Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 60

Thema: Quellen der Gelassenheit - Echo auf eine rhetorische Frage

  1. #31
    Pinguin Gast
    Original in deutscher Übersetzung

    Hallo Georg, auch ich hatte diese Fassung im Jahre 2008 irgendwo hier einfließen lassen. Sie gefällt mir irgendwie besser.

  2. #32
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323

    Noch ein Wegweiser zu den Quellen der Gelassenheit

    Wegweiser zu den Quellen der Gelassenheit

    Hallo Quellensucher,
    ein liebenswerter Wegweiser zu den Quellen der Gelassenheit ist

    Der Papalagi - Die Reden des Südsee-Häuptlings Tuiavii aus Tiavea
    Tanner + Stählin Verlag, ISBN 3-85931-015-1.

    Empfehle ihn, denn „Mit seinen Augen erfahren wir uns selbst; von einem Standpunkt aus, den wir selber nie mehr einnehmen können.“ Das amüsante Büchlein hatte einen Ehrenplatz auf der Literaturliste für Studienteilnehmer an meinen Seminarveranstaltungen und ist bis heute hochaktuell geblieben.

    Viel Spaß und reichlich Gewinn beim Lesen wünscht

    GeorgS

  3. #33
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323

    „Fürchtet euch nicht,“

    sagte ein Engel zu die Hirten in jener Nacht vor 2000 Jahren.

    Eine andere Engel-Geschichte half mir die „PSA-Botschaften“ zu verkraften und die Ergebnisse der 20-jährigen Studie von Prof. Stamey anzunehmen.*)

    Ein Weiser aus dem Morgenland begegnete auf seinem Reiseweg einem Todesengel. Auf die Frage, wohin er gehe, sagte dieser: „Ich gehe in Deine Heimatstadt Damaskus, um 500 Menschen zu töten.“

    Auf dem Rückweg traf er den Todesengel erneut und sagte vorwurfsvoll: „Du hast mich belogen. Du hast nicht 500, sondern 5.000 Menschen getötet.“

    Der Todesengel erwiderte: „Du weißt doch, Engel können nicht lügen, auch Todesengel nicht. Ich habe 500 getötet, der Rest ist vor Angst gestorben!“

    Friedvolle Weihnachten in einer unruhigen Zeit wünscht uns allen

    GeorgS

    *) http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...0&postcount=37

  4. #34
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Von guten Mächten

    Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr.

    Noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns böser Tage schwere Last,
    ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
    das Heil, für das Du uns bereitet hast.

    Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
    die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
    führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
    Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so laß uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

    Dietrich Bonhoeffer
    Bei www.myProstate.eu ist meine Geschichte hier einsehbar.

  5. #35
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Passend zum heutigen Karsamstag eine Geschichte:

    http://www.fastenbrevier.de/2011/index.php?m=4&t=23


    verbunden mit den besten Wünschen für die sonnigen Osterfeiertage

    GeorgS
    Bei www.myProstate.eu ist meine Geschichte hier einsehbar.

  6. #36
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323

    Vermisst wird ...

    Vermisst wird Herr B. aus A., 76 Jahre alt. Dann folgten Angaben zur Kleidung und der Hinweis, Herr B. sei nicht in der Lage sich zu orientieren.
    Schon wieder hat ein Mensch, die Verantwortung für sich an andere abgeben müssen - huschte mir durch den Kopf.
    Radiodurchsagen dieser Art häufen sich. Wie viele sind es denn? Bin der Frage nachgegangen. In Deutschland leiden aktuell mehr als 1,2 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung und es kommen jährlich etwa 250.000 neue Demenzerkrankungen hinzu, davon etwa 120.000 vom Alzheimertyp.

    Im Beitrag #14 hatte ich geschrieben:
    „Die Krebserkrankung - ein Teil meines Lebens? OK, das kann ich nachvollziehen.
    Meinen Krebs lieben? Da sträuben sich mir die Haare.“

    Im Kontext der o.a. Zahlen verändert sich diese meine Einstellung.
    Habe ich meinen Untermieter bisher bereits “als Weggefährten auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“ wahrgenommen, beginne ich ihn als Helfer zu sehen.

    Dabei denke ich nicht vorwiegend an mich, sondern an meine Lieben, denen dadurch gegebenenfalls eine bittere Erfahrung erspart bliebe - mit erleben zu müssen, wie der liebende Ehemann bzw. Vater allmählich geistig verfällt.

    Sicher, wir hoffen wohl alle nicht betroffen zu sein. Nun, beim PK hat sich diese Hoffnung auch nicht erfüllt. Und so könnte mein langjähriger Weggefährte eines Tages doch ein Helfer werden, den man nicht einmal juristisch belangen kann - wegen aktiver Sterbehilfe.

    Nachdenkliche Grüße

    GeorgS
    Bei www.myProstate.eu ist meine Geschichte hier einsehbar.

  7. #37
    Registriert seit
    07.06.2011
    Ort
    CH 90... Appenzellerland
    Beiträge
    4.401

    Krebs als Sterbehelfer?

    Zitat Zitat von GeorgS Beitrag anzeigen
    Sicher, wir hoffen wohl alle nicht (von Demenz und Alzheimer) betroffen zu sein. Nun, beim PK hat sich diese Hoffnung auch nicht erfüllt. Und so könnte mein langjähriger Weggefährte eines Tages doch ein Helfer werden, den man nicht einmal juristisch belangen kann - wegen aktiver Sterbehilfe.
    Je nun, diejenigen, die hier schreiben - auch ich - sind ja meist noch in der "angenehmeren" Phase mit rein zahlenmässig erfassbaren Problemen wie "Gleason-Score" und "PSA"
    oder schlagen sich mit Wallungen, Impotenz und Inkontinenz rum. Da ist aktive Sterbehilfe nicht angesagt, sondern Leben, etwas eingeschränkt zwar, aber LEBEN.
    Ich versuche das jedenfalls, auch wenn ich mich nicht nur mit PK rumschlagen muss, sondern auch noch mit allerlei anderem.

    Dieser Ausschnitt aus irgend einem Posting zu metastasierendem PK hier im Forum ...
    Mein Vater kam mit akutem Nierenstau ins Krankenhaus und wirklich als Notfall. Meine Frau und ich ahnten schon, dass es mehr sein würde als dieser akute Befund.
    U.A. wurde vorher schon ein Knochenszintigramm angefertigt, welches meiner Frau und mir bekannt war. Der Befund und die beschriebenen Vermutungen waren schon niederschmetternd.
    Im Laufe dieses Krankenhausaufenthaltes, der insgesamt 12 Wochen dauern sollte, wurde Prostata CA im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert mit multiplen Knochenmetastasen
    von der Halswirbelsäule abwärts bis zu den Hüften, Schulter und Schulterblatt, beiden Armen in fast allen Rippenbögen und gut jedem zweiten Wirbelkörper.
    Festgestellt wurden auch einige bereits erfolgte Frakturen in einigen Bereichen der Knochen. Eine Hüfte war so aktut befallen, dass mein Vater von jetzt auf gleich nicht mehr
    aufstehen durfte und dort ein neues Hüftgelenk eingesetzt bekam. Dann kamen auch noch Herzrhytmussstörungen hinzu, Ödeme in den Beinen und nicht endende Beschwerden.
    Schließlich erfolgte auch noch eine Strahlentherapie. Später wurde eine Ausschabung der Prostata vorgenommen und zwei Doppel J Schienen zwischen Niere und Blase eingesetzt.
    Der PSA Wert vor den OP´s bei Krankenhauseinweisung lag bei 951.
    ... lässt aber auch PK als eine Krankheit erscheinen, die Mann lieber nicht hätte, die Mann vielleicht doch ganz gerne mit einem Alzheimer "tauschen" würde.

    Typischerweise für den fortgeschrittenen, metastasierten PK sind es Angehörige, die solche Postings verfassen, nicht die Betroffenen, denn die können oft nicht mehr.
    Den aktiven Sterbehelfer sollte Mann vielleicht doch mal begrüssen bevor es dann so weit ist, dass Mann nicht mehr kann, ganz einfach um sich eine weitere Handlungsmöglichkeit
    zu erschliessen, neben dem dereinst vielleicht aufkommenden umgekehrten Gedanken, "Ach, hätte es Mann doch lieber mit Alzheimer getroffen!"

    Wieviel Leiden jeder ertragen will, weiss keiner, solange er sich noch mit Hormontherapien und Lokalrezidiven beschäftigen darf, geschäftig Zahlenwerte registriert
    und Therapieoptionen auf Zehntelprozente genau gegeneinander abwägen kann und seinen Krebs als lästigens "Haustier" neben sich her trotten lassen kann.
    Wieviel Mann ertragen KANN, wird erst dann bestimmt sein, wenn Mann es nicht mehr erträgt, also am Tage des Sterbens.
    Diese Grenze des Ertragen Könnens und Wollens, also den letzten Tag, sollte jeder leidende Mensch selbst wählen dürfen.

    Bis zu diesem - hoffentlich fernen - Tag halte ich es mit Ray Charles:

    Let the good times roll ...
    When You're dead, your done,
    so let the good times roll"
    Damit rate ich niemandem, angesichts einer PK-Diagnose in gomorrhisches Huren und Saufen auszubrechen, aber ich bin überzeugt davon,
    dass die Tage intensiver genutzt werden können, wenn Mann sich, entlastet von der Frage des "Wie Sterben", mit dem Hier und Jetzt befasst,
    statt mit der Frage, ob diese oder jene Krankheit zu einem angenehmeren Exitus führen würde.

    Carpe diem
    Wilhelm

  8. #38
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323
    Habe eben im Radio ein Lied gehört. Kenne weder den Interpreten noch den Titel, aber ein Satz hat mich angerührt. Es ist mein Wunsch für Weihnachten 2011 und mein Vorsatz für das Neue Jahr 2012:

    „Ich wünsche mir die Kraft zu schweigen, wenn Worte nur den Frieden zerstören, ...“

    GeorgS
    Bei www.myProstate.eu ist meine Geschichte hier einsehbar.

  9. #39
    Registriert seit
    25.05.2006
    Ort
    Unterfranken
    Beiträge
    323

    Eine ungewöhnliche Erfahrung

    Hallo Mitstreiter,

    Zitat aus meinem Jahres-Check-Beitrag (#16, vom 26.06.2007)
    „Nun, es gab da noch etwas. Das gehört jedoch nicht in dieses Teilforum. Ich werde darüber berichten, wenn sich der Trend fortsetzt, denn man soll nicht gackern, bevor das Ei gelegt ist.“
    http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...3760#post13760


    Jetzt gackere ich:
    Wir hatten vor 5 Jahren mit der Enkelin deren 1. Kommunion gefeiert. Nach der Rückkehr erzählte ich meinem Bruder von der Feier und dass die Worte Jesu beim letzten Abendmahl „Nehmet hin und esset; das ist mein Leib. ... Trinket alle daraus; denn die ist mein Blut ...“ für mich in den Kindertagen einen befremdlichen Klang hatten. Den Aposteln mussten diese Worte damals irrwitzig erscheinen. *)

    Mein Bruderherz meinte: „Es gibt da einen Australier, der würde in der Hostie (Abendmahlbrot in Form einer runden Oblate) das Antlitz Jesu sehen und wirke darüber hinaus bei Heilungsgottesdiensten mit. Morgen ist er in Wüstensachsen und du kannst ihn in Augenschein nehmen.“

    Meine Laborwerte und die PSA-VZ (< 500 Tage) im Hinterkopf, sagte ich zu meinem Sohn flapsig: „Schaden wird es ja wohl nicht.“ Wir beschlossen gemeinsam hinzufahren. Es sollte eine tiefgreifende Erfahrung werden.

    Der Eintritt war frei, keine Abzocke, wie bei selbsternannten Wunderheilern. Nach dem Gottesdienst erzählte ein kleiner, bescheiden gekleideter Mann mit einfachen Worten, was ihm vor Jahren widerfahren war.
    Er könne gar nicht heilen und er könne auch nicht bestimmen wem die Heilung zuteil werde, denn sie komme letztlich von Gott.

    Was geschah weiter?

    Die Heilung suchenden Menschen wurden gebeten sich reihenweise vor der ersten Altarstufe aufzustellen und A. A. legte jedem - ein kurzes Gebet sprechend - die Hand auf den Kopf. Einige von ihnen sanken dabei in sich zusammen und wurden von kräftigen Männern aufgefangen, die sich hinter ihnen vorsorglich aufgestellt hatten – unter anderen auch von meinem Sohn. Mein Sohn hat vier Menschen halten müssen. Sein Vater blieb stehen wie eine Eiche. Aha, bei mir also nicht, dachte ich etwas enttäuscht.

    Bei der nächsten Blutuntersuchung dann der von 291 nach 76 ug/l in den Normbereich (< 110) gefallene CGA-Wert und die über Jahre wenig veränderte Sonographie.
    Die Geschichte mag für einige Mitstreiter verrück klingen, aber nach nunmehr 5 Jahren, will ich Euch diese Erfahrung nicht vorenthalten - ohne Empfehlung zur Nachahmung, wie ich es seit Jahren auch mit der von mir gewählten Therapie mache.

    Herzliche Grüsse aus Unterfranken

    GeorgS


    Wer mehr über diesen Mann erfahren will:
    www.alanames.org

    ++++++++++++++++++++
    *) Erst durch die Erkenntnisse der neuen Physik rückten diese Worte für mich in die Nähe einer wissenschaftlich begründbaren Aussage.
    http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...=8090#post8090
    Bei www.myProstate.eu ist meine Geschichte hier einsehbar.

  10. #40
    dillinger Gast
    Bei Mr. A.A. handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen "Heiler", von denen relativ wenige auf der Erde herumlaufen.
    Es muß sich dabei nicht um einen ausgebildeten Arzt handeln.
    Sie verfügen über die "Macht der Krankenheilung", wie man an dem Beispiel von GeorgS deutlich erkennen kann.

    gruss, dillinger
    p.s. es gibt halt immer noch Dinge zwischen Himmel und Erde, die der Mensch nicht "erklären" kann

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •