Seite 2 von 28 ErsteErste 123412 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 280

Thema: Rezidiv ??

  1. #11
    Registriert seit
    08.06.2006
    Beiträge
    709
    Guten Morgen allerseits

    Ich danke Euch für Eure Rückmeldungen und die aufmunternden Worte, hatte ´ne ziemlich unruhige Nacht.

    Hatte gestern noch ein Telefonat mit einer Laborärztin, auch sie ist der Meinung, dass hier eine Fehlmessung im normalen Schwankungsbereich wahrscheinlich ist.

    Wie gesagt, mein Urologe hatte gleich eine Referenzprobe veranlaßt, nun heißt es warten bis nächste Woche.

    ....und nochmal "dankeschön" für die netten Worte, hat mir sehr geholfen !

    Ein schönes Wochenende für Euch

    Spertel

  2. #12
    Reinardo Gast
    Hallo Spertel. Wenn ich mich richtig erinnere, hattest Du bei der Erstdiagnose einen Gleason-Wert von 2+3. Eine DNA-Analyse des Biopsiepraeparats (die Du als Kassenleistung noch nachtraeglich machen lassen koenntest) haette wahrscheinlich einen peridiploiden Befund, d.h. eine noch fast normale Chromosomenstruktur bestaetigt. Da Du in den vergangenen Jahren auch keine Therapie gemacht hast, die eine Erhoehung der Malignitaet bewirkt haben koennte (Hormontherapie, Bestrahlung), wuerden evtl. noch vorhandene Krebsreste wahrscheinlich von gleicher Struktur sein. Selbst wenn es sich also um keinen Messfehler handelte, brauchst Du Dich m.E. nicht sonderlich zu sorgen. Unbehandelt vollzieht die Entdifferenzierung des Prostatakrebses sich nicht in Spruengen und Schueben, sondern ist ein Prozess in Jahren. Und mit der Zeit kommt Rat.
    Gruss, Reinardo

  3. #13
    Hans-Joachim Gast
    Zitat Zitat von Reinardo Beitrag anzeigen
    Unbehandelt vollzieht die Entdifferenzierung des Prostatakrebses sich nicht in Spruengen und Schueben, sondern ist ein Prozess in Jahren. Und mit der Zeit kommt Rat.
    Gruss, Reinardo
    Ist das wirklich wahr?

    Kann ein PK-Neuling das wirklich glauben und sich darauf verlassen?

    Was ist, wenn er glaubt, und es ist nicht so?

    Sollten wir mit der Verbreitung von Glaubenssätzen nicht etwas vorsichtiger sein?

  4. #14
    Registriert seit
    25.07.2007
    Ort
    Ba-Wü, 73635 Rudersberg
    Beiträge
    599
    Aber hallo Reinardo,

    eigentlich haben wir doch von den Zytopathologen gelernt, dass hier die Ploidie eine Rolle spielt! Hans-Joachim fragt zu Recht skeptisch nach.
    Deine Aussage gilt vielleicht für diploide Tumoren, aber nicht für aneuploide, wenn man den Statistiken glauben darf.

    Grüße
    Hartmut

  5. #15
    Registriert seit
    03.05.2006
    Ort
    Nürnberg
    Beiträge
    480
    Zitat Zitat von Reinardo Beitrag anzeigen
    Hallo Spertel. Wenn ich mich richtig erinnere, hattest Du bei der Erstdiagnose einen Gleason-Wert von 2+3.
    ...
    Gruss, Reinardo
    Hallo lieber Reinardo,

    nicht korrekt ist Deine Zusammenfassung des Gleasons, der nach Resektion mit
    In Zusammenschau mit der telefonisch mitgeteilten Schnellschnittdiagnose Tumorstadium

    pT 2c, pN0 (0/8), pM0,R0: Gleason-Score 7 (3+4)
    angegeben ist.
    Einen Gleason von 2 soll es lt. Urologe fs und namhaften Pathologen eigentlich nicht geben, wie schon oft zu diesem Thema geschrieben wurde.
    Eine Zweitbegutachtung vor der RPE hätte diesen 2-er Gleason auch schon nach oben korrigiert.

    Die verständliche Aufregung ist wahrscheinlich auf einen Messfehler zurückzuführen.
    Ich habe dieses Drama auch schon miterlebt, plötzlich hiess es, der PSA sei 0,15ng/ml, von jahrelangem Stand < 0,01. Die Kontrolle ergab 4 Wochen später das bekannte und beruhigende Niveau wie in der Vergangenheit.

    So etwas sollte nicht vorkommen, dass man den Patienten derartig in Unruhe versetzt, ohne zuvor intern eine Kontrollmessung zum Abgleich zu veranlassen.

    Grüsse,

    Carola-Elke

  6. #16
    Helmut.2 Gast

    Rezidiv ??

    Hallo, Liebe Carola-Elke,
    Die verständliche Aufregung ist wahrscheinlich auf einen Messfehler zurückzuführen.
    Ich habe dieses Drama auch schon miterlebt, plötzlich hiess es, der PSA sei 0,15ng/ml, von jahrelangem Stand < 0,01. Die Kontrolle ergab 4 Wochen später das bekannte und beruhigende Niveau wie in der Vergangenheit
    Ich bin ganz sicher, daß die Laborantinnen und Laboranten garnicht wissen oder auch nicht war nehmen wollen, daß es hier um einen Patienten handelt der RP worden ist und da steht im Laborblatt Normalbereich: < 4,00 ng/ml und wenn der Wert darüber liegt kommt ein +, machen die sich im Labor überhaupt keine Gedanken darüber, so einfach ist das!

