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Thema: Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

  1. #1
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    Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

    Guten Morgen,


    Ich weiss seit einer Woche von meinem Problem Prostata Krebs mit 46 und habe damit so meine Probleme.

    Meine Prostata Geschichte ersieht man aus dem hinterlegtem Profil.

    Das ganze zerrt unheimlich an den nerven und wie viele das von Euch bereits hinter sich haben fällt mit in ein tiefes Loch.

    Es gibt für mich eigentlich nur 2 Wege :

    Vollständige Entfernung der Prostata per Laparoskopie

    Oder nichts machen und abwarten


    Ich habe absolut Mühe damit, nach der OP impotent, inkontinent zu sein und der kleine Mann ( scheinbar auch kleiner noch der OP ) nur noch zum urinieren gut sein wird.

    Mein Arzt rät mir natürlich zu der OP in meinem Alter.

    Ich kann aber auch nicht gänzlich ausschliessen das ich mit meinem Karzinom auch noch sehr sher alt werden kann.

    Aussagen wie 1/50 wird durch die OP tatsächlich gerettet machen es da auch nicht leichter.

    Evtl. ist der Krebs ja auch schon Metastasen gebildet, was man ja leider erst nach der OP feststellen würde - weiter vorhandener PSA Wert...

    Kennt sich jemand aus mit dem Thema - Diagnostik DNA Zytometrie ?

    Gibt es hier im Forum evtl. mutige die sich bei ähnlichen Werten nicht operieren liesen ?

    Gruss und schönen Sonntag

    Andy

  2. #2
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    wenn gleason 7 stimmen sollte, ist das schlecht.
    trotzdem: weg damit.
    DIES IST DIE ANSICHT EINES BETROFFENEN UND KEINE FACHÄRZTLICHE AUSKUNFT
    Antworten beziehen sich nur auf meine eigenen Erfahrungen

    Gruß vom Neckar und eine glückliche Hand bei der Wahl der richtigen Therapie,
    Konrad

  3. #3
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    Hallo Andy,

    es werden sich Betroffene melden, welche die gleiche Meinung vertreten werden wie Konrad, und von einem guten Verlauf berichten.

    Ich wünsche Dir innere Ruhe und Optimismus und einen guten Verlauf.

    Hans (GL)

  4. #4
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    Zitat Zitat von Andy63 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,
    Ich habe absolut Mühe damit, nach der OP impotent, inkontinent zu sein und der kleine Mann ( scheinbar auch kleiner noch der OP ) nur noch zum urinieren gut sein wird.
    Andy
    Hallo Andy,

    das ist der große Irrtum, dem die meisten unterliegen. Nach einer Prostataentfernung ist sexuell nicht alles aus!

    Die Fortpflanzung ist auf jeden Fall nicht mehr möglich. Aber da kann Mann, sofern noch Kinderwunsch in der Partnerschaft vorhanden ist, seinen Samen vor der OP einfrieren lassen und nach der OP mit künstlicher Befruchtung Kinder zeugen. So hat es Lance Armstrong nach seiner Hodenentfernung auch gemacht.

    Die häufigste Nebenwirkung, sofern keine Nervschonende OP mehr möglich ist oder diese nicht glückt, ist die erektile Dysfunktion, d.h. der Mann kann auf natürlichem Wege keine Gliedversteifung mehr erreichen.

    Was bleibt, ist die Orgasmusfähigkeit. Auch einer operierter Mann kann weiterhin einen Orgasmus haben. Dazu ist kein steifes Glied notwendig, sondern die Reizung der Penisspitze genügt.

    Also: der Penis ist nicht nur noch zum Urinieren da!

    Aber den Paaren, denen die sexuelle Liebe per Ersatzbefriedigung nicht ausreicht und die weiterhin auf einem klassischen Geschlechtsverkehr bestehen wollen, stehen verschiedenen Hilfsmittel von Viagra bis zum künstlichen Penisimplantat zur Erzeugung einer Erektion zur Verfügung.

