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Thema: ADT3 und Sehnenbeschwerden, Frage an fs

  1. #1
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    ADT3 und Sehnenbeschwerden, Frage an fs

    Hallo Mitstreiter, hallo Urologe fs,

    ich habe diesen Beitrag zwar schon einmal im alten Forum gepostet, aber relativ wenig Resonanz erhalten.

    meine Daten:
    Alter 56
    APSA 4,5
    RPE September 03
    Danach zügiger Anstieg PSA von 0,01 auf 1,4 innerhalb von 15 Monaten

    Dx: 10.2004 (Bonkhoff) pT3; G3a; GS 4+4; Samenblasen infiltriert? Diploid-Tetraploide Stammlinie mit Verdopplung des Androgenrezeptor-Locus, 40% CGA-Positiv, Kein BCL2 und P53

    ADT3 seit 4/05 (Eligard, Casodex50, Avodart)
    Rocaltrol 0,5
    Vitamin D3 2000 i.E.
    Calcium 500mg/Tag
    Selen
    Fischöl

    PSA seit 10 Monaten < 0,003 (monatliche Messung)
    CGA 56
    NSE 9,09 µg/l (Tendenz gleichbleibend, Referenz bis 12,5)
    PAP 0,96 ng/ml (Tendenz gleichbleibend, Referenz bis < 3,50)
    Testosteron schwankt monatlich zwischen 0,13 und 0,35
    CEA normal
    BAP steigt seit 5 Monaten an von 6 µg/l auf 17 µg/l (Referenz 6-15 µg/l) (Hier scheinen Knochenumbauprozesse im Gang zu sein, evtl Osteoporose?)


    Frage 1:
    Ich habe seit 2 Monaten eine Entzündung der Achillessehnen, die ich auf die
    ADT3 und evtl. auf osteoporotische Vorgänge zurückführe. – Ist dieses Problem bekannt?
    Dexa-Scan vor 5 Monaten war ok.
    Ich habe keine Antibiotika genommen, die (lt. Nebenwirkungsliste) Achillessehnenentzündungen hervorrufen.

    Frage 2:
    Ich habe vor, die ADT3 noch 3 Monate weiterzuführen. Wenn die Werte so bleiben, wären dann die 13 Monate unmeßbares PSA erfüllt. – Gibt es Einwände?
    Sollte ich die ADT verlängern?
    Sollte ich zuvor noch andere Werte untersuchen lassen?


    Gruß und danke,
    Andreas S.

  2. #2
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    Hallo Andreas,

    treiben Sie Sport?

    Zunächst einmal müsste man an eine Achillodynie denken ( s. hier http://www.achillodynie.de/ ).

    Können Sie diese ausschliessen - allerdings sind unter GNRH-Analoga "Gelenkschmerzen" gar nicht so selten.

    Die Fortführung der DHB würde ich von Ihrem "Leidensdruck" abhängig machen.

    Gruss
    fs

  3. #3
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    Hallo fs,

    danke für die prompte Antwort.
    Ich treibe keinen Leistungssport, sondern nur Fitnesstaining wie Walking, Gymnastik usw. Kann sein, daß die Beschwerden erstmals auftraten, nachdem ich leichte Trampolinübungen machte.
    Gegen die Achillodynie mache ich inzwischen Übungen, die von der Uniklinik Hannover im Web empfohlen wurden.

    Mein Leidensdruck bezüglich einer Fortführung der ADT3 ist nicht so hoch, daß ich sofort aufhören müßte. Die Frage ist nur, wie lange sollte ich sie fortführen, um einerseits ein Rezidiv so lange wie möglich hinauszuzögern und andererseits keine hormonunabhängigen Zellen zu züchten sowie den Hoden und dem System die Möglichkeit zur Erholung zu geben. Strum et al. empfehlen ja daher ein intermittierendes Vorgehen in 13-Monats-Zyklen ab dem Nadir. - Welche Dauer der ADT3 empfehlen Sie in ähnlichen Fällen? Gibt es für Sie einen Mittelweg?

    Gruß und danke,
    Andreas S.

  4. #4
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    Hallo,

    mir reichen (je nach Gleasonscore und aPSA) 9 Monate PSA unter der Nachweisgrenze in aller Regel aus, bis ich auf Therapiepause gehe.
    Vor Allem wenn, wie bei Ihnen, CGA (neuroendokrin) positive Befunde vorhanden sind habe ich ein schlechtes Gefühl bei zu langer HB, weil die hormoninsensitiven zu stark selektiert werden könnten. Unter Testosteron zum Teil dann wieder reversibel.

    Gruss
    fs

    Geändert von Urologe (02.05.2006 um 19:56 Uhr)

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