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Thema: Nach RPE und Androgenblokade steigt PSA

  1. #1191
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    Nicht nur die sportlichen Leistungen von Konrad sondern alles ist unglaublich: seine Hilfe im Forum (trotzdem dass es ihm oft schlecht geht), er findet immer Zeit um zu erklären, zu beraten oder seine Sicht kundzutun. Einfach nur toll, danke dir Konrad immer wieder und wünsche nach wie vor nur das Beste!

  2. #1192
    Harald_1933 Gast
    Ungereimtheiten auch anderswo

    Lieber Konrad,

    Zitat Zitat von Hvielemi
    Andererseits müssen nach dem schweizerischen Krankenversicherungsgesetz KVG die Kassen bezahlen, was "wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich" sei.
    Auch ich wähnte am Anfang meiner PCa-Historie, dass alles, was der Bekämpfung von Krebs im menschlichen Körper dient zumindest von meiner Privaten Allianz bezahlt werden würde. Zumindest hatte ich das irgendwo gelesen oder auch mißverstanden. Aber Pustekuchen! Schon die Bezahlung der üppigen Rechnung für Hyperthermiebehandlungen bei: http://www.biologische-krebstherapie.com/de/ wurden mangels Beweisen an bestätigter Wirksamkeit gegen PCa abgelehnt. Auch die Bezahlung der Rechnungen für die umstrittene Galvano-Therapie wurde flugs abgelehnt. Bei der IMRT wurde der Aufschlag für die bildgeführte Bestrahlung ebenfalls in Frage gestellt und zunächst nicht bezahlt. Da ging es um 1.200.00 Euro. Die Bestrahlung selbst wurde damals mit knapp 10.000.00 Euro fakturiert und anstandslos übernommen.

    Zitat Zitat von Hvielemi
    Ich werde eine "Verfügung" verlangen müssen von der Kasse, in der sie den Entscheid gewissermassen amtlich macht, denn der Leistungsumfang ist nicht Sache der Kasse, sondern vom Gesetz genau festgelegt, gleich für alle Kassen. Mehr bezahlen dürfen die auch freiwillig nicht, denn das müssten ja dann die anderen Mitglieder über ihre Prämien finanzieren.
    Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob ähnliche Begründungen auch in Deutschland aufgestellt werden.

    Zitat Zitat von Hvielemi
    Mit der Verfügung wäre dann der Weg frei zu Einsprache und Prozess. Ob sich das lohne, werde ich mit meinen juristischen Beratern anschauen müssen. Vielleicht ist es besser, einfach mal kein neues Auto zu kaufen (was ich ohnehin nicht vorhabe ...), oder wieder mal pauschal auf die Kanaren statt an exotische Strände zu reisen.
    Zeitmangel oder ob es sich lohne, zu prozessieren, sollten keine Hinderungsgründe sein, das doch zu favorisieren. Die Frage ob neues Auto oder lieber zu günstigen bezahlbaren Bedingungen zu verreisen, ist wohl eher eine individuelle Entscheidung.

    Ich selbst habe ab dem 14. Lebensjahr und danach mit 30 Jahren als Selbständiger bis zu meinem 68. Geburtstag mit überwiegend 60 bis 70 Stunden-Wochen dafür gearbeitet, dass ich auch heute noch in der Lage bin, mehrmals im Jahr sogar exotische Strände besuchen zu können.

    Herzliche Grüße wieder von daheim.

    Harald

  3. #1193
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    Zitat Zitat von Hvielemi Beitrag anzeigen
    ... abwarten, wie sich das PSA bewege (meine Prognose: 1ng/ml)
    und was das angezielte PSMA-PET zeige.
    Tja, meine Prognosen treffen leider meistens zu.
    Am Mittwoch wurde exakt 1.00ng/ml gemessen.

