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Thema: ...OP - dann HB2 + Bestrahlung ??? Warum

  1. #11
    Pinguin Gast
    Berechtigte Schelte oder nur Rundumschlag?

    Hallo Bernhard, auch wenn Du im Großen und Ganzen mit Deinen erneut ziemlich drastischen Verurteilungen an die Adresse der "weißen Halbgötter", wie Du sie nennst, nicht nur auf Zustimmung stoßen wirst, so mögest Du von mir, wenn auch unterschwellig ebenso empört über Fehler, wenn es denn immer wirklich welche waren, die Empfehlung bitte entgegen nehmen, nun nicht ständig weiter Öl ins Feuer zu gießen. Damit hilfst Du weder dem Mann von Ulla noch tust Du damit dem Forum einen Gefallen. Ob Deine Berufskollegen im Ernstfall, gegen einen Kollegen auszusagen bereit wären, wenn der einen Bock geschossen hat, sollte lieber ungeklärt bleiben.

    P.S.: Pardon "Herrgötter in Weiss" lautete es ja.

    "In manchem Lächeln ist ein Schwert verborgen"
    (Aus Japan)

  2. #12
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    Hallo Hutschi !

    Du hast mir vor einigen Wochen gesagt, daß Knut durchaus für sich allein sprechen kann und meine Hilfe nicht brauchen würde !

    Das solltest Du dann auch für Dich gelten lassen. Ulla kann sich ebenfalls ohne Deine Hilfe hier äußern, soweit kenne ich Sie .

    Gruß
    Bernhard A.

  3. #13
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    Hallo liebe Mitstreiter,

    sehe eben die Nachrichten auf meine Antwort an Daniel Schmidt.
    Sicherlich bringt es nichts zurückzuschauen !
    Man hat doch aber auch noch ein Empfinden dafür, was passt und was nicht in Ordnung ist !
    Und wenn das Vertrauen nun einmal so untergraben wurde, dann wird es eben schwierig !
    Wenn die Ethik auf der Strecke bleibt und nur noch der schnöde Mommon reagiert - ja da muss man gewaltig dagegen ankämpfen !
    Dazu bin ich bereit obwohl ich durch die Umstände nicht mehr viel Energiereserven habe.
    Ich hätte keine Probleme damit, dem gesamten Tumorkomplott meine Meinung zu sagen (Patienten oder deren Angehörige können dort nicht sprechen wurde mir von einem der Beteiligten erklärt).
    Wie schon erwähnt, würde es den Rahmen sprengen, alles hier niederzuschreiben. In der Addition aller Dinge, die schief gelaufen sind und schlichtweg unglaublich waren, muss ich mich ohnehin wundern, daß ich nicht noch wütender bin.
    Leidvoll muss ich mitansehen, daß mein lieber Mann nun von dieser Berufsgruppe abhängig ist.

    Gruß
    Ulla

    PS.:
    Ja Bernhard, wir könnten uns das nicht erlauben !

  4. #14
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    Hallo Ulla,

    obwohl Du rationalen Argumenten gegenüber in Deiner derzeitigen Verfassung nicht sonderlich aufgeschlossen erscheinst, möchte ich zu Deiner Frage, warum Bestrahlung und Hormonblockade?, nochmals eine andere Quelle zitieren:

    Prof. Breul, Freiburg:

    Die neoadjuvente Therapie vor Radiation bzw. adjuvant als Begleittherapie ist bei lokal fortgeschrittenen Karzinomen inzwischen breit akzeptiert. In einer randomisierten Phase III Studie zeigten Bolla und seine Mitarbeiter, dass sich bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (T3 - T4) durch Androgensuppression mit einem LHRH-Agonisten während und drei Jahre nach der Strahlentherapie die krankheitsfreie Zeit und das Gesamtüberleben im Vergleich zur Kontrollgruppe (nur Strahlentherapie) signifikant verbesserte. (Bolla et al., 2002).

    Vielleicht kannst Du jetzt die Folgehtherapien bei Deinem Mann in einem besseren Licht sehen. Auf jeden Fall besser als gegen das angebliche "Tumorkomplott" zu wettern.

    Gruß

    Hansjörg Burger

  5. #15
    Pinguin Gast
    Rundumschläge und Tumorkomplott

    Obwohl ich mir inzwischen ein etwas dickeres Fell zugelegt habe, bin ich immer noch genug Mimose, um auf Verallgemeinerungen und kollektive Vorverurteilungen sehr empfindlich zu reagieren. Das Wort Rundumschläge habe ich hier eingestellt, weil mir diese ständige Anmache an die Adresse Daniels aus immer wieder der selben Ecke inzwischen auf die Nerven geht. Das Wort Tumorkomplott, selbst aus dem größten, verständlichen Frust entsprungen, sollte schnell wieder vergessen, besser überlesen und überhaupt ignoriert werden. So springt man ja nicht einmal mit einem wirklichen Feind herum, während es hier immerhin um Mediziner geht, Fehler hin - Fehler her - die sicher keinen Gedanken in Richtung Komplott verschwendet haben.

    "Weitschweifig werden die, die nichts unter dem Schweif haben"
    (Friedrich Georg Jünger)

  6. #16
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    Hallo Hansjörg,

    Empfehlungen zur Strahlentherapie sind hier schön und gut.
    Ich lese die Beitrag mit großem Interesse und Danke auch ganz herzlich für die Infos !

