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Thema: PSA-Anstieg nach DHB und Bestrahlung

  1. #1
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    PSA-Anstieg nach DHB und Bestrahlung

    Hallo und guten Abend,

    bevor ich meinem Angliegen vorbringe möchte ich Euch mitteilen, dass ich versuchen werde, in den nächsten Tagen die PK-Geschichte meines Freundes in mein Profil zu stellen.

    Im Oktober 2005 beendete mein Freund die DHB, Anfang 2006 folgte noch die Bestrahlung der Prostata in Heidelberg. PSA war seit Ende der DHB <0,1. Gestern bekam er nun die Ergebnisse der letzten Blutuntersuchung - PSA 0,21.
    Nun ist er natürlich erst einmal geschockt! PSA-Ansieg!!! Muß ich mir Sorgen machen? Der Urologe meint, es handelt sich mit Sicherheit um ein Rezidiv!
    Was sagt Ihr dazu?

    Im voraus vielen Dank!

    Gruss und alles Gute

    Sven

  2. #2
    Helmut.2 Gast

    PSA-Anstieg nach DHB und Bestrahlung

    Grüß Dich Sven,

    sind denn zwischen den PSA-Werten von 0,1 ng/ml und 0,21 ng/ml nicht mehr gemessen worden? auch während und nach der Bestrahlung nicht?

    Ein Rezidiv ist erst dann ein Rezidiv wenn in Folge der PSA-Wert 3 mal steigt und hier kommt es auf die PSA-VZ = Verdoppelungseit in Monaten oder gar in Wochen an, ob Lokal Rezidiv oder systemischer Rezidiv und hierzu noch einen Beitrag vom Deutsches Ärzteblatt

    Macht erst einmal zwei weitere PSA-Werte im Abstand je von 3 Monaten um dann die Verdoppelungszeit besser zu erkennen, hier kannst Du Dir den PSA-VZ-Rechner runter laden und wenn Du nicht zurecht kommst, dann können wir das für Euch tun aber Bitte mit Datumsangabe wenn es soweit ist.

    Mit allen guten Wünschen
    Helmut

  3. #3
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    Hallo Helmut,

    der PSA wurde in regelmäßigen Abständen gemessen, letztmals vor ca. 3-4 Monaten. Der Wert war immer <0,1.
    Näheres erfährst Du, wenn mir mein Freund alle Daten zusammengestellt hat und in meinem Profil ersichtlich ist.
    Danke!

    Alles Gute

    Sven

  4. #4
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    Hallo Sven !

    Noch braucht sich Dein Freund gar keine Sorgen machen ! Die Nachwirkung der DHB (PSA-Werte unter 0,1) werden Sommer bis Herbst 2006 verschwunden sein. Da er die Prostata noch hat, wird sich wieder ein altersbedingter PSA-Wert einstellen. Dieser Wert liegt bei nicht behandelten Männern zwischen 0,7 bis 1,1. Durch die Bestrahlungsfolgen (Schrumpfung der Prostata auf ca. 60 % des natürlichen Volumens) ist auch der zu erwartende PSA-Wert in dem genannten Verhältnis zu reduzieren. In den meisten Fällen wird nach Bestrahlungsbehandlung ein PSA-Wert von 0,4 bis 0,6 erwartet.
    Selbstverständlich ist eine vierteljährliche Kontrolle des PSA erforderlich. Aufgrund des so genannten „PSA-Bumps“ ist auch ein zeitweises Ansteigen über diese Werte ganz normal, aber Nerven aufreibend.

    Gruß
    Bernhard A.

  5. #5
    Helmut.2 Gast

    Der sogenannte PSA-Bounce

    Lieber Bernhard,

    erstmal so viel über den PSA-Bounce ! Wie mein PSA-Bounce aussieht weiss ich noch nicht, denn mein PSA verläuft seit der RT und das sind schon 26 Monate, kontinuierlich an und nach welcher Zeit ein solcher eintritt, habe ich definitiv noch nicht gelesen, daß er zwischen den Monaten 18. und 24. kommen soll oder wird.

    Ich glaube, daß es individuell verschieden ablaufen kann oder könnte. Es ist so, wie Du schreibst, eine reine Nervensache und das habe ich nach 9 Jahren PCa und Drei Rezidiven gelernt und ist aber auch nicht so gravierend wie bei einigen hier im Forum der Fall ist!

