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Thema: Coronapandemie, Ansteckungsgefahr bei Krebs

  1. #561
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    Moin Karl,

    wie würdest Du denn dann damit: https://www.worldometers.info/coronavirus/ umgehen?

    Harald
    nicht nachlassen

  2. #562
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    Zitat Zitat von KarlEmagne Beitrag anzeigen
    Das ist doch genauso einfach wie bei Covid. Wir zählen alle Toten aus Shutdown-Gebieten, bei denen kein SARS-CoV-2 nachweisbar ist, als Shutdown-Opfer. Dann ist es wenigstens ein fairer Vergleich.
    Wie willst Du denn zum Vergleich diejenigen reinrechnen die durch den Shutdown nicht gestorben sind.
    Sorry aber das ist echt Unsinn was Du da überlegst.
    Urs

  3. #563
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    Interessant scheint mir auch der Ansatz der Beobachtung der Übersterblichkeit in der fraglichen Periode (20.Feb. - 31.März).
    Da habe ich grad einen Artikel gestern gelesen über Übersterblichkeitsvergleiche in Italien.

    Zusammengefasst:
    Bergamo in der am meisten betroffenen Region: 568% mehr Todesfälle
    Rom kaum betroffen: 9% weniger Todesfälle, wegen weniger Verkehrs- und Arbeitsunfälle (während Lockdown).

    Jeder kann daraus natürlich wieder seine eigene Schlüsse ziehen. Ich denke aber, dass zumindest ein sanfter Lockdown (es muss ja wirklich nicht grad in einem Hausarrest der ganzen Bevölkerung über mehrere Wochen ausarten) unbedingt nötig war, um eine weit grössere Katastrophe zu verhindern.
    D und CH haben das m.M. bisher gut gemacht.

    Heinrich

  4. #564
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    ich habe lange überlegt warum die Sterberaten in den Ländern so unterschiedlich ist, obwohl das Virus überall das Gleiche ist. Eine der offiziellen Begründungen in D ist immer, wir haben früh und viel getestet. Das Testen alleine nützt eigentlich gar nichts, denn wenn einer schwer erkrankt und verstirbt, dann hat das Wissen um ein positives Ergebnis für ihn keinen Vorteil. Die positiven Tests haben aber den Vorteil, dass man schnell eine Isolation anordnen und eine weiter Verbreitung verhindert kann und darin liegen die Vorteile der Tests. Damit konnte schon relativ schnell der Ausbreitung entgegen gewirkt werden. In manchen Regionen von Italien oder New York, konnte sich das Virus so relativ unbemerkt und lange ausbreiten und hat Hotspots erzeugt. Es gibt weiterhin die Vermutung, dass der Krankheitsverlauf auch davon abhängen kann, wie oft man Viren abbekommt, wie hoch die Virenlast ist. Wenn man unbemerkt dauernd Viren abbekommt, dann kann es sein, dass der Verlauf schwerer wird. Auch das konnte man mit viel Testen verhindern. In den Hotspots sind nun relativ viele Patienten zeitgleich auf eine begrenztes und nicht so gut organisiertes Gesundheitswesen getroffen. Die Folgen der Überforderung hat man sehen können. Viele sind im schlechten Zustand gekommen, wurden intubiert und sind dann gestorben. Zu Beginn der Krise war wohl auch eine schnelle Intubation das Mittel Wahl. Auch da hat D Glück weil man im Ausland sehen konnte, dass ein Intubation nicht immer sein muss. Was man auch sehen kann und konnte ist, dass schwer Erkrankte aus dem Elsass/Italien inzwischen wieder aus deutschen Krankenhäusern entlassen wurden, auch ältere Menschen. Das spricht dafür, dass wir eine gute medizinischen Versorgung haben. Es ist m.E. daher nicht möglich eine Letalitätsrate für die Erkrankung festzulegen, weil auch die Rahmenbedingungen darüber entscheiden. Als Prof Streeck die Ergebnisse seiner Studie vorgestellt hat, war ich wirklich verwundert und habe mich gefragt, warum dann so schlimmer Bilder aus Italien und New York. Ich denke es sind die Rahmenbedingungen die den Unterschied machen.

  5. #565
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    Einer der mit Sicherheit vielen Faktoren (hohes Durchschnittsalter der Einwohner, ganze Familie unter einem Dach, Gesundheitswesen uswusf) ist mWn auch, dass in Italien post mortem getestet wird. So finden sich auch Menschen in der Statistik wieder, die mit/an Corona daheim oder in Pflegeheimen verstorben sind, ohne dass eine Diagnose gestellt werden konnte. Nichtsdestotrotz...Statistiken genieße ich mit Vorsicht, seitdem ich mich im zarten Alter von 41 Jahren wegen PCa unters Messer legen durfte

  6. #566
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    Zitat Zitat von Unverwüstlicher Beitrag anzeigen
    Moin Karl,

    wie würdest Du denn dann damit: https://www.worldometers.info/coronavirus/ umgehen?

