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Thema: Kostenübernahme MRT durch gesetzliche Krankenkasse bei aktiver Überwachung

  1. #1
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    Kostenübernahme MRT durch gesetzliche Krankenkasse bei aktiver Überwachung

    Hallo,

    im Rahmen der aktiven Überwachung möchte ich ein MRT der Prostata machen lassen.
    Werden hier die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

    Vielen Dank und lieben Gruß,

    Matthias

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=955

  2. #2
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    Hallo, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden die Kosten nicht übernommen. AS ändert daran vermutlich auch nichts. In jedem Fall würde ich vor der Untersuchung die Kasse fragen. Haben denn die Ärzte sich zu deinem PSA geäußert? VG

  3. #3
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    Ich würde zuächst beim Radiologen fragen. Wenn er eine Überweisung akzeptiert, mach es einfach. Wenn du bei der KK zuerst fragst, bekommst du in der Regel eine negative Antwort, da es nicht auf dem Leistungskatalog steht.

    Viele Grüße.

  4. #4
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    Vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Das MRT vor einem Jahr hat die Krankenkasse (nachträglich) nicht übernommen. Hat mich 433 € gekostet. Diesmal frage ich vorher.

    Meine Urologin meint, wir sollten weiter abwarten. Außerdem sei die Prostata doch eh schon so durchlöchert (ca. jeweils 26 Mal im Juni 2018 und im August 2019).
    Ich habe Angst, einen Fehler zu machen.
    Gemäß Leitlinie müsste man doch nach 12 Monaten wieder stanzen, oder?

    LG,

    Matthias
    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=955

  5. #5
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    Leitlinie sagt die ersten 3 Jahre alle 12 - 18 Monate. Bist du stark belastet mit der AS? Also begleitet Dich das Thema permanent?

  6. #6
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    Auf einer Skala von 1 bis 10 (= stark) würde ich sagen 6. Es vergeht selten ein Tag, an dem ich nicht an PK denke.
    Allerdings möchte ich natürlich auch eine Übertherapie vermeiden.
    Außerdem fällt es mir schwer, eine geeignete Therapieform auszuwählen (Protonenbestrahlung, Tulsa-Pro, RPE...).

    https://de.myprostate.eu/?req=user&id=955

  7. #7
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    Die Leitlinie sagt, dass AS abzubrechen ist wenn
    • PSA-Wert > 10 ng/ml ODER
    • Gleason-Score >6 (7a ist unter Umständen auch zulässig) ODER
    • Befund nach Biopsie (oder MRT) größer als cT1 und cT2a ODER
    • Tumor in >2 Stanzen (bezogen auf leitliniengerechte Entnahme von 10-12 Stanzen) ODER
    • >50% Tumor pro Stanze ODER
    • PSA-Verdoppelungszeit <3 Jahre.
    Bisherige Biopsiebefunde und PSA-Werte sind schlüssig, VZ ist >=3 Jahre, Gleason 4-Anteile sind kaum zu erwarten und vor allem wenn vorhanden nicht zu entdecken, weil zu klein (also dann 7a), cT2c oder Tumor in >=3 Stanzen denkbar, erfordert aber unbedingt eine Biopsie. Ich wüßte nicht, was ein MRT jetzt bringen soll.
    Jetzt schon wieder eine erneute Biopsie ist Überdiagnose. Wenn die bisherigen Biopsiebefunde eine genaue Lokalisation erlauben (das ist leider häufig nicht der Fall - dann braucht es doch noch einmal eine gute Biopsie), kann zur Beruhigung eine nebenwirkungsarme fokale Therapie erfolgen. Keine Bestrahlung (EBRT oder Brachy), denn die ließe sich (a) lokal nicht wiederholen und hat (b) spätere Nebenwirkungen.

  8. #8
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    Hallo Matthias nach meiner 1. Biopsie (08.2019) mit 2/12 positiven Stanzen und Gleason Score 6= (3+3) und 7a (3+4) mit PSA von 4,48 ng/ml hatte mein Urologe AS vorgeschlagen und wollte nach 1 Jahr wieder biopsieren. Ich habe mich dann zwecks Zweitmeinung an ein Prostatakrebs Zentrum gewendet, da ich etwas unsicher war. Das empfohlene mpMRT wurde ohne Problem von der BKK übernommen. Das Ergebnis hatte mir recht gegeben, es wurden mehrere Bereich im MRT entdeckt die nicht biopsiert wurden. Die anschließende MR-Fusiondbiopsie ergab 9/28 positive Stanzen. Ich werde in naher Zukunft einer RPE durchführen lassen.

  9. #9
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    Bernd, Matthias hat bereits 2 Fusionsbiopsien nach mpMRT durchführen lassen, ohne Auffälligkeiten.

  10. #10
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    Hallo Matthias, ich möchte nicht die bisherigen Antworten in Frage stellen, aber die Leitlinie ist iS Rebiopsie bei AS schon ziemlich eindeutig und mit 90% Konsens auch aussagekräftig, denke ich. Hier das Zitat aus 6.9:
    mpfehlungsgrad: A
    Der Tumor soll in den ersten beiden Jahren durch PSA-Bestimmung und DRU alle drei Monate kontrolliert werden. Bleibt der PSA-Wert stabil, ist danach 6-monatlich zu untersuchen. Eine Rebiopsie soll erfolgen (siehe b. und Text).
    b)
    Empfehlungsgrad: B
    Patienten

    • mit initialem MRT und systematischer plus ggf. gezielter Biopsie vor Einschluss in die Aktive Überwachung sollten eine Re-Biopsie mit erneu-tem MRT plus systematischer Biopsie nach 12 Monaten erhalten.
    • ohne initiales MRT vor Einschluss in die Aktive Überwachung sollten eine MRT mit systematischer plus ggf. gezielter Biopsie innerhalb von 6 Monaten erhalten.

    c)
    Empfehlungsgrad: B
    Biopsien sollten danach in den ersten drei Jahren alle zwölf bis 18 Monate vorgenommen werden, später bei stabilem Befund alle drei Jahre.

    Ich finde, dass man sich gut daran halten kann, würde aber auch noch etwas abwarten, da die letzte Biopsie ja erst im August 2019 war. Weitere Messungen des PSA-Wertes und eine DRU würde ich weitermachen und ggf. im Winter 2020/2021 nochmal biopsieren lassen. Ein MRT sollte dann doch auch möglich sein?
    Lieben Gruß

    Achim

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