Seite 2 von 21 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 201

Thema: Elf Jahre ...

  1. #11
    JürgenS Gast

    BioBran

    Hallo Hans, hallo Winfried,

    ihr habt euch ja ganz schön auf BioBran eingeschossen.

    Neben BioBran (MGN3 und Noxy Lane 4, die alle aus der gleichen Ecke kommen) gibt es auch noch AHCC, was fast identisch mit BioBran ist. AHCC wird allerdings aus dem Mytzel eines Hybriden von drei Heilpilzen (Shiitake, Kawaratake und Suehirotake) hergestellt, aber genau wie BrioBran in einer Nährlösung mit Reiskleie gezogen und ebenfalls fermentiert, um die riesigen Moleküle der Polysaccharide in ein Oligosaccharid von einem Molekulargewicht von 5000 Dalton aufzubrechen und somit die Bioverfügbarkeit zu steigern.

    Was die Wirkung der beiden Mittel betrifft, so streiten sich natürlich beide Hersteller - wie unter Kokurrenten so üblich - wer denn das bessere Produkt hat, und versuchen es mit Grafiken, Maus- und Rattenstudien zu untermauern (über AHCC gibt es in Japan allerdings ein paar klinische Studien). Es scheint aber unstrittig zu sein, dass beide das Immunsystem stärken und nicht nur die Produktion von Killerzellen anregen, sondern, was besonders bei und nach einer heftigen Therapie (Chemo, Bestrahlung) von Nutzen sein kann, eine schnellere Regeneration der geschädigten Blutbildung im Knochenmark bewirken können.

    Uwe Karstädt hat in seinem Buch " Die 7 Revolutionen der Medizin" ein ganzes Kapitel nur AHCC gewidmet, leider, und über den grünen Klee gelobt. Auch bei Heilpraktikern scheinen finanzelle Überlegungen eine Rolle zu spielen, was natürlich der Glaubwürdigkeit abträglich ist (oder bin ich etwa zu mistrauisch?).

    In vielen japanischen Krankenhäusern werden AHCC, Lentinan (ein Shiitake Extrakt) und Krespin (ein Kawaratake [Coriolus versicolor] Extrakt) komplementär zur konventiellen Krebstherapie angewandt. Japanische Ärzte mögen zwar andere Methoden haben als hier, aber dumm sind sie bestimmt nicht. Da Heilpilze in der japanische/chinesischen Naturheilkunde eine lange Tradition haben, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie sich dieser Mittel bedienen. Und in Japan werden Heilpilze bereits seit über dreißig Jahren intensiv erforscht.

    Wenn bei mir die Chemo ansteht, werde ich auf alle Fälle AHCC oder BioBran komplementär einnehmen, und teurer als eine Misteltherapie, MCP, etc. ist es auch nicht.

    Eigentlich sollte sich jeder PK-Betroffene einmal mit Heilpilzen beschäftigen, und es nicht als Quacksalberei abtun. Mittlerweile gibt es genügend Informationen über Heilpilze auch auf Deutsch, man ist also nicht auf Englisch angewiesen, wie bei vielen anderen alternativen Therapien und Studien.

    Man sollte also auf seinen eigenen Körper hören, seinem eigenen Gefühl vertrauen und seinen Verstand benutzen, denn letztlich ist man für sich selbst verantwortlich und kann sich nicht herausreden mit: " Der hat aber das gesagt."

    Grüsse

    Jürgen

  2. #12
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Hallo Michael,

    zunächst mal danke.
    Dennoch ist es ein Grund sich in Demut zu üben (heute leider eine wenig geschätzte Tugend).
    Das Damoklesschwert der Metastasen schwebt über uns, unabhängig von der gewählten Therapie. Von Dir lerne ich aufmerksam, wie man die Metastasenschmerzen in den Griff bekommen kann. Auch Dir weiterhin viel Glück.

    Herzliche Grüße

    GeorgS

  3. #13
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Hallo Hans,
    Zitat:
    deine Einstellung zum PK und deine "Therapie" gefällt mir sehr gut.

    Deine Einstellung zum PK und deine Therapie gefällt mir ebenfalls.


    Zitat:
    Leider konnte ich wegen meinem weit fortgeschrittenem und angeblich aggressivem PK kein WW machen.

