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Thema: Active Surveillance für lokal begrenzten Prostatakrebs

  1. #11
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    Am 21. und 22. Februar fand in Amsterdam der zweite von der European School of Oncology (EOS) initiierte und hochrangig besetzte internationale Kongress zu "Active Surveillance for Low Risk Prostata Cancer" statt; der erste war vor zwei Jahren in Rotterdam. Ich war für den BPS in Amsterdam und werde eine Zusammenfassung der Gehörten und Gelernten schreiben, ein bisschen wird's aber noch dauern.

    Ralf

  2. #12
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    Bin sehr gespannt auf Deinen Bericht, lieber Ralf!

    Schorschel

  3. #13
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    Zitat Zitat von helmut.a.g. Beitrag anzeigen
    Ob ich mich allerdings an die dafür definierten Abbruchkriterien orientieren werde bleibt weiterhin dahin gestellt. Sollten sich künftig für mich adäquate Therapieoption ergeben, werde ich diese natürlich wahrnehmen.
    Auch darin liegt mit ein Vorteil in der AS-Strategie.
    Richtig, lieber Helmut!
    Der Einzige, der Abbruchkriterien für AS definieren kann und der dann entscheidet,
    ob bei Erreichen dieser Kriterien auch wirklich abgebrochen werde, ist der Patient.
    Ärzte und Leitlinien mögen ihn dabei zwar leiten, aber keinesfalls binden.
    Ich hab oben in diesem Zusammenhang zwar von 'Poker' geschrieben,
    aber Eine Garantie bieten die Leitlinien und statistische Evidenz bekanntlich auch nicht.

    Das Warten auf neue Therapieoptionen mag durchaus reizvoll sein,
    wenn man etwa an HIFU denkt oder, in meinem anders gelegenen Fall
    an die PSMA-Radiorezeptorligandentherapie:
    Die möchte ich dereinst anstelle der Chemotherapie anwenden.
    Sofern ich es bis dahin mit Zweitlinien-Hormontherapien schaffe,
    lieber mit einem Alphastrahler, als mit den heute noch üblichen Betastrahlern.


    Doch jetzt mal zurück zur DNA-Zytometrie:

    - Ist es nicht eher die lansame PSA-Entwicklung, die Dich an AS
    festhalten lässt, als die bekannte Ploidie?
    - Hätte mich so eine DNA-Diagnostik in irgendeiner Weise vom
    Entscheid zur RPE abgehalten oder darin bestärkt?
    - Würde eine bekannte Ploidie Harry in irgendeiner Weise
    unterstützen im Entscheid, was nun zu Tun sei?

    Ich zweifle, ob diese Diagnostik bei den wichtigen
    Entscheidungen wirklich hilfreich sei.

    Carpe diem!
    Hvielemi/ Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #14
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen

    Doch jetzt mal zurück zur DNA-Zytometrie:

    - Ist es nicht eher die langsame PSA-Entwicklung, die Dich an AS
    festhalten lässt, als die bekannte Ploidie?
    - Hätte mich so eine DNA-Diagnostik in irgendeiner Weise vom
    Entscheid zur RPE abgehalten oder darin bestärkt?
    - Würde eine bekannte Ploidie Harry in irgendeiner Weise
    unterstützen im Entscheid, was nun zu Tun sei?

    Ich zweifle, ob diese Diagnostik bei den wichtigen
    Entscheidungen wirklich hilfreich sei.
    Lieber Konrad,

    für meine weitere Verlaufskontrolle, Orientierung, besitzt für mich jetzt die PSA-Dynamik oberste Priorität, dass hast Du richtig erkannt. Da ich bis dato sämtliche diagnostische Möglichkeiten ausgeschöpft habe und resultierend daraus einen "tatsächlichen" Kenntnisstand (Status Quo) meiner Tumorbiologie besitze, d.h. das Ausschliessen evtl. endokriner Enitäten etc., reicht mir jetzt nur die PSA-VZ als Prognosemarker aus. Dazu gehörte für mich sehr wohl auch die DNA-ICM, genauso wie das PSA-Alert, erstellt von dem Schweizer Herrn Glättli, und die zweimalige Sättigungsbiopsie von jeweils 30 Stanzen mit dem Hinweis von Prof. H. Bonkhoff, dass ein 10%`tiges Restrisiko bestehen bleibt bzgl. evtl. nicht getroffener Tumorherde.
    Ein großes Puzzel in dem die einzelnen differenzialdiagnostischen Bausteine zusammen passen müssen.

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  5. #15
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen

    Doch jetzt mal zurück zur DNA-Zytometrie:
    ...
    Ich zweifle, ob diese Diagnostik bei den wichtigen
    Entscheidungen wirklich hilfreich sei.

    Carpe diem!
    Hvielemi/ Konrad
    Deine Zweifel sind insofern berechtigt, lieber Konrad, weil man (genau wie bei der GS-Bestimmung) logischerweise nur das Tumorgewebe untersuchen lassen kann, das bei der Biospie (ob Stanz- oder Feinnadel-Biospie) getroffen wurde. Ob in der Prostata 2 mm nebenan ein wesentlicher aggressiverer kleiner Herd sitzt, weiß man eben nie.

