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Thema: Hifu - ablatherm

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Hifu - ablatherm

    Hallo liebe Leser,
    bin neu hier bei Euch. Ich habe ein Prostata-Karzinom Gleason 6 (3+3), PSA um die 11 und
    keine erkennbaren Metastasen. Unterschiedliche Urulogen haben unterschiedliche
    Therapieangebote. Ich bin fast 75 Jahre, habe keinerlei Beschwerden und bin dabei mich fuer
    Die HIFU-ABLATHERM Behandlung zu entscheiden. Das Problem nun ist, das die Prostata
    fuer diese Behandlung verkleinert werden muesste ( alktuell 35/42 gr.) Der Uruloge schlaegt
    mir eine TURP-Behandlung zur Verkleinerung vor, was natuerlich neben der ABLATHERM-
    Behandlung ein zusaetzlicher Eingriff moeglicherweise direkt vor der HIFU waere, und die
    Belastung der Prostata bei gleicher Narkose verdoppeln wuerde.
    Nach meinem Gefuehl haette ich lieber eine anfaengliche Hormonbehandlung zur Verkleinerung
    der Prostata, was nicht im Sinne des Urulogen ist.
    Ich waere dankbar fuer einen Hinweis in dieser Richtung, die Ihr Erfahrung mit HIFU-ABLATHERM
    gemacht habt
    Danke pezeta

  2. #2
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    Hallo pezeta,

    dein Profil ist ewas mager für eine Beantwortung. Hierzu läuft zur Zeit unter der Rubrik "Fortgeschrittene" ein Parallelthread.

    Da die Hifu-Ablatherm ursprünglich für BPS und Prostatitis angedacht und konzipiert war, ist eine Ausdehnung auch mit Risiken verbunden.
    Eine vorgeschaltete TUR-P macht dann großen Sinn, wenn Prostatitis, Tumormasse mit neuroendokrinen Komponenten oder so gar intraductal in den Marker ausgewiesen wurden.

    Neben der Verkleinerung der Prostata durch die vorgeschaltete TUR-P soll auch der Blasenhals in Trichterform modelliert werden um die späteren Nekrosenreste besser dem Harnleiter zur Ausschwemmung zuzuführen.

    Weiteres bitte ich meinem Profil zu entnehmen und dem unteren Link ebenso.

    Freundliche Grüsse
    Hans-J.

  3. #3
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    Hallo Han J. danke fuer Deine mail. Mehr Daten von mir: PSA 2006 =3.85 - 2011=11.125/14.86, Biopsia 11.07 = negativ, Biopsia 06.10= positiv-Gleason 6(3+3)- T2b -
    Groesse: 02/2011 = 35/42 gr. - 4.69 x 2.30 x3.54 . KEINE Metastasen. Ab Juli 2010 homöopatische Behandlung bis Dez. 2010 ( nach Dr. Banerji-Indien) weder
    Verbesserung noch verschlechterung. Bin entschlossen zur HIFU und schon in Hamburg angemeldet. Anscheinend darf fuer die HIFU eine gewisse Groesse der
    Prostata nicht ueberschritten werden weshalb mir der Arzt TUR-P empfiehlt wegen Verkleinerung, obwohl ich mit dem Pinkeln und auch sonst ueberhaupt
    keine Probleme mit meiner Prostata habe. TUR-P scheint mir ein groesserer Eingriff als HIFU zu sein und dann noch beides zusammen. Du hattest wohl eine
    aehnliche Behandlung. Bitte beschreibe mir Deine Erfahrung und weshalb man TUR-P machte.
    Ich habe auch 8 Jahre auf meinem Segler gelebt und schliesslich bin ich auf einer Mittelmeerinsel gelandet.
    Freundliche Gruesse und vielen Dank. Pezeta

  4. #4
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    Hallo pezeta !