    Mit Deinen Werten, aPSA 740,91 und Gleason-Grad 4+4 (8), hätte ich sicher eine andere Entscheidung treffen müssen als Abwarten&Beobachten.

    Es ist ermutigend mitzuerleben, besonders für die Neuen, dass auch bei solch hohen Werten Panikmache kontraproduktiv ist und viele Wege nach Rom führen. Es beeindruckt, dass Ihr nach dieser Diagnose, die Flinte nicht ins Korn geschmissen habt und wie Du oder auch Michael neben der Reduktion der Tumormasse die Metastasenschmerzen angeht.

    Zitat:
    Du wärst ein idealer PKler mit Verbindung zum Speziallabor für Immunhämatologie die zirkulierenden PK-Zellen im Blut zu kontrollieren.


    Leider ist sie nicht billig und die Kassen zahlen hoffnungsvolle Ansätze nur widerwillig.

    Zitat:
    Es ist nicht verwunderlich wenn Tumorzellen zirkulieren, das dürfte bei vielen Chemopatienten und anderen so sein nach OP. Bestrahlung und HB. Bei mir gehe ich davon aus, daß diese von dem gestärkten Immunsystem (aktivierte NK-Zellen) eleminiert werden.


    Diese Vermutung keimt auch bei mir. In meinem Laborbefund steht: „Daneben waren viele Zellfragmente ... nachweisbar, diese treten zum Beispiel nach Chemotherapie, Bestrahlung oder im Rahmen immunologischer Abwehrreaktionen als Zeichen der Zellschädigung auf.“
    Da ich weder eine Chemo noch eine Bestrahlung hatte, ist wohl die immunologische Abwehrreaktion der Grund.

    Herzliche Grüsse

    GeorgS

  4. #14
    Registriert seit
    02.05.2006
    Ort
    Großraum Stuttgart
    Beiträge
    200
    Zitat Zitat von WinfriedW Beitrag anzeigen
    @HansiB

    .......Bei den Preisen habe ich die Beobachtung gemacht, dass alle wirksamen Präparate im gehobenen Preissegment angesiedelt sind:

    Taxotere 1.700 €
    Avastin 3.200 €
    Profact 520 €
    Zometa 360 €
    Thalidomid 400 €
    BioBran 400 €

    Das ist ein Naturgesetz. Eine Schachtel Contergan (Thalidomid) kostet 1960 ca. 3 Mark. Gegen Krebs kann so ein billiger Kram nicht taugen. Bei den heutigen Preisen hat man schon eher Vertrauen........

    WW
    Hallo Winfried,

    zu Thalidomide kann ich etwas sagen. 28 Tabletten des Originals kosten rd. € 400. Ich kaufe inzwischen ein Generikum. Hier kosten 100 Tabletten das gleiche.

    Wer näheres dazu wissen will, kann mich anmailen.

    Gruß Werner

  5. #15
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Zitat:
    ich weiss, was ich schreibe mag für alterskameraden gelten, nicht für die jüngere generation.

    Hallo
    herbertina,

    daran beginne ich zu zweifeln. Es ist pure Intuition, die ein großer Mann sehr schätzte:

    „Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“
    A. Einstein

    Gruss

    GeorgS

  6. #16
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323

    Nach dem Jahrescheck

    Hallo Mitstreiter,

    im Mai war mein Jahrescheck.

    Rektaler Ultraschall: PK, wächst munter, aber innerhalb der Kapsel.

    „Wir sollten jetzt mehr tun, um das PK-Wachstum zu verlangsamen“ meinte der Arzt meines Vertrauens.

    Nach dem Jahrescheck haben meine Frau und ich noch ein paar schöne Tage in den Alpen verbracht. Beim Zwischenstop zu Hause dann die Laborwerte:

    - PSA: 26,4 ng/ml

    Die PSAVZ: 214 Tage; sie war schon mal schon bei 133 Tagen, stieg dann aber wieder an; dennoch in der Tendenz eindeutig.

    - DHEAS: 387 u/dl (Normbreich: 20 - 290)

    Die Empfehlung des Arztes:

    - Progesteron
    - Avodart
    - Cimetidin; Nebenwirkung des Magensäureblockers: PK-Hemmung
    - Misteltherapie

    Der Hormonausgleich ist eine einschneidende Maßnahme bzgl. der Lebensqualität.

