Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 23

Thema: therapievorschlag

  1. #11
    Registriert seit
    02.05.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    70
    Lieber Reinardo, Du hast leider damit recht, dass die kurativen Therapien (RP,Bestrahlung) nicht bei allen PCa-Patienten mit einer erfolgreichen Heilung abschließen. Ungeachtet dessen sehe ich bei Betroffenen unter 60 oder gar unter 50 gegenüber den kurativen Therapieansätzen keine wirklichen Alternativen. Bei einer prognostischen Lebenserwartung von mehr als 20 Jahren kann man doch schlecht auf eindämmende Behandlungen oder gar Wait-and-See vertrauen.

    Insbesondere wenn man den klinischen Ausgangsbefund eines T2-Karzinoms hat, wäre man m.E. doch nicht gut beraten, in Ruhe abzuwarten und damit ggf. einen Kapseldurchbruch mit rapider Verschlechterung der Heilungschancen zu riskieren.

    Daher bin ich selbst der Überzeugung, dass „jüngere“ Betroffene alle Chancen einer Heilung nutzen und sich dabei nicht allzu lange Zeit lassen sollten.

    Dennoch bin mir durchaus bewusst, dass mein theoretischer medizinischer Hintergrund hinter dem Erfahrungshorizont vieler langjähriger Forumsteilnehmern zurücksteht. Ich selbst habe ja vor gerade knapp 6 Monaten, als ich meine Diagnose bekam, von den Ratschlägen der erfahrenen Forumsteilnehmer profitiert und im Lichte vieler und ausführlicher Gespräche mit lieben Ratgebern meine eigene Therapieentscheidung treffen können.

    Abschließend rege ich daher an, dass das Alter der Betroffenen in den öffentlichen Ratschlägen mehr reflektiert wird.

    In diesem Sinne liebe Grüße von Oliver

  2. #12
    Registriert seit
    22.05.2006
    Beiträge
    18
    Hallo Reinardo,
    ich verstehe nicht genau, wo Dein Punkt ist. Du unterstellst mangelnde Information. Für meine Person kann ich sagen, dass ich den KISP-ersten Rat, durchaus studiert und auch sonst alle mir zur Verfügung stehenden Informationen für meine Entscheidung herangezogen habe. Krebs ist zudem etwas, was ich nicht nur aus der Regenbogenpresse kenne. Meine Tochter hatte mit 5 Jahren Leukämie (ALL) und ist seit 17 Jahren geheilt. Meine Mutter und meine Schwiegermutter sind am Brustkrebs gestorben. Mein Bruder hat 20 Jahre mit einem seltenen, langsam wachsenden Tumor in der Nasenschleimhaut gelebt und ist letztendlich qualvoll daran gestorben. Meiner Frau wurde vergangenes Jahr ein bösartiger Colontumor diagnostiziert und eine Colektomie durchgeführt. Da entscheidet man sich nicht mal eben so aus dem Bauch heraus für eine bestimmte Therapie, weil man seinem Urologen einen Gefallen machen möchte!

    Bei der aktuellen Diskussion geht es um einen verhältnismäßig jungen Menschen mit noch nicht weit fortgeschrittener aber manifester Erkrankung . Wie sind da die Optionen? Wait and see, weil , wie Du richtig sagst, das PC ein (meistens, aber durchaus nicht immer) langsam wachsender Tumor ist? Für einen 54-jährigen Mann ist die Chance, dass der Herzkasper das Rennen gegen den Tumor gewinnt doch wohl eher gering! Nach LA fliegen? Na ja. Hormontherapie? Als ob es da keine die Lebensqualität beeinträchtigenden Nebenwirkungen geben könnte. Bestrahlung? Sollte man sich, sofern diese Therapieform nicht durch den Grad der Erkrankung indiziert ist, diese Option nicht für den Fall eines Rezidivs offenhalten? Werden nicht auch für die Brachytherapie dramatische mögliche Nebenwirkungen berichtet?
    Du bezeichnest die RP als "die risikoreichste Therapie" bei der die "Gefahr des Verlustes oder der dauernden Beeinträchtigung der Lebensqualität" völlig ausser acht gelassen wird. Entschuldigung, hier scheint es mir, als referiere ein Blinder über die Farben. Das größte Risiko bei der PR ist, dass man an einen Stümper gerät. Das kann man minimieren, in dem man bei der Wahl des Zentrums Sorgfalt walten lässt und sich gründlich informiert. Meinst Du mit "Verlust oder dauernde Beeinträchtigung der Lebensqualität", die Tatsache, dass man die Zeugungfähigkeit verliert und nicht mehr ejakulieren kann und (nicht immer auf Dauer) die Schwellkörper ihren Dienst aufgeben? Wenn man männliche Sexualität auf die Erektion reduziert, magst Du recht haben. Warum liest man nicht in all diesen Broschüren und Ratgebern, dass Libido, Sensibilität und sogar Orgasmusfähigkeit auch nach der RP vorhanden bleiben? Mit ein bischen Fantasie und Verständnis muss die Erotik und die Sexualität nicht auf der Strecke bleiben! Mir sind Fälle bekannt, in denen Männer aus einem gewissen Machismo heraus die Behandlung abgelehnt hatten und trotzdem nicht nur ihre Lebensqualität sondern auch ihr Leben einbüßten.

