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Thema: Nach RPE und Androgenblokade steigt PSA

  1. #1061
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    Das sind doch mal gute Nachrichten !! Freue mich für dich Konrad
    Lieben Gruß
    Rembert

  2. #1062
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    Dem schliesse ich mich an...

    Grüße

    Uwe

  3. #1063
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    Schaukelstuhl

    Danke für die Mitfreude.

    Die Schattenseite der Therapie ist, dass die Blutwerte zwar langsam aber stetig
    abnehmen in Richtung Blutarmut. Noch sind die Werte so, dass ich kein EPO
    bekomme oder gar Transfusionen, aber Kraftlosigkeit und Müdigkeit und Dauer-
    frösteln sind Begrenzungen, an die ich mich wohl gewöhnen muss.
    Das wird mich auch die Grenzen der PSMA-Therapie bringen. Ein- oder zweimal
    wird das schon noch gehen.

    Die über Jahre bewährte Vorstellung, dass es schon wieder gut werde,
    und ich wieder in den Bergen rümhüfen werde, muss ich nun beiseite legen.
    Ich freu mich nun wenn ich einen Gipfel sehe, auf dem ich schon mal war.
    Und Seilbahnen dienen nun nicht mehr nur dazu, von erklommenen Gipfeln
    wieder runterzukommen, sondern eben auch rauf, siehe Beitrag 1057.

    Vielleicht sollte ich mir zur körperlichen Ertüchtigung einen Schaukelstuhl kaufen.
    Konrad

  4. #1064
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    Lieber Konrad,
    auch ich freue mich sehr mit Dir über die positive Entwicklung ... nun, ein Schaukelstuhl ist doch ab und zu recht angenehm
    ... und beobachte u.a. auch die Thrombozyten

    servus
    Jörg
    Details unter meinem Profil

  5. #1065
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    Lieber Konrad,
    Schaukelstuhl

    Danke für die Mitfreude.

    Die Schattenseite der Therapie ist, dass die Blutwerte zwar langsam aber stetig
    abnehmen in Richtung Blutarmut. Noch sind die Werte so, dass ich kein EPO
    bekomme oder gar Transfusionen, aber Kraftlosigkeit und Müdigkeit und Dauer-
    frösteln sind Begrenzungen, an die ich mich wohl gewöhnen muss.
    Das wird mich auch die Grenzen der PSMA-Therapie bringen. Ein- oder zweimal
    wird das schon noch gehen.

    Die über Jahre bewährte Vorstellung, dass es schon wieder gut werde,
    und ich wieder in den Bergen rümhüfen werde, muss ich nun beiseite legen.
    Ich freu mich nun wenn ich einen Gipfel sehe, auf dem ich schon mal war.
    Und Seilbahnen dienen nun nicht mehr nur dazu, von erklommenen Gipfeln
    wieder runterzukommen, sondern eben auch rauf, siehe Beitrag 1057.

    Vielleicht sollte ich mir zur körperlichen Ertüchtigung einen Schaukelstuhl kaufen.
    Konrad
    Ich hoffe, nein ich bin sicher, dass dieser Abschnitt für viele betroffene Mitleser sowie für viele mit anderen bösartigen Krankheiten Betroffene nicht nur Trost bedeutet, sondern Ansporn sein kann.

    Ich bin dir, lieber Konrad, sehr dankbar, dass du deine Krankheitsgeschichte offenlegst.

    Weiterhin viel Kraft.

    Winfried

  6. #1066
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    Das ist ein sehr gutes Ergebnis!

    Diese Artikel beschreiben nur geringe Nebenwirkungen auch bei wiederholter Anwendung, allerdings auch die von Dir erwähnte Kraftlosigkeit:
    Lutetium 177 PSMA radionuclide therapy for men with prostate cancer: a review of the current literature and discussion of practical aspects of therapy

    und

    The impact of repeated cycles of radioligand therapy using [177Lu]Lu-PSMA-617 on renal function in patients with hormone refractory metastatic prostate cancer.
    "Conclusion: Even after repeated therapy cycles [bis zu sechs], Lu-PSMA did not cause significant (CTC 3° or 4°) nephrotoxicity in patients. Among the markers for the assessment of renal function, TER-MAG3 and cystatin C showed the best predictive accuracy for renal impairment after therapy."

    Georg

  7. #1067
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    hallo konrad,
    freu mich drüber das lu 177 so gut anschlägt bei dir.
    wie und was wird denn wohl entschieden in 2 monaten ?
    hängt dann wohl von der psa entwicklung ab oder ?
    wie sind denn die unterschiedlichen ansichten begründet ?

    ich bin in theraphiepause im moment noch bis zur nächsten psa messung am dienstag.
    der wert wird dann bei 5 ng/ml sein. ( siehe Profil )
    ich strebe noch mal eine PSMA Pet Untersuchung an bei dem hohen Wert.
    will halt wissen wie es ausieht mit dem Tumor.
    ob es eine Therapie Konsequenz hat ?
    werde den Verlauf dann einstellen hier.
    erst mal alles gute

    Adam

  8. #1068
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    Ein Spaziergang in Heidelberg mit einem Freund und die sechsstündige
    Heimreise per Bahn gestern haben mich an den Rand meiner Kräfte gebracht.
    Immerhin hab ich zuletzt noch die Zahnradbahn und den Spaziergang
    nach Hause gewählt, statt ein Taxi ab St. Gallen für € 60.
    Blut im Urin, trockene Augen und Mund, geschwollene Nasenschleimhäute
    und ausgeprägte Schwäche samt Mühen mit dem Schlaf waren schon sehr
    beunruhigend.
    Jetzt ist wieder etwas Speichel da, die Augen brennen nicht mehr und
    ich habe einmal mehr das Frühstück nicht erbrochen.