    Der PSA-Express läuft schon wieder gnadenlos, was bedeutet, dass ich
    ohne weitere Therapie innert weniger als einem Vierteljahr 1'000ng/ml
    zu gewärtigen hätte. Keine angenehme Aussicht, denn in Heidelberg
    betrachtet man mich als PSMA-RLT-austherapiert, nachdem mich die
    gehabten fünf PSMA-Zyklen mit den Betastrahlern Yttrium90 und
    Lutetium177 und zuletzt dem Alphastrahler Actinium225 eineinhalb
    Jahre lang getragen hatten, allerdings mit nicht zu vernachlässigenden
    Nebenwirkungen.

    Das PET wird nun am kommenden Montag gemacht,
    wofür man ganz früh einen Extratermin für mich gefunden hat.
    Bleibt zu hoffen, dasss der Bote aus Zürich mit dem Ga68-PSMA-
    Tracer nicht in der angekündigten Kältewelle steckenbleibt.

    Meine PSA-Prognose für die hinterher erfolgende Blutentnahme,
    gebe ich diesmal auf den Hundertstel genau:
    1.41mg/ml (1.00 x Wurzel aus 2, was nach halber VZ zu erwarten wäre)


    Naja, ich nehm die Tage!
    Konrad

  4. #1194
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    Heute mal ratlos

    Meine PSA-Prognose im letzten Beitrag war etwas zu pessimistisch.
    Statt 1.41ng/ml betrug heute morgen der neue PSA-Wert 1.29ng/l.
    Die PSA-Verdoppelungszeit also diesmal gestiegen, von 9 auf 14 Tage,
    sofern man dies in den sehr kurzen Messintervallen so sagen kann.

    Wenig glücklich bin ich mit dem PSMA-PET, das bei dem niedrigen PSA-Wert
    erwartungsgemäss etwas 'blass' ausfiel. Dennoch resultiert ein vielfältiger Bericht:

    Beurteilung:

    Weitere metabolische Regredienz der ossären Metastasen am Übergang
    vom Femurkopf zum Schenkelhals links, der Lymphknotenmetastasen
    retroperitoneal und vereinzelt mesenterial sowie der Weichteilmanschette
    am Ureter links.

    Progrediente PSMA-Speicherung zweier Herde um die Pfortader, wobei der
    dorsal gelegene Herd sicher einer Lymphknotenmetastase zuzuordnen ist.

    Neu aufgetretene, PSMA-negative Sklerosezone im Os illium rechts, im
    Bereich einer vormals diskret PSMA-speichernden kleinen Osteolyse,
    somit sehr wahrscheinlich einer unter Therapie resklerotisierten (aktuell
    inaktiven) Metastase entsprechend
    .
    Freundliche Grüsse
    So ein Bisschen von 'Allem Etwas' also:
    Altbekannes mit Regredienz, Progress und Neues in Becken und Lymphknoten.
    Nahe AN der Leber, aber, wie es scheint, nicht IN der Leber.
    Einen Ansatz für eine lokale Therapie, etwa im Femur links, scheint nicht wirklich
    gegeben. Eine weitere PSMA-RLT fraglich, weil ich in der letzten Zeit keine
    guten Nierenwerte hatte (die sind heute mal wieder OK, im oberen Normbereich).
    Und bei der labilen Situation der Nieren scheint auch eine Chemo wenig prickelnd.
    Die linke Niere sieht ziemlich kaputt und ausgemergelt aus.


    Draussen ist es -12°C, Wind, und ich hab nicht die geringste Lust auf spazieren
    um den Kopf zu lüften. Mit diesem schäbigen Blut frier ich doch so schnell.
    Morgen Arztgespräch Onkologie, in einer Woche Radioonkologie.
    Wegen der trockenen Augen als Folge der PRLT seh ich morgen auch noch die
    Augenärztin und beim Magenchirurgen bin ich auch wieder mal angemeldet.


    Ein verwirrendes Puzzle, und für einmal bin ich echt ratlos...