    Die tickende Zeitbombe, von der ich spreche, befindet sich sowohl im Kopf als auch in der Prostata. Bei dem einen tickt sie schneller, bei dem anderen langsamer, was aber nicht zu prognostizieren ist. In meinem Fall war der Tumor, mit dem ich mir nach Aussage des Urologen bei der Diagnose jede Menge Zeit lassen konnte, binnen sechs Wochen durch die Kapsel gewachsen. Und selbst, wenn die Bombe "nur" im Kopf tickt und Depressionen verursacht, ist das keine Beeinträchtigung der Lebensqualität?

    Jeder muss seine Entscheidung selbst treffen. Dafür sind Informationen wichtig, gerade auch Erfahrungen von Leuten, die sich einer bestimmten Therapie unterzogen haben. Dafür ist dieses Forum da.

    Alles Gute, Kalloc
    Geändert von kalloc (01.06.2006 um 12:27 Uhr)

  3. #13
    Reinardo Gast
    Hallo Kalloc,

    ich habe soeben wieder einmal in der BPS-Broschüre "Ich habe Prostatakrebs - Was nun" geblättert, und da stört mich vor allem, dass angefangen vom Vorwort mit Wolfgang Petter bis hin zur letzten Umschlagseite alle abgebildeten Personen lachen. Es lachen nicht nur die Enkel und die "verständnisvollen, in die Therapie mit einzubeziehenden Partnerinnen", es lachen auch die vom Prostatakrebs Betroffenen. Und so schönrednerisch ist auch der Text. Auf Seite 16 sprinten Mann und Frau durch die grünende Landschaft. Prostatakrebs? Na, wenn schon! Auf zu neuen Ufern!

    Man muss aber doch mal klar sagen dürfen, dass die Operation der Prostata eine Amputation darstellt. Und dass es sich um eine schwere, mit Risiken beladene Operation handelt, deren Ausgang ungewiss ist. Selbst die besten Operateure kommen bei ausgesuchten Patienten (günstige Prognose) nur auf eine Erfolgsquote von 70%. Der hiesige Durchschnitt liegt realistischerweise wohl bei 50%. Wer durchfällt, muss bestrahlt werden, mit neuen Risiken und ungewissem Ausgang.

    Es ist doch eine zumutbare Erwartung, dass der Arzt wie bei jeder Amputation sich auch bei der Prostata Gedanken darüber macht, ob diese nicht vermieden werden kann. Aber das geschieht bei Prostatakrebs nicht. Ergibt die Biopsie Prostatakrebs, kommt reflexartig der Therapievorschlag des Urologen "Lassen Sie sich operieren. Dann sind Sie's los".
    In anderen medizinischen Fachbereichen wird nicht so sorglos mit den Menschen umgegangen. Als ich vor Jahren wegen einer äusserst schmerzhaften Trigeminus-Neuralgie zum Zwecke einer Operation eine Klinik suchte, wurde ich in zwei UnIversitätskliniken abgewiesen mit der Begründung, die medikamentösen Möglichkeiten seien noch nicht ausgeschöpft.

