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Thema: Bitte um Klarheit & Empfehlungen

  1. #31
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    hallo Nadine,
    Auf jeden Fall sollte als Nächstes eine Knochenszintigrafie erfolgen, um das Ausmaß der Metastasierung festzulegen. Eine PSMA-PET ist bei so hohen Werten nicht erforderlich.
    Auch kann es vereinzelt sinnvoll sein, bei bestimmten Knochenmetastasen den Herd direkt zu bestrahlen, zum Beispiel damit kein Wirbelkörper einbricht und es zu einer Lähmung kommt.
    Ansonsten wäre eine Hormontherapie direkt mit Abiraterone oder Enzalutamid anzuraten! Zusätzlich Xgeva, falls mehrere Knochenmetastasen gefunden werden, wovon auszugehen ist.
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    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
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  2. #32
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    Hallo Nadine,

    bitte einfach mal in mein Profil schauen. Ich habe mit einem Gleason Score 10 angefangen.

    Grüße

    Dirk

  3. #33
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    Zitat Zitat von alf1910 Beitrag anzeigen
    Liebe Nadine,
    mir hat sich auch die Frage gestellt wie MartinWK, warum nach der Biopsie keine weitere Diagnostik durchgeführt wurde. Normalerweise empfiehlt die biopsierende Stelle, KH oder Urologe, die weitere Vorgehensweise. Heute ist ein PSMA PET CT das Mittel der Wahl (hoffentlich). Danach wird dann, je nach Ergebnis, die weitere Vorgehensweise mit dem Patienten besprochen: Falls Metastasen gefunden wurden, wird von den Klassikern nicht mehr operiert sondern Hormontherapie und Bestrahlung empfohlen (steht glaub ich auch so in den Leitlienien). Ich hoffe, das stimmt noch. Bei mir ist das jetzt über 3 Jahre her. (Übrigens, @MartinWK, heute bestrahlt man auch Metastasen gezielt, jedenfalls in den Knochen).
    Und auch von mir, Nadine: Kopf hoch! Frag den Ärzten ein Loch in den Bauch! Nicht einfach was machen lassen. Dein Dad hat noch Zeit, du musst nichts überstürzen. Ich hatte auch Gleason Score 9, Bestrahlung und Hormonentzug. Das ist alles lebbar!
    Alles Gute euch!
    Erich
    Lieber Erich,

    vielen Dank für Deine Nachricht. Ich habe versucht an sämtliche Befunde der Untersuchungen zu kommen, ohne Erfolg, zumindest beim Hausarzt. Dieser hatte noch weniger Ahnung wie ich von dem Gesundheitszustand meines Dads, was mich ziemlich erschreckt hat. Ich habe mir nun erstmal eine Verfügung meines Vaters geben lassen, damit die Ärzte mir die Befunde zur Verfügung stellen. Heute kam die nächste Horrormeldung. Bevor er mit der Bestrahlung beginnen konnte ist aufgefallen, dass z.B. die von Dir genannten Untersuchungen nicht vollumfänglich gemacht wurden und somit nicht eingeschätzt werden konnte, was priorisiert behandelt werden soll. Anfangen haben sie mit einem CT der Halswirbelsäule, da mein Dad dort über Schmerzen klagte. Ergebnis: Der Halswirbel C4 ist zu 3/4 durchgebrochen. Es steht noch nicht fest, wodurch... obwohl die Vermutung nahe liegt. Es fällt mir heute nicht leicht, die positive Energie, die ich die letzten Tage durch das Forum erhalten habe zu halten. Ich möchte nicht wahr haben, dass wir den Wendepunkt noch nicht erreicht haben.
    Morgen werde ich alle Stellen an denen mein Dad untersucht wurde abklappern, die Befunde einsammeln und versuchen zeitnahe Termine in einer Spezialklinik zu erhalten.

    Lieben Dank für euer Zusprüch.
    Auch Dir Erich wünsche ich alles Gute für Deine Zukunft!

  4. #34
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    Zitat Zitat von Urologe Beitrag anzeigen
    hallo Nadine,
    Auf jeden Fall sollte als Nächstes eine Knochenszintigrafie erfolgen, um das Ausmaß der Metastasierung festzulegen. Eine PSMA-PET ist bei so hohen Werten nicht erforderlich.
    Auch kann es vereinzelt sinnvoll sein, bei bestimmten Knochenmetastasen den Herd direkt zu bestrahlen, zum Beispiel damit kein Wirbelkörper einbricht und es zu einer Lähmung kommt.
    Ansonsten wäre eine Hormontherapie direkt mit Abiraterone oder Enzalutamid anzuraten! Zusätzlich Xgeva, falls mehrere Knochenmetastasen gefunden werden, wovon auszugehen ist.
    Lieber FS,

    vielen Dank für Deine Nachricht und Deine Empfehlungen. Heute wurde ein CT der Halswirbelsäule gemacht, da mein Dad dort Beschwerden hatte. Ergebnis: Halswirbel C4 ist zu 3/4 durchgebrochen. Inzwischen bin ich für jeden Tag dankbar, an dem keine neue Schreckensnachricht kommt.

    Liebe Grüße und auch Dir alles Gute,
    Nadine

  5. #35
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    Hallo Nadine, wir wollen dich jetzt auch nicht überfrachten. Mir haben in der frühen Phase aber vor allem Informationen geholfen, z.B. die Leitlinien:

    https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Prostatakrebs_2_2018.pdf


    und auch sehr zu empfehlen bei Fragen zum Krebs für Patienten und Angehörige: Das DKFZ, tel.: 0800-420 30 34 (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg). Leider haben die derzeit auch Personalprobleme und sind nicht immer sofort verfügbar.Übrigens: Vor der Bestrahlung wird normalerweise ein Planungs-CT gemacht. Darin kann man auch schon (Knochen)metastasen erkennen.
    Und frag den Arzt danach, was "Urologe" hier schreibt.

    Viel Erfolg und alles Gute
    Erich

  6. #36
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    Zitat Zitat von alf1910 Beitrag anzeigen
    Übrigens: Vor der Bestrahlung wird normalerweise ein Planungs-CT gemacht. Darin kann man auch schon (Knochen)metastasen erkennen.
    Ein Planungs-CT wird vom Zielvolumen gemacht, hier also von der Prostata in situ. Die Halswirbelsäule liegt sicher nicht im Zielvolumen.

    Ralf

  7. #37
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    Das Wichtigste ist jetzt die Metastasierung. Von der ist ja so gut wie sicher auszugehen. Urologe fs hat das nochmal klar gemacht. Vorrangig wäre die richtige Hormontherapie und die palliative Versorgung der erkannten Knochenmetastasen, nicht die Bestrahlung des Primärtumors. Wenn Letztere zeitlich paßt und psychisch und physisch akzeptabel ist kann man sie jetzt zusätzlich machen.

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