    Harald
    Traurig, welcher Qualität die offiziellen Zahlen sind. Prozentrechnung und etwas gesunder Menschenverstand genügen, das zu sehen.

    3,756,265 Fälle 259,436 Tote. "2,238,461 Currently Infected Patients 2,189,385 (98%) in Mild Condition 49,076 (2%) Serious or Critical"

    Die Zahl der aktiven Fälle beträgt 2,238,461 / 3,756,265 = 0.59592733 = 59.6% und 3,756,265 - 2,238,461 = 1,517,804 Fälle sind abgeschlossen, 40.1%.

    Aktive Fälle leben (noch). Also fallen die Toten unter die abgeschlossenen Fälle, was bedeutet, dass 259,436 / 1,517,804 = 17.1% der abgeschlossenen Fälle starben. Todesrate insgesamt 259,436 / 3,756,265 = 6.9%. Die schwer Kranken unter den aktiven Fällen machen aber nur 49,076 / 2,238,461 = 2.2% aus.

    Wie können nur 2.2% der aktiven Fälle ernsthaft krank sein, aber 6.9% insgesamt und 17.1% der abgeschlossenen Fälle sterben? Das kann eigentlich nur gehen, wenn a) die Phase ernsthafter Krankheit kurz ist oder b) die überwiegende Mehrheit der Toten nie als ernsthaft krank erfasst war. Nun sammeln sich die abgeschlossenen Fälle schon über Wochen und wenn nach Hypothese a) schwer Covid Kranke entweder schnell gesunden oder schnell sterben, würde man erwarten, dass Todesrate sich auf einen Wert nahe 17% einpendelt, also viele der jetzt aktiv Infizierten noch ernsthaft krank werden.

    Selbst die WHO schätzt aber die Mortalität von SARS-CoV-2 auf nur 3.4%, viel weniger als die 17.1% oder selbst die 6.9% insgesamt. In der offiziellen Statistik sind viel mehr Tote als Schwerkranke vermerkt, weil Hypothese b) zutrifft. Unter den abgeschlossenen Fällen gibt es eine beträchtliche Anzahl tot Aufgefundener, bei denen Covid-19 als Todesursache angenommen wurde. Auf dieser Basis sind keine seriösen Aussagen zur Mortalität von SARS-CoV-2 möglich.

    @ursus47 ja, mein Ansatz zur Zählung der Shutdown-Opfer ist etwa so fundiert wie die offiziellen Covid-Zahlen. Letztere sind das Problem.

    @tritus59 die Übersterblichkeit von knapp 600% über gut einen Monat ist aufs Jahr verteilt etwa 60%. Angenommen 1.2% normale jährliche Sterblichkeit, wären zwischen Februar und März rund 0.7% der Bevölkerung Bergamos gestorben. Einige an indirekten Folgen der Epidemie. Nicht 3.4, 6.9 oder gar 17%.

  7. #567
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    Karl, du versuchst hier nicht zum ersten Mal Desinformationen zu verbreiten. CIVID-19 bezeichnest du als Erkältungskrankheit, du hältst öffentliche Infizierten- und Todeszahlen für unglaubwürdig, redest von „Mainstream-Medien“, hast Verständnis für Bolsonaros „Zurückhaltung“ (deine Wortwahl) und, und…
    Deine obigen Rechenspiele sind haarsträubend und nichts als der Versuch, authorisierte Daten ins Lächerliche zu ziehen. Du glaubst wahrscheinlich tatsächlich was du hier von dir gibst.
    Schon das hier weiter vorne von dir dürfte blanke Desinformation gewesen sein:
    „Eben im Park hielt eine Polizeistreife zwei etwa drei und fünfjährige Kinder fest. Dann karrte ein zweiter Streifenwagen Erwachsene an, offenbar die Eltern. Es folgte mindestens eine Verwarnung und vermutlich noch Tickets dazu. Da ist jegliche Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen.“
    Dabei nicht zu sehen, dass es sich eher um ausgebüchste bzw. vermisste Kleinkinder handelt, die endlich ihren Eltern übergeben werden konnten, da bedarf es doch einiges an Verschwörungsgedanken. Missachtung von Coronaregeln und Eltern abgezockt?