    Von Dir ein Zitat:
    Anscheinend darf für die HIFU eine gewisse Grö?e der Prostata nicht überschritten werden weshalb mir der Arzt TUR-P empfiehlt wegen Verkleinerung, obwohl ich mit dem Pinkeln und auch sonst überhaupt keine Probleme mit meiner Prostata habe.
    Hier meine persönliche Meinung zu Deiner geplanten Vorgehensweise:
    Für mich ist eine "TUR-P" kein kleiner Eingriff. Ein für Miktionsbeschwerden, notwendiger und sinnvoller Eingriff, soll bei Dir ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt werden. Abgesehen von den immer noch "unsicheren" Ergebnissen bei HIFu, gibt es da doch eine einfachere Methode um den PK loszuwerden. Lasse Dir, z.B. bei Dr Kahmann in Berlin, Seeds (HDL-Brachy) setzen ( 1-täglige ambulante Behandlung) und Du wirst Deine Probleme (insbesondere auf Grund Deines Alters) ohne das Risiko einer "TUR-P" los sein.

    Gruß
    Bernhard A.

  5. #5
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    Hallo pezeta&forum,

    zuerst einmal möchte ich noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass ich meine TUR-P&HIFU hier nicht schönreden werde, sondern klar die Vor/Nachteile mitteilen möchte, damit du dir ein objektives Bild machen kannst um zu einer Entscheidung zu kommen.

    Ich bin fast 75 Jahre,
    Biopsia 06.10= positiv-Gleason 6(3+3)- T2b
    Prostatagroesse: 02/2011 = 35/42 gr. - 4.69 x 2.30 x3.54 . KEINE Metastasen.
    Um von gr. auf Volumen zu kommen bedarf es der Umrechnung. Wenn auch das Volumen dann noch im Rahmen - deines Alters liegt - wird eine Verkleinerung empfohlen zur Hifu.

    Du möchtest die TUR-P nach Möglichkeit vermeiden, was durchaus verständlich erscheint.
    Die TUR-P ist ein invasiver Eingriff - bei weitem jedoch keine RPE -

    Für mich ist eine "TUR-P" kein kleiner Eingriff.
    es gibt unterschiedliche TUR-P Verfahren - auch mit entsprechend weniger Nachwirkungen.

    Bei T2b ist ein Lappen mit mehr als 50% befallen. Wie sicher ist diese Diagnose?
    Sollte ein T2c daraus werden bestehen Unwägbarkeiten.

    Die von Bernhard vorgetragen HDL Brachy ist eine Alternative.
    Sollte es jedoch zu einer Anschwellung der P. kommen mit Einengung der Harnröhre, können auch dort Komplikationen auftreten und eine TUR-P erforderlich machen.

    Hat man dir die Verkleinerung der Prostata nicht mit Finasterid/Dutasterid oder Kurzzeit ADT angetragen?

    Sollte jedoch - auch aufgrund von diagnostischer Bildgebung - dir eine TUR-P angetragen worden sein, würde ich dieses noch einmal hinterfragen, ob dieses nur der Verkleinerung zur HIFU geschuldet, oder noch andere Gründe hat.

    Meine beiden TUR-P waren unterschiedlicher Natur. Die 1. Aushobelung beider Seitenlappen+Mittelteil konfentionell. Die 2. mit Vaporis - TUR-P- Verfahren. Letztere war ein Spaziergang. Bei der ersten war ein Krankenhausaufenthalt von 5 Tagen von Nöten. Jedoch auch die Hifu - hier 2,75 Std. - hatte ihre NW. Hier jedoch sollte ich noch ausführen, dass diese eine besondere Härte hatte, weil bei mir T3 vorlag. Somit kann ich beide parallele Behandlungen jetzt im Einzelnen nicht mehr von den NW. bewerten, weil die Zuordnung schlecht möglich ist.

    Das Resultat jedoch war dann doch überraschend.
    Über unser Hobby können wir gerne noch einmal in der Plauderecke oder per email schreiben.

    Viel Glück bei der Entscheidungsfindung.
    Hans-J.

