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Thema: Wie übersteht man das alles?

  1. #1
    Registriert seit
    04.05.2007
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    16

    Wie übersteht man das alles?

    liebe forumsmitglieder,

    seit fünf tagen und nächten lese ich alles, was ich zum thema prostatakrebs gibt, habe auch dieses forum schon von vorne nach hinten gelesen!

    meine frage ist, wie schafft man es, einen kühlen kopf zu bewahren? mein paps hat letzte woche, die diagnose prostatakrebs erhalten! er und wir, seine familie sind fertig. ich habe solche angst um ihn!

    die warterei macht mich zusätzlich wahnsinnig, morgen hat er nochmal ein gespräch mit dem urologen und am dienstag muss er zur untersuchung, wie weit der krebs schon fortgeschritten ist.

    ich versuche immer wenn ich bei ihm bin, mit ihm zu sprechen, auch mal über etwas anderes! aber, alleine wenn ich bin, oh gott.....ich habe noch nie solche angst gehabt, einen menschen zu verlieren!

    entschuldigt, dass ich hier so abheule, aber ich kann das so niemandem sagen....

    grüße
    töchterchen

  2. #2
    Helmut.2 Gast

    Wie übersteht man das alles?

    Liebes Töchterchen,

    heule wenn es Dir zumute ist, es nimmt Dir den Druck und die Ungewissenheit, es ist gut, daß Du dich schon mal hier durch gelesen hast aber glaube mir, die Krankheit Prostatakrebs geht nicht gleich von Heut auf Morgen zu Ende!

    Um deinen Vater unsere Erfahrung, Tipps und Empfelungen zu geben bräuchten wir alle Daten die Du erreichen kanst auch das Alter deines Vaters ist wichtig.

    Bitte, beruhigt Euch, nur mit Ruhe kann man überlegt handeln bis dahin alles Gute.

    Lieben Gruss, Helmut

  3. #3
    Registriert seit
    04.05.2007
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    16
    lieber helmut,

    vielen vielen dank!

    morgen abend ist das gespräch mit dem urologen! da wissen wir dann mehr!
    mein paps wird dieses jahr 65! er hatte vor ca. einem halben jahr einen psa wert von 7 und jetzt 10. dann biopsie (?) und das ergebnis prostatakrebs. die werte hat mein paps selber noch nicht, deshalb kann ich sie noch nicht hier reinstellen. hab schon gelesen, dass die werte super wichtig sind! sobald ich sie habe, werde ich sie reinstellen, aber, davor habe ich auch eine riesenangst!

    ich wünsche die alles liebe und danke dir nochmal für deine rasche antwort.

    töchterchen

  4. #4
    Helmut.2 Gast

    Wie übersteht man das alles?

    Hallo, Liebes Töcherchen,

    das machst Du großartig, in der Ruhe liegt die Kraft, sagt man aber leichter geschieben als getahn.

    Umarme dein Papa fest und Er wird spühren, daß Er nicht alleine ist. Bis Morgen dann sehen wir weiter.

    Du wirst sehen, es werden noch Andere aus dem Forum sich melden!

    Lieben Gruß, Helmut

  5. #5
    Registriert seit
    04.05.2007
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    16
    Lieber helmut,

    ich melde mich morgen abend hier im forum!
    nochmal danke!

    meinen paps umarme ich so oft wie möglich! was mich dann noch fertig macht ist, dass er dann weint! er darf immer weinen, aber ich habe es noch nie bei ihm gesehen! er war immer der fels in der brandung! wir unterstützen ihn wo wir nur können!

    grüße
    töchterchen

  6. #6
    Harro Gast
    Nicht bange machen lassen

    Hallo Töchterchen,
    ein Paps mit so einer Tochter wird ganz locker mit Dir zusammen an die zu treffenden Entscheidungen herangehen. Also lasst Euch das gemeinsam erst mal alles in Ruhe durch den Kopf gehen. Wenn Ihr mehr genaue Daten habt, zögert nicht, das hier alles publik zu machen. Du wirst Dich wundern, was Du an guten Ratschlägen danach bekommen wirst. Die meisten hier haben am Anfang auch nicht gewußt, wo oben oder unten ist. Es wird schon alles gut werden. Und ein paar Tränen tun manchmal gut, sollten aber schnell getrocknet werden.

    "Nicht zu verzagen ist die Wurzel des Glücks" (Indische Lebensweisheit)

    Gruß Hutschi

  7. #7
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    19.04.2006
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    Schweiz
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    653

    Bleib zuversichtlich!

    Hallo Töchterchen

    einen Ratschlag habe ich Dir noch nicht zu geben, ganz abgesehen davon, dass das andere besser können als ich. Trotzdem schreibe ich Dir ein paar Zeilen in der Hoffnung, Dir und Deinem Papa ein wenig Mut machen zu können.

    PK wächst in der Regel langsam, und es gibt heute viele Möglichkeiten, ihm mit verschiedenen Therapien zu begegnen. Das hast Du selber ja im Forum (hast Du Dich auch bei KISP, www.prostatakrebse.de umgesehen?) lesen können.