    Insofern ist die DNA-Zytometrie einer der vielen Bausteine einer wirklichen AS (mit dem Begriff wird mir hier im Forum nach wie vor oft zu leichtfüßig umgegangen).

    Schorschel

  6. #16
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    Zitat Zitat von Schorschel Beitrag anzeigen
    Insofern ist die DNA-Zytometrie einer der vielen Bausteine einer wirklichen AS (mit dem Begriff wird mir hier im Forum nach wie vor oft zu leichtfüßig umgegangen).
    Lieber Schorschel
    Eine wirkliche AS ist definiert durch die Leitlinien. Da hätte die DNA-Zytometrie nichts zu suchen.
    Dass sie aber im Vorfeld bei der individuellen Entscheidungsfindung durchaus ihren Platz
    haben kann, ist unbestritten, siehe dazu die Ausführungen von Helmut.

    Harry hatte OHNE DNA-Zytometrie den leitlinienkonformen Entscheid getroffen,
    nicht zu therapieren. Ich habe dies mit AS in Verbindung gebracht, da er in der Folge
    einen Progress erlitt, wie dies eine grosse Gruppe jener ebenso erleidet, die sich an
    das leitliniengerechte AS-Protokoll halten. Dieses Protokoll ist bewusst engmaschig
    gehalten, um eben diese Gruppe rechtzeitig erfassen zu können.
    Die weitmaschige, nicht ganz AS-konforme Überwachung des PSA und die späte Rebiopsie
    bei Harry haben genau das zutage gefördert, was eine 'korrekte' AS ebenfalls getan hätte,
    nur vielleicht (!) etwas später.
    Harrys Ausgangsfrage war etwa, ob jetzt, nachdem der Progress da ist,
    die DNA-Zytometrie noch was bringe.

    Ich bin ja auch einer, der zu Überdiagnostik neigt (siehe [4]), und so hab
    ich jedes Verständnis dafür, wenn jemand mehr wissen möchte über seinen
    Krebs. Die Frage, ob Überdiagnostik was bringe**, ausser das gute
    Gefühl, zu WISSEN, lass ich mal unbeantwortet.

    Carpe diem!
    Hvielemi/Konrad



    **immerhin hatte mein PSMA-PET/CT meiner Krankenkasse was gebracht:
    Das PET in Heidelberg/D war billiger als das eingesparte Knochenszintigramm in St. Gallen/CH

  7. #17
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von Schorschel
    wirklichen AS
    Was ist denn eine wirkliche AS?

    "Alles Grundsätzliche ist grundsätzlich verdächtig"
    (Werner Finck)

    Gruß Harald

  8. #18
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    Zitat Zitat von Harald_1933 Beitrag anzeigen
    Was ist denn eine wirkliche AS?
    Hallo Harald,

    das kannst Du jetzt hier nachlesen oder – in gekürzter Fassung – im neuen BPS Magazin.

    Ralf
    Geändert von RalfDm (29.06.2014 um 16:35 Uhr) Grund: Link korrigiert

  9. #19
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    Lieber Konrad,

    die Leitlinie war mir immer ziemlich wurscht...

    Zu einer "wirklichen AS", wie ich das vorhin formuliert habe, gehört für mich

    1. die Eignung für AS,
    2. eine entsprechende Lebensführung
    3. die regelmäßige Überwachung aller diagnostischen und klinischen Parameter.

    Hierüber habe ich hier...
    http://forum.prostatakrebs-bps.de/sh...cht-Schorschel
    ...ein bisschen was geschrieben.

    Dreh- und Angelpunkt bleibt für mich die PSA-Dynamik und deren Interpretation. Zu dieser gehört zwingend die Verfügbarkeit möglichst vieler Daten und Fakten, von Laborwerten bis hin zu regelmäßiger bildgebender Überwachung.

    Mein Eindruck ist, dass hier im Forum ziemlich häufig von AS die Rede ist, wenn eigentlich nichts Anderes als "wait and see" mit "ab und zu mal PSA bestimmen" gemacht wird.

    AS ist Arbeit und aktive Auseinandersetzung mit der Krankheit, ohne sich davon auffressen und sein Leben terrorisieren zu lassen. Ich habe das seit 2004 gemacht und schaue auf 10 sehr gute Jahre zurück. Und vor allem bin ich körperlich intakt (bis auf meine TURP 2012).

    Und das alles nach einem (angeblichen) T3-Zustand im November 2004 mit Kapselinfiltration (siehe mein Profil).

    Was mich betrifft: 10 Jahre AS - und es geht mir saugut! Darüber bin ich naturgemäß sehr glücklich.

    Schorschel

  10. #20
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    Zitat Zitat von RalfDm Beitrag anzeigen
    Hallo Harald,

    das kannst Du jetzt hier nachlesen oder – in gekürzter Fassung – im neuen BPS Magazin.

    Ralf
    Lieber Ralf,

    Link geht nicht auf...

    Herzliche Grüße

    Schorschel

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