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Thema: Ein Erfahrungsbericht- DHB mit adjuvanter Strahlentherapie.

  1. #81
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Hvielemi
    Man mag meine Frage als defaitistisch empfinden
    de*fä*tis*tisch, schweizerisch auch de*fai*tis*tisch

    Hallo Konrad,

    Deine Einblendung ist durchaus angesichts der in Rede stehenden Gleason-Anteile angemessen.

    Zitat Zitat von LowRoad
    Man mag die Sinnhaftigkeit jedweder Therapieform immer in Frage stellen, denn am Ende sind wir alle tot.
    So knallhart, Andi, solltest Du uns das nun auch nicht wieder unterjubeln, obwohl wir mehr oder minder stark Betroffene es insgeheim alle schon ahnen.

    Wir können es drehen oder wenden, egal in welche Richtung. Irgendwann und irgendwie erwischt dieser vermaleidete Schweinehund Prostatakrebs uns doch noch. Ausgenommen die mit dem Schutzengel.

    "Die Ewigkeit dauert lange, besonders gegen Ende"
    (Woody Allen)

    Gruß Harald

  2. #82
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Hvielemi
    Im Falle von Knut, dessen Gleason-Score ja nicht bekannt ist
    Auszug aus:

    http://www.prostatakrebse.de/informa...K-Trilogie.pdf

    Zitat Zitat von Knut
    Die Brachytherapie schied wegen meines PK-Status mit Gleason 7 und beide Lappen befallen aus.
    "Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche"
    (Franz von Assisi)

    Gruß Harald

  3. #83
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    07.06.2011
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    CH 90... Appenzellerland
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    4.401

    Korrigenda

    Danke, Harald, für den Hinweis.

    Sorry, Knut, ich hatte bei der Lektüre deines Profiles
    wohl Tomaten oder Gurkenscheiben auf den Augen:

    Dx 16.8.2006 Pathologischer Zweitbefund Prof. Bonkhoff Gleason 4 + 3 = 7 (Bericht 16.8.06 Prof. Bonkhoff).
    Mein Satz müsste also richtig lauten:

    "Im Falle von Knut, dessen Gleason-Score-7 nicht zwingend eine Metastasierung
    bedeutet,
    wurde einst mittels PET ein Befund erhoben, der vereinbar mit lokal
    begrenztem Prostatakarzinom war.
    In diesem Falle war die Maximierung der Strahlendosis zumindest nicht falsch,
    wie das seither gehaltene tiefe PSA-Niveau belegt."

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #84
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    786
    Hallo,
    Ich möchte zu den Antworten auf meinen Beitrag über meine PSA-Entwicklung mit meinen Ausführungen zur Strahlentherapie kurz Stellung nehmen.

    @ Harald
    Ich bedanke mich für Deine guten Wünsche, und wie Du dann richtig erkannt hast, handelt es sich bei dem „jungen“ Mann nicht um den gelifteten Knut sondern um meinen ältesten Sohn.

    @ Low Road
    Interessant fand ich Deinen Hinweis, dass bei Gleason Anteilen 5 durchaus auch mit der Strahlentherapie Erfolge/Verbesserungen erzielt werden können.

    Die Schrumpfung der Prostata ist sicher ein schöner Nebeneffekt der begleitenden ADT, aber nicht die primäre Ursache für den belegten Synergieeffekt von Strahlen- + Hormontherapie.
    Mich interessiert, ob es Erkenntnisse über die primären Ursachen des Synergieeffektes gibt. Als ich meine Entscheidung für die Strahlentherapie traf, gab es nämlich die Aussage von Prof. Böcking, dass eine Hormontherapie parallel zur Strahlentherapie kontraproduktiv wäre. Die genaue Begründung habe ich vergessen. Aber vielleicht kann ja Harald als Meister der Recherche dies noch wieder herausfinden, da es auch im Forum angesprochen wurde. Ich war damals verunsichert, habe dann aber der Aussage von Dr. Strum und den paar Studienergebnissen, die ich gefunden hatte, mehr vertraut. Aus nostalgischen Gründen interessiert mich nun, ob es inzwischen Erklärungen für diese Synergie gibt.

    @ Konrad/Hvielemi

    Für den Januarwert wünsche ich Dir ein Ergebnis,
    das Dich künftig wieder entspannt zum Jahresrhythmus zurückkehren lässt.
    Ich bin eigentlich immer entspannt, wenn ich zum Urologen gehe. Der diesmalige kürzere Rhythmus ist eine rein logische Konsequenz aufgrund des vorletzten Messergebnisses. Selbstverständlich freue ich mich über niedrige PSA-Werte, die den Trend des bisherigen kurativen Erfolges bestätigen. Aber ich bin mir bewusst, dass dies ein vorübergehendes? Geschenk ist, für das ich dankbar bin.

    Einen guten Rutsch in das Neue Jahr wünscht allen Forumsmitgliedern
    Knut.

  5. #85
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    Hessen
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    1.942
    Knut,
    wenn etwas funktioniert, oder auch nicht, finden sich hinterher immer Leute, die genau wissen weshalb es so sein muss. Ich will da nicht spekulieren, denn ich denke es besteht ein komplexer Zusammenhang von biologisch- genetischen Modulationen in Zusammenwirken mit einem hochreguliertem Immunsystem durch die begleitende ADT. Tom Pickels schreibt einfach:


    Dir auch ein gutes Neues Jahr 2015!

  6. #86
    Harald_1933 Gast
    Hallo Forum,

    ich wünsche mir, dass alle aktiven Forumsbenutzer und die vielen stillen Mitleser friedlich in das neue Jahr hineinschlüpfen konnten. Das von Knut eingeflossene Wort Recherchen im Zusammenhang mit der Frage, ob eine Hormonblockade parallel mit einer Radiatio kontraproduktiv sei, hat mich vorhin inspiriert. Es ist zunächst einmal unser leider aus welchen Gründen auch immer nicht mehr aktiver Daniel Schmidt, der sich in folgenden Links äußert:

    http://forum.prostatakrebs-bps.de/ar...hp/t-6365.html

    http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...mkeit-einer-RT

    Inzwischen habe ich aber Professor Böcking, dem ich beim Magdeburger Symposium am 16. Januar 2015 begegnen werde, per E-Mail um eine Stellungnahme gebeten, die sich möglicherweise in irgend einer Form in den Weiten des Forumsarchives schon eingenistet haben könnte. Vielleicht in dem Thread, in dem Prof. Böcking unzählige Fragen, nach meiner Erinnerung im Jahre 2008, nach Rückkehr von der Aktion Lütjensee beantwortet hat.

    "Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen"
    (Albert Einstein)

    Gruß Harald

  7. #87
    Harald_1933 Gast
    Ergänzung:

    Auszug aus diesem Thread:

    Zitat Zitat von helmut(i)
    So erklärt z.B. Prof. Böcking wörtlich:
    "Man sollte keinesfalls parallel zur Strahlentherapie eine hormonelle durchführen. Dies ist dadurch zu erklären, dass die antihormonellen Therapie die Zellteilungsrate senkt, welche die Tumorzellen aber benötigen, um überhaupt auf die Bestrahlung reagieren zu können. Man schaltet also durch die parallele HB die Strahlenwirkung praktisch aus".
    "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt"
    (Forrest Gump)

    Gruß Harald

  8. #88
    Harald_1933 Gast
    Bestätigung

    eben hat mir Professor Böcking aus dem wohl verdienten Winterurlaub in den verschneiten Schweizer Bergen diesen E-Mail-Text zukommen lassen:

    "Ich freue mich, Sie bald in Magdeburg wiederzusehen.

    Eine Hormontherapie ist vor einer Strahlentherapie eines Prostatakarzinoms sinnvoll, um das Volumen des Organs zu verkleinern. Damit kann die eingestrahlte Dosis pro Volumeneinheit größer ausfallen.

    Eine Hormontherapie während der Bestrahlung halte ich für kontraproduktiv, weil sie die Teilungsfrequenz der Tumorzellen herabsetzt. Dies ist aber nicht sinnvoll, denn nur diejenigen Tumorzellen, die sich teilen, werden von der Strahlung tödlich getroffen. Die von einer Zelle erhaltene Strahlung wirkt sich erst dann auf sie tödlich aus, wenn die getroffene Zelle sich wieder teilt. Damit bewirkt eine Hormontherapie während der Bestrahlung, dass weniger Tumorzellen von ihr getroffen werden als ohne Hormontherapie.

    Ist das verständlich?"

    Ich würde meinen, dass das durchaus verständlich ist.

    "Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der andere könnte am Ende doch recht haben"
    (Robert Frost)

    Gruß Harald

  9. #89
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    Kaum zu glauben...

