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Thema: Expertin: Sport sollte Bestandteil jeder Tumortherapie sein

  1. #11
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    An alle Enthusiasten,
    bei unserer sportlichen Betätigung kommt es doch darauf an, dem Krebs in der körperlichen Ausarbeitung eine Kraft entgegen zu setzen, die spürbar und unmittelbar erlebbar und nachvollziehbar ist. Will meinen, dass das Gefühl nach getaner "Arbeit" sehr gut für Leib und Seele ist. Ein Mensch wie ich z. B., brauch das Körperliche um zu Fühlen, dass ich lebe!!!!! Es wird so viel über die Selbstheilungskräfte erzählt, fabuliert und kommentiert. Ich weiß, dass ich mich durch mein tägliches Training gut fühle. Eben – gut für meinen Körper, gut für meine Seele, gut für meine Psyche – schlecht für den Krebs.
    Vielleicht hat der Eine oder Andere von Euch eine Idee, welche Elektolyte, Mineralien oder Vitamine begleitend zum Training hilfreich sein können.

    Gruß HerriS
    HS

  2. #12
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    Hallo Kollegen!

    Neben der körperlichen Aktivität möchte ich noch auf die Vorzüge regelmäßiger Saunagänge hinweisen, die zur Entschlackung und Stärkung des Immunsystems beitragen. Seit Jahrzehnten ist dies für mich entspannende Routine, wenigstens einmal in der Woche.
    Ein Detail, für welches ich auch von Ärzten keine Erklärung bekam:
    In den ersten Jahren nach meiner PK - Diagnose bildete sich (in der Sauna) unter der Ferse des rechten Fußes fast regelmäßig ein relativ großer schwarzer Fleck.
    Es bleibt natürlich Spekulation, hier einen Zusammenhang herzustellen, aber irgendein "Abfallprodukt" wurde hier entsorgt!
    Viele Grüße
    Helmut

  3. #13
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    Hallo Freunde

    Nachdem mich Wanderfreund Roland auf das Thema Sport bei Pca aufmerksam gemacht hat, möchte ich auch meinen Senf dazu geben.

    Allerdings muß ich vorausschicken, daß ich nicht unbedingt der richtige Ratgeber für "Gesundheitssport" bin. Als Extremsportler ist mein Treiben nach Meinung mancher "Experten" eher gesundheitsschädlich. Die freien Radikale und die zeitweilige Schwächung des Immunsystems sollen angeblich die Entstehung und Weiterentwicklung von Krebs fördern. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen. Sicher ist, daß nach intensiven Übungseinheiten z.B. nach einem Trainingslager oder nach einem Wettkampf das Immunsystem geschwächt ist. Fängt man sich da einen Virus ein, kommt es unweigerlich zum Infekt, was eben auf ein schwaches Immunsystem hindeutet. Übersteht man jedoch die ersten ca. 3 Tage nach einer Extrembelastung ohne Ansteckung und fährt dann mit einem moderaten Training fort, ist das Immunsystem stärker als je zuvor. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß dann Infekte zwar trotzdem vorkommen können, dann aber schon im Keime erstickt werden, z. B. nur 2 – 3 Tage Kratzen im Hals. Man könnte daraus folgern, daß beim Extremsportler übers Jahr gesehen das Immunsystem auf einem höheren Niveau den Kampf gegen abartige Zellen führt als bei einem Couch Potato.

    Was man auf jeden Fall vermeiden sollte ist eine dauerhafte Schwächung des Immunsystems. Man sieht das bei Profiathleten, die ständig krank sind, wenn man sie nicht unter Quarantäne hält. Für den Hobbysportler ist das kein Thema, da er nach Bedarf Regenerationswochen einschieben und sich über den Winter eine ausgiebige Regenerationsphase mit moderatem Training leisten kann.

    Nach meiner und vieler meiner sportlichen Altersgenossen Erfahrung scheint ein moderates aber nicht zu lasches Training von 4 bis 8 Trainingsstunden pro Woche aus gesundheitlicher Sicht optimal. Allerdings sollte man, um unterschiedliche Reize zu setzen, das Training abwechslungsreich gestalten, Z. B. wenn man sich aufs Laufen oder Walken spezialisiert 2 x 90 Minuten langsam (60% Herzfrequenz), 1 x 60 Minuten zügig (75% Herzfrequenz), 1 x 30 Minuten schnell (90% Herzfrequenz), 2 x laufspezifisches Krafttraining (Rumpfstabilisierung) 1 Ruhetag. Und nach jeder Laufeinheit natürlich Dehnungsgymnastik! Selbstverständlich kann man dieses Trainingspensum nicht aus dem Stand schaffen. Mit 20 % anfangen und im Verlaufe von 3 Monaten langsam steigern. Und natürlich vorher den Onkel Doktor fragen! Man braucht auch nicht sklavisch ein festes Wochenprogramm einhalten. Im Gegenteil, nach anerkannten Konzepten der Trainingslehre soll es eher vorteilhaft sein, auch mal eine Woche die Seele baumeln zu lassen mit vielleicht nur 2 Trainingsstunden, um dann, wenn die Euphorie erwacht, es wieder so richtig krachen zu lassen.

