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Thema: 12 Monate ohne Prostata

  1. #21
    camillo Gast
    Hallo Paul Georg,
    da hast Du Dir ja bis Dato eine Menge von Weh-Wehchen eingefangen, die bestimmt nicht ohne sind!

    Ich gehe davon aus, daß Du Dir über jede einzelne Erkrankung nach Bekanntwerden entsprechende Informationen beschafft hast und dann eine. für Dich optimale Tehrapie gewählt hast. In wie weit Erfolge oder Misserfolge auftraten, weist Du selbst.
    Jetzt ist nun ein neuer Fall aufgetreten. Lt. der Hacketalschen Klassifizierung ein "Raubtierkrebs", also kein Haustierchen. Weite also Deine bisher aufgebrachten Energien zur Bekämpfung der Erkrankungen nun auch noch auf die neue Erkrankung aus. Denke daran, "Stillstand ist Rückgang".

    Es gibt leider noch keinen Therapieschrank, bei dem man bei Eingabe der Erkrankung die entsprechende Schublade öffnen kann, um das Richtige zu erhalten. Seitens Deines Arztes ist Dir bereits die DHB vorgeschlagen worden. Von hier aus würde auch ich Dir diesen Voschlag unterbreiten, jedoch "ohne Bestrahlung"! Bedenke bitte. daß Du Dir dadurch die letzte Option der Tektomie verbaust.

    Ich gehe fest davon aus, daß Du die richtige Entscheidung triffst und wir uns noch lange im Forum über das "Für und Wider" von Medikamenten und Behandlungen unterhalten.
    Gruß Jürgen W.

  2. #22
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    Hallo camillo !
    Hier ein Zitat von Dir:
    Seitens Deines Arztes ist Dir bereits die DHB vorgeschlagen worden. Von hier aus würde auch ich Dir diesen Voschlag unterbreiten, jedoch "ohne Bestrahlung"! Bedenke bitte. daß Du Dir dadurch die letzte Option der Tektomie verbaust.

    Was willst Du denn noch mit der Tektomie, wenn der PK in einem halben Jahr wohl sicher metastisiert hat ?

    Handeln muß Er heute.

    Die Bestrahlung bei Hochrisiko-Patienten besteht immer aus zwei Teilen:
    -Äußere Bestrahlung
    -HDR-Brachy (Afterloading) >>> kann mann durch OP ersetzen. Das Risiko der Nebenwirkungen ist jedoch bei der OP höher.

    Eine Nervschonende OP ist auch nach DHB kaum noch möglich.

    Gruß
    Bernhard A.


  3. #23
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    Ich hätte gern einmal gewußt in welcher Klinik Günther war?
    Klingt ja sehr gut mir erhaltener Potenz/Kontinenz.
    Zu dem Thema keine Therapie. Sehr mutig der Mensch. Also ich will nicht wegen der erhaltung der Potenz früher sterben.
    Irgendwann ist das mit dem GV eh vorbei und deswegen soll ich früher in die Kiste? Nein Danke
    Gruß

  4. #24
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    Hallo Mistral1, dies war auch meine Meinung und damit stand ich nicht alleine da. Ich hatte die OP in Absprache mit meiner Frau durchführen lassen und eigentlich war sie auch der treibende Teil dazu. "Du bist wohl nicht gescheid, nur wegen dem b......? - das Risiko tragen wir gemeinsam"!

    Die OP wurde im "Franziskus Hospital" in Bielefeld, am 14.07.2005 durchgeführt.

    Ich habe am heutigen Morgen meinen 3monatigen TÜV dort und werde den Doc fragen, ob er damit einverstanden ist, wenn ich seinen Namen hier im Forum einsetze.

    Ich kann mich nur positiv zur totalen OP äußern, da ich keinerlei Einbuße der Lebensqualität hinnehmem mußte. Vermutlich lag es aber auch an den zwei wichtigen Faktoren, daß ich einem guten Arzt mit seiner OP-Methode unter die Finger kam und dies rechtzeitig!

    Schönen Wochenanfang

    Gruß Gunter

  5. #25
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    Hallo Gunter,

    ich gratuliere dir zu deiner Erfolgsgeschichte in Sachen RPE, die nicht bei jedem Mann so problemlos verläuft.
    Leider kann ich weder in deinem Profil noch in einem deiner Beiträge Angaben zur Histologie finden - Gleason etc. + klinisches Stadium.
    Es wäre sehr nett und könnte das Gesamtbild besser abrunden, würdest du diese Daten bei Gelegenheit nachreichen.

    Alles Gute und viele Grüsse,

    Carola-Elke

  6. #26
    Paul-Georg Gast
    Hallo,
    ich wende mich abermals ans Forum.
    Wer kann mir raten?
    Meine Historie ist im Profil ersichtlich.
    Mein Urologe möchte nun, daß ich mir die Lymphknoten entfernen lasse, durch Lap.
    Prostata bleibt wo sie ist!
    Zweitmeinung bei Prof. Becht Nordwest KH eingeholt:
    Aufgrund der internistischen Vorerkrankung ist von einer radikalen Prostatektomie abzuraten, deshalb wäre eine Bestrahlung unter Antrogenblockade für den Pat. indiziert.
    Eine diagnostische lap. Lymphadenektomie ohne Bereitschaft zur radikalen Prosttektomie wäre nur für eine palliative Indikationsstellung im Rahmen einer lokalen minimalinvasiven Therapie (Kryotherapie usw. ) sinnvoll.