    Zitat Zitat von adam 60 Beitrag anzeigen
    wie und was wird denn wohl entschieden in 2 monaten ?
    hängt dann wohl von der psa entwicklung ab oder ?
    wie sind denn die unterschiedlichen ansichten begründet ?
    Nun, in Heidelberg haben die Ärzte ihre Routine und bestellen die Patienten alle
    zwei Monate ein. Fragt man 'Warum?', kommen allerlei inkonsistente Antworten,
    jeweils angepasst an den grad vorliegenden PSA-Wert:
    Von Resistenz und Remission ist abwechselnd die Rede und "umfangreicher Erfahrung".
    Will man mehr wissen, heisst es, man habe noch keine zuverlässigen Daten.
    Eben ...

    Schliesslich gestand mir der diesmal anwesende freundliche Assistenzarzt
    (ich zahle den Professorentarif!) zu, dass ich den Termin aufgrund des Nadirs
    hinauszögern 'dürfe', und man mich deswegen nicht von einer weiteren
    Anwendung ausschliessen werde (was auch schon mal angedroht worden war).
    So steht es jetzt im Arztbrief, womit ich nun wieder die Kontrolle über meine
    Therapie erlangt habe.

    Der Hintergrund dieses Gezerres um die Termine ist die Erfahrung, dass
    nach fünf bis sechs Anwendungen die Nebenwirkungen eine weitere
    Therapie mit PSMA-Lu177 ausschliessen und dass aufgrund schwindender
    Blutwerte auch Chemotherapien erschwert bis unmöglich sein könnten.
    Beispiel:
    Hämoglobin (Hb) seit dem ersten Zyklus runter von 13.1 auf 10.9g/dl (Norm 13 - 17)
    @JoergK: Thrombozyten sind OK, konstant bei guten 260 (150 - 440)

    Ginge es nach der Zweimonateregel, wäre also schon nach einem Jahr Schluss,
    könnte man etwa vier Monate zwischen die Zyklen legen, hält dieselbe Therapie
    bis zu zwei Jahre. So jedenfalls meine Analyse, die von den Ärzten bisher nicht
    entkräftet worden ist.


    Carpe diem!
    Konrad


    Noch was Lustiges zur PSMA-Lu177-RLT:
    In Bad Berka behält man die Patienten eine Woche,
    in Heidelberg die zwei Tage, wie es die Nukleargesetzgebung verlangt.
    In Australien bekommt man die Spritze ambulant...

  9. #1069
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    Moin Konrad,

    ich wünsche Dir alles Gute!

    Ich denke nicht darüber nach, warum ich krank geworden bin, sondern darüber, wie ich wieder gesund werden kann.

    Ich werde die Lutetium - 177 PSMA Therapie im September 2017 antreten.

    Welche Vorsichtsmassnahmen hast Du getroffen, um Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten?

    Für Deine Bemühungen danke ich.

    Gruss von der Nordsee

    Dieter

  10. #1070
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    Vorsichtsmassnahmen vor PRLT?

    Zitat Zitat von Dieter E. Beitrag anzeigen
    Welche Vorsichtsmassnahmen hast Du getroffen,
    um Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten?
    KEINE, lieber Dieter.
    Ich bin halt hingefahren und hab mit die Spritze verpassen lassen
    und mich dem Procedere unterzogen:

    In Heidelberg werden, anders als andernorts, die Speicheldrüsen gekühlt.
    Bringt's was? Ich werde auch weiterhin kühlen lassen, vor nach der Injektion.
    Zum Prozedere gehören auch die Infusion von 2l Ringerlösung, um
    den nicht gebundenen Tracer so rasch als möglich aus dem Körper zu
    spülen und viel trinken.
    Ja doch, etwas hab ich gemacht, um die unzumutbaren Spitalkost zu
    ergänzen: Ich habe zuhause frischen Orangensaft gepresst und in zwei
    kleinen Flaschen eingefroren. Die haben dann das Frühstück aufgehellt.
    Und kleine Tomätchen hab ich dabei, um den mangelnden Speichel zu
    ersetzen mit dem Glibber, der sich um die Kerne herum findet.
    Denn Wasser, Kaffee oder Tee spülen den letzten Speichel auch noch weg.


    Wenn Du ein CRPC hast und Kandidat bist für eine PRLT, brauchst Du
    dir keine Gedanken mehr zu machen über das "wieder gesund werden".
    Wichtiger ist, dass Du dir Gedanken machst über den Umgang mit der
    Krankheit und mit den abnehmenden Kräften.
    Dies annehmen ohne gross dagegen zu "kämpfen" ist meine Empfehlung.
    Deshalb unterschreibe ich ja oft mit der Mahnung "Carpe diem!"
    oder zu deutsch: "Nimm den Tag!".

    Es wird nicht mehr so, wie es einmal war. Das trifft zwar auf alle Menschen zu,
    auch auf die Gesunden, denn die werden auch älter. Aber mit den Therapien,
    denen wir CRPC-Betroffene uns unterziehen (müssen), geht das halt schneller.


    Gruss aus den Appenzeller Voralpen
    Mors certa, hora incerta!
    Konrad

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