    Oft ergibt sich ein Motivationsproblem, wenn man, nur weil man meint es wegen der Gesundheit tun zu müssen, ein langweiliges Übungsprogramm abspulen soll. Hier kann es helfen, wenn man sich z. B. einem Lauftreff anschließt. Dann wird es auch nicht lange dauern, bis man von den Kameraden zur Teilnahme an einem Volkslauf animiert wird. Mit dieser Art von breitensportlichen Wettbewerben kann man sich immer wieder persönliche Erfolgserlebnisse schaffen und so das Feuer am Brennen halten. Auch der soziale Aspekt solcher Veranstaltung trägt zum psychischen Wohlbefinden bei. Der Austausch mit Gleichgesinnten, nach dem Rennen der wohlverdiente Sturm aufs Kuchenbuffet, Siegerehrung, Finisher Shirt und Medaillen respektvolle Anerkennung in der Familie und im Freundeskreis schaffen ein Klima, aus dem sich eine permanenten Quelle des Glücks entwickeln kann.

    Ob die Stärkung des Immunsystems durch Sport sich letztlich auf das Tumorwachstum auswirkt, ist umstritten. Kritiker meinen, daß das Immunsystem eine Ordnungsfunktion erfüllt, solange nur einzelne Krebszellen im Organismus herumgeistern. Hat sich der Krebs jedoch manifestiert und mächtige Bastionen gebildet, wird das Waffenarsenal des Immunsystems zunehmend wirkungslos. Denn die Krebszellen haben nach vielen Generationen geeignete Abwehrmechanismen entwickelt. Andererseits vertreten Befürworter der immunologischen Krebsabwehr die Hypothese, daß mit intensivem Sport und auch anderen Reizen (Sauna, Eisbaden, Echinazin etc.) das Immunsystem nach gezielter vorübergehender Schwächung angeregt wird, neue, wirksamere Angriffswaffen zu entwickeln. Damit wäre evtl. auch die in den oben angeführten Studien gefundene positive Wirkung von lebenslangem intensiven Sport zu erklären. Es kann aber auch sein, daß das Immunsystem überhaupt keine Rolle spielt und eher die sekundären Umstände des Sports den Effekt bringen, wie z. B. Reduktion von Insulin und Cholesterin (Wachstumsfaktoren), die bewußte, zielgerichtete Ernährung oder einfach das positivere Lebensgefühl des Sporttreibenden.

    Nichts genaues weis man nicht. Sicher ist auf jeden Fall, daß der Sport eine Bereicherung des Lebens mit sich bringt, auch wenn er nicht zu dessen Verlängerung beitragen sollte.

    Meine Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=169

  4. #14
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    Hallo "Sportler" und Bewegungsbegeisterte des Forums,
    Aus Beitrag 2 diesen Themas … Dabei kommt es auch vor, dass ich mir durch die Überbelastung in der Unterversorgung mit Testosteron öfters eine schmerzhafte Zerrung zulege. Jedoch nehme ich dies in Kauf da ich weiß, dass der "Wohlfühl-Effekt" durch Fitness mir diese Schmerzen versüßt.
    Nachdem ich dies mit meinem Hausarzt besprochen hatte, gab er mir zwei Probier-Packungen "anabol-loges": http://www.apomio.de/preisvergleich/...s-co-gmbh.html
    Hat schon jemand von Euch mit diesem Nahrungsergänzungsmittel Erfahrungen sammeln können?

    Gruß HerriS
    HS

  5. #15
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    Der Name ist Programm!

