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Thema: Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

  1. #31
    Helmut.2 Gast

    Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

    Hallo, lieber Andy,

    das wird schon und wir werden an Dich denken und Daumen halten!

    Alles Gute, Helmut

  2. #32
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    was sagt man in der Arbeit, wenn man nicht vom PK reden will

    Guten Morgen

    Habt ihr in bei Euren Arbeitgebern gesagt was ihr habt, oder gab es da auch andere Versionen warum man eine OP machen lässt.

    Bin mir da nicht sicher was ich machen soll ?

    Gruss Andy

  3. #33
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    Hallo Andy,

    in der Schweiz wird es wie in Deutschland sein, im Grunde geht die Krankheit den Arbeitgeber nichts an.

    Hier eine Stimme aus der Schweiz, die jedoch zur Offenheit rät, was ich auch nur befürworten kann, denn der PK ist kein Schnupfen, den man einfach wegsteckt:

    Hausarzt hat wichtige Rolle

    «Offenheit ist auch für den Patienten wichtig», sagt die Sozialberaterin im Kantonsspital Luzern. Und der Hausarzt sei unumgänglich. «Hausärzte haben bei langen Krankheiten eine grosse Verantwortung», sagt sie. Denn sie kennen den Patienten am besten und haben Einsicht in sämtliche Krankheitsbefunde. Eine ärztliche Untersuchung vor dem Gespräche mit dem Chef sei notwendig, damit die kranke Person die eigene Situation und Krankheit richtig beurteilen kann. Denn wer sich den eigenen Problemen nicht stellt, muss später noch grössere Probleme bekämpfen.


    Hier der komplette Link aus dem Tagblatt:


    http://www.tagblatt.ch/aktuell/wirts...art623,1241426


    Alles Gute!


    Hansjörg Burger
    Selsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

  4. #34
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    Hallo Andy,

    ich hatte, nachdem ich mit mir selber im reinen war und die Therapieentscheidung feststand, meine direkten Mitarbeiter und Kollegen in Einzelgesprächen darüber informiert das ich PK habe und das es sein könnte das ich länger ausfalle.
    Auch meinen Chef habe ich informiert. Danach kam dann die Verteilung von Aufgaben.
    Allerdings hatte ich dann Glück, während der Strahlentherapie konnte ich - freiwillig - halbtags arbeiten gehen und bin praktisch nur die 3 Wochen während das Afterloading stattfand kplt. ausgefallen.

    Warum willst du dir evtl. durch eine Lüge / Verschweigen Läuse in den Pelz setzen ? Du hast nichts ansteckendes oder ekelerregendes und evtl. ist Offenheit für die ganze Situation besser, sonst sagen die Kollegen noch .." der Fehlt schon wieder... so schlimm kann das doch nicht sein was der hat.. macht wohl wieder blau..."

  5. #35
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    Hallo Andy,

    es kommt m.E. ganz darauf an, in welcher Position du bist, und auch, wie du mit der Krankheit im privaten Bereich umgehst.
    Wenn du all deine Freunde und Bekannte in Kenntnis setzt, wird i.d.R. nicht ausbleiben, dass man es auch Arbeitsplatz erfährt.

    Es geht nicht darum, einen vermeintlichen "Makel" oder etwas "Ekelerregendes" zu verheimlichen, sondern darum, abzuschätzen, ob du deine Arbeit als in den Augen der anderen "Gesunder" besser verrichten kannst oder nicht.

    Ich habe weitestgehend vermieden, den PK zu veröffentlichen. Nach wenigen Wochen war das Thema bei den meisten vergessen und v.a. am Arbeitsplatz konnte ich es vermeiden, als "armer Krebskranker", mit dem man Mitleid und viel Nachsicht haben muss, zu gelten.
    Gerade in führender Position halte ich es für hilfreich, von den MItarbeitern als "vollwertig" gesehen zu werden.

    Man kann dies bedauern und offensiv mit dem Thema umgehen, u. a. um den Umgang mit der Krankheit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
    Ich persönlich halte allerdings unsere Gesellschaft noch nicht für reif genug, v.a. in der Arbeitswelt unbefangen und gut informiert mit uns Betroffenen umzugehen. Gibt man eine Position oder einen wichtigen Auftrag an einen "Gesunden" oder an einen Krebspatienten, der es vielleicht nicht mehr lange macht oder durch seine Krankheit in seiner Leistungsfähigkeit eingschränkt ist?!!! Selbst wenn es bei vielen von uns nicht zutrifft, in den Augen der "Gesunden" ist man eben arbeitstechnisch nicht mehr vollwertig.

    Deshalb wäre ich (bzw. bin ich für mich) sehr zurückhaltend, was die Krankheit betrifft.

    Wie alles andere, musst du auch das für dich entscheiden.

    Lieben Gruß und alles Gute
    Wassermann
    Die Prostata, des Mannes Drüse,
    Dient den Spermien als Düse.
    Doch will der Tumor sie zerfressen,
    Liegt's im eigenen Ermessen,
    Ob du lässt sie dir entfernen
    Oder bestrahlen; gar mit Kernen?
    Gehörst du zu den richtig Schlauen,
    Die den Doktoren sehr misstrauen,
    Bewahrst du dir deinen Hùmor.
    Und stirbst glücklich mit dem Tùmor
    Doch:
    Egal ob Raubtier oder Haus-
    tier,
    so leicht kriegst du das nicht raus
    hier.
    Somit komm ich zu dem Schluss:
    Der Krebs macht einigen Verdruss.

  6. #36
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    17.06.2009
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    Hallo Andy

    Also ich bin immer für Ehrlichkeit und offene Information. Wenn Du ein gutes Verhältnis zu Deinem Arbeitgeber und Deinen Arbeitskollegen hast, gehe ich davon aus, dass diese Dich sogar moralisch unterstützen und auch Verständnis zeigen werden. Sie würden aber eine Geheimnistuerei nicht verstehen. Und irgendwann kommt es doch aus und Du musst Dich dann immer rechtfertigen, wieso Du nicht offen und ehrlich gewesen bist. Dabei kannst Du viel Vertrauen zerstören.

    Gruss
    Pierrot

  7. #37
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    Hallo Andy,
    ich bin Anfang 2008 mit knapp 46 Jahren operiert worden. Mit nun rd. 1 1/2 Jahren Abstand muss ich sagen, dass es die einzig richtige Entscheidung war. Meine PSA-Werte sind top, Inkontinenz und Impotenz sind so gut wie kein Thema.
    Schau dir mein Profil an.
    Zur Frage, wie gehe ich nach außen mit meiner Krankheit um, kann ich dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass mir die Offenheit gegenüber meinen Freunden und Kollegen sehr geholfen hat, mit der Diagnose Krebs zurecht zu kommen. Allein die Tatsache, dass nach meiner Rückkehr an den Arbeitsplatz nach rd. 3 Monaten mir die Kollegen in den ersten Wochen den Schreibtisch noch ein bisschen freigehalten haben, hat mir die Wiedereingleiderung deutlich erleichtert. Dies wäre sicher nicht der Fall gewesen, wenn die Kollegen nicht gewusst hätten, welche geundheitlichen Probleme ich habe. Selbstverständlich sollte man sich keine Schelle anhängen und die Diagnose auf die Stirn schreiben, aber die Personen im direkten Umfeld dürften über die Situation informiert sein. Außerdem bin ich der Meinung, dass mir so manches Gespräch mit Kollegen und Freunden geholfen hat, aus dem tiefen Loch, in das auch ich gefallen war, leichter herauszukommen.
    Wie du persönlich damit umgehst, musst du natürlich selber entscheiden.
    Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich auch gerne per mail kontaktieren.
    Ich wünsche dir alles Gute für die bevorstehende OP.

    Gruß
    Winfried45

  8. #38
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    Hallo Andy !