    Martcu, hat ganz gut wesentlichen Aspekte zusammengetragen, warum es in den Ländern unterschiedliche Sterberaten gibt. Ich würde zu den Rahmenbedingungen, die die Sterberaten hochtreiben können, noch die Gesinnung zählen, die zu einer Leugnung der Gefahr in der Bevölkerung oder – noch schlimmer – in der politischen Führung führen kann. Ich rede von Gesinnung, weil ich die Leugnung oder Geringschätzung der Epidemie nicht für eine Meinung unter vielen halte, sondern Ausdruck einer unseligen Einstellung, einer Geisteshaltung, die nicht zufällig häufig im ziemlich weit rechten politischen Spektrum zu finden ist. Man kann das belegen.
    Grüße
    Hartmut

    Meine PK-Geschichte im Überblick: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=74

  8. #568
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    Zitat Zitat von Lothar M Beitrag anzeigen
    Hier ein sehr interessanter Artikel aus „Spektrum der Wissenschaften“ wie umfassend Corona den Körper befällt und tötet:

    https://www.spektrum.de/news/wie-cov...toetet/1729710

    Lothar
    Wenn man sich diesen Artikel genau durchliest, dann möchte ich jedenfalls nicht an Covid19 erkranken.
    Ich finde inzwischen, obwohl ich erst alle Maßnahmen für übertrieben hielt, alles gut und richtig, was in unserem Lande gegen die Ausbreitung des Virus unternommen worden ist. Außerdem scheint unser Gesundheitswesen im internationalen Vergleich doch sehr leistungsfähig zu sein. Auch den deutschen Förderalismus, den ich sonst immer bescheuert fand, finde ich jetzt in seiner Flexibilität ziemlich gut.
    Was ich mir als weitere Lockerung sehnlichst wünsche: Ich möchte gerne wieder im Freibad meine Bahnen ziehen können.
    Lutz

  9. #569
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    Hartmut, das ist echt ne Breitseite. Grippe und Erkaeltungsviren sind verschieden. Einige Erkaeltungsviren sind Coronaviren und Covid-19 ist erkaeltungsaehnlich. Leicht zu googeln.

    Zu Bolsonaro hatte ich zwei Artikel verlinkt. Was sagst du zu denen?

    Du hast die Polizeistreife nicht gesehen. Da hat mindestens eine Schulung gefehlt. Jedenfalls hagelte es im Park Tickets und einen solchen Umgang mit Kindern, aber auch den vielen jungen Leuten, die es getroffen hat, habe ich noch nicht gesehen. Ich war geschockt und traue mich selbst kaum noch in den Park.

    Meinst du nicht, dass die offiziellen Zahlen, erhoben nach WHO-Leitlinien, geeignet sind, Angst schueren? Aufklaerung ist ja gut, Schutz gefaehrdeter Gruppen auch. Aber die fett gedruckten 259,436 Toten aus einer Gesamtmenge von 3,756,265 Infizierten von worldometers.info sind Panikmache, Bill Gates bing.com/covid nicht viel besser. Nirgends gab es 7% Tote. In Bergamo, der allerschlimmsten Region in Europa, starb weniger als 1% der Bevoelkerung. Was dort geschah, wird sich nicht wiederholen, weil wir nun um das Virus und seine Gefaehrlichkeit wissen. Zahlen, die kein realistisches Bild der Gefaehrdung vermitteln und in sich unschluessig sind, muss man kritisieren. Dass dies offenbar nicht ausreichend geschieht, solltest du mir nicht vorwerfen.

  10. #570
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    Zitat Zitat von lutzi007 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich diesen Artikel genau durchliest, dann möchte ich jedenfalls nicht an Covid19 erkranken.
    Ich finde inzwischen, obwohl ich erst alle Maßnahmen für übertrieben hielt, alles gut und richtig, was in unserem Lande gegen die Ausbreitung des Virus unternommen worden ist. Außerdem scheint unser Gesundheitswesen im internationalen Vergleich doch sehr leistungsfähig zu sein. Auch den deutschen Förderalismus, den ich sonst immer bescheuert fand, finde ich jetzt in seiner Flexibilität ziemlich gut.
    Was ich mir als weitere Lockerung sehnlichst wünsche: Ich möchte gerne wieder im Freibad meine Bahnen ziehen können.
    Lutz
    Ich moechte gar keine Krankheit kriegen, an der ich sterbe die sind alle Mist!

    Die Massnahmen fuer 6 Wochen waren in Ordnung, sehe ich genauso. Bloss als Dauerzustand wuensche ich mir das nicht.

    Ich will einfach nur mal wieder Wandern gehen duerfen. Da gibt's dann auch Badeseen.

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