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Thema: Workshop: Vorsorgeuntersuchung

  1. #1
    Anonymous1 Gast

    Workshop: Vorsorgeuntersuchung

    Hallo Forum,

    in Kürze treffen sich einige engagierte Selbsthilfegruppensprecher zu einem Workshop mit der Thematik:

    Warum gehen noch nicht einmal 20 % aller infrage kommenden Männer zur Vorsorgeuntersuchung Prostatakrebs und was können wir tun, um eine höhere Beteiligung zu erreichen.

    Ich habe die Bitte an das Forum, hier in diesem Diskussionsthread Anregungen, Vorschläge und Ideen einzubringen, über die man sich Gedanken machen sollte. Über eine lebhafte Beteiligung würde ich mich sehr freuen!

    Grüße Dieter

  2. #2
    HansiB Gast
    Hallo Dieter,

    Vorsorge für meinen auch gefährdeten Sohn, auch er hat nie Fieber, bedeutet ab einem mittelhohen Alter, 1 x im Jahr Fieberbett, als Immunstimulierung.
    Das wird natürlich von dir nicht befürwortet, du hast da was anderes erwartet.

    Gruß in den Norden, Konrad

  3. #3
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    Hallo Dieter,

    es wäre korrekter den Begriff "Früherkennung" anstatt "Vorsorgeuntersuchung" zu verwenden.

    Gruß
    Wolfgang

  4. #4
    Anonymous1 Gast
    Zitat Zitat von Wolfgang aus Berlin Beitrag anzeigen
    Hallo Dieter,

    es wäre korrekter den Begriff "Früherkennung" anstatt "Vorsorgeuntersuchung" zu verwenden.

    Gruß
    Wolfgang
    Hallo Wolfgang, Du sprichst den Knackpunkt an: Früherkennung sollte die Absicht der Vorsorgeuntersuchung sein, um Späterkennung zu vermeiden. In dieser Absicht enthalten ist natürlich der Wunsch der Männer und ihrer Familie nach Sicherheit und alles zu tun, möglichst keine bösen Überraschungen zu erleben.

    Gruß Dieter

  5. #5
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    190

    Workshop Früherkennung

    Hallo allerseits,

    meine BKK (BMW) hat schon des längeren ein kleines Heftchen an ihre Mitglieder verteilt, in dem Arztbesuche abgestempelt werden können. Es gibt dort die Möglichkeit, sich Zahnarztbesuche, den "ab 35 Check" und auch Vorsorgeuntersuchungen quittieren zu lassen. Jeder Arztstempel wird unterschiedlich bepunktet, der PSA Test ist mit 50 Punkte bewertet. Auch Gesundheitskurse wie Ernährungsberatungen und bestimmte Fitnesstudios und Sportvereine kommen in die "Punkteränge".
    Am Ende, wenn das Heft voll ist, kann man sich aus einer Prämientabelle was Schönes raussuchen oder auch Bares erhalten.
    Ich finde, das könnte was sein, um einige ältere Herren zum Urologen zu bringen.

    Volker
    Mein Beitrag zu myprostate.eu
    http://www.myprostate.eu/?req=user&id=124

  6. #6
    Anonymous1 Gast
    Ich finde, das könnte was sein, um einige ältere Herren zum Urologen zu bringen.
    Finde ich auch, gute Idee, Volker. Das müsste man über die Krankenkassen anleiern. Meine Kasse hat so etwas ähnliches in dieser Art für die Zahnersatzleistungen. Da muss man einmal im Jahr beim Zahnarzt gewesen sein und dann wird es billiger mit den Dritten etc. Es sollte, um Deine Anregung aufzugreifen, einen Krebs-Vorsorgepass geben, in dem alle Krebs-Vorsorgeleistungen aufgeführt sind und bei Inanspruchnahme der Vorsorge beispielsweise einen Bonus im Beitragssatz bewirkt... bei Nichtinanspruchnahme vielleicht sogar einen Malus???? Wenn Prostata dann unter anderem mitgeführt wird bei Haut und Darm, würde evtl. diese unverständliche Bauchnabelpsyche gemildert.

    Gruß Dieter

  7. #7
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    Liebe Diskutanten,

    bekanntermaßen habe ich Früherkennung betrieben. Mein Urologe behielt jedoch Gelassenheit bis PSA etwas über 9 (9 nach seinem Labor, nach meinem 7,46). So hatte ich Zeit, mich ausführlich u.a. in dieses Forum einzulesen und mir eine Meinung zu bilden.