    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  5. #1195
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    Moin Konrad,

    das hört sich alles nicht so richtig gut an, ratlos wäre ich in deiner Situation ebenfalls!
    Eine Chemo ist unter besseren Umständen vermutlich hilfreich, aber bei deiner derzeitigen
    gesundheitlichen Verfassung wohl eher zu belastend. Vielleicht kann kann eine erneute Einnahme
    von Zytiga nach der PSMA-Therapie den PSA-Anstieg über einen längeren Zeitraum mindern und
    eine Chemo zukünftig noch möglich machen. Offenbar ist die Ligandentherapie in der Lage die
    Hormonresponse wieder herzustellen. (Siehe hier) Statt Prednisolon sollte begleitend unbedingt
    Dexametason (0,5mg) genommen werden. Bei mir hat Zytiga mit Dexametason sofort angeschlagen.

    Folgender Beitrag wurde von Lowroad eingestellt (den Link finde ich gerade nicht):

    "Ein schon länger durch die medizinische Literatur geisternder Gedanke ist es, statt dem üblichen Prednisone (Prednisolon) das wirksamere Glucocorticoid Dexamethason
    einzusetzen. Die Grundlage dazu war eine Beobachtung, dass, wenn man Dexamethason oder Prednisone Patienten gibt, die einen PSA Progress unter Abiraterone erlitten
    hatten, man oftmals die Abiraterone Sensitivität wieder herstellen konnte.
    Ein Studie von Venkitaraman (Ipswich Hospital NHS and University Campus Suffolk UK), vergleicht diese Wirkung bei Prednisone im Vergleich zu Dexamethason. Dazu muss
    man wissen, dass man anfangs Abiraterone OHNE ein Cortisonpräparat einsetzen wollte. Nach Versagen der Abiraterone Monotherapie konnte Sensitivität wieder hergestellt
    werden in:
    41% der Pateinten durch Ergänzung mit Dexamethason
    22% der Pateinten durch Ergänzung mit Prednisone


    "
    Ein Versuch ist es vielleicht wert?
    Horst Günter
    Some days it's hard to find motivation .....
    some days motivation finds you!

  6. #1196
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    Danke, Horst Günter,
    für den Hinweis auf den bemerkenswerten Artikel zur PSMA-Lu177-Therapie
    im Ärzteblatt:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...-Prostatakrebs
    Nicht zuletzt lässt aufhorchen, dass die Ligandentherapie offenbar in der Lage ist,
    die Hormonresponse wieder herzustellen, ... (
    8, 9).
    Diese Surplus-Effekte sind zwar Einzelfallbeobachtungen, ...
    Ich bin während der PRLT seit September 2016 weiterhin alle drei Monate
    brav zum chemisch Kastrieren gegangen, aber einen Effekt im Sinne der
    Fussnote 8 hab ich leider nicht feststellen dürfen.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/...?dopt=Abstract
    Mit der fortgesetzten ADT habe ich mir wohl eine Menge Lebensqualität
    kaputtgemacht. Vor drei Wochen nun hab ich die Leuprorelin-Spritze
    verweigert, bin aber gemäss heutiger Messung immer noch tief im
    Kastrationsniveau (0.7nmol/l) drin mit 0.47nmol/l.

    Eine unangebrochene Monatspackung Zytiga hab ich noch von früher.
    Ob ich die mit Dexamethason wegputzen solle, besprech ich morgen
    mit dem Onkologen (Die Professorin ist wiedermal im Ausland).
    Zusätzliche Nebenwirkungen hatte ich ja kaum vom Abirateron,
    ebensowenig wie grosse Wirkungen ...

    Gute Nacht!
    Konrad

  7. #1197
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    Hallo Konrad,

    ich habe gelesen, dass es im Schnitt neun Monate dauert bis das Testosteron wieder auf Normalniveau zurückgekehrt ist. Wenn man so lange wie Du ADT gemacht hat, kann es noch länger dauern. Leider fühlst Du Dich solange nicht fit, wie das Testosteron noch niedrig ist. LowRoad verwendet wohl Toremifene, mit dem er das Testosteron schneller wieder steigen lässt.

