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Thema: Hallo, kann mir jemand weiterhelfen?

  1. #11
    WinfriedW Gast
    Hallo Papa3kd,

    ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ich war selbst im Krankenhaus und habe mich mit anderen Patienten unterhalten, die sich dort radikalen Therapien aussetzen. Ich habe mir mehrfach tief beeindruckt angehört, was diese Leute teilweise alles nicht wissen über ihre Erkrankung und was man mit ihnen macht oder vor hat - es ist unglaublich.

    Ob du deine Prostata noch hast, müsstest du eigentlich wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das an dem Patienten vorbei geht.

    Andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass in den Arztbriefen und -berichten unglaubliche Fehler passieren. Ich war beispielsweise zur Chemotherapie im Krankenhaus. Im Krankenhausbericht stand dann: „Postoperativer Zustand unauffällig“. Im Anschluss an meine RPE war ich in zur AHB in Bad Wildungen. Das Krankenhaus hat mich dort hin überwiesen. Der schriftliche Krankenhausbericht ist in Bad Wildungen nie angekommen. Den schickte man versehentlich nach Bad Griesbach. Dort hat man vermutlich Papierflieger daraus geformt. ... und der Gleichen mehr.

    Verrate uns doch mal folgendes: Du wurdest jetzt operiert und bestrahlt. Dabei ging einiges schief. Ist denn nach derzeitiger Erkenntnislage wenigstens der Krebs besiegt? Wo ist dein PSA heute? Bist du unter antihormoneller Therapie? Welche Medikamente nimmst du?

    Du berichtest oben, dass du schon seit längerem unter einer chronischen Prostatitis leidest. Vermutlich ging dies mit Miktionsproblemen einher. Sind diese jetzt beseitigt?

    Nun hast du einen künstlichen Darmausgang. Wie ist der Plan? Soll der Darm wieder zurück verlegt werden?

    Zum Thema Prozess: Wir haben im eigenen Bekanntenkreis den Fall eines Prostatapatienten, bei dem die Strahlentherapie ähnlich wie bei dir mit einem Anus praeter und einem Dauerkatheder endete. Schadensersatz hat der auch noch keinen erhalten, aber immerhin redet die Haftpflichtversicherung des Krankenhauses bzw. des Arztes mit ihm. Das ist schon mal ein gutes Ohmen. Seine körperliche Unversehrtheit bekommt er damit allerdings auch nicht zurück.

    Gruß Winfried

  2. #12
    Papa3kd Gast
    Guten Tag Winfried
    Ich verstehe nicht viel von solchen Dingen und ich war immer der Meinung, die Ärzte wissen schon, was sie machen und sie machen immer das Beste....nun bin ich schmerzlich eines Besseren belehrt worden.....leider kann ich die anderen Fragen nicht so genau beantworten....durch meine vergrößerte Prostata hatte ich eigentlich keine Probleme,....ich bekomme noch Hormonspritzen und mein PSA-Wert liegt nun bei 0,5......man sagte mir, der künstliche Darmausgang sei nur vorübergehend ca ein halbes Jahr....bei der letzten Spiegelung allerdings hiess es....wenn es nicht besser wird könne es auch länger dauern od. ganz bleiben....ich bin sehr verwirrt und steige solangsam durch den Papier kram nicht mehr duch...ich habe versucht mir alle meine Unterlage zubeschaffen....ich hoffe auf meinen Hausarzt, dass der mir alles erklären kann....ich verstehe das alles nicht.....ich habe schon gemerkt, das sich die Leute hier gut auskennen und sich mit ihrer Krankheit auseinandergesetzt haben und informiert....es tut mir leid, aber ich weiss es wirklich nicht....ob ich sie noch hab oder nicht....ich weiss ja auch nicht...einmal steht es so im Bericht..und einmal so....????
    ....ich habe auch bald ende des Monats einen Termin bei einem anderen Arzt....vielleicht sehe ich dann etwas klarer
    Vielen Dank und bis bald
    KD

  3. #13
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    35415 Pohlheim, Tel 0 64 03 - 96 30 36
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    475
    Hallo K D,

    Du schreibst,

    "Im 1. Op-Bericht wird nur von einer Entfernung von 19 Lymphk. gesprochen. In den folgenden Berichten steht - Zustand n. radk.Prostatektomie".

    Wenn dieser Bericht nicht zu einem anderen Patienten gehört, oder sonstige Fehler enthält, wurde die Prostata operativ enfernt.

    Günter Feick

  4. #14
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    19.04.2006
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    Schweiz
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    653

    Hilfe suchen!

    Hallo KD!

    Angesichts Deiner miserablen Informationslage ist es durchaus begreiflich, dass Du verwirrt bist und Dir nicht so recht zu helfen weisst. Hast Du niemanden in Deiner Familie oder im Bekanntenkreis, der keine Angst vor Ärzten, Spitälern oder Behörden hat und bereit wäre, für Dich wenigstens innert kürzester Frist alle bei den Ärzten und im Spital verfügbaren Dokumente in Kopie zu beschaffen? Einer solchen Person könntest Du Vollmacht erteilen, damit sie sich durchsetzen kann. Bei Bedarf würde Dich RA Mielke sicher beraten, wie eine solche Vollmacht aussehen müsste.