    Ich meine halt, daß hier im Laborblatt in dieser Rubrik -> Analyse PSA; Bezeichnung PSA (Roche) z.B. RP; Ergebniswert 1,30 (in meinem Fall); Einheiten ng/ml; Normbereich < 0,003 und nicht < 4,00! gehört und das müßte eigentlich vom zuständigen Arzt bemängelt werden!

    Lieben Gruß, Helmut
    Geändert von Helmut.2 (12.03.2008 um 22:16 Uhr) Grund: Korrektur

  7. #17
    Registriert seit
    08.06.2006
    Beiträge
    709
    Guten Morgen allerseits

    Habe gerade die Mitteilung meines Urologen erhalten, dass sich der Wert der letzten Woche bestätigt hat.

    Er liegt immer noch bei 0,06 ng/ml; damit scheint aus meiner Sicht ein Messfehler ausgeschlossen.

    Wir haben nun vereinbart, in vier Wochen erneut eine Messung vorzunehmen.

    Mir ist zwar nunmehr auch bekannt, dass es innerhalb der Systeme Schwankungen geben kann, aber hierfür habe ich keine Erklärung.

    Die unruhigen Nächte werden weitergehen.......

    Schönes Wochenende

    Spertel

  8. #18
    Registriert seit
    04.05.2006
    Beiträge
    1.485
    Zitat Zitat von spertel Beitrag anzeigen

    ...Habe gerade die Mitteilung meines Urologen erhalten, dass sich der Wert der letzten Woche bestätigt hat.

    Er liegt immer noch bei 0,06 ng/ml; damit scheint aus meiner Sicht ein Messfehler ausgeschlossen.
    Shit..., aber warte erst mal den Monat ab!

    Kopf hoch, lieber Spertel. Unkraut vergeht nicht so schnell....

    Viele Grüße nach Berlin

    Schorschel

  9. #19
    Registriert seit
    01.05.2006
    Ort
    Sachsen
    Beiträge
    993
    In der nachfolgenden Studie mit 906 Männern hatten nach Operation ein Rezidiv bei folgendem Nadir:

    PSA kleiner 0,01-------4%
    PSA 0,01-------------12%
    PSA 0,02-------------16%
    PSA 0,04 und grösser -89%

    Da bekommt man ein Gefühl, wo Nadire nach OP liegen sollten.

    -------------

    Shen S, Lepor H, Yaffee R, et al: Ultrasensitive serum prostate specific antigen nadir accurately predicts the risk of early relapse after radical
    prostatectomy.
    Urol 173:777-80, 2005. PMID 15711268

    PURPOSE: Ultrasensitive prostate specific antigen (PSA) assays allow a lower
    limit of detection (less than 0.01 ng/ml) than standard PSA assays. In this
    study we examined the ability of ultrasensitive PSA nadir to predict relapse
    after radical prostatectomy (RP). MATERIALS AND METHODS: A total of 906 men
    treated with RP were followed with PSA measurements at 3, 6 and 12 months,
    and yearly thereafter. Of the 906 men 545 (60%) with a PSA nadir of less
    than 0.01 ng/ml or at least 3 followup ultrasensitive PSA measurements
    underwent analysis and stratification by PSA nadir. Biochemical relapse was
    defined as 2 consecutive increasing post-nadir PSA measurements of 0.1 ng/ml
    or greater. The ability of ultrasensitive PSA nadir to predict relapse was
    assessed by univariate and multivariate analysis. RESULTS: At a mean
    followup of 3.1 years 54 of 545 men (9.9%) experienced biochemical relapse
    with a mean time to relapse of 25.2 months. Relapse rates in men with a PSA
    nadir of less than 0.01 (423), 0.01 (75), 0.02 (19) and 0.04 or greater
    ng/ml (28) were 4%, 12%, 16% and 89%, respectively. Men with a nadir of less
    than 0.01 ng/ml had a significantly lower relapse rate than men with a nadir
    of 0.01 (p <0.01), 0.02 (p <0.025) or 0.04 or greater ng/ml (p <0.01).
    Multivariate logistic regression analysis showed that a nadir of 0.01 (p
    <0.05), 0.02 (p <0.05) and 0.04 or greater ng/ml (p <0.01) independently
    predicted an increased risk of biochemical relapse compared to a nadir of
    less than 0.01 ng/ml. CONCLUSIONS: Ultrasensitive PSA nadir accurately
    predicts the risk of early biochemical relapse following RP. Men who achieve
    a nadir of less than 0.01 ng/ml have a low likelihood of early relapse.
    Higher nadir points may identify candidates for early adjuvant or salvage
    therapies.

    Gruss Ludwig
    Wer nichts weiss ist gezwungen zu glauben.

    PSA-Verlauf (grafisch)

  10. #20
    Registriert seit
    01.05.2006
    Beiträge
    63
    Zitat Zitat von spertel Beitrag anzeigen
    Mir ist zwar nunmehr auch bekannt, dass es innerhalb der Systeme Schwankungen geben kann, aber hierfür habe ich keine Erklärung.
    Hallo Spertel,
    aus eigener Erfahrung weiß ich, daß sich ein wenig (bei mir reichlich viel) Restprostatagewebe entzünden kann und der PSA sich dann vervielfacht!
    Gruß Winni

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •