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Thema: Erneuter PSA-Anstieg nach RPE

  1. #1
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    Erneuter PSA-Anstieg nach RPE

    Hallo,

    ich habe nun das Ergebniss meiner Kontrolluntersuchung. Der PSA-Wert liegt nun bei 0,12 (15.06.)nach 0,09 ng/ml im Februar 11.0.2: der verlauf seiht nun so aus. Ich bin für jeden Hinweis dankbar, wie weiter zu verfahren ist. Insbesonder auch Aussagen zur Lebenserwartung wenn keine weiter Therepie eingeleitet wird.

    Gruß
    Wolfgang

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    29.01.2005RPE
    01.03.20050,04
    01.06.20050,040,000000
    01.09.20050,040,000000
    01.02.20060,040,000000
    01.05.20060,040,000000
    01.08.20060,040,000000
    01.12.20060,040,000000
    01.03.20070,040,000000
    11.09.20070,040,000000
    29.01.20080,03-0,00007-0,00214286
    17.07.20080,050,000120,00352941
    28.10.20080,060,000100,00291262
    08.01.20090,05-0,00014-0,00416667
    15.09.20090,070,000080,0024
    11.02.20100,090,000130,00402685
    15.06.20100,120,000240,00725806

    2.2010.

  2. #2
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    Hallo Wolfgang

    Den Gedanken, diese Sache möglicherweise aussitzen zu können, solltest Du schnellstens verwerfen. Momentan sieht es nach meiner Einschätzung so aus, als ob sich tatsächlich ein Rezidiv ankündigt.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies nach dem bisherigen Verlauf ein Lokalrezidiv, welches mit einer zeitnahen Strahlentherapie noch kurativ behandelt werden kann. Im Alter von 54 Jahren, so entnehme ich dies Deinem Profil, solltest Du diese Option noch ziehen.

    Ob Du noch die nächste Messung in -3- Monaten abwarten solltest ?

    Hier dürfte es unterschiedliche Ansichten geben; für mich ist nun ein klarer Trend erkennbar, ich würde nun mit den Vorgesprächen bzw. Terminierung der Strahlentherapie beginnen.

    Bedenke, es gibt möglicherweise schon längere Wartezeiten und diese Therapie ist umso wirksamer je früher sie einsetzt.

    Viel Glück

    Reinhard

  3. #3
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    Ohne jegliche Therapie werden Sie vermutlich noch einige Jahre ohne Probleme leben.
    Die Frage ist ob "einige Jahre" Ihnen ausreichen und ob Sie bereit sind aufgrund Ihrer jetzigen Einstellung eine solche Grundentscheidung zu treffen.
    Ich stimme spertel zu, das ist mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Lokalrezidiv, dass Sie bei einem Gleason Score von 6 und bei dem niedrigen PSA-Wert mit einer Strahlentherapie für immer beseitigen können.

    Lassen Sie sich bitte helfen und heilen.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  4. #4
    Helmut.2 Gast

    Erneuter PSA-Anstieg nach RPE

    Grüß Dich wowinke,
    Zitat Zitat von wowinke Beitrag anzeigen
    Der PSA-Wert liegt nun bei 0,12 (15.06.)nach 0,09 ng/ml im Februar 11.0.2:
    PSA-VZ Berechnung: 11.02.- 0,09 ng/ml bis 15.06.2010 - 0,12 ng/ml ergibt ca. 10 Monate. Das könnte ein Lokalrezidiv sein, könnte! Aber, habe es schon bei Anderen erlebt, daß beim Lymphknotenbefall es auch langsam angeht und dann aber in die Höhe schwirrt!

    In deinem Profil kann ich nicht ersehen, daß bei deiner Prostatektomie Lymphknoten entfernt worden sind aber soviel ich weiß, muß es bei einem GS 6 nicht unbedingt der Fall sein!

    Jetzt was tun? Bei Lokalrezidiv = RT; Lymphknotenbefall = ADT 2-3 schließt Lokalrezidiv mit ein!