    Wir hatten bereits einen Flug gebucht, um mit der Enkelin ihre 1. Kommunion zu feiern und danach erneut einen Kurzurlaub einzulegen. Zum Trübsal blasen und Medikamenteneinkauf blieb keine Zeit.

    Wir ließen uns verwöhnen und liebten uns innig - im Bewusstsein der nach Therapiebeginn sinkenden Libido und Lebensqualität. Meine liebe Frau knabberte an meiner Grundeinstellung. Sie ermunterte mich, diese Kröte zu schlucken und nach der Rückkehr sofort mit der Hormontherapie anzufangen.

    Wieder daheim ließ ich erneut einige Laborwerte bestimmen:

    PSA-Wert: 18,8 mg/ml - noch unter den Wert (19,1 ng/ml) der vorletzten Messung gefallen. Ich vermutete zunächst eine PSA-Kosmetik, aus welchen Gründen auch immer.

    CGA-Wert: 76 ug/l, also im Normbereich (< 110), obwohl er immer erhöht war, zuletzt bei 291 ug/l. Ich lasse ihn seit 2005 bestimmen, denn ich weiß, dass sich in meinem Blut „eine deutlich erhöhte Anzahl zirkulierender, vitaler tumorverdächtiger Zellen“ befindet.


    Ich hatte zwar die Aprikosenkerne wieder hervorgekramt, mit denen ich seit dem Singultus http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...=3209#post3209 pausieren sollte, sowie mein Shitake-Bio-Miso-Süppchen fleißig gelöffelt, mit dem ich neuerdings experimentiere :-), aber ist das eine hinreichende medizinische Erklärung?

    Nun, es gab da noch etwas. Das gehört jedoch nicht in dieses Teilforum. Ich werde darüber berichten, wenn sich der Trend fortsetzt, denn man soll nicht gackern, bevor das Ei gelegt ist.

    Was werde ich machen?

    Kürzere Intervalle für PSA-Monitoring und rectalen Ultraschal, um sicher zu sein, dass diese Laborwerte kein Ausreißer sind und einen Urologen in der Nähe suchen, damit ich nicht alle vier Wochen in die Alpen fahren muss – schon wegen des CO2-Ausstosses.

    Herzliche Grüsse

    GeorgS

  7. #17
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Hallo Mitstreiter,

    habe einen kooperativen Urologen im Nachbarort gefunden, der meinen Untermieter und mich begleiten wird.

    - PSA-Wert fährt weiter Achterbahn:


    01.2007 - 19,1 ng/ml
    05.2007 - 26,4 ng/ml
    06.2007 - 18,8 ng/ml
    07.2007 - 29,2 ng/ml
    08.2007 - 25,4 ng/ml Testgerät des Urologen und von derselben Blutprobe
    08.2007 - 21,2 ng/ml vom Labor bestimmt


    - rektaler Ultraschall: PK unverändert

    - CGA-Wert ist mit 94 ug/l weiter im Normbereich

    - Testosteron ng/ml – 4,13 ng/ml wieder höher :-)


    Herzliche Grüsse

    GeorgS

  8. #18
    Registriert seit
    10.05.2006
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    466
    Hallo Georg,

    welcher Gleasonscore wurde bei Dir feste gestellt ?

    Gruß
    Wolfgang

  9. #19
    Harro Gast
    Keine Biopsie - kein GS

    Hallo Wolfgang, lt. PKH von Georg nie Biopsie machen lassen.

    "Wir glauben nur, was wir sehen - leider sehen wir nur, was wir glauben wollen"

    Gruß Hutschi

  10. #20
    Registriert seit
    10.05.2006
    Ort
    Raum Stuttgart
    Beiträge
    466
    Hallo Hutschui,
    vielen Dank für den Hinweis, druch welche anderen Methoden ist
    den das Karzinom nachgewiesen.

    Gibt es denn nicht auch Tumore die nur raumfordernd sind nicht aber invasiv, Adenome. Dort würde man auch Miktionsproblem habe und diese würden auch ertastet werden. Wahrscheinlich auch verstärkt PSA produzieren.

    Gruß
    Wolfgang

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •