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Thema: Große Unsicherheit

  1. #11
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    Hallo Peter,
    ich habe ein ähliches Krankheitsbild wie Du mit 53 Jahren erhalten und wurde mit Afterloading + Äußerer Bestrahlung in Offenbach behandelt.

    Wenn ich Dir mit Antworten auf Fragen von Dir helfen kann, lass es mich wissen.

    Gruß HerriS

  2. #12
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    Hallo PeterP an PeterS!
    letztes Jahr traf es mich mit demselben Cleason Score, aber dem doppelten PSA. Deinen ersten Schock hast Du hoffentlich überwunden und auch Infos gesammelt.
    Was jetzt bei Dir aber wichtig ist: Die besten Möglichkeiten exakt zu sehen, wie weit fortgeschritten die Sache ist, bietet entweder die PET-CT oder die spektrale MRT! Die Probleme dabei sind aber folgende: Die s-MRT kann nicht direkt nach der Biopsie gemacht werden (einige Wochen Wartezeit, die Du nicht tatenlos vergehen lassen wirst). Die PET-CT muß vor der Hormonblokade erfolgen, weil die HB die PET-CT-Messung verfälscht.
    Ggf. also erst in einem viertel Jahr die s-MRT machen, falls die Hormonblockade schon begonnen wurde. Nur, aber auch nur so kannst Du einen evtl. Kapseldurchbruch, Samenblasenbefall oder auch befallene Lymphknoten in der Prostataloge diagnostizieren lassen. Die Biopsie macht da mehr oder weniger Zufallstreffer.
    Dementsprechend kannst Du dann das weitere Vorgehen planen.
    Grüße
    Peter Pohlmann

  3. #13
    peter s Gast
    Danke Peter P
    für deine Ausführungen.
    Mein Schock habe ich noch immer nicht überwunden, aber durch viele
    Mitbetroffene im Forum und deren gute Ratschläge fällt es etwas leichter
    damit umzugehen, einen Mitbetroffenen werde ich am 05.07.06 in Offenbach/M. in einer Selbsthilfegruppe persönlich kennenlernen und
    und mit einem Bernhard A, tausche ich mich per E-Mail aus.
    Nochmals an alle, die gute Ratschläge geben und gegeben haben
    Vielen Dank!

    Viele Grüsse Peter S

  4. #14
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    Hallo PeterS-
    Ich habe in Sept.05 2x Afterloading in Offenbach durchgemacht und dann 25 x Perkutan vor Ort in Fulda. Kontakt jederzeit möglich.Gruss BarryS

  5. #15
    fstlev Gast
    Hallo Carola-Elke
    Du hast, meiner Meinmung nach, in fast allen Punkten recht! Aber. . "wieder lachen und Pläne machen wie jeder andere Mensch" kann ich durchaus und das lasse ich mir niemals nehmen! Natürlich bleibt die Angst! Aber sie darf nicht übermächtig werden, sie darf nicht das Leben in jeder Sekunde bestimmen! Weiß man, ob ich nicht andere gesunde Zeitgenossen, oder vermeintliche Gesunde, überlebe!? Ich war gerade 56 als man mir im letzten Herbst die Diagnose gestellt hat. Nach OP, Radiatio und HT, sehe ich keinen Grund aufzugeben. Natürlich ist ein Rezidiv möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Aber die Zeit arbeitet für uns! Ich bin voller Hoffnung, dass sich die Lebenserwartung auch für mich und meine Leidensgenossen jeden Tag erhöht. Dank unserer Ärzte, unserer Forschung und all den Menschen, die nicht die Flinte ins Korn werfen! Wir wollen doch sehen, wie die Deutsche Elf sich 2010 in Südafrika schlägt! Aber sicher!

  6. #16
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    Hallo Peter S,
    wenn Du die Partin-Tabellen studierst und mit Deinem PSA und Gleason hineingehst, dann findest Du die Wahrscheinlichkeiten für Organbegrenztheit, Lymphknotenbefall etc. Dann findest Du vielleicht eine Wahrscheinlichkeit von z.B. 10% und denkst, das Du da wohl nicht drunter bist. Wenn Du aber letztendlich doch der eine unter 10 bist, kann eine falsch angesetzte Therapie fatale Folgen haben!
    bei der Operation wird man die Lymphknoten anschauen und verdächtige gleich mit entfernen. Du erhälst dann noch ergänzende Therapie(n). Ob die OP dann die richtige Wahl war, wirst Du irgendwann, vielleicht erst Jahre später merken.
    Wählst Du die Bestrahlung, und man "vergisst" einen oder mehrere maligne Lypmphknoten, weil man die einfach noch nicht festgestellt hatte, entsteht eine sehr dumme Situation, weil man dann nicht weiß, warum das PSA nicht runtergeht. Wegen der langen Ansprechdauer nach Bestrahlung vergehen dann aber einige Wochen der Unsicherheit.
    Das alles kannst Du vermeiden, wenn Du vorher eine PET-CT oder (bei schon begonnener Hormonblockade) eine S-MRT machen lässt.
    Es bringt möglicherweise eine leider sehr brutale Wahrheit an den Tag und kostet obendrein eine Stange Geld, aber es ermöglicht eine Therapie ohne böse Überaschungen.
    Eine neoadjuvante HB (aber dann richtige ADT3) sollte für eine optimale Wirkung mindestens! 6 Monate gehen, besser noch länger (es existieren hierzu sehr aufschlußreiche Studien). Dann siehst Du auch gleichzeitig, Du einen guten PSA-Nadir unter 0,1 erreichst (und auch hältst!). Das ist dann schon ein gutes Zeichen. Aber sei Dir nicht zu Sicher, das es auch so kommt. Ich "hänge" im Moment bei 0,7 und komme wohl ohne zusätzliche Chemo nicht klar.
    Es bleibt Dir aber dann auf jeden Fall genügend Zeit, Deine nachfolgende Therapie zu überdenken oder anhand weiterer biologischer Tests zu planen.
    Hast Du Dich schon einmal mit den Aufsätzen von Dr. Leibowitz auseinandergesetzt? Wenn nicht, empfehle ich es Dir.
    Gruß PeterP

