Zitat Zitat von JoScho
Sollte sich so kurz nach OP jedoch der PSA Wert größer 1 bestätigen dann ist unverzügliches Gegensteuern angesagt.
Ganz klar, Joachim, denn vom unmessbaren Bereich auf PSA 1,06 innerhalb 3 Monaten wäre nicht nur ein sehr schneller Anstieg, sondern auch ein deutliches Überschreiten der Schwelle eines PSA-Rezidivs. Die Definition eines PSA-Rezidivs wird von Weißbach / Sedlmayr wie folgt beschrieben:

Nach Operation

Über die genaue Relapse-Definition
gibt es wegen der unterschiedlichen
kommerziellen Tests keinen Konsens.
Eine Zusammenstellung ultrasensi-
tiver Tests nennt untere Meßwerte
von 0,02–0,001 ng/ml. Für den klini-
schen Gebrauch wird jedoch
allgemein ein Cut-off von 0,2
ng/ml als Grenzwert genannt. Ande-
re Autoren verlegen diesen Wert
nach oben auf 0,4 bzw. 0,5 ng/ml,
um in einen Bereich zu gelangen,
der Arzt und Patienten „diagnosti-
sche und therapeutische Sicherheit“
gibt. Gefordert werden auch für ope-
rierte Patienten mehrere Bestimmun-
gen, um den Verdacht eines PSA-
Rezidivs zu erhärten und um die
PSA-Anstiegsgeschwindigkeit bzw.
die PSA-Doubling-Time (PSA-DT)
messen zu können.

Das stammt aus 2004. Inzwischen sind wir mit den Erkenntnissen zur Zuverlässigkeit der sensitiven Messverfahren viel weiter. Ich meine, gelesen zu haben, dass PSA-Rezidive bei Anstiegen, gemessen mit sensitiven Verfahren, ab 0,1 angenommen werden.