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Thema: Angst..Angst...Angst

  1. #31
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    Lieber Rastaman,

    gut, dass Du Du mir mal wieder Deine Meinung um die Ohren gehauen hast. Angst habe auch ich häufiger. Ich bin allerdings auch als Mimose empfänglich für das, was ich mir gestern ausnahmsweise angesehen habe. Und ich danke Ralf ganz besonders an dieser Stelle, dass er hat Fünfe grad sein lassen, und den Beitrag von mir in diesem thread, in dem es um Angst geht, hat bestehen lassen. Wolfgang hat das ähnlich gesehen und sich für mich bei Ralf entschuldigt.

    Dir und Briele wünsche ich, ob in Hamburg, wo ich geboren wurde, oder sonstwo auf dieser eigentlich schönen Welt, alles Gute. Und das Ihr verschont bleibt von Corona.

    Herzliche Grüße


    Harald
    nicht nachlassen

  2. #32
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    Leute,
    Rastaman hat natürlich recht. Aber eine kleine Abschweifung kann ja wohl mal vorkommen. Die Lebensgeschichte von H.K. ist ja auch sehr berührend und weist viele psychologische Aspekte auf.
    Ansonsten müssen wir in diesem Thread Urs beistehen, dem es zur Zeit besonders schlecht geht.
    LG Lutz

  3. #33
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    Danke Lutz,
    weisst Du, wenn ich hier von Verschiedenen lese, dass sie am Ende dankbar sind dass sie hier sein durften. Ja, kann ich verstehen, auf dieser schönen Erde und in diesem schönen Land gelebt zu haben mag für sehr Viele dankenswert sein. Mir fällt es sehr schwer für mein Leben dankbar zu sein. Mein Leben hat im Kindesalter schon sehr bescheiden begonnen. Wir wurden 1952 in unserem Dorf als Flüchtlinge angesehen. Obwohl mein Vater aus Bayer und meine Mutter aus der Schweiz stammten. Meine Eltern haben sich in der Schweiz kennen gelernt und geheiratet. Alle meine Geschwister kamen dort zur Welt. Da mein Vater als Deutscher Soldat in Russland (Gefangenschaft) war und der Rest der Familie im Elsas landetet und von da nach Deutschland deportiert wurden, landete meine Familie erst im Schwarzwald und dann hier im Südbaden. Hier kam ich zur Welt. Ich habe vom Aussehen viele Gene von meiner Mutter. Sie war ein dunkler Typ wie es ihn in der Ostschweiz oft gibt. Ich sah aus wie ein Kanakenkind. Und so wurde ich auch teilweise behandel. Z.B. von dem katholischen Pfarrer, der diesen Ausdruck auch vor allen Schülern verwendet hat.
    O sorry ich möchte nicht mit der ganzen Geschichte langweilen.
    Ich hatte es jedenfalls schwer mich immer durchzusetzen. Die Lehrzeit war dann wieder etwas erfreulicher. Ich hatte gute Gesellen, die mich gut behandelten. Ich schaffte im Praktikum sogar eine 1.
    Seit dem Motorradunfall 1967 ging dann alles nur noch Scheisse. Osteomyelitis mit vielen, vielen OPs. Durch Bluttransfussionen Hepatitis C und B mit Sepsis. 1999 Unterschenkelfraktur (Sturz bei Glatteis). Später Colitis ulcerosa mit Dickdarm entfernen und wieder Sepsis. Dann kam ein selbstverschuldeter Fahrradunfall mit Einblutung im Gehirn. Und zum Schluss noch PCa.
    Wofür sollte ich bittschön dankbar sein?
    Das Beste was mir passierte ist meine Frau.
    Für, und mit ihr möchte ich noch ein wenig da sein. Ob ich noch lange durchhalte weiss ich nicht.
    Sie ist seit 30 Jahren an meiner Seite und hat jeden Tiefschlag miterlebt. Nun ist sie auch am Anschlag und ich muss höllisch aufpassen was ich noch erzähle. Ich versuche meine Tiefs zu verbergen. Aber sie spürt natürlich schon wenn ich gezwungen den Pausenclown spiele.
    Lutz verzeih mir wenn ich diesen Thread als Ersatz für den Therapeuten benutzt habe.
    Ich wünsche Dir einen schönen Nachmittag
    LG Urs

  4. #34
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    Urs,
    das ist doch OK. Ich kann das ganz gut nachvollziehen. Ich habe zwar nicht so viel Schlimmes wie Du durchgemacht, aber da ich übersensibel veranlagt bin, sind für mich manche Erlebnisse und Erfahrungen, bei denen Andere nur sagen würden "na und?", auch schon schlimm und können mich fertigmachen.
    Dafür kann ich mich aber auch über einfache Dinge freuen.
    Mit meiner Frau ist es wie bei Dir. Ich liebe sie sehr.
    Wenn Du über Dich nachdenkst, dann fällt Dir vielleicht doch noch das Eine oder Andere ein, wofür Du dankbar bist. Allein schon, dass Du Deine Frau lieben gelernt hast.
    Urs, es gibt noch einige Behandlungsmöglichkeiten, damit noch Zeit bleibt, zusammen mit Deiner Frau das Leben zu genießen.
    Liebe Grüße
    Lutz

  5. #35
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    Die Nachricht von BelAir geht mir schon an die Nieren.
    So wie es aussieht hat er heftig gelitten. Das wird wohl unser Aller Schicksal sein.
    Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

  6. #36
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    Warum, Schicksal von uns allen? Nicht mal mit so einer Meldung kannst du mir Angst einflößen. Der Körper reagiert bei allen anders, auch mit PK. Und dann gibt es immer noch die Paleatrie.

  7. #37
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    Guten Morgenh Michi, wie schön, dass Du Dir den natürlichen Verdrängungsmechanismus bis heute erhalten konntest. Das ist aber nicht Dein Verdienst. Das verändert sich im Laufe des Lebens durch das wahrnehmen von Erfahrungen. Je nach dem wie weit man diese an sich heranlässt. Ich möchte Dir doch keine Angst machen. Es gibt einfach Menschen, die etwas tiefer in die Geschehnisse in ihrer Umgebung hineinschauen. Und Andere bleiben auf der Oberfläche hängen. Ich gönne Dir diesen manchmal fragwürdigen Optimismus. Wir müssen Alle eine Strategie finden mit dieser Krankheit und ihrem Ende klar zu kommen. Der Eine geht das so an und ein Anderer eben anders. Ich bin immer wieder erstaunt wie einfach Du an die Probleme Anderer herangehst. Ich wünsche Dir jedenfalls dass Du nie deinen Optimismus verlierst.
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag.
    Gruss Urs

  8. #38
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    Erfahrungen hatte ich mehr wie genug. Wenn man nach einer OP im Kopf, das Gehen, Sprechen und Schreiben wieder lernen musste dann ist das doch fast nur ein Klacks. Man sollte sich nicht unterkriegen lassen. Und so wie ich unten stehen habe alles positiv sehen, dann klappt es bestens.

  9. #39
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  10. #40
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    Was ist denn Paleatrie
    nicht nachlassen

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