    Alles Gute, Helmut

  5. #5
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    Hallo Spertel, Daniel, Helmut,
    vielen Dank für die Ratschläge. Lymphknoten wurden entfernt 5 Stücke.Ich war eigentlich auch immer der Ansicht ab 0,2 die Bestrahlung einzuleiten wurde dann aber etwas "beruhigt". Ich kenn ja auch diverse Veröffentlichungen die sagen im Schnitt
    8 Jahr nach Progress Metastasen, dann weitere 5 Jahre im Schnitt bis zum Tod.

    Welche Form der Bestrahlung sollte ich wählen IMRT? Ich wäre auch dankbar für Adressen Stuttgart,Heidelberg, Mannheim Ludigsburg ggf per email.

    Vielen vielen Dank Gruß
    Wolfgang

  6. #6
    Pinguin Gast
    Hallo Wolfgang, hier wurde ich mit einer IGRT gesteuerten IMRT behandelt. Bislang ohne Probleme.

    "Aufschub ist die tödlichste Form der Ablehnung"
    (Winston Churchill)

  7. #7
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    Nach über 5 Jahren auf den kleinsten Verdacht therapieren?

    Hallo Wolfgang,


    es ist für mich bemerkenswert, wie schnell du dich offensichtlich für eine Anschlußtherapie entscheidest.

    Ich versuche mich in deine Lage zu versetzen, und würde in deiner Situation anders vorgehen.
    Das Teil-Zitat von Helmut ist auch ein Baustein.

    Zitat Zitat von Helmut.2 Beitrag anzeigen
    PSA-VZ Berechnung: 11.02.- 0,09 ng/ml bis 15.06.2010 - 0,12 ng/ml ergibt ca. 10 Monate. Das könnte ein Lokalrezidiv sein, könnte! Aber, habe es schon bei Anderen erlebt, daß beim Lymphknotenbefall es auch langsam angeht und dann aber in die Höhe schwirrt!
    Helmut
    Du hattest postoperativ "nur" einen GS 6.
    PSA vor RPE < 10
    T-Status 2b/c ?
    Keine Besonderheiten bei der pathologischen Bewertung (L-Status, PCI-Level, Perineuralscheideninvasion, HGPin's im übrigen Prostatagewebe)?
    Wieviel % betrug das Karzinom-Volumen in Bezug auf das Gesamtvolumen der Prostata?

    Somit - wahrscheinlich - einen (Kleinen?) wenig agressiven Tumor, geringe Proliferationsrate.

    In der Nachsorge wird drei Jahre lang kein PSA-Anstieg gemessen.
    Dann innerhalb von 2 Jahren ein Anstieg von nur 0,07.
    Bei diesen Mini-Messungen im Hundertstelbereich würde ich ungern von korrekten Verdopplungszeiten sprechen.
    Die Schwankungen bei den Messungen sagen das Übrige.
    Für mich ist das eine "leichte Tendenz" aber kein klarer Trend.

    Alle Empfehlungen, die dir hier gegeben werden, beruhen auf "könnte", "möglich", "wahrscheinlich". Lokalrezidiv - Systemische Erkrankung?

    Ich sehe in deinem Fall das oft herbeigewünschte "Regenerat" als Möglichkeit.

    Gesundes Gewebe der Prostata wird vom Operateur an den markanten Stellen (zum Beispiel beim Ablösen vom Blasenboden) eventuell nicht 100%ig entfernt. Wir reden hier von vielleicht einem Kubikmillimeter! Von den wenigen Drüsen geht dann ein Wachstum aus, welches zu wieder messbaren PSA-Werten im Blut führt. Da es gesund ist kann man es Anfangs nur im ultrasensitiven Bereich "entdecken".
    Werte durch ein Regenerat steigen nur sehr langsam, Werte durch ein Rezidiv schneller.

    Ich würde versuchen die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, bevor ich mich zu einer weiteren (Über-?)-Therapie entschließe:

    im 6-Wochen Rhytmus noch 2 - 3 Mal das PSA messen
    eine DNA-Z vom OP-Material anfertigen lassen (vielleicht war es nur ein Typ A? - und somit nur ein "Haustierkrebs")
    eine Zweit-Befundung des OP-Materials durch z.B. Prof. Bonkhoff, um einen wirklich aussagefähigen Befund zu haben - sind Besonderheiten vorhanden?

