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Thema: Coronapandemie, Ansteckungsgefahr bei Krebs

  1. #201
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    Hydroxychloroquin ist seit 65 Jahren zugelassen und wird auch langfristig als Rheumamittel verwendet. "Einige wenige Fälle von schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden gemeldet" - das kann man doch für fast jedes Arzneimittel sagen wenn man sich die Beipackzettel durchliest. Ich vertrage es gut und meine Frau stellt fest, dass ihre Gelenkentzündung zurückgeht.

  2. #202
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    Zitat Zitat von LowRoad Beitrag anzeigen
    (...)
    Die Zeit arbeitet für uns, also sollten wir die Füße still halten, und geduldig abwarten, wissen wir doch, dass wir zu einer Gruppe gehören, die bei der Triage nicht unbedingt bevorzugt werden würde!
    Hallo Andi, du wirst doch jetzt nicht dein Fahrrad stillgelegt haben!?

    Danke für deine wie immer tiefschürfenden Ausführungen. Natürlich eine hochinteressante Hypothese, den erhöhten Anteil männlicher Patienten unter den schweren COVID-19-Erkrankungen mit der TMPRSS2-Expression in Verbindung zu bringen. Das Gen ist ja androgenreguliert und somit hat das durchaus eine Rationale.

    Der Dr. Eichhorn ist nach wie vor rege. Die Idee der translationalen Anwendung von Medikamenten wird ja von ihm stets in vielversprechender Weise hervorgehoben. Ich hatte da auch viel genutzt gehabt, angefangen vom Avodart über Celebrex bis hin zu härteren Sachen… Ich würde bei einer Corona-Erkrankung mich nicht scheuen, Avodart einzunehmen, auch nicht das Hydroxychloroquin. Das sehe ich locker wie Georg, auch wenn die Studienlage nicht gerade breitbrüstig dasteht.
    Das Problem ist dann wohl eher die schnelle Beschaffung, zumal der Kontakt zu den Ärzten, die Medikamante für den off-label-use verschreiben, zumindest in meinem Fall, nicht mehr besteht und Urologen und Onkologen sich ohnehin nicht zuständig sind für COVID-19-Patienten.

    Ich selbst möchte mich nicht mehr reinknieen in Studiensondierung. Hie und da mal schreiben, ja. Aber die Prioritäten haben sich verschoben. Es ist wohl auch eine andere Lage, wenn man sich nicht mehr als PK-Patient fühlen muß. Das hat den Drang abgebaut. Sicherlich auch die deprimierenden Erfahrungen in unserem Bundesnetzwerk, in dem du ja auch einmal Mitglied warst. Nahezu alle Aktiven im Verein hintereinander verstorben und als verbliebener Verantwortlicher hatte ich über 2 Jahre zu kämpfen, bis es schließendlich gelang, am 19.1. dieses Jahres einen Auflösungsbescheid vom Amtgericht Hamburg zu erreichen. Eine wahre Kugelfuhr mit unschönen Erfahrungen.

    Andi, laß dein Fahrrad nicht verrösten. Alles Gute, auch für deinen nach wie vor imposanten Therapieweg.

    @Allen anderen danke für ihre zusprechenden Postings.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  3. #203
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    Hydroxychloroquin macht manchmal eine QT-Zeit Verlängerung (plötzlicher Herztod),; Degarelix macht das auch manchmal. Wird das zusammen genommen, dann besser den Kardiologen messen lassen. Auf die Möglichkeit - auch nur manchmal, aber verzögert - einer irreversiblen Sehminderung bei Hydroxychloroquin wird ja hingewiesen. Wenn da schon eine gewisse Maculopathie der Augen besteht, besser nicht einnehmen.

  4. #204
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    Stell mich mal wieder auf die Obstkiste, ohne rotes Piratenkopftuch, damit man mich nicht mit unserem namensgleichen Spaßvogel verwechselt….

    Nachdem der rasante Infiziertenanstieg von Donnerstag bis Samstag einem noch Angst und Bange machen konnte, die Überraschung am Sonntag: Ein plötzlicher Abfall der Neumeldungen um über 2000, also ca. 30%. Und noch erfreulicher, dass die niedrigeren Anstiege sich zu halten scheinen. Also keine Nachmeldungen, die das hätten erklären können. Wachstumsfaktor 1,07 bis 1,08 statt vorher 1,13 bis 1,15. „4000 + x“ statt „6000 + x“. Auch bei den RKI-Zahlen spiegelt sich das wider. Zu erwarten war eher eine gleitende Abnahme der Anstiegsgeschwindigkeit.