    Eines der vielen NEM, die besonders dem Hersteller helfen. Mehr als einen Placebo-Effekt, wirst Du damit nicht erreichen.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  6. #16
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    Hallo HerriS

    Das von Dir angesprochen Präparat hilft wahrscheinlich nur dem Hersteller und dem Apotheker. Hilfreich könnten die Inhaltstoffe Magnesium und Kalium sein aber die enthaltene Menge ist viel zu gering und das Präparat ist viel zu teuer. Sportler nehmen zur Muskelpflege täglich nach der Trainingseinheit ca. 2000 - 4000mg Magnesiumcitrat (am besten als Substanz in kg-Einheit kaufen) und 600 - 1200mg Kaliumchlorid (1-2 Kapseln Kalinor) und vor der Trainingseinheit 1000mg Vitamin C gegen freie Radikale. Johanniskrautextrakt beruhigt und kann bei Nervosität vor Wettkämpfen helfen. Noch wichtiger als diese NEMs ist Dehnungsgymnastik für die beim jeweiligen Sport beanspruchten Muskeln, denn diese neigen zu Zerrungen, wenn sie verkürzt sind. Aber nicht im kalten Zustand dehnen. Erst ca. 10 Minuten aufwärmen, z. B. (im Winter gut eingepackt) locker laufen. Behutsam dehnen, nicht mit Schwung wippen und keine Gewalt anwenden. Dann nocheinmal nach der Trainingseinheit dehnen.

    Viel Erfolg

    66+

  7. #17
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    Nach Beendigung der 2 jährigen Hormonblokade unter Casodex 150 mg wurde mir bei Verdopplungszeiten von ca. 60-70 Tagen ganz mulmig. Las ich doch bei anderen Verläufen mit gleicher Ausgangssituation daß die Verdopplungszeiten bei einem Hochrisikopatienten wie mir in der Masse der Betroffenen. schnell nach unten gehen und der Krebs aggressiver wird.

    Ich hatte ja schon immer meinen Uro Prof. mit meinen Gedanken gequält daß mein Krebs durch eine Ausnahmesituation, hervorgegangen durch die Lebensumstände, entstanden bzw. sich entwickelt hat. Nun bräuchte ich ja eigentlich nur mein Imunsystem so zu stimmulieren daß es in der Lage ist sich selbst zu helfen.
    Naja......nun will ich nicht Euch auch noch mit meinen frommen Wünschen...........quälen.......

    Allso hier nur belegbare Fakten:


    Ernährungsumstellung : Kohlehydratarm PSA Verdopplungszeit von 60-70 Tage auf ca. 100 Tage
    Sport:
    regelmäßiges Schwitzen alle 2 Tage ca. 30 min. danach kalt duschen.
    wobei sich hier jeder nach seíner Kondition die für ihn geeignette Betätigung
    aussuchen kann.
    Wirkungsvoller: WENIGER ist MEHR. In meinem Fall (Joggen) hab ich das Pensum weit nach unten
    dirigiert........aber .........regelmäßig ,,,,,,wie eine Tabletten Einnahme.........
    und danach kalt duschen.......

    PSA Verdopplungszeit von 100 auf ca. 110 .120 Tage

    Ich habe das ganze in meiner Off Phase allso in der therapiefreien Zeit angefangen , monatlich Blutwerte, PSA ermittelt ,

    ....................2 Jahre lang ..............................als Hochrisikopatient...........Gleason 9...............

    Die Magnialität meines Krebses hat sich von tetraploid ............zu..........diploid.......... verändert............. laut Prof. Böckings Untersuchung ( DNA Zytomerie )

    Prof. Böcking tippt , wie auch mein behandelnder Urologe Prof. Ebert aufs gute Imunsystem......

    ............Ich .............auch...................

    Gruß Klausi

  8. #18
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    Hallo Klausi,

    zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinen Erfolgen, wobei Du schon Glück im Unglück hattest, denn mit GS9 bist Du mit einer tetraploiden Verteilung noch auf „der Sonnenseite des Lebens“.
    Zum besseren Verständnis Deines erfolgreichen Vorgehens habe ich zwei Fragen

    1. Wurde die Erstbestimmung der Ploidie aus dem Stanzbiopsiematerial vorgenommen?
    2. Zur zweiten Messung der Ploidie, nehme ich an, wurde eine FNAB gemacht. Wann wurde diese durchgeführt?

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
    Gruß Knut

  9. #19
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    Hallo Knut,

    2005 OP Material von Prostata

    2009 OP Material von Rezidiv an der Blasenwand.....nach 2 jähriger " Umstellung" Ernährung-Stärkung Imunsystem.

    Also auch hier wieder eindeutige Aussagen zur Magnilität des Gesamttumors.

    Glück ......daß das Alles mit so "einfachen Mitteln " funktioniert.

    Danke für Deine lieben Wünsche und auch Dir Alles Gute weiterhin....und ....daß Alles so bleibt wie es ist.

    Gruß Klausi

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