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Thema: Eligard vs Trenantone

  1. #1
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    Eligard vs Trenantone

    Liebe Kollegen,

    bisher habe ich alle 3 Monate einen Eligard-"Bauchschuss" vom Urologen bekommen.
    Nun, in den Zeiten der Seuche, möchte ich den Besuch einer gut gefüllten Praxis vermeiden
    und überlege, mir die Spritze selbst zu verpassen.
    Nun ist mir aber die Zeremonie mit der Eligard-Spritze zu "prätenziös" und ich überlege deshalb,
    zumindest für die Zeit, auf die unkompliziertere Trenantone-Spritze zu wechseln.
    Sieht jemand darin ein Problem?
    Der Wirkstoff an sich, ist ja wohl derselbe.

    prostatische Grüße
    Reinhard

  2. #2
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    Ich bekomme Trenantone schon 9 Jahre und sehe da kein Problem von Eligard auf Trenantone zu umsteigen.
    Es gibt auch Sixantone, für 6 Monate.
    Bei allen 3 der Wirkstoff is Leuprorelin.

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  3. #3
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    Zitat Zitat von Jacekw Beitrag anzeigen
    Bei allen 3 der Wirkstoff is Leuprorelin.
    Das stimmt zwar, aber Eligard enthält die doppelte Wirkstoffmenge wie Trenantone (22,5 mg statt 11,25 mg). Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Ralf

  4. #4
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    Mir hat eine Pharmavertreterin von Astellas gesagt, durch die doppelte Wirkstoffmenge könnte sichergestellt werden, dass der Testosteronwert unter 20 ng/dl sinkt. Das ist also die Argumentation des Herstellers.

    Grundsätzlich werden die Nebenwirkungen nicht durch das Leuprorelin sondern durch die Absenkung des Testosteronwertes und des Östrogenspiegels verursacht. Es heißt: Leuprorelin hat kein Abususpotential. Danach kann man ohne Risiko zuviel davon nehmen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Georg_ Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich werden die Nebenwirkungen nicht durch das Leuprorelin sondern durch die Absenkung des Testosteronwertes und des Östrogenspiegels verursacht. Es heißt: Leuprorelin hat kein Abususpotential. Danach kann man ohne Risiko zuviel davon nehmen.
    Georg,
    auch LHRH-Analoga haben medikamentenbedingte Nebenwirkungen, die sich zeigen, wenn man die Nebenwirkungen der LHRH-Analoga mit denen der Orchiektomie vergleicht.

    z.B.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27103427

    This study showed that LHRH analogs had worse effects relative to insulin resistance, mainly in diabetic patients, and induced more anemia and bone demineralization compared to surgical castration.”
    Diese Studie zeigte, dass LHRH-Analoga im Vergleich zur Insulinresistenz, vor allem bei Diabetikern, schlechtere Auswirkungen hatten und im Vergleich zur chirurgischen Kastration mehr Anämie und Knochendemineralisierung induzierten.“

    oder
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24495466

    The administration of gonadotropin-releasing hormone agonists, but not bilateral orchiectomy, increases the risk of acute kidney injury (AKI) in patients with prostate cancer (PCa). These observations should help provide physicians with better patient selection to reduce the risk of AKI in PCa patients.”
    „Die Verabreichung von Gonadotropin-freisetzenden Hormonagonisten, nicht aber die bilaterale Orchiektomie, erhöht das Risiko einer akuten Nierenverletzung (AKI) bei Patienten mit Prostatakrebs (PCa). Diese Beobachtungen sollten dazu beitragen, Ärzten eine bessere Patientenauswahl zu ermöglichen, um das Risiko einer AKI bei PCa-Patienten zu verringern.“

    Ob die in den erwähnten Studien durch LHRH-Analoga beobachteten Nebenwirkungen mit steigendender Dosis zunehmen, das wäre zu klären. Ebenso ob sich die medikamentenbedingten Nebenwirkungen der verschiedenen LHRH-Analoga (Triptorelin, Leuprorelin, Goserelin, Buserelin) möglicherweise unterscheiden.


    Franz


  6. #6
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    Wenn Du es noch unkomplizierter haben möchtest: gebe Dir Firmagon (Degarelix). Leicht in der der Zubereitung und leicht zu injizieren.

  7. #7
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    Da nicht ganz zum Thema passend, führe ich die in #5 angesprochene Thematik, ergänzt durch Hinweise auf kardiovaskuläre Nebenwirkungen hier weiter.

    https://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?11468-Orchiektomie-versus-LHRH-Analoga



    Franz

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