  7. #17
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    Hallo PeterP,

    möchte Dich fragen, welchen Informationsgewinn Peter S durch die von Dir erwähnte eMRT mit Spektroskopie erzielen könnte?

    Günter Feick

  8. #18
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    Hallo Günter,
    Peter S tappt im Moment völlig im Dunkeln, wie die Sache bei ihm tatsächlich aussieht. Er weiß im Moment nur, daß er einen mit Gleason 4+3 bereits sehr fortgeschrittenen und agressiven Untermieter hat, auch wenn das PSA noch nicht sehr hoch ist. Aber selbst das sollte zu Misstrauen veranlassen. In einer Stanze befinden sich 17 mm befallenes Gewebe, also auch schon eine ganz schöne Ausbreitung. Man redet doch von einem kastaniengroßen Organ?
    Wie soll er aber damit eine sinnvolle Therapieentscheidung treffen?
    Anhand der Spektralen Bildgebung der S-MRT lassen sich Umrisse und Ausbreitung des Karzinoms in der Prostata sehr gut erkennen. Auch ein Befall der Samenblasen oder LK-Befall in der Prostataumgebung wird sichtbar.
    Wenn sich alles noch innerhalb der Prostata abspielt, kann er sogar über eine OP unter kurativer Absicht nachdenken.
    Andernfalls liefert das Bild sehr gute Aussagen für den zu erwartenden Bestrahlungsunmfang und evtl. zu bestrahlende LK.
    Falls er sich für eine Bestrahlung entscheidet, wird man ohnehin vorher eine PET-CT oder S-MRT für den Bestrahlungsplan machen. Aber dann sind die Würfel ja schon gefallen.
    Grüße
    PeterP

  9. #19
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    Hallo PeterP,

    der Nachweis befallener Lymphknoten mit eMRT und Spektroskopie ist nach meinem Verständnis nicht möglich. Könntest Du bitte mitteilen, in welcher Radiologie Dir dieses Diagnoseergebnis in Aussicht gestellt wurde?

    Günter Feick

  10. #20
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    endorektale S-MRT

    Hallo Günter,
    In diversen Publikationen hatte ich das schon gelesen und auch im Buch von Dr. Strum, Ratgeber zum Prostakrebs, wird auf Seite 57 über die spektrale MRT geschrieben: "...... neue radiologische Methode, um Bilder der Prostata, der Prostatakapsel und der Lymphknoten um die Prostata zu erhalten". Im Buch wird auf das Goethe-Uni in Frankfurt-Main hingewiesen. Es gibt aber mittlerweile schon mehr Institute. Von München weiß ich es auch.
    Für eine erste Untersuchung reicht der Bereich in der unmittelbaren Umgebung der Prostata im allg. aus, weil die normale Ausbreitung über die regionären LK in weiter entfernte Bereiche geht. Das muß aber nicht immer so sein, wir haben gerade aktuell im Forum einen Fall, wo es direkt in die Lunge ging.
    Das ist aber höchst selten.
    Sollte aber ein lokaler LK-Befall festgestellt werden, kann dann immer noch im Rahmen einer PET-CT der ganze Körper abgesucht werden.
    Es ist aber gerade in der ersten Zeit nach der (bestätigten!) PSA-Messung ein verflixtes Problem:
    Du wirst zur Biopsie gedrängt, aber nach dieser musst Du ca. 2 Monate warten, bis eine S-MRT wegen der Verletzung möglich ist. Das ist je nach Höhe des PSA-Wertes schon eine geraume Zeit, den meisten fehlen dazu die Nerven!
    Also gilt es in dieser Situation unbedingt einen kühlen Kopf bewahren und vor der Biopsie auf die S-MRT drängen. Auch wenn man wegen der Terminsituation eine Zeit lang darauf warten und selber bezahlen muss.
    Möglicherweise erübrigt sich danach sogar die Biopsie! Die dabei stattfindende Ausschwemmung von Krebszellen ist kein unumstrittenes Thema.
    Wer dann eine Hormonblockade als erste Maßnahme anstrebt, ggf. auch nur um Zeit zu gewinnen, muss beachten, dass dann keine PET-CT mehr möglich ist.

    Viele Grüße
    PeterP

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