    Prostatakrebs nimmt unter den Krebsarten eine Sonderstellung ein, indem er in der Regel langsam wächst und vielfältig behandelbar ist, auch medikamentös. Mit den in Deiner Familie bedauerlichen Krebsfällen ist er insofern nicht gleichzustellen. Die Angstpsychose, die beim Wort "Krebs" entsteht, ist hier in sehr vielen Fällen nicht berechtigt. Man schätzt, dass mindestens die Hälfte aller früh erkannten Prostatakrebse eine rein diploide DNA-Struktur aufweisen und mit kontrollierter Überwachung und ggfls. Androgen-Entzug behandelbar sind. Jedes Mehr ist eine Übertherapie.

    Du hast natürlich recht, dass jeder über seine Therapie selbst entscheiden sollte. Das ist ja gut so. Man sollte ihm vorher aber die Wahrheit sagen, und zwar die ganze Wahrheit.

    Gruss, Reinardo

  4. #14
    Registriert seit
    04.05.2006
    Ort
    Nürnberg
    Beiträge
    480
    Zitat Zitat von Reinardo
    Hallo Kalloc,

    ich habe soeben wieder einmal in der BPS-Broschüre "Ich habe Prostatakrebs - Was nun" geblättert, und da stört mich vor allem, dass angefangen vom Vorwort mit Wolfgang Petter bis hin zur letzten Umschlagseite alle abgebildeten Personen lachen. Es lachen nicht nur die Enkel und die "verständnisvollen, in die Therapie mit einzubeziehenden Partnerinnen", es lachen auch die vom Prostatakrebs Betroffenen. Und so schönrednerisch ist auch der Text. Auf Seite 16 sprinten Mann und Frau durch die grünende Landschaft. Prostatakrebs? Na, wenn schon! Auf zu neuen Ufern!

    Es ist doch eine zumutbare Erwartung, dass der Arzt wie bei jeder Amputation sich auch bei der Prostata Gedanken darüber macht, ob diese nicht vermieden werden kann. Aber das geschieht bei Prostatakrebs nicht. Ergibt die Biopsie Prostatakrebs, kommt reflexartig der Therapievorschlag des Urologen "Lassen Sie sich operieren. Dann sind Sie's los".

    Mit den in Deiner Familie bedauerlichen Krebsfällen ist er insofern nicht gleichzustellen. Die Angstpsychose, die beim Wort "Krebs" entsteht, ist hier in sehr vielen Fällen nicht berechtigt. Man schätzt, dass mindestens die Hälfte aller früh erkannten Prostatakrebse eine rein diploide DNA-Struktur aufweisen und mit kontrollierter Überwachung und ggfls. Androgen-Entzug behandelbar sind. Jedes Mehr ist eine Übertherapie.

    Du hast natürlich recht, dass jeder über seine Therapie selbst entscheiden sollte. Das ist ja gut so. Man sollte ihm vorher aber die Wahrheit sagen, und zwar die ganze Wahrheit.

    Gruss, Reinardo
    Hallo Reinardo,

    ich gebe dir völlig Recht und ich habe mich bei der Umstellung des BPS Forums letztes Jahr mit der neuen Startseite, auf der einen als erstes ein rel. jugendlicher Herr stahlend anlächelte, auch sehr über diese offensive Haltung gewundert. Er verschwand dann einige Zeit später einfach und kommentarlos wieder von der Startseite. Ich dachte, vielleicht hat man es inzwischen selbst erkannt und sich eines Besseren besonnen, dass es nämlich unpassend war, das Leben mit der Diagnose "Prostatakrebs" als etwas Unbeschwertes darzustellen.

    Deine realistischen Worte zum Thema sind absolut zutreffend und ich wundere mich, dass dieser berechtigte skeptische Tenor, den es vor gut drei Jahren hier des öfteren zu hören gab, mittlerweile aus dem Gedächtnis vieler Mitglieder verschwunden zu sein scheint.

    Viele Grüsse,

    Carola-Elke

  5. #15
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    506
    Hallo Carola-Elke, hallo Reinado !

    Ich schließe mich da eher Kalloc an. Bei einer noch theoretischen Lebenserwartung von fast noch 30 Jahren muß gehandelt werden. Fast alle PK´s in dem Alter sind sehr aggressiv und sollten kurativ behandelt werden.

    Die OP kann bei entsprechender Auswahl des Chirurgen eine gute Therapie sein.
    Das Risiko bei der OP liegt darin, dass die Operateure die Patienten glauben lassen, dass die OP als Monotherapie immer ausreichend ist. Sinnvoll wäre es sofort adjuvant weitere Therapien zu ergänzen.

    Hallo Kollac !
    Hier ein Zitat von Dir :

    Bestrahlung? Sollte man sich, sofern diese Therapieform nicht durch den Grad der Erkrankung indiziert ist, diese Option nicht für den Fall eines Rezidivs offenhalten? Werden nicht auch für die Brachytherapie dramatische mögliche Nebenwirkungen berichtet?

    Hast Du wirklich d i e Kenntnisse von den Bestrahlungstherapien, dass Du so allgemein über Sie urteilen kannst ?

    Bestrahlungen kann man wiederholen und ergänzen !

    Die HDR-Brachy ist die nebenwirkungsärmste kurative Therapie und ist mit der OP im Wirkungsgrad mindestens gleich zu setzen.

    Gruß
    Bernhard A.

  6. #16
    Registriert seit
    02.05.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    70
    Hallo Kalloc, Reinardo, Carola-Elke und Bernhard,

    irgendwie läuft Eure Diskussion, an der ich mich ja auch beteiligt hatte, auf einen unauflösbaren Zielkonflikt hin. Jeder verteidigt eine von ihm favorisierte Therapie und aktiviert damit prompt den Widerspruch der anderen. Das erscheint mir nicht hilfreich.

    Welche der Therapien nun die beste ist, kann wahrscheinlich niemand mit Sicherheit sagen. Ein kluger Forumsteilnehmer hat mir vor meiner Therapieentscheidung gesagt, es bleibe letztendlich eine Bauchentscheidung und so habe ich es dann auch gehalten.

    Zudem sollte uns allen längst klar sein, dass jede der Therapien mit der einen oder anderen unerwünschten Nebenwirkung verbunden bleibt. Welche dieser Nebenwirkungen man - wenn schon unvermeidbar - zu ertragen bereit ist, wird sicher für die meisten Betroffenen ein wesentlicher Teil der Therapieentscheidung gewesen sein - da lohnt doch im nachherein der ganze Streit nicht wirklich.


    In diesem Sinne versöhnende Grüße von Oliver aus Berlin
    Geändert von OliverB (02.06.2006 um 00:09 Uhr)

  7. #17
    WinfriedW Gast
    Zitat Zitat von Bernhard A.

    Ich schließe mich da eher Kalloc an. Bei einer noch theoretischen Lebenserwartung von fast noch 30 Jahren muß gehandelt werden. Fast alle PK´s in dem Alter sind sehr aggressiv und sollten kurativ behandelt werden.
    ...
    Dem würde ich mich nur bedingt anschließen wollen.

    Zitat Zitat von aerztekammer-berlin
    Autopsiestudien belegen, dass latenter Prostatakrebs bereits bei 50-jährigen Männern mit einer Häufigkeit von 50 % vorliegen kann. Der Anteil steigt mit dem Alter an und liegt bei 85-jährigen Männern bei über 75 % (Dhom 1983, Sakr et al. 1993). Ende der 80er Jahre, das heißt vor Beginn der PSA-Screening-Ära, erkrankten jedoch nur etwa 10 % aller Männer an Prostatakrebs und noch weniger starben daran. Ein Früherkennungstest, der bei mehr als 10 % aller Männer klinisch manifest werdende Prostatakarzinome detektiert, würde also auf jeden Fall Schaden anrichten: Männer, die ansonsten niemals mit einer Prostatakrebserkrankung zu tun bekommen hätten, werden zu Krebspatienten gemacht ("Überdiagnose"), unangenehmer Diagnostik ausgesetzt und eventuell einer Therapie mit Nebenwirkungen unterzogen, die bis hin zu Impotenz, Inkontinenz oder operationsbedingter Letalität reichen (Walsh 2002).
    http://www.aerztekammer-berlin.de/10...aFrueherk.html

