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Thema: bin seit gestern positiv

  1. #271
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    Hallo Hansjörg,
    danke für deine Antwort.
    Sicher stellt die Bestrahlung eine Behandlungsoption dar, doch ist diese, auch so wie alle anderen Maßnahmen, nichts Einhundertprozentiges und mit glücklichen Umständen verbunden. So wie ich bei den operierten Patienten zu den 20 % gehöre, die nicht so viel Glück hatten, kann es bei der Bestrahlung auch passieren.
    Sicher hast du Recht, dass man es am Wohnort machen sollte, denn sonst sind die Unterbringungskosten höher als die Behandlungskosten.
    Bei uns gibt es ein IMRT an der UNI-Klinik, wo ich mich schon vor der OP bestrahlen lassen wollte. Ist denn davon auszugehen, dass man dort die 3D-konformale Bestrahlung beherrscht?
    Weißt du denn, wie die maximale Schonung erreicht wird oder sagt man das nur so? Der Darm liegt ja unmittelbar an der dortigen Stelle an, wo früher die Prostata war, jetzt hat er vielleicht den Platz der Prostata eingenommen und liegt an der Harnröhre?
    LG
    Günter

  2. #272
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    Hallo Günther
    aus meiner Sicht ist:
    1. der Trend noch nicht eindeutig wie der PSA-Wert am 08.02.2012 zeigt ( war das im gleichen Labor ?).
    2. daher auch noch keine Klarheit über die Dynamik gegeben, Stichwort Verdopplungzeiten als Orientierungsgrösse.
    3. die 0,2 ng/ml noch nicht erreicht.

    Also ich wär da noch etwas gelassener.

    Wenn Du unsererm "Mitstreiter" sein Alter -12 Jahre älter als Du- als Perspektive aufzeigst so gilt das auch für Dich.
    Denn bei einem Rezidv hättest auch Du im Mittel 8 Jahre bis zu Metastase und dann noch im Mittel 5 Jahre bis zum Tod am Karzinom wenn Du nichts machst. Also im Mittel 13 Jahre, dann wärst Du 73. Mit Hornontherpie kämen noch ein paar Jahr dazu.

    Die Alternativ ist zu bestrahlen, dabei die Chance, aber leider nicht die Garantie, zu haben das loszusein.
    Allerdings auf jedenfall mit mehr oder weniger Nebenwirkungen temporär oder dauerhaft leben zu müssen.

    Das gilt es abzuwägen, was ich für mich auch schon tun mußte. Bisher bin ich damit zufrieden.


    Alles Gute

    Gruß
    Wolfgang


    Gruß
    Wolfgang

    Gruß
    Wolfgang

  3. #273
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    Hallo Günter, bin da ein wenig unschlüssig..
    Ich habe schon vielfach gehört und auch gelesen, dass es heutzutage zu mehr Rezidiven kommt, weil nervschonend operiert wird. Heisst das denn dann im Klartext, dass Restgewebe nur bei schlechten Operateuren bestehen bleibt?? und was ist mit den Prostatageweberesten am Blasenhals??? Ich denke es besteht durchaus die Möglichkeit auf gutartiges Restgewebe das minimal PSA produziert.
    Vielleicht liest Herr Prof.Schostak ja mal hier mit und lässt uns seine Sicht der Dinge wissen.
    Gruss
    rembert

  4. #274
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    Hallo Rembert,
    wollen wir uns damit beruhigen und hoffen, dass es so ist!
    Wollen wir hoffen, dass unsere Operateure die berühmte unruhige Hand hatten und immer mal ein wenig haben stehen lassen.
    Sonst eher nicht!
    LG
    Günter

  5. #275
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    Hallo Wolfgang,
    danke für deine Nachricht.
    Natürlich hast du Recht, jedes Lebensalter ist lebenswert.
    Nur, ich wäre unter Berücksichtigung des von dir gesagtem mit 72 Jahren gelassener. Der letzte Ausreißer war eine fast Verdreifachung im selben Labor, jedoch unter 0,2.
    Wenn die Volatilität so bleibt, würde ich sogar bis 0,3 oder 0,4 warten. Wenn sich der Wert aber bei größer 0,2 einbrennt, na, dann muss ich wohl.
    Ich möchte einfach Zeit schinden, denn durch die Nebenwirkungen wird die Gesamtsituation nicht besser, ich aber älter. Wenn ich mit der Bestrahlung mal Glück haben sollte, treffen die den Herd auch mit einem PSA von 0,4 und wenn ich Pech habe, treffen die den Herd mit 0,2 nicht und außer Nebenwirkungen ist nichts passiert.
    Für mich bleiben die Nebenwirkungen am Darm der Dreh-und Angelpunkt. Was mit den Schleimhäuten in der Harnröhre passiert und mit den Dichtflächen der Schließmuskel, weiß auch keiner.
    Mir wurde die Erstbestrahlung dadurch ausgeredet, dass sich die Inkontinenz bei der OP mit 2 % gleich einstellen kann, jedoch sich nach einer Bestrahlung mit einem höheren Prozentsatz in zehn Jahren einstellen wird.
    Was habe ich nun eigentlich gekonnt?
    Ich lebe weiter von PSA zu PSA – die Hoffnung stirbt zuletzt!
    LG
    Günter

  6. #276
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    Guten Abend Günter und Rembert und alle anderen die mitlesen.