    Wie befremdlich! Sollten die weltweit formulierten Leitlinien und alle Strahlentherapeuten falsch liegen? Ich will es nicht glauben, dass dies so ist, und Prof. Böcking, der keine entsprechende Ausbildung hat und auch nie als Strahlentherapeut praktiziert hat, alleine richtig liegt.

    Sollte alleine die Tumormassereduktion, verbunden mit einem reduzierten Zielvolumen, für die synergistische Wirkung einer begleitenden ADT verantwortlich sein, wäre eine neoadjuvante gegenüber einer begleitend/adjuvanten RT vorteilhafter. Dem ist aber nicht so! Die Dauer ist entscheidend. Vor- oder nachlaufend ist egal. Aktuell wird die ADT etwa 3 Monate vorlaufend und 3-24 Monate begleitend/adjuvant durchgeführt. Dies führt zu den besten Ergebnissen beim Gesamtüberleben, was ja das eigentliche Bewertungskriterium sein sollte.

  10. #90
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    786
    Hallo,
    Danke Harald für Deine Recherche und Aktivitäten, die meine Frage beantwortet haben. In meiner Schlussfolgerung schließe ich mich aber Ludwig an, der in dem von Dir recherchierten Thread
    http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...0628#post50628
    bereits am 8.7.2010 zu diesem Ergebnis kam

    Bei einer PSA-Verdoppelungszeit von z.B. einem Jahr hat man bei einer 6-wöchigen Bestrahlungsdauer oder gar bei 3 mal HDR-Brachy Boost-Bestrahlungen garantiert nicht alle Zellen nur im Teilungsstadium vorgefunden.
    Damit wäre eine Bestrahlung nie kurativ und den Boost könnte man sich sparen.
    Ich möchte sogar einen Schritt weitergehen, und zwar ist es meine Meinung, dass der Ansatz von Prof. Böcking zwar theoretisch richtig sein mag (ist), aber durch andere effektivere Faktoren eliminiert wird. Daniel Schmitt (Strahlentherapeut) hat immer wieder Studien angeführt, die den Erfolg der Kombination Strahlen/Hormontherapie aufzeigten und bei ausgedehnten Tumoren war eine zweijährige Hormontherapie noch erfolgreicher als nur eine einjährige. Deshalb hat er für diese Fälle neben der Strahlentherapie eine dreijährige Hormontherapie empfohlen. Meine Hypothese ist, dass die Hormontherapie den durch die Strahlung geschädigten PK-Zellen den Rest gibt, d.h. in die Apoptose führt bzw. die Regenerierung von der Beschädigung verhindert und so die Zellteilung unterbindet. Letzteres wäre eine Erklärung, warum eine zweijährige Hormontherapie bessere, sprich Rezidiv freiere, Ergebnisse bringt, da die entarteten, vorgeschädigten PK-Zellen Ihren natürlichen Lebenszyklus ohne Teilung beendet haben.
    Wie gesagt, ist dies ein Erklärungsversuch. Entscheidend ist, dass Studien die Überlegenheit der Kombination von externer Strahlen- und Hormontherapie bestätigen!
    Die nachfolgende Aussage von Prof. Böcking über den Vorteil der Prostataschrumpfung für den externen Strahlungsprozess ist nicht korrekt,

    Eine Hormontherapie ist vor einer Strahlentherapie eines Prostatakarzinoms sinnvoll, um das Volumen des Organs zu verkleinern. Damit kann die eingestrahlte Dosis pro Volumeneinheit größer ausfallen.
    denn den heutigen Strahlungsquellen ist es egal, wie groß das Prostatavolumen ist. Die Dosis ist „fast“ beliebig erhöhbar und wird durch andere Überlegungen bewusst begrenzt. Der Vorteil der kleineren Prostata ist, dass weniger gesundes Gewebe bestrahlt wird und damit eventuelle Nebenwirkungen oder die Entstehung von Sekundärtumoren reduziert werden. Der weitere Vorteil ist, dass bei Scantechnik und IMRT die Bestrahlungszeit pro Sitzung kürzer ist.

    An Neujahr machen meine Frau und ich traditionell eine größere Wanderung. Und in diesem Jahr hatten wir in Oberstdorf das Glück bei strahlend blauem Himmel in einer fantastischen Winterlandschaft wandern zu können, und wahrscheinlich war das schon der schönste Tag der diesjährigen Wintersaison.
    Mit nachstehenden Fotos grüße ich alle Forumsteilnehmer.








    Es sollte für jeden ein Wunsch dabei sein und meine Empfehlung ist, nach allen vieren zu greifen.
    Knut.

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