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Thema: 1. Diagnose PSA 13,8

  1. #101
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    Zitat Zitat von wolfgang. Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben noch andere Forumsteilnehmer Gedanken zum "Start" in die palliative Hormonbehandlung.
    Ich würde es abhängig von PSA-Wert, PSA-Verdopplungszeit abhängig machen und die Nebenwirkungen abwägen.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  2. #102
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    Hallo Daniel,

    die möglichen Nebenwirkungen der Hormonblockade sind mir klar.

    Nicht klar ist mir der Zeitpunkt des Einstiegs oder konkreter:

    ab welchem PSA bei einer PSA-Verdopplungszeit von 3-4 Monaten sollte man Deiner Einschätzung nach mit der palliativen Hormontherapie beginnen.

    Deine Gedanken dazu würden mich sehr interessieren.

    Literaturstellen dazu habe ich keine gefunden.

    Vielleicht können auch andere Forumsteilnehmer mal "laut nachdenken".

    Hutschis Meinung habe ich schon gelesen. Nochmals Danke.


    Tschüs

    Wolfgang

  3. #103
    Jörg (O) Gast

    PSA-Anstieg nach kurativer Therapie

    Hallo Jacob S, hallo Wolfgang,

    2002 hielt Prof. Miller in Cannes einen Vortrag mit dem schönen
    Titel "PSA-Anstieg nach kurativer Therapie", der leider immer noch
    den heutigen Wissensstand der Medizin darstellt.
    Mailt mir doch Eure emails, damit ich Euch den Vortrag (doc-Datei)
    zusenden kann.
    Hallo Daniel, ich gebe Dir in allen Punkten recht.
    Was anderes soll ein Urologe oder Strahlentherapeut seinen Patienten empfehlen, als die Therapien, deren Vorteile durch Studien bewiesen worden sind.
    Wir Krebspatienten müssen die Tatsache akzeptieren, dass Krebs eine
    tödliche Krankheit ist, die unser Leben bedroht, wenn die 3,5 Therapie-
    säulen der Schulmedizin (nicht negativ gemeint) versagt haben,
    nämlich Stahl,Strahl, (bei uns noch Hormonblockade) und Chemo.
    Dann ist der Arzt nach dem heutigen Wissensstand am Ende seines
    Lateins und daraus ist ihm weiss Gott kein Vorwurf zu machen.
    Dass wir dann nach jedem Strohhalm greifen und alles Mögliche versuchen,
    liegt in der Natur des Menschen. Leider habe ich bisher keinen rettenden
    Strohhalm gefunden, gebe aber die Suche nicht auf.
    Gruß Jörg (0)

  4. #104
    Helmut.2 Gast

    PSA-Anstieg nach kurativer Therapie

    Zitat Zitat von wolfgang. Beitrag anzeigen
    Literaturstellen dazu habe ich keine gefunden.
    Vielleicht können auch andere Forumsteilnehmer mal "laut nachdenken". Wolfgang
    Im "BERLIN MEDICAL 02.09 ONKOLOGIE" habe ich diesen Bericht gefunden: Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms
    von Prof. Dr. med. Kurt Miller Urologische Klinik der Charité

    Hier schreibt Er unter Anderem:
    Hormonbehandlung
    Die Grundsätze der medikamentösen Therapie beim Prostatakarzinom sindunverändert. Testosteron-Absenkung oder -Blockaden durch LHRH Analoga oder Antiandrogenen bleiben die Eckpunkte bei der Behandlung von metastasiertenTumoren oder beim PSA-Anstieg nach kurativer Therapie.Von einer „frühen“ Hormontherapie
    profitieren nur Patienten mit einem hohen Tumorload (PSA > 59 ng/ml) oder solche mit einem aggressiven Tumor (Gleason Score > 7, PSA Verdopplungszeit< 12 Monate). Die intermittierende Androgenblockade hat gegenüber der kontinuierlichen Therapie keinen Effektivitätsnachteil,
    ist aber hinsichtlich der Lebensqualität der Patienten überlegen. ...

    Ich habe nach Rund 51 Monate (09.03.2005 bis 03.05.2005) RT = Radiotherapie -Nadir lag bei 0,219 ng/ml- bei einem PSA-Wert von 3,65 ng/ml habe ich eine ADT-4 am 08.04.09 angefangen und der PSA-Wert geht nach meinen Empfinden sehr schleppent nach unten. Mein letzter Wert vom 01.07.09 lag bei 0,130 ng/ml und die neuesten Werte, die mir noch nicht zur Verfügung stehen, schätze ich bei 0,090 und letzter Wert bei 0,064 ng/ml! Der Testostern Werte liegen die letzten 12 Wochen schon bei 3 mal gemessenen < 0,1 ng/ml anscheinend kann das Labor Tiller nicht weiter runter messen!

    Wolfgang, kannst Du etwas damit anfangen? Gruß, Helmut

  5. #105
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    Hallo wolfgang !

    Meine Überlegungen waren nach Absetzen der Hormontherapie:

    Wie kann ich die Verdopplungszeit vergrößern ?

    Sport !!!!!!!! Ernährung !!!!!! Imunsystem!!!!!

    Wenn ich ab bestimmten PSA Werten ein Pet CD mache, ein klares Ziel, ein Rezidiv, eine Metastase sehe wie gehe ich mit dem Ergebnis um ?
    Bestrahlen oder Operation?

    Wenn der PSA Verlauf in seiner Verdopplungszeit immer flacher wird vielleicht auch wieder fällt nach weiteren Möglichkeiten suchen die das Imunsystem stärken.