    Was war geschehen? Neue Richtlinien für die für den Testumfang gab es keine. Anfangssymptome reichen nicht, man muss auch entweder aus einem Sperrgebiet kommen oder Kontakt mit einem nachgewiesen Infizierten gehabt haben. Wie restriktiv oder wie locker das gehandhabt wird, wissen wir nicht. Da gibt es sicherlich Ermessensspielraum und irgendwann muß man auch Symptome ernstnehmen. Letztlich müsste man wissen, wieviele Tests es gab. Denn in der Epidemiephase mit exponentiellem Wachstum gilt, je mehr Tests desto höher die Detektionsrate und umgekehrt. Die Anzahl der täglichen Tests wird aber nicht gemeldet und nur ab und zu geschätzt. Deshalb machen auch Ländervergleiche von Fallzahlen keinen Sinn. Wer gar nicht testet, der hat auch keine Fallzahlen, nur irgendwie mehr Erkrankte. Man muß immer wissen: Entwicklung der Fallzahlen und reale Ausbreitung der Epidemie sind ist nicht identisch.
    Den Sprung kann ich mir nicht erklären. Nehmen wir einfach zur Kenntnis, dass die Appelle und Verordnungen wirken. Die Arithmetrik läßt mich so auch meine Hochrechnungen korrigieren. Die Welle kommt vielleicht nicht so wuchtig und die 100.000 werden wir nicht schon diese Woche, sondern voraussichtlich erst nächste Woche erreichen.

    Eben, wo ich dies schreibe, bringen sie in den ZDF-Nachrichten die entscheidenden, anschaulichen Kurven, erstmals. Bei Verdopplungszeit von 6 Tagen wie derzeit an Ostern 260.000, bei einer VZ von 10 Tagen 135.000 Infizierte.

    PS: Sehe gerade, Dr. Wulff warnt auch vor der Anwendung von Hydroxychloroquin. Besser man kommt gar nicht erst soweit. Das wünsche ich euch.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  5. #205
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    Zitat Zitat von hartmuth
    Nahezu alle Aktiven im Verein hintereinander verstorben und als verbliebener Verantwortlicher hatte ich über 2 Jahre zu kämpfen, bis es schließendlich gelang, am 19.1. dieses Jahres einen Auflösungsbescheid vom Amtgericht Hamburg zu erreichen.
    Hartmut, auch ich erinnere mich wehmütig an die Zeiten, als Rudolf noch dabei war.

    Zitat Zitat von hartmuth
    Eben, wo ich dies schreibe, bringen sie in den ZDF-Nachrichten die entscheidenden, anschaulichen Kurven, erstmals. Bei Verdopplungszeit von 6 Tagen wie derzeit an Ostern 260.000, bei einer VZ von 10 Tagen 135.000 Infizierte.
    Hoffen wir mal auf eher 135.000??

    Gruß von einem grüblerischen Harald
    nicht nachlassen

  6. #206
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    Hier ein Interview mit einem führenden Medizinstatistiker:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...3-06a224cc9250

    Lothar

  7. #207
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Hier ein Interview mit einem führenden Medizinstatistiker:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...3-06a224cc9250

    Lothar
    Hochinteressant und nachvollziehbar. Im Übrigen fängt man in Gangelt bereits an, durchzutesten!

  8. #208
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  9. #209
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    Hier ein Link auf einen Artikel aus „Spektrum der Wissenschaften“ zu Corona-Tests:

    https://www.spektrum.de/news/wie-fun...-tests/1718968

    Lothar

  10. #210
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Hier ein Interview mit einem führenden Medizinstatistiker:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/...3-06a224cc9250
    Antes sagt in dem Interview im Grunde nichts Falsches. Mir gefällt jedoch der Touch seiner Aussagen nicht. Die Überschrift der SPIEGEL-Redaktion tut ein Übriges: „Die Zahlen sind vollkommen unzuverlässig“, wenigstens als Zitat markiert. Ähnlich pauschalierend argumentiert Antes auch im Interview, und die Interviewer stellen die richtigen Fragen dagegen. Es ist richtig und wichtig, auf die Schwächen der Daten und Statistiken und deshalb auch der Hochrechnungen, die auf diesen basieren, hinzuweisen. Es ist nicht richtig und gefährlich tendenziös, wenn nicht zugleich der wichtige Aussagegehalt und der politisch-praktische Nutzen der zur Verfügung stehenden Statistiken herausgestellt wird. Diese sind eben nicht aus der Luft gegriffen, sondern haben ausreichend Realitätsgehalt, um politische Entscheidungsrahmen abzustecken.
    Sehr hilfreich sind dabei Hochrechnungs- bzw. Simulationsprogramme, die es erlauben, einen Korridor anzudeuten, in dem wir uns im Worst case“ und im „best case“ bewegen würden und wie die Entwicklung sein würde in der Annahme gleichbleibender erreichter Wachtumsraten. Solche Simulationen können auch deutlich machen, wie gefährlich eine Politik des „Stop and go“ oder einer zögerlichen Haltung angesichts exponentiellen Wachstums der Virenausbreitung sein kann. Mir hat deshalb der junge Professor gestern Abend bei Lanz gar nicht gefallen, soweit er andeutete, bei einer getroffenen Isolations- bzw. Eindämmungsmaßnahme erst einmal zu warten, wie die Wirkung ist. Die zwei Wochen Zeit hat man eben unter Umständen nicht, weil das die Zahl der Neuzugänge in kurzem Zeitraum hochtreiben und die Kliniken schnell an die Grenzen bringen würde. Auch das zeigen die “vollkommen unzuverlässigen Zahlen“ und ich bin froh, dass unsere Politik da nicht so falsch beraten war.
    Grüße
    Hartmut

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