    Wie man in der Öffentlichkeit mit Seiner Krankheit umgeht, ist für mich eine Einzelfall-Entscheidung. Jeder meiner Vorschreiber hatte für sich eine plausible Begründung.
    Ich bin Freiberufler und habe mich damals entschlossen, meine Krankheit geheim zu halten.(Bis auf Familie und einigen nahestehdenden Bekannten)

    Noch vor einigen Wochen habe ich meine Entscheidung bestätigt bekommen: Ich empfahl einem meiner Kunden eine Firma (Einzelperson). Darauf mein Kunde: "Das schafft der doch gar nicht mehr, der hat doch Prostatakrebs" !
    Solche Äußerungen hatte ich schon mehrfach vor meiner Diagnose gehört und auch noch danach.

    Gruß
    Bernhard A.

  9. #39
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    Zitat Zitat von Helmut.2 Beitrag anzeigen
    Liebe Leidensgenossen!

    Heute erhielt ich über PN diese Nachricht bzw. Frage gestellt wegen des o.g. Beitrages und ich glaube, daß es viele unserer neuen Forumteilnehmer interessieren würde wie OXY:

    Zitat von OXY: Hallo Helmut2-beim Lesen eines Beitrages von Dir bin ich auf Deine PKH gestoßen.Du scheinst einer der Wenigen zu sein, die sich so lange dem Untier widersetzt haben.Laut Deiner Eintragungen hast Du Dich in 07/98 einer REP unterzogen, nach ca. 2 Jahren wuchs der PSA Wert wieder an und in 02/04 wurde bei Dir eine Prostatastanze-Sicherung des Rezidivs durchgeführt. Eine erneute Stanzung war sicherlich nicht möglich, aber woher hast Du nach so langer Zeit das Stanzmaterial herbekommen? Oder handelt es sich nur um Einholung einer Zweitmeinung? Welcher Kostenaufwand steht dahinter und zu welchem Zweck wurde die Untersuchung durchgeführt?Ich habe einen ähnlcihen Befund nach der OP gehabt und auch bei mir steigt der Wert inwischen wieder an. Stehe deshalb vor der Entscheidung:was nun?
    Bestrahlung kommt allerdings mehr in Frage, da ich selbige gleich nach der OP bekam.
    Mfg OXY
    ******************
    Ende 2003 war ich mal wieder auf der Suche nach einem Urologen und sollte möglichst ein sehr gutes Fachwissen über unseren PCa haben und in dieser Zeit schrieb auch Dr. E. viel Interessante Beiträge im Forum und erfuhr letztlich, daß Er in Bad Reichenhall seine Praxis hat.

    So stellte ich mich Anfangs 2004 bei Dr. E vor und bei der Untersuchung fragte Er so beiläufig, ob ich schon ein Zweitbefund habe machen lassen? ich war erstaunt, Zweitbefund? nach 8 (acht) Jahren? und woher? Er sagte, natürlich von dem Pathologen der die Erstbewertung durch geführt hat! Dann kam noch was erstaunliches hin zu, Er fragte ob ich schon eine Knochendichte Messung durch führen ließ! Gesagt und Getan, die Sprechstunden Hilfe -übrigens sehr nette Damen- hat gleich im Städt. Krankenhaus Bad Reichenhall am gleichen Tag ein Termin für ein qCT = quantitatives Computer Tomographie vereinbart und was kam raus, T= -3.64, Z = -2.0; Osteoporose eindeutig!

    Ach ja, dem Pathologen, der die Biopsien vom Erstbefund hatte, habe ich geschrieben mit der Bitte, daß Er die Biopsien zu Prof. Helpapp -Referenzpathologe- nach Institut f. Pathologie Hegau Klinikum Virchowstr. 10 78224 Singen/Htwl. mit einer Überweisung "zur Zweitbegutachtung" zugesandt! Und was kam raus? GIIb GS 4+3 (7) ja da kam Freude auf aber nicht die Freude die man hat wenn einem was Gutes widerfährt!

    Im Nachhinein habe ich erfahren, daß die Biopsien und die in Paraffinblöcke eingegossenen Prostatakrebs Gewebe die Pathologen dazu gesetztlich verpflichtet sind, diese 10 Jahre aufzubewahren! Ja 10 Jahre und 8 Jahre sind schon vergangen nach meiner REP Juli´98.

    Nun hörte ich aber im Mai 2007 vom TKTL-1 Enzym und da brauchte man ebenfalls diese "eingegossenen PCa Paraffinblöcke" da natürlich diese nach der Zweitbegutachtung von Prof. Helpapp wieder zurück zum ersten Pathologen zurück gesandt wurden habe ich sie von dort wieder angefordert um sie TKTL-1 untersuchen zu lassen -siehe Profil-. Nach dieser Untersuchung, habe ich diese mir mit dem "TKTL-1 pathologischen Bericht" zukommen lassen! Und nun, liegen sie vor mir, je 2 Biopsien in 2 hellgrünen Behälterchen 40x28x6 mm ähnlich wie Schlitten und in gleicher Größe 3 weiße Behälterchen und 7 in Paraffinblöcken große 40x28x22 mm ähnlich wie Schlitten aussehend, die, wie man deutlich das Gewebe sieht, ganz fein zur Untersuchung aufgeschnitten werden! Diese Paraffinblöcke nehme ich jetzt selbst zur Bewahrung auf, denn man kann nie Wissen ob man sie doch noch benötigt!

    Nun ja, wie Ihr im Profil seht, ging das Prozetere mit meiner Prostatakrebsgeschichte weiter...! Hoffe, ich habe euch nicht mit dieser Kurzgeschichte gelangweilt und verbleibe
    mit herzlichen Grüßen
    Helmut
    Hallo Helmut, herzlichen Dank für Deine ausführliche Darstellung und die Vervollkommnung Deiner PKH.
    Hast Du bezüglich einer zweiten Begutachtung Dir einen zweiten Begutachter ausgesucht, bzw. diesen um eine Zweitbegutachtung gebeten? Wer hat die Proben angefordert? Oder hat das alles Dein behandelnder Urologe in die Wege geleitet?
    Gibt es dazu hinsichtlich der Kostenfrage eine Abdeckung durch die Krankenkasse?
    Was verbirgt sich eigentlich hinter dem TKTL-1 Enzym?
    Mfg
    OXY

  10. #40
    Helmut.2 Gast

    Prostata Krebs was nun... die Angst frisst die Seele auf.

    Grüß Dich Ottocar,
    Hast Du bezüglich einer zweiten Begutachtung Dir einen zweiten Begutachter ausgesucht, bzw. diesen um eine Zweitbegutachtung gebeten? Wer hat die Proben angefordert? Oder hat das alles Dein behandelnder Urologe in die Wege geleitet?
    Referenzpathologe Herr Prof. Helpapp wurde mir vom Urologe Dr. E empfohlen, Er stellte auch eine Überweisung zwecks "Zweitbewertung" aus! Habe beim ersten Pathologen meine Biopsien samt den in Paraffinblöcken eingegossenen Prostatakarcinomgewebe angefordert mit der Bitte sie in das o.g. Institut zu senden. Am gleichen Tag habe ich einen Brief an Herrn Prof. Helpapp geschrieben mit beiliegender Überweisung! Die TKK hat die Kosten anstandslos übernommen.
    Gibt es dazu hinsichtlich der Kostenfrage eine Abdeckung durch die Krankenkasse?
    Die Kosten einer "Zweitbewertung" wird von den Kassen in jeden Fall übernommen, ich kenne es nicht anderst!
    Was verbirgt sich eigentlich hinter dem TKTL-1 Enzym?
    Wenn man TKTL-1 positiv ist, ernährt sich der Prostatakrebs nicht nur vom Testosteron und DHT = Dihydrotestosteron sondern auch von Kohlenhydraten und gerade sie, sollte man bis auf ca. 75 g pro Tag reduzieren! Neuerdings gibt es auch einen Blutwert TKTL-1 aber nicht alle Labore -nehme ich an- machen diesen Test, Bitte vorher nachfragen!

    Gerne beantworte ich Dir weitere Fragen, was mein Profil und meine Beiträge betrifft!
    Liebe Grüße, Helmut

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