    Das heißt doch im Umkehrschluss, wenn Mann 50 Jahre alt ist und einen gründlichen Arzt findet, dann könnte dieser ihm im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung mit bis 50%iger Wahrscheinlichkeit ein Karzinom nachweisen. Ohne diesen Arzt wäre dieses so nachgewiesene Karzinom in seinem ganzen Leben mit 80%iger Wahrscheinlichkeit nie klinisch manifest geworden und er hätte ohne jede Therapie nie etwas davon erfahren. Das Dilemma ist, dass die Urologen nicht sicher vorhersagen können, welcher Betroffene überhaupt eine Therapie benötigt. Ob die von Reinardo favorisierte DNA-Zytometrie die entsprechende Sicherheit bringt, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Völlig anders ist die Situation dann, wenn sich ein junger (50-60jähriger) Mann mit Symptomen zum Urologen begibt. Dann hat er in der Tat eine gute Chance, dass ihm ein aggressiver Tumor nachgewiesen wird.

    WW

  8. #18
    dieterdo Gast
    Hallo Berhard,
    Bestrahlungen kann man wiederholen und ergänzen !


    bist Du sicher, dass das so ist?

    Bei mir muss eine Metastase bestrahlt werden, die auf den Wirbelkanal drückt. Nach der Strahlenbehandlung letzten Jahres mit 25 Bestrahlungen, hatten die Radiologen nun hatten große Mühe, die neuen Felder so zu legen, dass sie sich nicht überlappen.

    Die Nebenwirkungen waren teilweise recht heftig!

    Alles Gute und viele Grüße
    dieter
    Geändert von dieterdo (04.06.2006 um 15:19 Uhr)

  9. #19
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    506
    Hallo dieterdo !

    Ich habe vor kurzem gelesen, daß man Bestrahlungen wiederholen kann, aber weil ich nach etwas Anderem suchte, die Quelle leider nicht gespeichert.
    Jodoch kann man im Buch von "Dr.Strum" nachlesen, daß man auf nicht erfolgreiche "Seeds"-Behandlung eine hochdosierte HDR-Brachy (Afterloading) nachbehandeln kann.

    Aber ich hätte noch einige Fragen zu Deiner PK-Historie:
    Wie ist Dein heutiger PSA-Wert ?
    Was ist eine "Honvan"-Stoßtherapie ?
    Wer hat bei Dir die Bestrahlungen vorgenommen ?
    War es wirklich noch eine EBRT-Maschine ?
    Warum wurde bei Deinem Gleason nicht sofort eine ADT hinzugefügt ?

    Gruß
    Bernhard A.
    Geändert von Bernhard A. (04.06.2006 um 15:04 Uhr)

  10. #20
    dieterdo Gast
    Hallo Bernhard A.,
    ich werden in den nächsten Tagen noch noch einen ausfühlichen Bericht über meine PKH schreiben.
    Aber kurz zu Deinen Fragen:
    Wie ist Dein heutiger PSA-Wert ?
    Nachdem ich seit Februar eine PSA-Vedopplungszeit von ~ 3 Wochen hatte, (der letzte Wert lag Anfang Mai bei 490 ng/ ml) ist er nach der neuen Therapie innerhalb von 4 Wochen auf 187,9 ng/ ml gesunken. Hier muss aber sicherlich die Einnahme von Adovart mit berücksichtigt werden.
    Aber ein Erfolg und ein Lichtblick!
    Was ist eine "Honvan"-Stoßtherapie ?
    Insgesamt 10 Infusion mit 5 Ampullen täglich.
    Wer hat bei Dir die Bestrahlungen vorgenommen?
    Die Bestrahlungen und die Spickungen wurden im Marienkrankenhaus in Siegen durchgeführt.
    War es wirklich noch eine EBRT-Maschine ?
    Sorry, hier war ich unpräzise. Im KK stehen zwei 3D Linear-Beschleuniger Electra Precise.
    Warum wurde bei Deinem Gleason nicht sofort eine ADT hinzugefügt?
    Das ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Man hat mich strahlentherapeutisch kurativ behandelt und ich wurde als geheilt entlassen. Die Freude hielt darüber hielt sich aber leider nur 3 Monate.
    Mein Verdacht ist, das der damalige Urologe die Partin-Tabelle falsch interpretiert hat.
    Und ich habe mich leider darauf verlassen....

    Viele Grüße aus Siegen
    dieter
    Geändert von dieterdo (04.06.2006 um 20:46 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •