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Thema: Johanna Budwig / Öl-Eiweiß-Kost

  1. #1
    Gerd Unterstenhöfer Gast

    Johanna Budwig / Öl-Eiweiß-Kost

    In den vergangenen Wochen hat es hier im Forum mehrere Beiträge zu Thema Johanna Budwig und Öl-Eiweiß-Kost gegeben. Die diesbezüglichen Hoffnungen und Erwartungen waren hoch.
    Ich möchte deshalb von den Erfahrungen, die Uwe Peters und ich mit diesem Konzept gemacht haben, kurz berichten:

    Vor etwa vier Jahren erhielten mein Freund Uwe und ich Kenntnis von Budwigs Überlegungen und Empfehlungen, dem Krebs mit ihrer Öl-Eiweiß-Kost zuleibe zu rücken. Uwe und mir erschien dieses Konzept so überzeugend, dass wir es konsequent über mehrere Monate angewandt haben. Wir bezogen das Leinöl von einem Spezialversandt und verwendeten es nicht nur im Rahmen von Budwigs Rezepten, sondern wir rieben uns auch – wie empfohlen – damit ein.

    Der therapeutische Effekt war jedoch gleich null. Uwe ist trotz konsequenter und monatelanger Anwendung der „Budwig-Therapie“ an Prostatakrebs gestorben und ich kämpfe weiterhin gegen das Wachstums meines Krebses, allerdings ohne den trügerischen Versprechungen von Budwig weiter zu folgen, sondern mit einem LHRH-Analogon und einem Antiandrogen.

    Herzliche Grüße

    Gerd

  2. #2
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    02.05.2006
    Beiträge
    42
    Hallo Gerd,
    lese ich richtig, dass ihr zwei den Krebs "nur" mit dieser Kost zu bekämpfen hofften, oder habt ihr daneben auch noch eine klassische Behandlung durchgeführt?
    So wie der Beitrag hier steht, löst er schon grosses Erstaunen aus.
    Gruss
    Z.

  3. #3
    Michael Gast
    Es kann nicht sein, dass sich der alte Hase Gerd nur auf eine Kosttherapie verlassen haben sollte.
    Gruß
    Michael

  4. #4
    Gerd Unterstenhöfer Gast
    Lieber Z,

    es tut mir leid, wenn ich mich nicht hinreichend klar ausgedrückt habe, aber selbstverständlich haben sowohl Uwe wie ich auch alle anderen therapeutischen Möglichkeiten gegen unseren Krebs zu nutzen versucht.

    Trotz des anfänglichen Vertrauens in die Budwig-Therapie hat sich keiner von uns beiden ausschließlich auf sie verlassen.

    Herzliche Grüße

    Gerd, der alte Hase

  5. #5
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    993
    Zitat Zitat von zuerij
    Hallo Gerd,
    lese ich richtig, dass ihr zwei den Krebs "nur" mit dieser Kost zu bekämpfen hofften, oder habt ihr daneben auch noch eine klassische Behandlung durchgeführt?
    So wie der Beitrag hier steht, löst er schon grosses Erstaunen aus.
    Gruss
    Z.
    Hallo Z.,

    die Story von Uwe Peters, dem KISP-Gründer und "Rebellen" kannst du hier auf den letzten 10 Verzeichnispunkten nachlesen.

    http://www.prostatakrebse.de/themen/intro.htm

    Gruss Ludwig

  6. #6
    HansiB Gast
    Zitat Zitat von Gerd Unterstenhöfer
    ...Der therapeutische Effekt war jedoch gleich null. Uwe ist trotz konsequenter und monatelanger Anwendung der „Budwig-Therapie“ an Prostatakrebs gestorben und ich kämpfe weiterhin gegen das Wachstums meines Krebses...
    Hallo Gerd,

    wie ist denn Deine PK-Entwicklung? Die Schuld an Uwes Tod in Verbindung mit dieser Therapie in Verbindung zu bringen ist doch etwas abwegig, er hat ja unendlich viele Therapien gemacht.

    Frau Dr. Budwig war eine hochkarätige, sehr erfahrene Naturwissenschaftlerin und hat nachweislich vielen schwer Krebskranken geholfen und geheilt. Ein weniger an Stahl, Strahl und Chemie (auch im täglichen Leben, im Haushalt und der Ernährung) ist vielleicht gar nicht so schlecht.

    Es ist eine Überlegung wert, bei einer HB-Pause, diese sanfte Therapie zu versuchen. Vermutlich hätte Fr. Dr. Budwig nur einen Patienten als Heilpraktikern übernommen, wenn sie eine Mono-Therapie machen hätte können. Nachweislich waren viele Ärzte Klienten bei Fr. Dr. Budwig. Auch Uwe Peters hat von positiven Erfahrungen berichtet.

    Zumindest für die Ernährung des Mannes von ebachstelze wäre diese Kostform sehr zu empfehlen. Vielleicht würden auch ohne Medikamente die Schmerzen nachlassen.

  7. #7
    Gerd Unterstenhöfer Gast
    Lieber HansiB,

    "Zumindest für die Ernährung des Mannes von ebachstelze wäre diese Kostform sehr zu empfehlen."

    Das erste Ziel dieses Forums ist der Erfahrungsaustausch und ich frage Dich, welche eigene Erfahrung Dir das Recht gibt, eine solche Empfehlung auszusprechen.

    "Vielleicht würden auch ohne Medikamente die Schmerzen nachlassen." --- Diese Aussage hat in meinen Augen genauso viel Sinn wie die Vermutung, dass vielleicht ab morgern das Wasser den Berg hinauf fließt.

    Gruß

    Gerd

  8. #8
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    "Warnung vor Leinöl" + Knochenmetastasen-Schmerzen

    Zitat Zitat von HansiB
    Frau Dr. Budwig war eine hochkarätige, sehr erfahrene Naturwissenschaftlerin und hat nachweislich vielen schwer Krebskranken geholfen und geheilt. Ein weniger an Stahl, Strahl und Chemie (auch im täglichen Leben, im Haushalt und der Ernährung) ist vielleicht gar nicht so schlecht.
    ja, Hansi, natürlich ist das vielleicht gar nicht so schlecht.
    Aber in Sachen Budwig-Diät
    gibts nun mal seit mehreren Jahren in der PK-Szene eine "Warnung vor Leinöl" - so der Beitrag von Wil, den er mal gemacht hat aufgrund einer Warnung von Snuffy Myers, einem er amerikanischen Onkologen.

    z.B. schrieb er schon 2001:

    "
    Wil antwortete am 12.2.2001:
    Es ist genau umgekehrt. Nach Frau Dr. Budwig ist Leinsamenöl mit Hüttenkäse ein gutes Mittel gegen Krebs. Dies mag so sein, jedoch NICHT gegen Prostatakrebs. Es hat 6 Studien gegeben über hohe Dosis Leinsamenöl bei Prostatakrebs. Vier davon fanden keinen Effekt und zwei fanden einen negativen Effekt. Seitdem raten Prostatakrebs-Experten vom Gebrauch von Leinsamenöl in größeren Mengen ab (geringe Mengen sind Ok).
    "

    Du kannst in der Leitzmann-Studie,
    http://www.promann-hamburg.de/Texte/...-ajcn-2004.pdf

    folgende zusammenfassung lesen:
    "
    In summary, our results suggest that a high ALA intake is
    associated with an increased risk of advanced prostate cancer. In
    contrast, high EPA and DHA intakes may be associated with a
    decreased risk of total and advanced prostate cancer.
    "
    Zusammenefasst legen unsere Ergebnisse nahe, dass ein hoher ALA-intake mit einer Erhöhung des Risikos für fortgeschrittenen PK verbunden ist. Im gegensatz dazu sieht es so aus, dass hohe EPA / DHA Gaben dieses Risiko vermindern."

    ALA aber ist hier nicht Alphaliponsäure, sondern alpha-línolen-säure, das in Leinöl reichlich drin ist.



    Zumindest für die Ernährung des Mannes von ebachstelze wäre diese Kostform sehr zu empfehlen. Vielleicht würden auch ohne Medikamente die Schmerzen nachlassen.
    er ist leider in einem viel zu weit fortgeschrittenem zustand, als dass irgendeine ernährung-nummer derzeit irgendwas bringen würde - die budwig-kost würde ihm nach den o.a. hinweisen vermutlich den letzten stoss geben.

    und seine schmerzen dürften in erster linie von den weit vorangeschrittenen knochenmetastasen kommen.

    grüsse,
    rudolf

  9. #9
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    Da darf ich auch noch einen Klecks meines Senfes hinzugeben: Dr. Leibowitz warnt ebenfalls vor der Anwendung von Leinenöl und tierische Fette sind auch nicht hilfreich.
    Christian
    Christian (L)

  10. #10
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    Zitat Zitat von HansiB
    Frau Dr. Budwig war eine hochkarätige, sehr erfahrene Naturwissenschaftlerin und hat nachweislich vielen schwer Krebskranken geholfen und geheilt.
    Der "Ratgeber Unkonventionelle Krebstherapien" von K. Münstedt et al. sagt zur Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig u. a.:
    "Klinische Studien sind bisher nicht durchgeführt worden. Fallbeispiele sind nicht publiziert. Die Wirksamkeit ist somit wissenschaftlich nicht ausreichend dokumentiert... Ernährungsphysiologisch kann die Kost als unbedenklich eingestuft werden. Anspruch auf Heilung sollte sie allerdings nicht erheben."
    Soviel zur nachweislichen Hilfe bei und Heilung von schwer Krebskranken.

    Ralf

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