    Und weg mit Angst, Panik und Zeitdruck. Kein Krebs wächst durch seine Diagnose - oder weil man nur darüber redet - schneller.

    Zur Erinnerung - so würde ich es machen.
    Gruß aus dem mittleren Neckarraum bei Stuttgart

    Frank


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    vor der Therapieentscheidung



  8. #8
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    Hallo Bernet,

    vielen Dank für Deine Ausführungen Dein Ansatz ist klar: genauer klären ob überhaupt ein Risiko der Reduzierung der Lebenserwartung besteht. Das war eigentlich auch meine Ausgangsfrage.

    Kein Risiko besteht nach Deiner Auffassung wenn im Patologischengutachten keine HGP,Perinalscheideninvasionen sind, neagtivere L-Status vorliegt, die DNA-Z den Typ A aufzeigt und die Tendenz weiteren bei PSA-Messungen nicht ausgeprägt ist .


    Alles alles Gut Gruß
    Wolfgang

  9. #9
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    Hallo Wolfgang,
    Zitat Zitat von wowinke Beitrag anzeigen
    Kein Risiko besteht nach Deiner Auffassung wenn im Patologischengutachten keine HGP,Perinalscheideninvasionen sind, neagtivere L-Status vorliegt, die DNA-Z den Typ A aufzeigt und die Tendenz weiteren bei PSA-Messungen nicht ausgeprägt ist .
    kein Risiko gibt es nicht.
    Auch wenn man nach den neuen Leitlinien oder randomisierten Studien und evidenzbasierter Medizin vorgeht.

    Das Risiko minimieren, die Wahrscheinlichkeiten erhöhen.

    Wir haben nun mal außer dem PSA-Wert keine anderen Parameter - deshalb würde ich diese Werte so optimal wie möglich in Relationen setzen.

    Ferner muss nicht jeder oben zitierte Punkt zutreffen bzw. ausgeschlossen werden. Ich würde versuchen so viel wie möglich zu analysieren, um meine Entscheidung zu fundieren.
    Wenn du Anfang 2005 nur einen GS6 mit Typ A (sonst keine Besonderheiten) hattest, war die RPE eigentlich schon eine Übertherapie.

    Deshalb würde ich jetzt keinen Zeitdruck akzeptieren.
    Gruß aus dem mittleren Neckarraum bei Stuttgart

    Frank


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  10. #10
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    Wenn du Anfang 2005 nur einen GS6 mit Typ A (sonst keine Besonderheiten) hattest, war die RPE eigentlich schon eine Übertherapie.
    Das Zuschneiden der Therapie anhand von DNA-Zytometrie ist keine evidenzbasierte Methode.

    Nach einem Konsensuspaper gilt ein PSA von 0,2 ng/ml nach OP und mit bis dahin dokumentierter ansteigenden Tendenz als biochemischen Rezidiv.
    Ganz klar kann man noch abwarten. Wenn man sich die Dynamik anschaut, dann kann man davon ausgehen, dass dieser Wert Ende dieses Jahr bis Anfang nächstes Jahr bei wowinke erreicht wird.

    Ein pT2c ist nun mal mit einer erhöhten Risiko für ein Rezidiv verbunden und wir kennen alle Pathologen, die aus einem Gleason 3+3 schnell ein 3+4 oder 4+3 machen und aus einem pT2c ein pT3a. Der PSA war vor der OP knapp 10 ng/ml, das ist auch noch mal ein Risikofaktor.

    Die PSA-Dynamik spricht für ein lokales Rezidiv, eine Radiotherapie kann dies beseitigen.
    Eine Hormontherapie ist übrigens keine Alternative zur Strahlentherapie. Eine "Alternative" ist als Therapie definiert, die ähnliche Erfolgsaussichten hat. Wowinke ist noch nicht mal 60. Er braucht eine Therapie, die 20 Jahre noch hält. Das schafft keine Hormontherapie.
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

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