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Thema: Diagnose: Bösartige Neubildung der Prostata

  1. #1
    Hannes Gast

    Diagnose: Bösartige Neubildung der Prostata

    Liebe Forumsmitglieder,

    nachdem mein Vater (76)monatelang wegen Prostaschmerzen behandelt wurde ,und sich mit der Zeit auch weitere Knochen- und Gliederschmerzen einstellten, kam er vor 10 Tagen ins Krankenhaus und sollte dort operiert werden. Wir gingen auch davon aus, dass diese OP (Schälen der Prostata stattgefunden hat) stattgefunden hat.

    Jedoch teilte man meiner Mutter einige Tage später mit, dass keine OP stattgefunden hat und nur Proben entnommen wurden, deren Ergebnis leider positiv waren. Fakt sei, im Krankenhaus werde keine weitere Behandlung stattfinden. Sie sollten sich einen Urologen zur Weiterbehandlung suchen. Das Krankenhaus hat meinen Vater mit ein paar Tabletten (Celebrex) und einem Schlafmittel sowie folgendem Arztbrief nach Hause geschickt.

    Diagnosen: Bösartige Neubildung der Prostata, Prostatahyperplasie, Kompensierter Niereninsuffienz, Hypertonie, ossärer Metastasierung und Miktionsstörungen.

    Histologie: schlecht diff. invasives Prostatakarzinom pT1c, G3, Gleason 8(4+4).

    Mein Vater hat aufgrund seiner Schwerhörigkeit NICHTS von dem Befund mitbekommen und meine Mutter ist vollkommen verzweifelt und hat bestimmt auch nicht alles mitbekommen was gesagt wurde.

    Ich bekam nur diesen Brief und zwei fragende Augen.

    Kann mir jemand bei der Übersetzung helfen und mir raten was ich als Nächsten tuen soll und wie ich den Beiden helfen kann.

    Ich bin für jeden Rat dankbar, da dies für mich völliges Neuland ist.

    Viele Grüße
    Hannes

  2. #2
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    Hallo Hanne,

    ich gehe davon aus, daß Du dem Arztbrief entnommen hast, Dein Vater hat Prostatakrebs und das Krankenhaus möchte keine Operation vornehmen. Wichtig ist es für Deinen Vater in die Obhut eines guten Urologen zu kommen, der möglicherweise besondere Erfahrung mit Prostatakrebs hat. Falls Du hier im Forum mitteilen möchtest, wo Dein Vater wohnt, könnten Dir Leser auf Grund Deiner Mitteilung vielleicht einen solchen niedergelassenen Urologen nennen, per Nachricht in Deine mailbox.

    Jedenfalls ist eine Hormonblockade sofort notwendig und auch ein Medikament der Klasse Bisphosphonat, wegen der Ausbreitung des Krebses in die Knochen. Die Größe der Prostata wird sich damit auch reduzieren und Harnlaßstörungen werden sich bessern. Wenn die Harnlaßstörungen gravierend sind und schnellstens behoben werden sollten, ist entweder ein Katheder oder eine operative Verkleinerung der Prostata eventuell notwendig. Sollte gegen den Bluthochdruck Deines Vaters ein alpha Blocker, nach Rücksprache mit Hausarzt/Kardiologe, hilfreich sein, wäre Terazosin/Doxazosin gut, auch gegen Miktionstörungen wegen einer Hyperplasie. Diese Medikamente können auch eine günstige Wirkung auf die Prostatakrebszellen haben.

    Die Balance zwischen Lebensqualität und möglichst großer Einwirkung auf den Prostatakrebs ist ein wichtiges Moment bei der Behandlung Deines Vaters.

    Deinem Vater alles Gute

    Günter Feick
    Geändert von Günter Feick (27.05.2006 um 11:22 Uhr)

  3. #3
    Hannes Gast

    Vielen Dank für Deine Informationen

    Hallo Günter,

    vielen Dank für Deine Informationen.

    Einen Katheder hat mein Vater schon. Am Montag geht es zum Urologen.

    Wir wohnen in 52399 Düren in NRW (zwischen Köln und Aachen), es wäre ganz toll zu erfahren, ob hier ein erfahrener Urologe niedergelassen ist, damit wir diesesmal sicher sind die richtige Wahl getroffen zu haben.

    Vorab aber nochmals tausend Dank für Deine Info, habe heute erstmals mit meinem Vater halbwegs offen gesprochen und ich denke, dies hat uns sehr geholfen.

    Viele Grüße
    Hannes

  4. #4
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    Hallo Hannes,

    habe Dir eine Nachricht in Deinen Postkasten gelegt, hier im Forum, bezüglich Urologen in Wohnortnähe.

    Gruß

    Günter Feick

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