    Demgegenüber steht doch aber die Aussage, daß ... "wenn das mit dem Plattenepithel im Lymphknoten so wäre, man hätte nicht bestrahlen dürfen !!"

    Um diese Aussage unseres Strahlentherapeuten geht es !!!!

    Als er den fehlenden Path. Befund von uns bekam - und sonderbarerweise nicht für die Vervollständigung seiner Pat.-Akte entgegennahm !!!!- wollte er von seiner Aussage am Tag vorher nichts mehr wissen, weil er sah, daß es eben doch stimmte mit dem Plattenepithel im Lymphknoten !

    In meinem Beitrag vom 01.10.2009 23:15 Uhr stellte ich an Daniel Schmidt 3 gezielte Fragen wegen der bekannten Umstände. (Wenn es interessiert - bitte lesen, dann versteht man die ganze Sache wohl besser !)

    Daniel Schmidt antwortet als Strahlentherapeut:

    Die Strahlentherapie ist schon gelaufen, also warum diese Frage jetzt?

    Daniel Schmidt war für mich DIE Anlaufstelle, um eine ehrliche Antwort zu bekommen.
    Ich kann mich anhand seiner vorzitierten Antwort nicht des Eindruckes verwehren, daß im entscheiden Fall eben Kollegen doch zusammenhalten.

    Naja, es wird vielleicht noch andere geben, die man befragen kann.

    Gruß
    Ulla

  7. #17
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    Hallo Hutschi,

    sei bitte nicht böse !
    Ich darf bemerken - hier geht es um die Geschichte meines Mannes und nicht um Verallgemeinerungen !

    Mit den besten Grüßen
    Ulla


    PS.: Könnte es sein, daß Du vielleicht auch Arzt bist ?

    Nachtrag:
    Daniel Schmidt ist nun auch an Bord !
    Vielleicht kann ich nach seiner Aufklärung heute Nacht besser schlafen.

  8. #18
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    Zitat Zitat von paul007 Beitrag anzeigen
    Demgegenüber steht doch aber die Aussage, daß ... "wenn das mit dem Plattenepithel im Lymphknoten so wäre, man hätte nicht bestrahlen dürfen !!
    Hallo Ulla,

    Plattenepithel-Karzinome scheinen ein noch schwierigeres Gebiet zu sein, als die Prostatakarzinome mit denen wir uns herumschlagen.

    Ich habe versucht übers Internet mich schlau zu machen. Aber dort habe ich nicht gelesen, dass sie nicht bestrahlt werden dürfen. Im Gegenteil, die Bestrahlung wird oft empfohlen, wenn nicht operiert werden kann.

    Aber jetzt muss ich vorsichtig sein. Ich bin kein Mediziner und habe mir das nur aus dem Internet angelesen.

    Falls Du aber die Frage mit dem Plattenepithel objektiv und unabhängig geklärt haben willst, dann rufe den KID, das ist der Krebsinformationsdienst vom DKFZ in Heidelberg an:

    0800 420 30 40.

    Gruß

    Hansjörg Burger
    und ein gutes Nächtle, wie man bei uns in Baden sagt!

    PS: Manchmal siehst Du Gespenster. Ich finde es amüsant, unseren Hutschi in die "Ärzteecke" zu stellen zu wollen. Er ist genauso ein Betroffener wie ich und Dein Mann. Aber der PK macht auch vor Ärzten nicht halt!

  9. #19
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    Hallo Hansjörg,

    danke Dir vielmals für die Info !
    Ich werde mich morgen dort einmal schlaumachen.
    Gespenster sehe ich Gott sei Dank noch nicht - aber wer weiss was noch alles kommt !
    Es lag eben der Verdacht nahe - weil Hutschi in Verteidigung für die Ärzte ging - daß er vielleicht selber ein Arzt ist / war.
    Ich bin hier im Forum ja eine Neue und habe kein Insiderwissen wie die alten Hasen.

    Gruß - und auch eine gute Nacht !
    Ulla

  10. #20
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    Zitat Zitat von paul007 Beitrag anzeigen
    Hallo Hansjörg,

    Daniel Schmidt war für mich DIE Anlaufstelle, um eine ehrliche Antwort zu bekommen.
    Ich kann mich anhand seiner vorzitierten Antwort nicht des Eindruckes verwehren, daß im entscheiden Fall eben Kollegen doch zusammenhalten.
    Es war mir nicht bewusst, dass Ihr Mann nur eine Lymphknotenmetastase mit PlattenepithelCa hatte.
    In dem histopathologischen Befund des Profils heisst es ja pN1. Dies darf nur stehen, wenn die Zellen in dem Lymphknoten auch auf den Primärtumor zurückzuführen sind. Somit ist entweder der histopathologische Befund falsch, oder es sind sowohl Plattenepithel als auch Adenokarzinomzellen in dem Lymphknoten, oder Ihr Mann hat sogar 2 Lymphknoten befallen: einen mit PlattenepithelCa und einen mit AdenoCa von der Prostata.

    Selbst, wenn dort PlattenepithelCa-Zellen waren, denke ich dass die Strahlentherapie trotzdem sinnvoll war.


    Wenn Sie weitere Infos haben möchte, schlage ich vor, dass Sie Kopien der histopathologischen Berichte einscannen, anonymisieren und zur Verfügung stellen.

    Wenn Sie übrigens nochmals mit Beschuldigungen kommen und behaupten ich würde nur Kollegen "decken" wollen, ist die Diskussion für mich beendet.
    Ich mach das hier in meiner Freizeit.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

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