    Gutartiges Restgewebe steht im Zusammenhang mit den heutigen Nervschonenden OP - der Nervenbereich wird geschont sonst wäre es ja keine Nervschonende OP plus geht die Prostata ja in die Blase über auch hier gibt es keine Unterscheidung
    wie in einem Schachspiel wweiss oder schwarz.

    Fakt ist das es heute öfters Rest PSA Werte gibt wie früher, ich bin mir sicher das dies auch jedem OP Urologen klar ist und dieses das auch regelmässsig Ihren Patienten so weitergeben.

    Fakt ist das PSA Werte ausgelöst durch ein Karzinom sich nicht mehr zurückbilden, sprich wenn der Wert mal gestiegen ist geht er nicht mehr zurück. Dies im Gegensatz zu gutartigen Restgewebe welches sich warum auch immer entzünden kann und
    die PSA Werte sich somit wieder zurück entwicklen können.

    Ich habe das selber ja schon erlebt Wert gib auf 0.287 also auf den Wert für einen Bestrahlungstermin, welchen ich an anstehen hatte letzte Kontrollmessung ergab dann einen Wert von 0.016. ( alle Werte wurden doppelt geprüft sprich neue Blutproben ).

    Also es gibt sicher die Möglichkeit von gutartigen Restgewebe siehe auch die Aussage zur Martini Klinik welche sicher einen guten Ruf geniesst.

    Dir Günter wünsche ich alles Gute der PSA Wert von 0.05 sollte dich eigentlich nicht beunruhigen Bestrahlungen sind leider auch nicht ohne und wenn es dann soweit sein sollte stehen die Chancen dann auch nur bei scheinbar 50 %.

    Wie schlecht ist dann ein Wert von 0.05.

    Gruss Andy

  7. #277
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    Meine schwachen Nerven sind mein größter Feind!

    Lieber Andy,
    du bist ja richtig energisch geworden – zu Recht – ich glaube, mir sind die Nerven durchgegangen.
    Irgendwo hast du Recht, ein neuer Krebs geht in vier Wochen nicht zurück!
    Dazu kommt, die Herren Professoren wissen nicht, woher die Ausreißer nach oben kommen. Andy, dein Profil verkörpert das Musterbeispiel eines krassen PSA-Verlaufes an sich, denn bei dir hat sich ja der Wert innerhalb von vier Wochen von fast 0,3 auf 0,016 reduziert.
    Keiner hat damals mit dir so gefiebert und gelitten wie ich, ich drückte dir beide Daumen und es hat geholfen – du bist auf einem guten Weg.
    Solange die Volatilität so groß bleibt und kein eindeutiger Trend erkennbar ist, sollte man, so schwer es auch fällt, ruhig bleiben und abwarten können.
    Andy, diesen Entscheidungsnotstand kann nur jemand nachvollziehen, der ihn erlebt hat – ich lebe ihn gerade aus und es ist furchtbar.
    Was ich vergessen habe: Nach der OP musste ich besonders lange auf meinen histologischen Befund warten. Mein Prof. begründete das so, dass die Pathologen ohne Ansehen der Person in regelmäßigen Abständen mal eine Probe besonders tiefgründig prüfen – das war ausgerechnet meine Probe. Patienten die nach mir operiert wurden hatten längst ihr Ergebnis und bei mir wurde nicht nur ich, sondern auch mein Prof. unruhig, weil ich ihn immer danach fragte. Aus heutiger Sicht eigentlich ein gutes Zeichen, dass ich mich auf die R0 und negative Lymphknoten wirklich verlassen kann.
    Es gibt noch viel Ungereimtes in Sachen Prostata und wir müssen damit leben!
    Eins noch: Ein Kurfreund (wir stehen noch in Kontakt), der Kapseldurchbruch hatte und R1 im Befund, einseitig Nerv erhaltend (ihm wurde eine prophylaktische Bestrahlung empfohlen), hat stets einen nicht nachweisbaren PSA-Befund – auch das gibt es! (ich habe ihm empfohlen, die Bestrahlung erst einmal zu vergessen).
    Ich danke euch allen für eure Hinweise – es bleibt eine schwere Zeit!
    LG
    Günter

  8. #278
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    199
    Lieber Günter

    Ich weiss was du meinst und ich kenne das Gefühl. Leider wird jeder weitere PSA Test die gleichen Gefühle auslösen.

    Ich drücke dir die Daumen für den nächsten Test.

    Gruss Andy

  9. #279
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    Hallo angst52,
    Falls Du noch nicht auf eine Therapie festgelegt bist,mache Dich mit der Protonen-Therapie vertraut.
    Siehe auch meinen Bericht vom 26.02.2012
    Gruss manfred69

  10. #280
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    Kontrollfrist auf halbes Jahr angehoben

    Liebe Freunde,
    der letzte Wert (0,06) ist nicht super niedrig aber ein relativ gleichmäßiges Mittelmaß.
    Mein Urologe hat die Kontrollfrist auf ein halbes Jahr angehoben, was mich zuversichtlich macht.
    Ich wünsche allen Freunden im Forum alles Gute!
    LG
    Günter

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