  6. #6
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    Lieber Hans-J,
    danke fuer Deine ausfuehrliche Information. Ich habe dem Urologen in Hamburg nur meine Daten per e-mail mitgeteilt.Er schlug
    mir daraufhin eine Prostataverkleinerung vor, ohne das ich eine Ahnung davon hatte wie eine solche Verkleinerung vor sich
    geht, wie ich ueberhaupt ein totaler " gringo" auf diesem Gebiet bin, besonders, wenn ich mir Euren E-mail-Verkehr ansehe
    mit den vielen Abkuerzungen und Fachausdruecken, aber das nur nebenbei; denn ich vertstehe schon was Sache ist
    und kann Deine Empfehlungen nachvollziehen.
    Nach Rueckfrage beim Urologen wie eine Verkleinerung denn aussieht, nannte er TURP ! So ging ich schnell in´s Internet
    und siehe da, TURP war ein Eingriff, der mir einfach zu schwerwiegend erschien, wollte ich doch n u r eine HIFU-ABLATHERM,
    um mich so vom Krebs zu befreien. Hier in Spanien heist es : Totale Operation - RadioTherapie - Hormontherapie.!
    Von daher kommt mir HIFU sehr entgegen, einfach auch aus dem "Bauchgefuehl " heraus. Das hat sich aber nun wegen
    TURP stark veraendert. Der Urologe bittet mich in Hamburg nun zu einer Voruntersuchung an die ich die Hoffnung knuepfe,
    dass vielleicht doch eine TURP vermeidbar ist, er sagte mir aber auch, das ich mir sonst eine andere Klinik suchen muesste.
    Es kommt dazu, das ich den HIFU und eventuellen TURP-Eingriff selbst bezahlen muss, weil ich in keiner deutschen Krankenkasse
    bin. Es spricht auch fuer HIFU, das die deutschen Krankenkassen diesen Eingriff bezahlen !
    Der Urologe erwaehnte als alternative Protata-Verkleinerung eine Behandlung mit Pillen und Spritzen, die sich ueber laengere
    Zeit hinzieht und teuer ist. Natuerlich spielen bei mir die Kosten eine Rolle !

    Hans-J., ich moechte Dich auch nicht unnoetig belasten; denn Du siehst, das ich mir noch nicht klar darueber bin eine
    HIFU-Behandlung mit TURP zu akzeptieren, ohne TURP habe ich keinerlei Probleme.
    Ich werde mich ueber die HDL-BRACHY-Therapie bei Dr. Kahmann in Berlin schlau machen.
    In jedem Falle fliege ich nach Hamburg und werde mich da selbst nach der Voruntersuchung definitiv
    entscheiden.
    Du schriebst: ...das Resultat war dann doch ueberraschend ! ....ich hoffe in positiver Sicht ?
    Ich bin Dir sehr dankbar fuer Deine Hilfe.
    Gruesse pezeta

  7. #7
    makler Gast
    Auch ich bin auf dieser Seite ein Neuling,da ich aber fast das gleiche Problem hatte,melde ich mich einmal zu Wort.Vor 3Jahren hatte ich Probleme beim Wasser lassen.Habe einer TUR-P zugestimmt,hatte aber einen PSA Wert von 17ng.Habe vom Eingriff nichts mitbekommen.5Tage Krankenhaus ,war nicht schön,aber auszuhalten.Festgestellt wurde Karzinom T1bG3.Da auf der Station eine Reclame von Hifu war (War sehr gut aufgebaut)habe ich mich dafür entschieden.Mein Urologe war nicht für eine OP.da ich mit 75 zu alt war.OP.gut überstanden,beim Wasser lassen noch Schwierigkeiten und leichte Schmerzen.Inkontinenz war ein Problem.PSA Wert o,4.Leider nach 3Jahren PSA wieder 2,6.Also ist die OP nicht ganz gelungen.Habe selbst einen Reha Antrag gestellt.Nach 6Monaten genehmigt.Der Urologe in der Reha war nicht für Hifu,sondern auch in meinen Alter für eine total OP.In meiner Gruppe von 16 Mann war ich der einzige mit Hifu.Hifu hat den Vorteil,dass man noch weitere Behandlungen mit Hifu machen kann.Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Besserung.