    Da nach meiner zwischenzeitlichen Überzeugung Diagnose und standardmäßige Therapie des PK mangelhaft sind, stehe ich einer Früherkennung recht kritisch gegenüber. Ich befürworte Früherkennung nur in Verbindung mit Veränderung der aktuellen Umstände von Vorbeugung, Diagnose, Therapie und Nachsorge. Wenn der BPS dies konsequent einfordert, was nicht ausreichend der Fall ist, kann er als Patientenvertretung Früherkennung vorschlagen. In Hinsicht auf große Teile der Urologenschaft sehe ich das aus den hier häufig diskutierten Gründen (Übertherapie e.c.t.) kritisch.

    Es ist nicht medizinischer Konsenz, dass Früherkennung beim PK die Sterberate insgesamt verbessert. Die schönen, verkürzt dargestellten Erfolgs-Statistiken aus Tirol, die Josef immer bringt, enthalten leider den Fehler, dass, wenn man immer jüngere, somit logischerweise Patienten mit weniger fortgeschrittenem PK erfasst, sich die Todesrate verringern muss.

    Gruß
    Wolfgang
    Geändert von Wolfgang aus Berlin (28.01.2009 um 20:15 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  8. #8
    HansiB Gast
    Hallo Dieter,

    die GEK hat da ganz andere Vorstellungen bzw. die Autoren Prof. Böcking und Dr. Samsel in der Broschüre:
    Prostatakrebs Diagnose und Prognose - Mit uns geht es Ihnen gut.

    Dort auf s. 36 ist zu lesen: Laut Statistik haben Patienten eine längere Überlebenszeit als Patienten, bei denen der Prostatakrebs später diagnostiziert wurde. Stimmt das so?

    Nein diese Aussage ist so nicht richtig.

    "Bei Patienten, die an Krebsfrüherkennungsprogrammen teilnehmen wurden Tumore häufig in früheren Stadien entdeckt. Deren längere Überlebenszeiten ergeben sich aber nicht unbedingt aus der durchgeführten Therapie, sondern aus der Vorverlegung der Diagnose um die Zeit, die normalerweise vergeht, bis der Krebs, durch Beschwerden auffällt. Dabei kann es sich um viele Jahre handeln, die der Tumor auch unbehandelt bräuchte, um die Stadien zu durchlaufen. Will man den Gewinn an Überlebensjahren durch die Th. in einem früheren Stadium beurteilen, muss man die Jahre abziehen, die der Tumor auch unbehandelt gebraucht hätte, um dann zum Tode zu führen."
    Ich kann dem Workshop nur empfehlen sich die Broschüre an zu schauen, wenn man damit was anfangen will.
    Aber man will ja beschäftigt werden.

    Wie oft lesen wir, ich war immer bei der PCa-Vorsorge und plötzlich war der agressive Krebs da. Da müsste man manche Urologen (wie vorsichtig ich bin) besser schulen. Je früher diagnostiziert wurde, die vielen alten Männer, je länger kann man therapieren, je länger ist man evtl. undicht und impotent.
    Dann workt mal schön, Gruß Konrad

  9. #9
    Anonymous1 Gast
    Na, Konrad, und auch Wolfgang, irgendwie kommt ihr mir unlogisch vor! Eigentlich müsste die Vorsorgeuntersuchung, so wie sie zur Zeit gemacht wird, Eurer Denke doch sehr entgegenkommen.

    "Tach Herr Doktor, einmal Hafenrundfahrt bitte".
    "Tschüss, lieber Patient, heut ham wir leider nix gesehn, war Nebel".

    Eigentlich doch die perfekte Umsetzung des Argumentes

    "bloß nicht die Erkennung des Krebses vorverlegen, is ja eh ohne (bewiesenen) Nutzen."

    Das bisschen Ironie konnte ich mir nicht verkneifen. Frei nach dem Motto:
    "Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz."
    Zu mehr hat meine Intelligenz heute nicht gereicht, vielleicht kommt beim "Workeln" mehr.

    Gruß Dieter

  10. #10
    Registriert seit
    06.03.2007
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    Berlin-Pankow
    Beiträge
    719
    Hallo Dieter,

    ich habe mich bewusst für Früherkennung ausgesprochen, dieses aber an Bedingungen geknüpft.

    Wichtig ist es m.E., wenn man sich für etwas einsetzt, die Gegenargumente zu beachten. Das ist für den Erkenntnisprozess wichtig. Oder verstehst Du dich als Vollzieher von Urologeninteressen? Ich denke doch nein. Du bist ein Vertreter der Patienten und da kann man nicht abwägend genug sein.

    Schöne Grüße
    Wolfgang

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