    Wünsche Dir einen schönen Sonntag Abend
    Helmut

  6. #6
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    Lieber Bernhard,

    vielen Dank für Deinen Beitrag!!! Wie Helmut schon sagt kann es sicherlich bei jedem anders ablaufen. Trotzdem ist es vorerst gut zu hören, dass sich nach den Behandlungen meines Freundes der PSA-Wert in einem "niedrigen Bereich" einpendeln kann. Nervenaufreibend ist dies in der Tat, da wir zum einen hören, nach DHB und Bestrahlung dürft in den ersten 4-5 Jahren nichts passieren, der näschste sagt, PSA-Anstieg von < 0,1 auf 0,21 deutet mit 98 % auf ein Rezidiv hin.
    Jetzt versuchen wir den hoffentlich noch einsetzenden Sommer zu geniesen und warten auf die nächste Blutuntersuchung.

    Gruß, alles Gute und vielen Dank

    Sven

  7. #7
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    Hallo Sven !

    Ist die Prostata Deines Freundes evt. per OP auch entfernt werden ?
    Ich verstehe nicht, warum der Urologe schon bei so geringen Werten sonst von einem sicheren Rezidiv spricht ?

    Gruß
    Bernhard A.

  8. #8
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    Hallo Bernhard,

    mein Freund hatte definitiv keine OP!!! Warum der Arzt so eine Aussage macht ist auch mir fraglich.

    Um so wichtiger ist es für uns, dass wir uns hier ans Froum wenden können, um Antworten, Informationen, Unterstützung...... für seine Anliegen zu erhalten.

    Schon zu Beginn der Erkrankung meines Freundes haben wir uns hier im Forum Unterstützung, Rat geholt.

    Daher auch auf diesem Wege nochmals vielen Dank allen, die mit Ihren Beiträgen dieses Forum aufrecht erhalten.

    Natürlich auch denen, die dieses Forum überhaupt ins Leben gerufen haben!!!!

    Auch wenn ich mich nicht direkt im Forum mit Beiträgen beteilige (dafür kenn ich mich einfach zu wenig aus, um anderen einen Rat zu geben) verfolge ich doch regelmäßig Eure Beiträge.

    Alles Gute

    Sven

  9. #9
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    Nebenwirkung von Bestrahlung?

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    am 07.07. (siehe ersten Beitrag) hatte ich schon einmal nachgefragt nach der Möglichkeit eines Rezidiv.

    Nun hat mein Freund diesbezüglich noch eine Frage:

    Seit längerem hat mein Freund leichte bis mittlere Schmerzen bzw. ein Brennen im Steiß-Bereich. Bisher waren wir der Meinung, daß durch die 38 Bestrahlungen diese weichen Knochen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

    Da jetzt, wie schon im ersten Beitrag (siehe oben) erwähnt, der PSA-Wert 15 Monate nach der Bestrahlung erstmals wieder meßbar ist (0,21) befürchtet mein Freund ein Rezidiv evtl. am Steiß.

    Wer kann hierzu etwas sagen oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Im voraus schon mal vielen Dank!

    Mit besten Grüßen

    Sven

  10. #10
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    993
    Der PSA-Verlauf kann alles bedeuten:

    1. Rezidiv
    2. PSA-Bump (Maximum meist bei etwa einem anderthalben Jahr)
    3. normale Regeneration der PSA-Produktion
    4. erhöhte PSA-Leckage durch die Normalisierung des Prostatavolumens nach DHB (Prostata schrumpft unter DHB auf unter 50%).

    5. Kombinationen davon.

    Womit man rechnen muss, hängt auch vom Befund vor den Therapien ab.

    Schön wäre es auch gewesen, man hätte zu den PSA-Werten die Testosteronwerte gehabt.
    Manche brauchen fast ein Jahr bist die Testosteron-Produktion wieder richtig läuft.
    Ohne Testosteron kein PSA (hormonunabhängigen, fortgeschrittenen Krebs mal ausgeklammert)

    18 Monate nach DHB ist ein PSA 1 ein recht guter Wert.
    18 Monate nach Bestrahlung ist PSA 0,5 auch ein sehr guter Wert.

    Wie ein Bump aussehen kann, siehst du hier.

    http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/JuergenHH.jpg

    Wenn man das mit einem verzögerten Wiederanstieg des Testosterons und damit des PSA überlagert, kann durchaus ein harmloser Anstieg des PSA die Folge sein.

    Gruss Ludwig
    Wer nichts weiss ist gezwungen zu glauben.

    PSA-Verlauf (grafisch)

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