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Thema: Wann kann ich den Hormonentzug nach RPE und Strahlentherapie beenden?

  1. #11
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    Ich halte eine N1 Situation bei einem Gleason 9 auch nicht für heilbar, aber man wird in der Regel nicht am Prostatakrebs sterben. Man muss nur lange mit dem Tumor leben.
    Knochenmetastasen bedeuten eine schlechtere Prognose, daher meint LowRoad ein Riesenunterschied. Allerdings basieren die Statistiken, die dazu vorliegen, auf Knochenszinitgrammen und nicht auf PSMA PET/CTs. Ich denke mit nur einer kleinen, bestrahlten Knochenmetastase kann man Dich auch in die Gruppe einordnen, die "lange mit dem Tumor leben" muss.

  2. #12
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    Hallo Jürgen,
    ich denke, N1-M0 oder N1-Mx, wie bei Dir, bei Gleason 9 liegt im Grenzbereich einer noch klitzekleinen Chance auf Heilbarkeit. Sonst hätte Deine Strahlenärztin das bestimmt nicht so formuliert.
    Ich werde bei mir die 2 Jahre ADT durchziehen und dann vielleicht mal aussetzen und gucken, was passiert. Ansonsten hoffe ich auf eine der sehr seltenen Spontanheilungen
    Viele Grüße
    Lutz

  3. #13
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    Lutz,

    meine Meinung ist, ob man mit oder ohne Prostatakrebs an Herzversagen stirbt ist doch egal. Daher sollte man die Heilung vom Krebs nicht so wichtig nehmen. Bei Krebs hat man natürlich die psychische Belastung und die Nebenwirkungen der Therapien, die ein gesunder Mensch nicht hat.

    Es ist gerade eine Studie erschienen, die über einen Beobachtungszeitraum von 22 Jahren feststellte, dass die Patienten mit Operation im Durchschnitt ein Jahr länger lebten als die Patienten ohne Therapie [1]. Von daher sollte man es etwas gelassener sehen. Diese Patienten hatten allerdings keine Knochenmetastasen auf dem Knochenszintigramm!

    Georg

    [1] https://www.europeanurology.com/arti...115-9/fulltext

  4. #14
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    Hallo Lutz,
    Das habe ich jetzt gebraucht.
    Danke!
    Jetzt geht es erst einmal ins Fitnessstudio zum Wirbelsäulenkurs.
    Viele Grüße
    Jürgen

  5. #15
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    Hallo Georg,
    Auch dir danke.
    Es ist wichtig, dass ich auf dem Boden der Tatsachen bleibe. Auch wenn es nicht leicht ist, diese bei ihrer Komplexität und Unterschiedlichkeit bei jedem Einzelnen ausfindig zu machen.
    Für mich ist es einfacher, meine Grundstimmung, die in Richtung Optimismus und positiv denken geht, aufrecht zu erhalten, wenn ich an eine mögliche Heilung denken kann, auch wenn die Chance dazu winzig sein möge.
    Andererseits werde ich deinen Hinweis, die Heilung vom Krebs nicht so wichtig zu nehmen, versuchen in mein Gedankengebäude einzubauen.
    Viele Grüße
    Jürgen

  6. #16
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    Hallo Jürgen,
    Georg hat natürlich Recht. Trotzdem tut es sehr gut, an etwas Positives zu glauben. Auch wenn es in Richtung Träumerei geht.
    Ganz wichtig ist es auch, sich daran zu erfreuen, was Alles noch geht und versuchen, möglichst viel davon zu erhalten.
    Wirbelsäulenkurs, sehr gute Sache!
    Lutz

  7. #17
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    Hallo Michi,

    Danke für deine superschnelle Antwort.

    Ich habe da noch zwei Fragen:
    Wurde dir bei Beginn der Hormontherapie gesagt, wie lange sie dauern soll?
    Als dein URO die Spritze nach 3x <0,07 aussetze, hat er das "3x" begründet, warum gerade dann?

    Ich drücke dir die Daumen für morgen!

    Jürgen

  8. #18
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    Hallo Jacono,

    Das mit der Ähnlichkeit und dann Vergleichbarkeit ist so eine Sache und gleichzeitig das Problem: Bei jeder Abweichung stellt sich die Frage, welchen Einfluss das jeweils hat, und inwieweit die Vergleichbarkeit noch gegeben ist.

    Ich hatte die ganzen Jahre einen PSA-Wert unter 2,0, so dass die PSA-Wert-Bestimmung nur alle zwei Jahre empfohlen war, ging aber jedes Jahr zur Vorsorgeuntersuchung, immer alles bestens. Ein dreiviertel Jahr, bevor dann die Krebsdiagnose kam, war ich bei meinem URO, weil ich in der Leistengegend bei und kurz nach dem Samenerguss spürte, dass da etwas anders war als gewohnt, und leicht schmerzte. Mein URO meinte, das sei wahrscheinlich eine Prostataentzündung, erstmal Prostagutt, später eine Untersuchung des Ejakulats, die ergab auch das Vorhandensein von Bakterien, und so wurde ich entsprechend behandelt. Die Entzündung war wohl da. aber auch Krebs!

    Unsere Vorgeschichten sind im Beginn ganz unterschiedlich, und dann stellt sich die Frage, ob man Vergleiche anstellen kann, wenn die Verläufe sich später ähneln. Ich weiß es nicht.

    Deiner Historie entnehme ich, dass nach ca. einem dreiviertel Jahr die Hormonbehandlung unterbrochen wurde. Was war die Begründung dafür?

    Noch eine Frage zu den verschiedenen Medikamenten für die Hormonblockade, die du erwähnst: Was ist da der Unterschied?

    "Nicht die "Brustvorsorge" vergessen": Kurz nach Beginn der Hormonblockade wurden meine Brustdrüsen bestrahlt, und da habe ich jetzt keine Probleme.

    Jürgen

  9. #19
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    Hallo Jürgen,
    Nachdem 3x der PSA Wert <0,07 war habe ich gefragt ob ich dann immer noch die Spritze bekommen muss, da wurde mir gesagt, setzen wir halt mal aus. Bis jetzt war das nicht schlecht, auch heute 3 Monate danach ist mein Wert immer noch <0,07. Also im grünen Bereich. Nächster Termin in 3 Monaten.

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