  8. #8
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    Hallo Pezeta,

    mit 75 Jahren hätte ich einer RPE auf keinen Fall mehr zugestimmt. Auch mein Urologe hat ganz differenziert die Möglichkleiten aufgezählt und hat ausdrücklich bestätigt, im Alter von 75 Jahren bei Beschwerdenfreiheit die LDR- und bei erhöhtem PSA >10ng/ml, die HDR-Brachy zu bevorzugen. Beide Therapieformen nehmen nur wenig von der Lebensqualität, bringen dafür aber gleich gute Heilungschancen wie die RPE.

    Als weitere Alternative sehe ich die IMRT und Tomotherapie. HiFu gehört jedenfalls, weil kapselnahes Gewebe nicht einbezogen wird, nicht dazu. HiFu halte ich lediglich für eine etwas sanftere Methode als TUR-P mittels Greenlight-Laser.

    Gruß Heribert

    Vollständige PK-Historie seit 2005 bei
    myProstate.eu
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel.
    Sie müssen sich umarmen um fliegen zu können.



    (Luciano de Crescenzo)

  9. #9
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    Ich bin kein Fan von HiFu, hatte ich wohl schon geschrieben. Folgenden Hinweis noch:

    The following were comments to a panel question about high intensity focused ultrasound (HIFU)
    • Potency outcomes about 60% – not as good as expected
    • If prior prostatitis caused calcification, ultrasound is reflected leaving untreated areas

    Die folgenden Kommentare wurden zu einer Podiums-Frage nach hochintensiven fokussierten Ultraschall (HIFU) gegeben:
    • Potenz Ergebnisse etwa 60% - nicht so gut wie erwartet
    • Wenn vorhandene Prostatitis Verkalkung verursacht hat, wird der Ultraschall reflektiert und es verbleiben unbehandelten Flächen!

  10. #10
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    Hallo an Euch alle die Ihr mir mit gutem Rat beigestanden habt:
    HANS-J, BERNHARD A, GOTZOHB, HAJOKE, MAKLER und HERIBERT !

    Ich hatte mich nach Eurer Empfehlung mit Dr. Kahmann in Berlin in Verbindung gesetzt wegen einer BRACHY Therapìe. Ich empfand
    diese Moeglichkeit tatsaechlich fuer mich als die beste, kam mit seinem Team ueberein, flog nach Berlin und wurde am 6.5.2011
    brachy-therapiert. Alles ist sehr gut abgelaufen, sehr freundliche Behandlung und fast ohne Nebenwirkungen. Nach 3 Stunden war
    ich schon wieder mit dem Taxi auf dem Wege nach Hause. Nachts sehr brennendes, schmerzvolles Pinkeln, was sich am naechsten
    Tag sofort entschieden besserte. Am 15,5, Rueckflug nach Spanien, wo ich wieder voll einsatzfaehig bin, meinen Koerper aber
    schohne. Stuhlgang und Miktion haben sich veraendert. Es sind keine Beschwerden, aber es ist nicht wie vorher.
    Wenn das meine Heilung ist, was ich klar so spuere, ziehe ich den Hut und verbeuge mich tief vor dieser Therapie mit Dr. Kahmann
    und seinem team ! Die Strahlung hat nun begonnen und wird fuer die naechsten 2 Monate intensiv sein, um nachher langsam
    abzuklingen. Was spaeter noch an Nachwirkungen auftreten kann bleibt abzuwarten.
    Ich wuensche Euch allen, immer den Umstaenden entsprechend, die allerbeste Gesundheit
    Nochmals besten Dank !
    Gruesse pezeta

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