    Prof.Dr. Jaeger Onkologin ebenfalls Nordwest rät dringendst von einer Lymphadektomie ab:" ist der Stand von gestern".
    Mein Urologe bleibt bei seiner Meinung und hat für nächste WOche einen Termin für mich in Heilbronn gemacht.

    Nochmals Telf. Rückstrache mit Prof.Dr. Jaeger:lassen sie die Lymphknoten wo sie sind,es bringt für sie außer Diagostik nichts.
    Machen sie einen Termin beim Strahlentherapeuten, der wird ein MRT fahren und dann die Bestrahlung anfangen.

    Wer kann mir aus Erfahrung raten ?

    Bitte keine gutgemeinten Hinweise wie z.B. ich solle nach Nymwegen (NL) fahren, oder zu anderen Kapazitäten nach Berlin oder ins Ausland.
    Danke
    Paul-Georg

  7. #27
    HansiB Gast
    Hallo Gunter,

    Gratulation zu Deiner gutgelungenen OP. Was ich nicht verstehe, ist Deine PSA-Entwicklung:09.12.04 PSA 5,87, 27.06.05 vor der Biopsie 4,4 - wieso sprichst Du von einer Erhöhung?
    Wie war Dein GS am Anfang oder wurde der gar nicht ermittelt? Wie war die pathologische Beurteilung des OP-Materials oder hast Du keinen schriftlichen Befund?

  8. #28
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    Hallo Hans,

    nein habe ich nicht. Ich bekam den Befund per Telefon und ich wollte ganz einfach die Sache schnell vom Halse haben. Da ich eine Krebserkrankung und die Folgen in nächster Nähe erleben mußte, bei meiner Frau, war zur großen Panik keine Zeit.

    Mit meiner Frau und dem Arzt alles durchgesprochen, ging es nach einigen Tagen zur Sache! Ich wollte einfach dem Ding in mir keine Zeitvorgabe oder Chance geben. Es war da und mußte weg. Radikal.

    Hätte ich länger gezögert - wer weiß was aus mir oder dem Karzinom geworden wäre? Freunde wären wir bestimmt nicht geworden!

    Ich fühle mich bei dem behandelnden Urologen in sehr guten Händen.

    Gruß Gunter

  9. #29
    fstlev Gast

    Jeder "Jeck" ist anders, sagt der Kölsche!

    Hallo Gunter,
    Ich sehe das ähnlich. Wer mit GS 9 und PSA 24,7 im Alter von 56 (das sind meine Werte) noch daran glaubt mit 90 unter der Straßenbahn zu enden, der hat schon einen gesegneten Optimismus. Oder macht der nur einen auf "Vogel Strauß"?
    Ich konnte nicht mit dem Tumor leben, ich mußte handeln. Ob es letztendlich richtig war? Wer weiß? Ich hoffe es natürlich sehr. Sexualität ist natürlich eine wichtiges Thema, aber nicht das Wichtigste. Und was Paul-Georg sagt, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Aber die Menschen sind nun mal, gottseidank, unterschiedlich in Psyche und Physis und jeder entscheidet für sich selbst. Was bei dem einen richtig ist, muß nicht unbedingt auch bei anderen stimmen.
    Wünschen wir uns doch alle, dass zumindest die Therapien der Zukunft so effektiv und arm an Nebenwirkungen sind, so dass in jedem Stadium eine Heilung oder ein Stillstand der Krankheit möglich sein wird. Solche Therapien sind in der pipeline, ich hoffe wir kommen noch in den Genuss!
    Alles Gute für UNS!!

  10. #30
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    Hallo fstev soisses!

    Man soll seine Augen nicht verschließen! Nachdem ich das letzte Magazin des BPS gelesen habe, ist mir das Bild des Storches im Gedächtnis gebieben, der den sich wehrenden Frosch im Maul hat.

    WIE WAHR!

    Für einige Betroffene wäre ein Vogel angebrachter, der seinen Kopf in den Sand steckt.

    Man muß sich der Krankheit stellen und akzeptieren.

    Fatalismus ist nicht angebracht, übertriebener Optimismus aber auch nicht. Wenn eine Umstellung der bisherigen Lebensgewohnheiten, der Weisheit letzter Schluß sein soll, bewegt man sich in einer Traumwelt. Das kann es nicht sein. Mann hat Prostatakrebs und damit muß er sich abfinden.

    Was er dagegen unternimmt, hängt von seiner Einstellung zu seinem Körper, seiner Verantwortung gegenüber seiner Familie und Einschätzung einer reellen Chance zur Bewältigung seines Problems.

    Dazu gehört eine Portion Selbstvertrauen und Mut - egal wie seine Entscheidung ausfällt. Beschwörungsformeln helfen hier nicht - Alternativmethoden zur radikalen Entfernung verzögern m.E. nur das Leiden und bergen nur das gefähliche Risiko einer Streuwirkung unseres gemeinsamen Feindes in unserem Körper.

    Gruß Gunter

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