    Wenn der PSA steigt, die Verdopplungszeit bei 3 oder 4 Monaten bleibt, bei Werten ab 5 bis höchsten 10 Alternativen zur Hormontherapie ausprobieren.
    Angionesehemmer: z.B. Thalidomid

    Vorausgesetzt in all der Zeit treten keine anderen Komplikationen auf wie ( Knochenmetastasen, Verschelchterung der Blutwerte, Tumormarker)

    Laut gedacht .........nur über mich..........

    Wünsch Dir viele laute Gedanken.......und mir ab morgen früh einen schönen Urlaub
    mit Pizza, Spagetti, Eis, einige Seemeilen Wassersport und Landmeilen beim Joggen.

    Gruß Klausi

  6. #106
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    Zitat Zitat von meni.li. Beitrag anzeigen
    Wenn ich ab bestimmten PSA Werten ein Pet CD mache, ein klares Ziel, ein Rezidiv, eine Metastase sehe wie gehe ich mit dem Ergebnis um ?
    Bestrahlen oder Operation?
    Die Operation oder Bestrahlung von nachgewiesenen Organmetastasen oder Fernlymphknotenmetastasen ist keine Indikation, solange die Metastasen keine Beschwerden verursachen oder Komplikationen drohen.
    Eine Verlängerung des Gesamtüberlebens ist dadurch nicht zu erreichen.
    Dies ist übrigens bei den meisten Tumoren so und bei nur wenigen Tumoren behandelt Metastasen lokal ggf. aggressiv (z.B. beim Dickdarmkrebs).
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  7. #107
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    Bestrahlung der LK

    Zitat Zitat von Daniel Schmidt Beitrag anzeigen
    Die Operation oder Bestrahlung von nachgewiesenen Organmetastasen oder Fernlymphknotenmetastasen ist keine Indikation, solange die Metastasen keine Beschwerden verursachen oder Komplikationen drohen.
    Eine Verlängerung des Gesamtüberlebens ist dadurch nicht zu erreichen.
    Dies ist übrigens bei den meisten Tumoren so und bei nur wenigen Tumoren behandelt Metastasen lokal ggf. aggressiv (z.B. beim Dickdarmkrebs).

    Hallo Daniell,

    und wie sieht der Erfolg aus, wenn es um die Frage der Bestrahlung von LK
    handelt?

  8. #108
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    Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

    Zum Start in die palliative Hormonbehandlung gibt es wohl in der Schulmedizin keine einheitliche Meinung.

    Ich werde weiter recherchieren und mich bei Gelegenheit wieder melden.

    Alles Gute

    Wolfgang

  9. #109
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    Start in die HT

    Zitat Zitat von wolfgang. Beitrag anzeigen
    Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.

    Zum Start in die palliative Hormonbehandlung gibt es wohl in der Schulmedizin keine einheitliche Meinung.

    Ich werde weiter recherchieren und mich bei Gelegenheit wieder melden.

    Alles Gute

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang und andere,

    mit dieser Frage befasse ich mich ebenfalls schon einige Zeit, für meinen Fall jedenfalls ohne klares Ergebnis. Nach OP und Bestrahlung mit dann erfreulichen PSA 0,04 (neues Meßergebnis fehlt noch) seit über einem Jahr nach der RT bleibt diese Frage nicht außen vor, weiß man doch, daß der Wert sich schnell ändern kann. Sofort oder später beginnen - ob einfach oder mehrfache ist dann noch eine andere Frage.
    Prof. Weißbach schrieb i. seinem Buch Diagnose PC unter 11.7. u.a. setzt sich allmählich die Meinung durch, daß eine erforderl. HT möglichst früh begonnen werden soll, bezieht sich auf div. Studien.
    Unter www.uroonkologie berichtete Prof. Altwein über die Studien EORTC 22836 (zusätzlich z. Bestrahlung LHRH), RTOG - Studie 85-31 mit ähnlichen Ergebnissen und RTOG 92-02. Ferner befaßte sich die ECOG-studie 7887 mit der adjuv. Therapie (Goserelin) n. OP und LK-Metastasen und signif. Überlebensvorteil zugunsten der sofortigen HT. Diese genannten Studien sind wohl schon vor eingen Jahren veröffentlicht worden. Nach meiner Ansicht und dem -soweit vorhanden- gelesenem Text kann dies nicht verallgemeinert werden. Diejenigen, die die Studien im einzelnen kennen, werden mehr dazu sagen können.
    Für viele Mitstreiter dürfte es bei der Frage bleiben, ob selbst bei Werten im unteren Meßbereich nach der RT und vorherigen Op sofort mit der HT beginnen werden soll oder erst bei einem bestimmten PSA-anstieg -und bei welchem PSA -. Offensichtlich hat sich Prof. Altwein eingehend mit diesen Fragen befaßt.
    Diejenigen, die zudem noch eine DNA haben durchführen lassen, kennen die Meinung v. Prof. Böcking (Tribukeit). Hiernach ist die Entscheidung nicht einfacher.
    Eine gute Entscheidung für alle Betroffenen wünscht

    Heinz

  10. #110
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    Zitat Zitat von Strauch, Heinz Beitrag anzeigen
    Hallo Daniel,und wie sieht der Erfolg aus, wenn es um die Frage der Bestrahlung von LK
    handelt?
    Das habe ich bereits geschrieben.
    Fernlymphknotenmetastasen sind keine Indikation für eine Strahlentherapie beim asymptomatischen Patienten. Man kann es machen, wenn man will, ob es etwas an der Gesamtprognose ändert ist fraglich.

    Lymphknotenmetastasen im Becken kann man bestrahlen. Die Aussichten eine makroskopische (also sichtbare) Lymphknotenmetastase dauerhaft mit Strahlentherapie zu kontrollieren sind jedoch bescheiden.
    Der Strahlentherapeut.

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