    Das Risiko nach einer OP inkontinent zu werden, ist dank moderner OP-Techniken überschaubar und liegt so etwa zwischen 2 und 7%.

    Zur Penisverkürzung, die nach einer OP meist eintritt, wobei sich die Experten streiten, ob sie durch die Entfernung der Prostata und die damit entstehende Verkürzung der Harnröhre erzeugt wird, oder durch eine Atrophie, Verkümmerung der Schwellkörper.

    Das macht manchen Männern Probleme. Aber hier gilt das
    Wort von Paganini: "Es kommt nicht auf die Größe des Instrumentes an, sondern wie man damit spielt!"

    Zur Angst kann ich Dir nur raten, entweder ein Entspannungstraining oder eine Gesprächstherapie beim Psychologen zu machen. Da Männer auf Psychologen und Psychotherapien erfahrungsgemäßt stark abfahren , kann man (n) sich auch beim Neurologen ein modernes (leichtes) Psychopharmakon verschreiben lassen, das die Ängste wegnimmt. Die modernen Psychopharmaka machen nicht mehr süchtig!

    Als Alternative zur OP käme eventuell auch eine Strahlentherapie in Frage. Sie hat meist nicht die Nebenwirkungen einer OP oder erst verspätetet in einigen Jahren.

    Solltest Du Dich zu einer OP entscheiden, dann würde ich Dir zum da-Vinci raten, er ist eine Weiterentwicklung der "klassischen" Laparaskopischen OP, die gegenüber dem OP-Roboter einige Nachteile hat.

    Gruß

    Hansjörg Burger
    Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

  5. #5
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    Hallo Andy,
    um mit 46 und bei Deiner Ausgangssituation ein abwartendes Beobachten zu machen, gehört sehr viel Mut. Es gibt auch hier kaum jemand, der damit erfolgreich ist. Das einzige Beispiel was mir einfällt findest Du hier... Lies auch seine Beiträge und die kritischen Kommentare dazu durch, wenn Du Dir ein umfassendes Bild von seiner Therapie machen willst.

    Ich würde Dir aber auf keinen Fall raten nichts zu tun oder noch lange mit einer Therapie abzuwarten! Dein Gedankengang einfach abzuwarten bei einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 1:50 am Tumor zu sterben, würde ich als 46-jähriger schnell verwerfen. 20 Jahre älter, könnte das eine Option sein!

    Selbst der hier schreibende Strahlentherapeut Daniel Schmidt hat in ähnlichen Situationen die OP als statistisch beste Möglichkeit einer heilenden Therapie angegeben und nicht wie zu erwarten wäre, eine Strahlentherapie favorisiert.

    Ob nun die laparoskopische PE den größten Erfolg, auch nerverhaltend bringt, hängt in erster Linie von der handwerklichen Qualifikation des Operateurs ab.

    Meine Devise ist, lieber einen großen Bauchschnitt von einem Experten, als eine Da Vincie von einem Operateur, der erst ein Jahr mit dieser Methode operiert!

    Herzliche Grüße
    Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  6. #6
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    Hallo Andy

    Meine Vorschreiber haben das Wesentliche schon geschrieben; bei einer statistischen Lebenszeit von noch ca. 30 Jahren solltest Du den Gedanken, diese Sache aussitzen zu können schnellstens verwerfen.
    Ich habe meine Diagnose im Alter von 44 Jahren erhalten, habe mich umgehend operieren lassen und habe, obwohl sich bei mir ein langsam ansteigendes Rezidiv bemerkbar gemacht hat und ich mich seit -4- Wochen in einer Strahlentherapie befinde, eine exzellente Lebensqualität.

    Ich bin allerdings offen, auch retropubisch genannt, operiert worden. Hier hat der Operateur einen besseren Überblick und entfernt die naheliegenden Lymphknoten im Zuge dieser Op. Diese Variante würde ich in jedem Fall vorziehen.
    Einen sehr, sehr guten Operateur findest Du in meinem Profil. (Missioklinik Würzburg )!!
    Eine Garantie, dass Du nach diesem Eingriff die Angelegenheit für immer los bist gibt es natürlich nicht; es ist aber die einzige Chance in diesem Alter.
    Allerdings ist diese nicht soooo ungünstig, Du solltest schnell handeln, um dem Krebs nicht die Möglichkeit zu geben, sich weiter auszubreiten.
    Du solltest bedenken, dass oftmals der postoperative Befund anders aussieht, als es es die Ausgangslage suggeriert.

