowiso nicht mehr umstimmen lassen. Ich bin mal gespannt was er zur Erhöhung sagen wird. Du kennst dich ja recht gut mit der Materie aus, sagt es etwas über meinen Krebs(so er noch vorhanden ist) aus wenn sich jetzt das Testosteron leicht erhöht hat und in etwa gleicher weise sich auch der Psa Wert leicht erhöht hat? Ich denke nicht, dass das jetz ein sogenannter Psa Bounce ist. Es werden jetzt lange 3 Monate des Wartens werden.
    Gruß, Hartmut

  7. #7
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    Hartmut,

    wenn Du ein Profil anlegst, bekommst Du vielleicht mehr Antworten. Der Arzt sieht ja auch in die Krankenakte bevor er Dir etwas sagt. So muss man Deine 37 Beiträge durchsehen um eine Antwort geben zu können.

    Bei einem Gleason 8 ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nach Operation und Salvage Bestrahlung zu einem Rezidiv kommt hoch. Von daher hatten Deine Ärzte soweit schon Recht. Andere Ärzte werden dagegen die Operation empfehlen.

    Der Testosteronwert schwankt im Tagesablauf, daher sind leichte Schwankungen der Messwerte unbeachtlich. Ich weiß, es ist schwierig dies nachzuvollziehen, aber der Patient kämpft gegen den Krebs und nicht gegen leichte Schwankungen des PSA Wertes. Die Messungen sind nicht so genau und der Tumor entwickelt sich auch nicht wie mit dem Lineal gezeichnet. Du wirst erst genaueres wissen, wenn die Hormontherapie beendet ist und sich, nach ca. einem Jahr, der Testosteronwert wieder etwas erholt hat. Dies wäre auch mein Argument gegen die nächste Spritze, der Testosteronwert bleibt vorläufig auch ohne Spritze niedrig.

    Georg

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