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Thema: Coronapandemie, Ansteckungsgefahr bei Krebs

  1. #61
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    Die FDA, also die Behörde für die Zulassung von Medikamenten in den USA, hat offenbar Trump schon auflaufen lassen. Obwohl Trump sagte, an Chloroquin wird niemand sterben, hat die FDA das Chloroquin gegen das Corona-Virus nur für den Einsatz in Studien zugelassen, wie bei allen anderen Medikamenten auch. Und das, obwohl man jetzt ein bekannt sicheres Medikament nur für einen weiteren Einsatzzweck verwenden will.

    Ich meine bei bereits zugelassenen Medikamenten, deren Patentschutz ausgelaufen ist und deren Anwendung erweitert werden soll, sollten ausländische Phase III Studien oder Studien mit kleinerer Teilnehmerzahl, die von Forschungseinrichtungen geleistet werden können, als ausreichend akzeptiert werden.

    Oder der GBA sollte einfach die "off-label" Anwendung empfehlen und die Erstattung durch die Krankenkassen vorsehen. Aber damit rüttelt man an den Grundfesten, dem kann mit dem unschlagbaren Argument begegnen: "das haben wir noch nie gemacht".

  2. #62
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    Hier ein Link auf die kostenlos herunterzuladene Wochenausgabe vom „Spektrum der Wissenschaften“ zum Coronavirus:

    https://www.spektrum.de/pdf/12-2020/...STOERER_CWOCHE

    Lothar

  3. #63
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    Die deutsche Studie sollte ja gesetzeskonform am Mittwoch der Ethikkommission zur Genehmigung vorgelegt werden. Haben die schon entschieden?

  4. #64
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    Georg, Hyxdroxychloroquin bedarf eines Rezeptes. Hast du eine konkrete begründete Empfehlung für eine Dosis zur Prophylaxe (d.h. nicht getestet oder negativ getestet) gegen Corona (oder meinetwegen gegen SARS o.ä.)? Und wie lange darf man diese Dosis einnehmen?

  5. #65
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    Zitat Zitat von MartinWK Beitrag anzeigen
    ...Empfehlung für eine Dosis zur Prophylaxe
    Das leider nein, und ich würde es auch nicht zur Prophylaxe nehmen, aber zur Reduzierung der Symptome, warum nicht.

    Hydroxychloroquine and chloroquine
    Hydroxychloroquine and chloroquine are widely used antimalarial drugs that elicit immunomodulatory effects and are therefore also used to treat autoimmune conditions (eg, systemic lupus erythematosus, rheumatoid arthritis). Published reports stemming from the COVID-19 Chinese outbreak have evaluated the potential usefulness of these drugs in controlling cytokine release syndrome in critically ill patients.
    According to a consensus statement from a multicenter collaboration group in China, chloroquine phosphate 500-mg twice daily in tablet form for 10 days may be considered in patients with COVID-19 pneumonia.Wang et al reported that chloroquine effectively inhibits SARS-CoV-2 in vitro.
    The pharmacological activity of chloroquine and hydroxychloroquine was tested using SARS-CoV-2–infected Vero cells. Physiologically based pharmacokinetic models (PBPK) were conducted for each drug. Hydroxychloroquine was found to be more potent than chloroquine in vitro. Based on PBPK models, the authors recommend a loading dose of hydroxychloroquine 400 mg PO BID, followed by 200 mg BID for 4 days.
    if nothing's fails, it's not real life

  6. #66
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    Ich übersetze mal: erster Tag 2 x 400mg oral, danach 4 Tage 2x200mg oral.

  7. #67
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Oder der GBA sollte einfach die "off-label" Anwendung empfehlen und die Erstattung durch die Krankenkassen vorsehen. Aber damit rüttelt man an den Grundfesten, dem kann mit dem unschlagbaren Argument begegnen: "das haben wir noch nie gemacht".
    Ich war Patientenvertreter im GBA und weiß, dass da nix einfach und schnell geht. Es dauert Jahre, bis eine Entscheidung erzielt wird und eine therapeutische Maßnahme kassenpflichtig wird - oder auch nicht. Momentan werden sowieso keine Sitzungen stattfinden wegen der Ansteckungsgefahr.

    Also von dort würde ich keine Lösung erwarten.

  8. #68
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    Martin,

    der Arzt verschreibt mir das Medikament da ich seit langem sein Patient bin. Als Malariamittel erhält man es ja auch ohne Probleme und eine Gefährdung des Patienten ist nicht zu erwarten. So argumentiert ja auch Trump

    Die Argumentation zur Prophylaxe ziehe ich aus dieser Studie, die zugegebener Weise keine hohe Evidenz hat. Sie empfiehlt Chloroquin jedoch explizit auch zur Prophylaxe (Leider hat Google jetzt den Zugriff gesperrt): https://docs.google.com/document/d/e...VjIL-7deJ7/pub

    Die in dem Zitat von LowRoad angegebene Dosis ist mir zu hoch und eine Überdosierung von Hydroxychlorochin sollte man vermeiden, sonst ergeben sich wirklich Nebenwirkungen. So weit ich mich erinnern kann, verwendet man in den chinesischen Studien die Dosierung für rheumatische Arthritis. In diesen Studien sind Patienten, die bereits Symptome haben.
    Dies ist eine Anfangsdosis von 2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette (400–600 mg/Tag). Die Erhaltungsdosis beträgt 1- bis 2-mal täglich 1 Filmtablette (200–400 mg/Tag).

    Ich selbst nehme daher eine Tablette von 200 mg pro Tag.

    Georg

  9. #69
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    Das Medikament wurde mir auch gegen das Pyoderma Gangraenosum verschrieben. Ich habe es aber nicht genommen nachdem ich den Beipackzettel gelesen habe.

  10. #70
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    Urs,

    ich weiß nicht aus welchen rechtlichen Gründen die Beipackzettel so formuliert werden müssen, dass die Patienten die Tabletten wegschmeissen anstatt sie zu nehmen. Wenn Du Dir den Beipackzettel für ein Antibiotika ansiehst, wirst Du es auch nicht nehmen.

    Georg

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