    Ein Rechallenge mit Abirateron hatten wir letztes Jahr vorgeschlagen. Das setzt aber voraus, dass man erfolgreich die Metastasen mit den kastrationsresistenten Zellen beseitigen konnte.

    Gruß

    Georg

  8. #1198
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    Konrad,
    ich halte es für aussichtslos in Deiner Situation auf einen natürlichen Testosteronanstieg zwecks Verbesserung der Lebensqualität zu warten. Bis der Testosteronwert auch nur zuckt, wird die Progression wahrscheinlich schon so beängstigend sein, dass man unbedingt wieder eine irgendwie geartete systemische Therapie nahelegen wird. Diese wird eine ADT immer beinhalten. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    • Testosterongel, dann ist Dein Testosteronwert morgen im Normbereich (oder darüber ?)
    • Östrogenpflaster, dann geht’s Dir wie der anderen Hälfte der Menschheit, die ja auch nicht ständig rumjammert.

    Konrad, Du bist ja experimentellen Therapien durchaus nicht abgeneigt, allerdings müssten sie von Deiner Professorin kommen – wir haben dabei wenig Einfluss. Natürlich gäbe es noch diverse Optionen, aber ob die auch Gnade bei Prof. Gilessen finden würden? Abi/Dexa wäre vielleicht denkbar, frage sie mal danach.

    Viel Glück!
    Andi
    if nothing's fails, it's not real life

  9. #1199
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    Hallo Konrad,

    über Niclosamid wird schon länger diskutiert, hier neuere Erkenntnisse bezüglich
    "Strategien zur Überwindung von Resistenzen gegenüber Antihormontherapien der neuen Generation "
    siehe hier

    Gruß
    Horst Günter
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  10. #1200
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    Was kommt nun nach der PSMA-RLT?

    Lieber Andi Unterstrass

    Ich hab am Mittwoch Abi/Dexa beim vertretenden Onkologen angesprochen.
    Abirateron wäre natürlich ein Schritt zu noch weniger Testosteron,
    aber wenn's denn wirkt... Meine zu Knabengrösse geschrumpften
    Hoden bringen ohnehin nix mehr.
    Ja, warum nicht eine ohnehin bereits bezahlte Zytigadose öffnen,
    meinte er, und auch Dexamethason fand Gnade.
    Aber erst mal das Gespräch bezüglich erneuter Lokaltherapie mit
    dem Strahlemann nach den etwas wenig profilierten Vorgaben aus
    dem neuesten (tief-PSA)-PSMA-PET. Ob ich da noch ein paar Wochen
    rauskitzeln könnte und vor allem diese neuen, mich ängstigenden
    Herde an der Pfortader ausschalten könnte? Die sind zu nahe an der
    ansonsten gemäss Blutwerten intakten Leber (immerhin etwas, was
    noch gut funktioniert).

    Und diese Testosteron-Gel-Schocktherapie hab ich auch noch nicht getestet.


    Jaaa, lieber Horst Günter,
    Labormaus müsste man sein mit einem standardisierten Xenograft-Tumor.
    Aber beobachten, ob was aus dieser Ecke komme, sollte man schon.


    Egal, welche Spielchen ich treibe,
    es wird wohl bald mal auf Docetaxel hinauslaufen.
    Erst mal in einer reduzierten Dosis, wie etwa für die Zweiwochen-Variante,
    dann schauen, wie der Krebs, wie ich und meine Werte reagieren.
    Dabei schweben mir keine festen Zyklen vor, sondern Fahren auf Sicht,
    wie ich das mit der PRLT erfolgreich durchgespielt hatte.

    Den Frühling möchte ich schon noch ohne die wohl recht belastende Chemo
    erleben. Aber dazu muss der erstmal kommen. Draussen schneit's!


    Konrad


    Meine andernorts geschriebene Zusammenfassung der nun zu Ende
    gekommenen PSMA-RLT stell ich hier nich nochmal ein, aber den Link
    zum PSMA-Thread. Das ist, finde ich, ein wichtiges Papier:
    https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...455#post105455
    Kommt auch noch ins Profil.
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

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