    Ich erinnere mich an den 17. September des Jahres 2000, als ich meine Diagnose bekam, die mit PSA > 200 und Lymphknotenmetastasen wirklich wenig erfreulich aussah. Meine Frau und meine beiden Töchter waren verzweifelt, wie Du jetzt - ich aber kann Dir heute ein paar Zeilen schreiben. Und "heute" bedeutet, dass nun fast 7 Jahre vorbeigegangen sind.

    Phantastisch ist es, wie Du Dich einsetzest; Du wirst Deinem Papa mit dem Wissen, das Du Dir in wenigen Tagen schon angeeignet hast und mit jenem, das noch dazu kommen wird, eine wertvolle Stütze sein und ihm damit helfen, seiner Erkrankung erfolgreich entgegenzutreten.

    Deinem Vater wünscht alles Gute

    Jürg

  8. #8
    Registriert seit
    04.05.2006
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    1.485
    Zitat Zitat von töchterchen Beitrag anzeigen
    ...habe auch dieses forum schon von vorne nach hinten gelesen!
    Hallo!

    Dein Papa und Du habt sicher auch das Kapitel "Erster Rat" gelesen, oder? Da steht nämlich sehr viel Informatives drin!

    Bleibt erst einmal ruhig! Wir wissen, wie man sich da fühlt; wir alle waren bei der Erstdiagnose entsetzt.

    Es gibt viele Wege und Möglichkeiten zur Behandlung von Prostatakrebs!! Sobald Ihr alle Werte habt, stellt sie hier ins Forum. Ihr werdet dann fundierte Ratschläge bekommen!

    Also Kopf hoch!

    Herzliche Grüße von

    Schorschel

  9. #9
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    320
    Hallo, Töchterchen,
    ich kann mich Schorschels Worten nur anschließen.
    Vielleicht noch ein praktischer Rat: laßt Euch von allen Untersuchungsergebnissen Kopien der jeweiligen Schreiben geben, damit hast Du schwarz auf weiß alles wichtige und kannst immer wieder nachlesen und überprüfen. Als ich vor etwa 1 1/2 Jahren diese Berichte ausgewertet habe, habe ich nicht daran geglaubt, daß mein Mann heute noch leben würde, aber es geht noch ganz viel.
    Gruß Christine

  10. #10
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    Landschaft Angeln
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    2.921
    Hallo Töchterchen,

    auch ich finde es wunderbar, wie Du Dich für für Deinen Paps engagierst und seine Sorgen, die er sicher hat, mit ihm teilst.
    Alle hier im Forum - ob selbst betroffene Männer oder ihre Partnerinnen und Angehörigen - haben diese Zeit der Angst und Hilflosigkeit nach der Krebsdiagnose durchgemacht, wenn man in das "schwarze Loch" fällt und nicht weiß, wie einem geschieht. Ich erinnere mich noch gut, wie ich vor 6½ Jahren jeden Morgen mit dem ersten Gedanken aufwachte: "Du hast Krebs!" Ich habe ihn imer noch, aber ich denke, dass ich heute viel gelassener damit umgehe, und dass es den allermeisten Betroffenen genauso geht, wenn erst ein wenig Zeit ins Land gegangen ist. Heute, und schon seit langem, habe ich beim Aufwachen ganz andere "erste Gedanken". Uwe Peters, der leider an seinem Krebs verstorbene Gründer von KISP, schrieb einmal sinngemäß: "Je mehr ich über meinen Krebs weiß und lerne, desto weniger Angst habe ich vor ihm."
    Die Diagnose Prostatakrebs ist nicht gleichbedeutend mit einem unverzüglich zu vollstreckenden Todesurteil. Es gibt Heilungschancen, es gibt die Möglichkeit, ihn als chronische, aber über lange Zeit beherrschbare Erkrankung anzunehmen, vielleicht sogar so lange, bis man nach vielen Jahren an irgend etwas anderem stirbt.
    Wartet also in Ruhe die weiteren diagnostischen Ergebnisse ab, macht Euch kundig über die Behandlungsmöglichkeiten und vor allem soll Dein Paps sich nicht zu einer Therapie drängen lassen, solange diese Krankheit noch vollkommenes Neuland für ihn ist! Hier brennt so schnell nichts an, das sieht bei manchen anderen Krebsarten ganz anders aus. Erst wenn Dein Paps - ggf. mit Deiner Hilfe und Unterstützung - seine Situation einschätzen kann und er die ihm zur Verfügung stehenden Therapieformen mit ihren Vor- und Nachteilen, Risiken und Nebenwirkungen kennt, soll er sich für die Therapie entscheiden, die ihm die für seine ganz persönliche Situation geeignetste erscheint. Die Entscheidung dafür muss er treffen, denn er muss mit dem Ergebnis leben.
    Wahrscheinlich wird die Erkrankung zu einem bestimmten Grad sein künftiges Leben beeinflussen, und auch das seiner Angehörigen. Das ist bei jeder chronischen Erkrankung so. Das Leben wird nie mehr so sein wie vor der Diagnose, aber es kann durchaus weiterhin ein lebenswertes Leben sein!

    Ralf

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