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Thema: Universitätsklinikum Mannheim "Kampf gegen den Krebs"

  1. #41
    Helmut.2 Gast

    Ergänzung zum Besuch DKFZ - HIT

    Hallo, Lieber Hutschi,
    Hallo, Forumsfreunde, auch wenn hier eine gewisse Voreingenommenheit, auch Verbitterung und Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Bestrahlungen eines Tumors zum Ausdruck kamen, möchte ich doch der Vollständigkeit halber meine Erläuterungen zur Behandlung mit Schwerionen fortsetzen. Prof. Schlegel meinte denn auch, daß es oft eine Gratwanderung zwischen Nebenwirkungen und erneutem Tumorwachstum - Rezidiv - sei. Können...
    Einen lobenswerten Bericht, gestehe ich ohne Neit!

    Aber, eine solche Art Behandlung wird wohl nur möglich sein wenn der Tumor -gleich welcher Gattung- noch verkapselt ist und dann ist es nicht sicher ob sich widererwartend ein Rezidiv meldet wie oben angedeutet!

    Wünsche einen schönen Sonntag
    Helmut

  2. #42
    Harro Gast
    Kein Rezidiv nach Schwerionen

    Hallo, Helmut, danke, dass Dir mein Bericht gefallen hat. Professor Schlegel machte bei seinem Vortrag allerdings den Eindruck, dass er sich nach einer Schwerionenbehandlung eigentlich gar kein Rezidiv mehr vorzustellen vermag.
    Ich habe noch etliche Blätter mit stenografischen Notizen die Stammzellenforschung betreffend eben dem Papierkorb übergeben. Die Materie ist sehr kompliziert. Da tauchen so Wörter auf wie Tropismus - Progenitorzellen - hämopoietische Stammzellen - Hemiparese - Hemihypästhesie - Oligodendrogliom - Oligoastrozyten - Glioblastom - Anaplastisches Astrozytom - Fibrilläres Astrozytom und auch noch Totipotente Stammzellen. In einem anderen Vortrag meinte dann ein Onkologe auch, daß man für die mittlerweile bekannten 300 verschiedenen Tumore wohl letztlich doch nicht darum herumkommt, auch 300 Medikamente dafür zu entwickeln. Tolle Aussichten sind das. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Einen schönen Satz habe ich mir besonders bei einem Vortrag gemerkt, nämlich:
    "Es kommt nicht darauf an, dem Leben Tage zu geben, sondern den Tagen Leben.!

    "Wer zufrieden ist, kann nie zugrundegerichtet werden"
    (Laotse)

    Gruß Hutschi

  3. #43
    Registriert seit
    04.05.2006
    Beiträge
    1.485
    Zitat Zitat von Hutschi Beitrag anzeigen

    ...In einem anderen Vortrag meinte dann ein Onkologe auch, daß man für die mittlerweile bekannten 300 verschiedenen Tumore wohl letztlich doch nicht darum herumkommt, auch 300 Medikamente dafür zu entwickeln...
    Lieber Harald,

    es ist in der Tat der Trend, für jeden Tumor den passenden "monoklonalen Antikörper" zu finden, der exakt diesen (und nur diesen!) Tumor heilen kann. Die Onkologen nennen die Dinger "MAb's" von "monoclonal anti-bodies" sie gehören zur Gruppe der sog. Biologika, also mittels bilogischer Verfahren hergestellter Medikamente.

    Das Problem ist, dass diese MAb's nicht nur gefunden werden müssen (das ist schon schwer genug), sondern dass sie in geeigneten Verfahren produzierbar gemacht werden müssen. Die Produktion der MAb's findet i.d.R. in Zellkulturen statt, also durch einen natürlichen biologischen Vorgang. Die Ausreifung solcher Verfahren dauert Jahre, zumal man versucht, die klassischen Trägermaterialien wie Hühnereier oder säugetierbasierte Träger (oft vom Kalb stammend) zu ersetzen. Das ist angesichts von Vogelgrippe und Rinderwahnsinn nicht nur angebracht, sondern wird von den Zulassungsbehörden zunehmend gefordert.

    Die MAb's sind eine große Hoffnung für alle Krebskranken. Hoffen wir also, dass möglichst bald möglichst viele MAb's einsatzreif sind!

    Viele Grüße

    Schorschel

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