    Gruss

    Jürg

  5. #15
    Papa3kd Gast
    Hallo....
    Ja, schon.....es gibt solche Menschen in meiner Familie.....sie regen sich ja auch schon auf...aber ich wollte...naja....es war mir unangenehm...man steht dann so dumm da......und meine Töchter haben selber soviel um die Ohren...ich wollte sie nicht fragen....diese Ärzte drücken sich ja auch immer so aus....das ich sie nicht wirklich verstehe....
    Meine Töchter haben mich ja auch erst dazu gebracht, das ganze zuhinterfragen.....sie haben das ja auch durchgelesen und stellen mir diese Fragen, die ich nicht beantworten kann...
    Vielleicht sollte ich sie wirlich mal fragen, ob sie zu einem Arztgespräch mitkommen.....
    @günter feick....warum steht denn aber nix davon im 1.Op-bericht....dort müsste ja erwähnt werden, dass sie mir die Prostata entfernt haben....
    Ich werde versuchen, dass mir jemand bei den Gesprächen beisteht.....das wird wohl das beste sein
    Lieben Dank
    KD

  6. #16
    WinfriedW Gast
    Zitat Zitat von Günter Feick
    Hallo K D,

    Du schreibst,

    "Im 1. Op-Bericht wird nur von einer Entfernung von 19 Lymphk. gesprochen. In den folgenden Berichten steht - Zustand n. radk.Prostatektomie".

    Wenn dieser Bericht nicht zu einem anderen Patienten gehört, oder sonstige Fehler enthält, wurde die Prostata operativ enfernt.

    Günter Feick
    Lieber Günter,

    ich bin da ziemlich desillusioniert. In meinen Arzt- und Krankenhausberichten steht viel Blödsinn drin. Zwei Beispiele habe ich oben genannt. Es gibt weitere Beispiele, z. B dass man sich beim PSA-Wert mal eben um eine Zehnerpotenz vertut oder dass man im Text den 1. mit dem 2. Zyklus Chemotherapie verwechselt etc.. Das Schärfste daran ist, dass mein Urologe diese Berichte alle einscannt. Nach einiger Zeit blickt der nicht mehr durch. Da ist es gut, wenn wenigstens der Patient Bescheid weiß.
    WW

  7. #17
    WinfriedW Gast
    Hallo Papa3kd,

    mit aPSA=17,5ng/ml und Gleason 7 hast du einen vergleichsweise aggressiven Tumor. Jetzt, unter Therapie, ist dein PSA bei 0,5ng/ml.

    Du hast oben die Frage gestellt: " ....bin ich übertherapiert worden?" Ich durchschaue deinen Therapieplan nicht ganz, aber meine Befürchtung ist eher, dass du untertherapiert bist. Eine aggressivere Krebsbekämpfung bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man deshalb einen künstlichen Darmausgang bekommt.

    Ich habe Chemotherapie hinter mir, bin prostatektomiert, man hat mir ebenfalls 19 Lymphknoten entnommen, ich bin unter antiandrogener Therapie und mache zur Zeit tägliche Strahlebthrapie. Daneben gehe ich arbeiten, schreibe hier eine ganze Beiträge und gehe ganz normal aufs Klo! Allerdings bin ich 8 Jahre jünger als du.

    Gruß Winfied
    Geändert von WinfriedW (03.06.2006 um 19:32 Uhr)

  8. #18
    dieterdo Gast
    Hallo KD,

    vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dr. Strum aus seinem Buch "Ein Ratgeber zum Prostatakrebs zitiere:
    "Nehmen Sie vor allen Dingen Ihren Partner, Ihre Ehefrau oder einen Guten Freund zu den Srechstunden und Beratungen mit.
    Ärzte rechnen damit, dass eine weitere Person zur Unterstützung des Patienten zugegen ist. Die meisten sind enttäuscht, wenn ein Patient alleine zum Termin erscheint. Besonders in der Frühphase, in der sich der Patirnt nach der Diagnose des PK erst noch auf eine harte Realität einstellen muss, ist es oft die stützende Person, die den Überblick bei der Analyse der Möglichkeiten und bei der Besprechung mit dem Arzt hat. Und das ist vollkommen angemessen. Zwei Köpfe verstehen mehr als einer, außerdem ist es wichtig, während dieser Zeit einen Freund bei sich zu haben."
    Alles Gute und viele Grüße
    dieter

  9. #19
    fstlev Gast

    Was denn nun?

    Zitat Zitat von Papa3kd
    ...in den folgenden Berichten steht..."Zustand n.radk.Prostektomie"....jetzt ist die Frage hab ich die Prostata noch od. nicht....ich bin Fassungslos......selbst mein Hausarzt hat mir von einem Prozess nicht abgeraten...D
    Heißt das, dass Du wirklich nicht weißt ob Du eine radikale Prostatektomie hattest oder nicht ????

    Sorry, das kann ich einfach nicht glauben . . . .!??

    Du mußt doch sicher irgend etwas unterschrieben haben! Also so etwas habe ich noch nie gehört. Das darfst du nicht so hinnehmen!

  10. #20
    fstlev Gast
    Hallo Papa3kd
    Es ist wirklich wahr, wenn man heute als Patient zu vertrauensvoll ist, dann ist man wohl selbst Schuld wenn man nicht die optimale Versorgung erfährt. Ich hoffe, dass Deine Darmprobleme sich erheblich reduzieren und Du bald wieder einigermaßen Spaß am Leben haben wirst. Niemals aufgeben, aber auch nicht jede Schreckensmeldung aus irgendwelchen Foren gleich auf Dich beziehen. Du hast schon viel hinter geschafft, dakannst Du schon mal stolz sein. Sei weiter optimistisch, das hilft, das ist auch eine Therapie!
    Alles Gute für Dich!

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