    Thema Potenz :

    Ich bin beidseitig nervschonend operiert, da kein Tastbefund vorgelegen hat und es präoperativ nach einem Anfangsbefund ausgesehen hatte. Ob dies zu riskant gewesen ist vermag ich auch jetzt noch nicht recht zu beurteilen.
    Fakt ist, dass ich fast -2- Jahre komplett "tot in der Hose" gewesen bin, was mich allerdings nicht weiter gekümmert hat. Heute ist die Sache wieder fast komplett regeneriert, so dass GV jederzeit ohne Pillen und andere Hilfsmittel auch spontan wieder möglich ist.
    Warum sollte es bei Dir anders sein ?

    Ich rate Dir, diese Sache nicht auf die lange Bank zu schieben, da der "Ist-Zustand" Deiner Erkrankung reine Spekulation ist.

    Alles Gute

    Spertel

  7. #7
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    Hallo Andy63
    ich kann dich in deiner derzeitigen Situation sehr gut verstehen, und meinen Vorrednern nur anschließen.
    Das Thema Potenz würde ich erstmal zurückstellen. Wichtiger ist aus dieser Geschichte kontinent und „geheilt“ herauszukommen.
    Die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht.
    Auch ich bin den Weg der Operation gegangen weil ich ihn im Alter von 46 Jahren als einzig sinnvollen betrachte
    mit freundlichem Gruß
    Joachim
    Weitere Info und Aktualisierungen auf meiner Homepage
    http://prostata.lima-city.de/
    oder auf:
    http://www.myprostate.eu/?req=user&id=53

  8. #8
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    Guten Abend, ich möchte allen danken für Eure Antworten - ich glaube ich muss mich abfinden mit dem Gedanken nichts zu machen....

    Obwohl ich es doch so viele 50 60 70 80 Jähre gibt und die alten Herren auch nicht daran sterben mussten. Auch mein Urologe rät mir ja zur OP gibt aber zu das auch er nicht 100 % sicher sein kann das ich an dem Karzinom sterben müsste plus das 50 operiert werden damit einem davon auch das Leben gerettet wird. (was ist mit den anderen 49 die sind dann scheinbar umsonst operiert)

    Soll man dann nicht ins grübeln geraten ??

    Habt ihr Eure Biopsie Proben zur Sicherheit auch einem 2 Pathologen übergeben ??

    Gruss Andy

  9. #9
    Helmut.2 Gast

    Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

    Grüß Dich Andy,
    Zitat Zitat von Andy63 Beitrag anzeigen
    Habt ihr Eure Biopsie Proben zur Sicherheit auch einem 2 Pathologen übergeben ??

    Gruss Andy
    ja, ich z.B. erst 8 Jahre Später! Wenn es Dich beruhigt und Du ganz sicher sein möchtest, daß ja oder nein oder wirklich Stand der Dinge dann Anforderung eines Zweitbefunds!

    Viel Glück, mein Lieber
    Helmut

  10. #10
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    Abwarten???

    Hallo Andy,
    ich kann Deine Ängste voll verstehen, mein Erlebnis fing mit 44 Jahren an, allerdings mit günstigeren Voraussetzungen. Ich habe abgewartet da die OP-Möglichkeiten noch nicht so gut waren. Heute, bei einem guten Chirurgen, sieht es schon viel besser aus. Bei mir konnte nur einseitig nervenschonend operiert werden, aber es reicht für einen guten und erfüllten Geschlechtsverkehr aus.
    Ich kann Dir nur empfehlen, lass Dich operieren, so früh als möglich. Denk bitte daran, es geht um Dein Leben, mach Dir das bitte ganz klar.

    Gruß JürgenK

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